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Presse-Mitteilungen

Ansprechpartner

Frank Maurer, Tel.: 02151 4111-410, Mail: maurer~milch-nrw.de


Forum Milch NRW 2011 in Werl

16.09.2011

Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW e.V. (LV Milch NRW) veranstaltete am 15. September 2011 in der Stadthalle in Werl mit dem Schwerpunktthema „Die Heidi im Herzen – den Melkroboter im Stall“ Milchwirtschaft zwischen agrarpolitischen Forderungen, landwirtschaftlicher Realität und gesellschaftlichen Ansprüchen“ das fünfte „Forum Milch NRW“. Entscheidungsträger aus der Land- und Molkereiwirtschaft waren eingeladen, zu diesem Thema, aber auch zu tagespolitischen Fragen mit Experten zu diskutieren. In seiner Begrüßung stellte Wilhelm Brüggemeier, der westfälische Vorsitzende der LV Milch NRW, fest, auch in diesem Jahr werde die Veranstaltung von dem Ansinnen bestimmt, mit dem Forum Milch NRW den „Runden Tisch“ der Milchwirtschaft zu etablieren, an welchem un-terschiedliche Perspektiven und Ansichten gebündelt werden und ein konstruktiver Meinungsaustausch für die gesamte Branche realisiert wird.
Dr. Ludger Wilstacke, Abteilungsleiter im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Land-wirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, stellte die große Bedeutung der NRW Milchwirtschaft und deren insgesamt guten Aussichten dar. Damit diese gute Stellung allerdings auch künftig gehalten werden kann, müssten sich Milcherzeuger und Molkereien aber kurz und mittelfristigen Entwicklungen und Trends in der Gesellschaft und auf den Märkten immer wieder anpassen. Zur Zukunftsgestaltung gehöre auch, sich damit auseinanderzusetzen, wie regionale Märkte besser bedient werden können oder wie Verbraucherinnen und Verbrauchern die heutigen Formen der Tierhaltung zu vermitteln sind. Ministerialdirektor Dr. Theodor Seegers, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, ....... Heinz Korte, Milcherzeuger und Vizepräsident des Niedersächsischen Landvolks ging auf die rasante Entwicklung unserer Gesellschaft ein. Es gelte, moderne Landwirtschaft bundesweit besser zu kommunizieren. An den Emotionen der Verbraucher ansetzend wünscht er einen ehrlichen und sachlichen Branchendialog. Für Professor Dr. Klaus Kocks von der CATO Sozietät für Kommunkationsberatung, liegt der Ursprung vieler Missverständnisse in einer bilder-buchhaften, verniedlichten medialen Darstellung von Landwirtschaft. Lila Kühe, die auf einer Alm von einem Teddybären gemolken werden trügen nicht zu einer Verbesserung der Diskussionen um Landwirtschaft bei. Der Verbraucher verbinde mit einer derartigen nostalgisch anmutenden Verklärung „Gutes“, oftmals gepaart mit schönen persönlichen Erinnerungen. Realistische Bilder, die eine effektive, intensive landwirtschaftliche Produk-tion zeigen werden eher mit etwas „schlechtem“ und „industriellem“ assoziiert. Um den Anforderungen für einen der am dichtesten besiedelten Ballungsräume Europas Rechnung zu tragen sei Branchenkommunkation notwendig.
Im Anschluss diskutierten die ca. 130 Teilnehmer – moderiert von top agrar Chefredakteur Dr. Ludger Schulze Pals  – die angesprochenen Aspekte eingehend mit den beiden Refe-renten. Angesichts der dynamischen Entwicklung in der Milchwirtschaft standen auch aktuelle Fragen zur Entwicklung des Milchmarktes im Vordergrund des Interesses.


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