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Presse-Mitteilungen

Ansprechpartner

Frank Maurer, Tel.: 02151 4111-410, Mail: maurer~milch-nrw.de


NRW-Milch garantiert bleifrei

26.11.2009

Monitoring der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e. V. auf eine mögliche Belastung mit Rückständen von Blei belegt eindrucksvoll das hohe Qualitätsniveau der Rohmilch.

Gemeinsam mit dem Landeskontrollverband Nordrhein-Westfalen e. V. führte die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e. V. auf Basis der Landesgüte- Verordnung Milch NRW in den Sommermonaten 2009 ein Monitoring bezüglich einer möglichen Belastung der Rohmilch mit Bleirückständen durch. Vordergründiges Ziel war es, zu ermitteln, ob in Rohmilch Rückstände von Blei nachzuweisen sind. Darüber hinaus sollte bei erhöhten Werten gegebenenfalls eine geografische Zuordnung erfolgen, um
einer Ursache gezielt entgegen wirken zu können. Die Beprobung und Untersuchung erfolgte flächendeckend in Nordrhein-Westfalen auf Tanksammelwagenebene. Dabei wurden auch die Rohmilchtouren der Landwirte, die in benachbarte Bundesländer liefern, mit einbezogen und beprobt.


Von den insgesamt 737 untersuchten Proben lagen dabei 733 unter der Nachweisgrenze von < 0,004 mg Blei pro kg Rohmilch. Dies entspricht einem Anteil von 99,5 %. Lediglich vier Proben wiesen leicht erhöhte Werte auf, die in weiteren Untersuchungen aber nicht bestätigt werden konnten. Eine Überscheitung des nach der Verordnung (EG) 1881/2006 zulässigen Grenzwertes von 0,02 mg/kg wurde in keiner einzigen Probe festgestellt.
Eine Verunreinigung der Rohmilch mit Blei kann somit ausgeschlossen werden. Die Sicherheit des Lebensmittels Milch und der Schutz der Verbraucher vor einer Kontamination mit Blei aus Milch und Milchprodukten aus Nordrhein-Westfalen ist eindrucksvoll belegt worden.


Auslöser für die Durchführung war eine Meldung, dass im Umkreis von Höchstspannungsstrommasten in Einzelfällen Bodenbelastungen mit dem Schwermetall Blei festgestellt worden sind. Die Belastungen gehen auf einen Rostschutzanstrich (Bleimennige) zurück, der bis 1960 in Deutschland branchenübergreifend bei Stahlkonstruktionen eingesetzt wurde und über Regenwasser oder bei Renovierungsarbeiten in den Boden gelangte.
Im Umkreis von mehreren Metern um ältere Höchstspannungsmasten ist teilweise mit Schadstoffanreicherungen der Böden zu rechnen. Auf Grünland- und Ackerflächen kann es in Einzelfällen zu Schadstoffanreicherungen der (Futter)-Pflanzen kommen. Selbst kleinste Mengen Blei, über einen längeren Zeitraum stetig eingenommen, reichern sich im Körper an, da sie z. B. in die Knochen eingelagert und nur sehr langsamwieder ausgeschieden werden.


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