Heizsystem anpassen

Ansprechpartner

Andreas Fischer, Tel: 02151 / 41 11-430, Mail: fischer~milch-nrw.de


Um alle Wärmequellen zu berücksichtigen, ist das Gebäude als Gesamtsystem zu betrachten. Eine technische Ausstattung sollte das Bauwerk in seinem thermischen Verhalten jahreszeitlich so gut wie möglich ergänzen, wie z. B. die  Abwärmenutzung, Verringerung der Durchschnittstemperatur und Absenkung der Innentemperatur zu bestimmten Zeiten.

Eine hohe Energieeffizienz haben eine Kraft-Wärme-Kopplung als Blockkraftwerk oder die Fernwärme.

1.   Heizkessel austauschen oder optimieren

  • Anpassen der Heizkurven und ggfs. Reduzieren der Vorlauf und Kesseltemperatur
  • Periodische Messung des Co2-Gehaltes der Abgase, der Abgastemperatur, der Rußziffer und des Feuerraumdrucks
  • Periodische Kontrolle und ggfs. Reinigen der Heizflächen bzw. Kesselheizflächen
  • Hydraulisches Entkoppeln der Wärmeerzeuger bei Mehrkesselanlagen
  • Ergänzung, Verbesserung oder Erneuerung der Wärmedämmung an den Wärmeerzeugern, den Armaturen und der Wärmeverteilung
  • Installieren von automatisch arbeitenden Abgas- oder Verbrennungsluftklappen
  • Hydraulischer Abgleich des Heizungssystems

2.   Gebäudetyp und Nutzung beachten

  • Heißwasser statt Dampf verwenden, evtl. einzelne Verbrauchder abkoppeln
  • Produktions- und Lagerhallen optimal beheizen
  • Bürogebäude optimal beheizen, z. b. durch Installation von Flächenheizsystemen

3.    Heizungstypen für Produktions- und Lagerhallen

3.1. Fußbodenheizungen – Vorteile:

  • günstiges Temperaturprofil über die Hallenhöhe, besonders für hohe Hallen geeignet
  • Angenehmes Wärmeempfinden bei niedrigeren Temperaturen, Energieeinsparung von 8-10% im Vergleich zu Konvektionsheizungen
  • Niedertemperatur-Prozessabwärme nutzbar
  • gut kombinierbar mit Wärmepumpen und solarthermischen Anlagen

3.2. Warmluftheizungen – Vorteile:

  • integrierbare Lüftungsschlitze zur Einhaltung der Luftqualität
  • Kühlung durch Zufuhr kühler Frischluft
  • Ergänzung durch zusätzliche Luftaufbereitungseinrichtungen wie Staubfilter, Befeuchter und Luftkühler möglich

3.3. Strahlungsheizungen (Hellstrahler, Dunkelstrahler, Deckenstrahlplatten)
       Vorteile:

  • niedrige Raumtemperaturen bei gleicher Behaglichkeit
  • geringere Wärmeverluste bei häufig geöffneten Hallentoren
  • bis zu 30& niedrigerer primärenergieverbrauch
  • kurze Aufheizzeiten
  • keine Zuglufterscheinungen, keine Staubaufwirbelungen
  • gezielte Beheizung von Teilflächen möglich
  • keine Verluste durch Wärmeverteilungsnetz bei Hell- und Dunkelstrahlern
  • keine Einfriergefahr bei Hell- und Dunkelstrahlern
  • günstiges Temperaturprofil

4.   Hallenbeheizung – folgende Aspekte sind bei der Planung zu beachten:

  • Höhe der Halle
  • Nutzungszeiten
  • Luftwechselraten
  • Offene Hallentore

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Der oben stehende Text wurde einer Broschüre der EnergieAgentur.NRW entnommen.
Hier können Sie diese als pdf lesen.

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