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Presse-Mitteilungen

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Frank Maurer, Tel.: 02151 4111-410, Mail: maurer~milch-nrw.de


Gut unterwegs mit Veredelung und Export

03.07.2013

Der Milchmarkt in der ersten Jahreshälfte 2013

Die Halbjahrespressekonferenz der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e. V. (LV Milch NRW) fand in diesem Jahr auf dem Vorzugsmilchbetrieb von Johannes Deselaers in Kerken statt. Dr. Rudolf Schmidt, Geschäftsführer der LV Milch NRW, erläuterte die Lage auf dem NRW-Milchmarkt:

Gegenüber dem Vorjahr habe sich der NRW-Milchmarkt deutlich positiv entwickelt. Milch und Milchprodukte hätten in der ersten Jahreshälfte 2013 insgesamt einen Preisauf-schwung erfahren. Auch für die nächsten Monate sei Preisstabilität auf dem derzeitigen Niveau zu erwarten. Während in NRW die Milchmenge weiter deutlich steigen würde, verlangsame sich der Produktionsanstieg in Deutschland. Weltweit sei derzeit die Produk-tion rückläufig; auf europäischer Ebene stagnierend. Die Inlandsnachfrage nach Milch und Milchprodukten stagniere auch aufgrund der Bevölkerungsentwicklung. Dagegen sei trotz steigender Preise der Export die Zugmaschine für den Milchmarkt. Sogar bei H-Milch sei eine stärker werdende Auslandsnachfrage in Richtung China und Asien zu verzeichnen, was das Vertrauen in Sicherheit und Qualität unserer Lebensmittel und ein grundsätzlich positives Bild der Branche unterstreiche. Zunehmend globalere Vernetzungen der Märkte hätten somit auch für NRW einen wesentlichen Anteil an einer guten Marktsituation. In Deutschland erzeugte und veredelte qualitativ hochwertige Milchprodukte seien national und für den Export wichtig und interessant.

Durch eine insgesamt anhaltend positive Marktentwicklung sei der Basis-Milchauszahlungspreis (bei 4% Fett und 3,4% Eiweiß) im Vorjahresvergleich von 30,12 auf 32,90 Cent um rund 9 % angestiegen. Ein solider Trend, welcher sich voraussichtlich im Verlauf des Jahres fortsetzen werde.

Für die Erzeuger sei die Entwicklung zwar erfreulich, aber auch dringend notwendig. Steigende Betriebskosten aber auch die Wetterkapriolen machten den Milchbauern stark zu schaffen. Zudem fänden sich die stetigen Optimierungen in den Bereichen artgerechte Tierhaltung und Nachhaltigkeit, nicht in den Marktpreisen wieder. Obwohl die Zahl der Milchviehbetriebe in NRW rückläufig sei, wachse nach wie vor die Zahl der Milchkühe und damit auch die Milchmenge. Die NRW-Molkereien hätten die Marktlage insgesamt gut nutzen können. Beim Handel hätten sich neben klassischen Vermarktungsstrategien Ni-schengeschäfte fest etabliert, die gesellschaftliche Themen aufgreifen, z. B. Regionalität. Zudem zeige auch die Vielzahl neuer und veredelter Produkte, dass es auch Wachstums-branchen in Teilbereichen des Milchmarktes gebe. Nach wie vor stehen dem Verbraucher im europäischen Vergleich trotz des Preisanstiegs hochwertige Milch und Milchprodukte zu niedrigen Preisen zur Verfügung.


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