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Presse-Mitteilungen

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Frank Maurer, Tel.: 02151 4111-410, Mail: maurer~milch-nrw.de


Der NRW-Milchmarkt in der ersten Jahreshälfte 2014

02.07.2014

Durchwachsener Saisonstart für den Export-Europameister

Neuenkirchen, in Zeiten der Fußball-WM. Die Halbjahrespressekonferenz der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. fand in der Privatmolkerei Naarmann anlässlich ihres 111-jährigen Jubiläums statt. Der Geschäftsführer, Dr. Rudolf Schmidt, erläuterte die Lage auf dem NRW-Milchmarkt:

Nachdem sich im Vorjahr durch eine anhaltend hohe internationale Nachfrage nach Milch- und Milchinhaltsstoffen eine sehr gute Marktsituation eingestellt hatte, seien zu Jahresbeginn 2014 zunächst rückläufige Tendenzen am Markt zu beobachten gewesen. Große Milchmengen und teilweise Produktionsengpässe hätten dazu geführt, dass in einigen Produktbereichen Potenziale nicht optimal genutzt werden konnten. Viele Unternehmen seien durch Schaffung neuer Verwertungsmöglichkeiten auf dem Sprung, um insbesondere auf Anforderungen wachsender internationaler Märkte flexibler reagieren zu können. Aktuell seien erste Anzeichen für eine Stabilisierung der günstigen Marktposition zu erkennen, da trotz hoher Produktionsmengen die Nachfrage weltweit weiter steige.

Durch diese positive Marktentwicklung sei der NRW-Auszahlungspreis von 33,40 Cent im Vergleichszeitraum 2013 (Januar – April) auf 40 Cent um 19,8 % angestiegen.  Bundesliga-Niveau!

Für die Erzeuger hätte sich die Situation im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert, wobei steigende Betriebskosten und zunehmende Produktionsauflagen nach wie vor die Erlössituation belasten. Die Molkereien verzeichneten, trotz der Russlandkrise, Zuwächse beim Export. Das stabile Geschäft mit dem Handel trage zu einer guten Wertschöpfung bei. Auch bei der für den NRW-Markt bedeutenden Trinkmilch sei die derzeitige Wertschöpfung gut. Der Verbraucher reagiere trotz eines leichten Anstiegs der Preise nicht mit Kaufzurückhaltung.

Nahezu 50 % der in NRW erzeugten Milch, so Schmidt, würden auf dem heimischen Markt abgesetzt. Rund 30 % würden innerhalb der EU vermarktet. Etwa 20 % werden mit steigender Tendenz in Drittländer exportiert. Der Binnenmarkt sei zunehmend gesättigt, so Claus Naarmann, Geschäftsführer der Privatmolkerei. Dies bedeute für Molkereiunternehmen, dass sie sich auch auf spezielle Anforderungen der Drittlandsmärkte einstellen müssen. Tradition und Innovation seien wichtige Bausteine, um sowohl regional als auch international zu punkten.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!


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