Häufige Fragen zu Sauermilchprodukten

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Was ist Milchzucker = Lactose?

  • Kohlenhydrat der Milch
  • „Zweifachzucker“ (Disaccharid) aus Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose)
  • Sorgt für eine gesunde Darmflora
  • Wird isoliert zur Verdauungsförderung eingesetzt

Was passiert bei der Milchsäuregärung?

Die Milchsäuregärung ist ein enzymatischer Prozeß. Der Milchzucker, ein Zweifachzucker, wird durch das Enzym Laktase in seine Bestandteile zerlegt. Diese Bausteine werden von den Mikroorganismen, wie Bakterien in Milchsäure umgewandelt (s. Grafik). Die Milchsäure läßt das Milcheiweiß gerinnen, so dass die Milch 'dick' wird.


Was ist der Unterschied zwischen rechts- und linksdrehender Milchsäure?

Milchsäure wird auf Grund ihrer unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften in rechtsdrehende (L+) und linksdrehende (D-) Milchsäure unterschieden. Beide Milchsäuren werden im menschlichen Körper abgebaut, die linksdrehende Milchsäure etwas langsamer als die rechtsdrehende Milchsäure. In den Sauermilchprodukten werden überwiegend Bakterienkulturen eingesetzt, die rechtsdrehende Milchsäure produzieren.


Was tun bei Milchzuckerunverträglichkeit?

Unter einer Milchzucker-Unverträglichkeit (Lactoseintoleranz) leiden in Deutschland ca. 15% der Bevölkerung. Bei diesen Menschen wird der Milchzucker nicht oder nur in kleinen Mengen gespalten und verursacht Bauchbeschwerden, die individuell sehr verschieden ausfallen. Eine sichere Diagnose stellt der Arzt z. B. durch den H2-Atemtest oder den oralen Belastungstest.

Nicht jeder Betroffene, bei dem eine Milchzucker-Unverträglichkeit diagnostiziert wurde, muss dann lebenslang auf Lactose, d. h. Milchzucker verzichten. Jeder muss für sich individuell ermitteln, wann, in welchen Mengen und welche Produkte vertragen werden. Das bedeutet:

  • Milchprodukte können in Kombination mit anderen Lebensmitteln besser verträglich sein werden.
  • Kleine Portionen wählen.
  • Sauermilchprodukte sind in der Regel verträglicher als Milch pur.
  • Bei den Sauermilchprodukten kann die Verträglichkeit vom Produkt und der Herstellungsfirma abhängig sein.
  • Käse, insbesondere Hartkäse, enthält nur sehr geringe Mengen Lactose.
  • Bei Unsicherheit gegenüber verpackten Lebensmitteln Zutatenliste lesen. Wichtig sind die Bezeichnungen: Lactose, Laktose, Milch(-pulver), Molken(-pulver), Rahm, Sahne.
  • Lactosefreie Milchprodukte und/oder Enzympräparate bieten sich als Alternative an.

 

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