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Presse-Mitteilungen

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Frank Maurer, Tel.: 02151 4111-410, Mail: maurer~milch-nrw.de


Gute Perspektiven für den Milchmarkt 2013

10.01.2013

Silberstreifen am Horizont
Höhen und Tiefen kennzeichneten das Milchjahr 2012, so Dr. Rudolf Schmidt, Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW e.V. (LV Milch NRW). Das 1. Halbjahr 2012 sei durch eine Zunahme der Milchanlieferung und einen schwierigen Markt, insbesondere bei Konsummilch und Butter, gekennzeichnet. Die Anfang 2012 erwartete „Preisdelle“ für die Milcherzeuger wäre größer gewesen als von vielen Experten vorhergesagt. In der 2.  Jahreshälfte habe sich bei stabilen Exportmöglichkeiten auch der Binnenmarkt positiv entwickelt, insbesondere bei Trinkmilch und Butter. Die Milchauszahlungspreise seien Ende 2012 deutlich gestiegen. Das wechselhafte Milchjahr zeige erneut, dass eine volatile Marktentwicklung am besten durch breit aufgestellte Molkereien aufgefangen werden kann. 2013 dürfte der moderate Aufwärtstrend bei einer weiterhin stabilen Marktentwicklung anhalten, so Dr. Schmidt. Sowohl für den Export als auch für den Binnenmarkt seien für die 1. Jahreshälfte 2013 stabile Marktverhältnisse zu erwarten.


NRW-Milchmarkt
Im Jahr 2012 wurden in NRW rund 3 Mio. Tonnen Milch produziert, was in etwa dem Vorjahresniveau entspreche. Auf der Erzeugerseite habe sich der Strukturwandel fortgesetzt. Nach Informationen des Statistischen Landesamtes sei die Anzahl der Milchkuhhalter lt. Novemberzählung um 5,3 Prozent gesunken, die Anzahl der Milchkühe allerdings um 0,6 Prozent auf 402.952 leicht gewachsen. Die durchschnittliche Kuhzahl je Betrieb in NRW sei um 6 Prozent auf 53 Kühe deutlich angestiegen. Im Zeitraum Januar bis November 2012 habe der Auszahlungspreis mit 33,06 Ct./kg (ab Hof bei 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß ohne MwSt.) um 1,61 Ct./kg bzw. 4,6 Prozent unter dem Preis des Vorjahreszeitraums gelegen. Ein Anstieg der Auszahlungspreise sei für die Milcherzeuger aufgrund der gestiegenen Kosten für Betriebsmittel auf den Höfen nach wie vor unbedingt erforderlich. Insgesamt wären die Molkereien in NRW für die Herausforderungen des Binnen- und Weltmarkts mittlerweile gut aufgestellt. Sowohl der Export als auch der Bedarf an regionalen Produkten werde durch die heimischen Molkereiunternehmen bedient. Zur Stärkung der Wettbewerbsposition würden Kooperationen im NRW-Molkereisektor beitragen.

 

Wertschöpfung durch Regionalität oder Internationalisierung?
Die Milchwirtschaft in NRW profitiere von der anhaltenden positiven Nachfrageentwicklung auf dem Weltmarkt. Neben den sich bietenden Exportmöglichkeiten lohne sich auch ein Sondieren im heimischen Markt. Anhand einer breiten Produktpalette regionaler Milchprodukte werde das Verbraucherinteresse in NRW marktgerecht bedient. Obwohl regionale Produkte eher als „Nische“ zu finden seien, hätten sie durchaus Relevanz im heiß umkämpften Binnenmarkt in NRW. Das verbraucherstärkste Bundesland gestalte sich als vielfältiger „Markt der Möglichkeiten“. Ob handwerklich gefertigt oder in großen Mengen für den Weltmarkt produziert: Milchwirtschaft in NRW ist auf einem guten Weg, um die Kundenwünsche in jedweder Form zu bedienen.


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