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Presse-Mitteilungen

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Frank Maurer, Tel.: 02151 4111-410, Mail: maurer~milch-nrw.de


Ein Milchmarkt mit großen Potentialen

09.01.2014

Gute Aussichten
Eine durchweg positive und stabile Entwicklung kennzeichnete das Milchjahr 2013, so Dr. Rudolf Schmidt, Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW e.V. (LV Milch NRW). Das 1. Quartal 2013 sei durch eine verhaltene bis leicht rückläufige Milchanlieferung gekennzeichnet gewesen, wobei die expansiven Tendenzen im weiteren Jahresverlauf diese mehr als ausgeglichen hätten. Das gesamte Jahr, so Schmidt, sei durch eine starke Nachfrage im Export geprägt. Die stabilen Exportmöglichkeiten hätten sich durchweg positiv auf die Erlössituation im Binnenmarkt ausgewirkt. Nennenswert seien in diesem Kontext drei direkt aufeinander folgende Preiserhöhungen im Lebensmitteleinzelhandel bei Trinkmilch und Milchprodukten. Die Milchauszahlungspreise seien 2013 im Vergleich zu 2012 kontinuierlich gestiegen. Auch für 2014 sei mit einer Stabilisierung des guten Preisniveaus zu rechnen, so Dr. Schmidt. Aufgrund guter Witterungsbedingungen und leicht sinkenden Futterkosten sei weltweit insgesamt mit einer weiteren Zunahme der Milcherzeugung zu rechnen.

NRW-Milchmarkt
Im Jahr 2013 wurden in NRW mit rund 3,2 Mio. Tonnen Milch 3,7 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr produziert. Trotzdem habe sich der Strukturwandel auf der Erzeugerseite fortgesetzt. Nach Informationen des Statistischen Landesamtes sei die Anzahl der Milchkuhhalter lt. Novemberzählung um 3,7 Prozent auf 7.370 gesunken, die Anzahl der Milchkühe allerdings um 3,7 Prozent auf 417.665 deutlich gewachsen. Die durchschnittliche Kuhzahl je Betrieb in NRW sei um 7,6 Prozent auf 57 Kühe angestiegen. Im Zeitraum Januar bis Oktober 2013 habe der Auszahlungspreis mit 37,23 Ct./kg (Molkereistandort, ab Hof bei 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß ohne MwSt.) um 6,39 Ct./kg bzw. 20,7 Prozent über dem Preis des Vorjahreszeitraums gelegen. Das derzeitig gute Preisniveau sei aufgrund höherer Produktionskosten und zunehmenden Produktionsauflagen erforderlich. Die Molkereien in NRW hätten auch im Jahr 2013 ihre Marktpositionen weiter ausgebaut. Im Dreiklang zwischen Regionalität, Binnenmarkt und Weltmarkt hätten die Unternehmen ihre Marktchancen genutzt. Produktinnovationen und Kooperationen hätten entscheidend zur Stärkung der Wettbewerbspositionen beigetragen.

Alles ist drin!
Ungewöhnlich für den Export machte Trinkmilch im 1L-Karton in 2013 erstmals Schlagzeilen. Neben Käse sei und bleibe „Pulver“ im Welthandel jedoch nach wie vor das Zugpferd - gerade in Bezug auf große Mengen. Doch nicht allein Vollmilch-, Magermilch oder Molkenpulver seien hier zu nennen - die Liste spezieller Milchtrockenprodukte werde immer länger. Insbesondere die steigende Nachfrage nach Milchinhaltsstoffen und multifunktionalen Milchbestandteilen sei international wachstumstreibend. Weit über den klassischen Nahrungsmittelbereich, wie z.B. Babynahrung, hinaus, würden Milch-Ingredienzien eingesetzt. Von der Backwarenproduktion bis hin zur Gewürzverarbeitung - vom Bereich Kosmetik bis hin zu den Arzneimitteln – immer mehr Produkte beinhalten Laktose- und Eiweißkomponenten der Milch. Die Milchwirtschaft in NRW, so Schmidt, suche und finde auch jenseits des verbraucherstärksten deutschen Frischemarktes nachhaltige, zukunftsträchtige Wertschöpfungsmöglichkeiten


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