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Feta im Vergleich beim WDR-Hörfunk

Der Prüfer Frank Mauerer von der LV Milch NRW beim Test der verschiedenen Fetasorten
O-Ton beim Produkte testen für WDR5
10 Fetasorten im Produkttest für die WDR5-Hörfunksendung Alles in Butter

Für die Erstellung eines Hörfunkbeitrags der WDR 5 Sendereihe „Alles in Butter“ mit Helmut Gote wurden von der WDR-Journalistin Sigrid Müller zehn verschiedene Fetasorten ausgewählt, die zum gängigen Sortiment in NRWs Supermärkten gehören (fünf davon bio und fünf konventionell). Preislich variierten die getesteten Sorten zwischen 80 Cent und 2,10 € pro 100 Gramm. Neben Anne Fuentes vom Verein Slowfood e. V. aus Köln und der Käseexpertin und –händlerin Ulrike Baumann aus Bedburg (www.kaese-baumann.de) bewertete auch Frank Maurer vom Team der LV Milch NRW die Produkte im Hinblick auf Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack. Die Ergebnisse waren für alle Beteiligten überraschend. Trotz des gleichen Produkttypus schmeckten alle Produkte unterschiedlich. Einig waren sich alle Tester bei einem der 10 getesteten Fetasorten, der von allen als deutlich zu bitter bzw. nicht mehr genießbar empfunden wurde (trotz einer noch 2 Wochen andauernden Mindesthaltbarkeitsdauer). Ebenso gab es für alle einen klaren Favoriten: ein preisgünstiger, konventioneller Feta eines großen Discounters. Insgesamt ist Feta ein vielseitig einsetzbares Produkt, das sich in kalten und warmen Speisen sich wachsender Beliebtheit erfreut. Die wichtigsten Ergebnisse sind am 7. März 2020 von 14.00 bis 15.00 Uhr im WDR 5 zu hören, bzw. anschließend in der Mediathek verfügbar.

Feta ist ein griechischer Salzlakenkäse, der in seiner ursprünglichen Form ein drucklos ausgemolkter Schafskäse ist, der in Salzlake gereift wurde und einen recht intensiven Geschmack hat. Diese Käsesorte wird in Griechenland seit dem Altertum produziert. Erwähnt wird der Feta-Käse beispielsweise im Jahr 1494, als ein italienischer Reisender den in Fässern gelagerten Käse im Hafen von Candia sah; er wurde als Prosfatos bezeichnet, was so viel wie „kürzlich“ oder „frisch“ bedeutet. Der Käse bürgerte sich in Griechenland mit der Zeit als „Feta“ ein, dem seit dem 17. Jahrhundert vom italienischen „fetta“ ins Griechische übernommenen Wort für „Scheibe“. Dieser Käse wurde auf dem griechischen Festland und den Inseln der ehemaligen Präfektur Lesbos in Scheiben geschnitten und in Fässern mit Salzlake gelagert. Nachdem sich dieser Schafskäse in vielen europäischen Ländern großer Beliebtheit erfreute, wurden Salzlakenkäse aus anderen Regionen der EU (die häufig aus günstigerer Kuhmilch hergestellt wurden) bis 1997 ebenfalls als Feta verkauft. Nach der Verordnung (EG) Nr.1829/2002 der EU-Kommission darf seit dem 15. Oktober 2002 nur noch in Salzlake gereifter weißer Käse aus Schaf- und/oder Ziegenmilch (bis max. 30 Prozent), der auf dem griechischen Festland und den Inseln der ehemaligen Präfektur Lesbos hergestellt worden ist, den Namen Feta tragen.


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