Drucklufttechnik optimieren

Ansprechpartner

Andreas Fischer, Tel: 02151 / 41 11-430, Mail: fischer~milch-nrw.de


Die zur Druckluftversorgung aufgewandten Energien können bis zu 20% der betrieblichen Energiekosten betragen. Eine Überprüfung und Sanierung des Druckluftsystems ist langfristig kostengünstiger als eine jahrelange Energievergeudung.

In diesem Bereich entstehen Energieverluste durch folgende Faktoren:

  • Nichtnutzung der Abluftwärme (bis 88% der eingebrachten el. Energie)
  • Leckagen (bis 50% der Druckluftmenge)
  • Fehlende Kompressorsteuerung (bis 25% der eingebrachten el. Energie)
  • Minderwertige Technik (bis 15% der Druckluftmenge)
  • Ungenutzte Substitutionspotenziale (bis 15%)
  • Druckverluste (zwischen 6 und 10% pro bar)

Um das Energieeinsparpotential zu nutzen gibt es folgende Möglichkeiten:

1.    Abwärme von Druckluft nutzen

  • Einsatz in Warmluftheizungen
    Voraussetzungen: luftgekühlter Kompressor, kurze Wege
  • Erwärmung von Heizungswasser
    Wärmerückgewinnung zur Unterstützung des Heizungskreislaufs
  • Erwärmung von Brauchwasser
    Voraussetzungen: Sicherheitswärmetauscher

2.    Energieoptimierte Steuerungen
       Interne Regelungen: Laufzeitoptimierte Steuerungen können den Leerlauf-
       betrieb deutlich reduzieren.
       Übergeordnete Regelungen: Druckabsenkungen und bessere Koordination
       können Energie bis zu 12% einsparen.
2.1. Druckluft reichlich speichern, d. h. große Speicherbehälter
2.2. Druckluft genau nach Bedarf aufbereiten

  • Verunreinigungen und Feuchtigkeit beseitigen
  • Anforderungen zum Drucktaupunkt, Ölgehalt und der Partikelgröße  genau erfüllen
  • Sommer/Winter-Umstellung beim Drucktaupunkt prüfen
  • Nutzung der energieeffizientesten Trocknung bzw. Kombination
  • Wahl der Regeneration des Trocknungsmittels
  • elektronische, niveaugesteuerte Kondensableiter
  • Abstellung von Teilnetzen bei Nichtgebrauch

3.    Druckluftverteilung optimieren bzw. erneuern durch geringste Reduzierung

  • der Luftmenge, z. B. Leckagen ausschließen bzw. minimieren
  • des Fließdrucks, z. B. Leitungsengpunkte und Querschnitte überprüfen
  • der Luftqualität, z. B. Ansammlungen von Rost, Schweißzunder, Wasser und Ölkohle entfernen

4.    Optimaler Einsatz aller Komponenten


PDF

Der oben stehende Text wurde einer Broschüre der EnergieAgentur.NRW entnommen.
Hier können Sie diese als pdf lesen.

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