Menü

Marktentwicklung

Presseschau

Globaler Handel mit Milchprodukten auf erhöhtem Niveau

05.10.2021 (AMI) – Über die Jahresmitte 2021 hat der internationale Handel mit Milchprodukten weiter expansive Tendenzen gezeigt. In den mengenmäßig bedeutenden Teilmärkten wurden die Vorjahresmengen bis Juli zumeist deutlich übertroffen. Der Motor für die wachsende Nachfrage war in erster Linie China.
In den ersten sieben Monaten von 2021 wurden, festgemacht an den Exporten der jeweils zehn größten Lieferanten in den einzelnen Teilmärkten, in Milchäquivalent insgesamt rund 5 % mehr Milchprodukte international gehandelt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit hat sich der Vorsprung gegenüber den vorherigen Betrachtungen leicht verringert.
In fast allen Teilmärkten wurde mehr Ware gehandelt als im Vorjahr, bei den mengenmäßig bedeutenden sogar zumeist deutlich. Beim Käse stiegen die Exporte um rund 9 %. Hier konnten alle großen Anbieter mehr Ware am Weltmarkt absetzen. Beim Vollmilchpulver, das einen Zuwachs um 8 % verzeichnete, profitierte im Wesentlichen Neuseeland. Anteilig der deutlichste Zugewinn im Export entfiel mit gut 11 % jedoch auf Molkenpulver. Lieferanten hierfür waren neben der EU vor allem die USA. Magermilchpulver legte in Folge der über die Jahresmitte schwächeren Nachfrage in den ersten sieben Monaten um knapp 3 % zu. Damit hat sich das Wachstum hier gegenüber Juni auf rund die Hälfte verringert. Butter blieb mit im Vorjahresvergleich um 7 % geringere Exporte rückläufig. Die größten Verlierer waren dabei die EU und das Vereinigte Königreich.
Quelle: AMI

Milchpreise: 50 Cent zahlen die Molkereien für Spotmilch

Die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch steigen Anfang Oktober regional auf über 50 Cent.
© Olaf Zinke Der Rohstoffwert legte im September bereits deutlich zu: Von 36,5 Cent/kg auf immerhin 38,5 Cent/kg. Das war ein Aufschlag von 2,4 Cent und der beste Rohstoffwert vier Jahren – seit Sommer 2017.
Das heißt eindeutig: Rohmilch muss für die Molkereien ausgeprochen knapp sein. Denn solche hohen Preise hat zuvor noch nicht gegeben. Im Schnitt handeln die deutschen Molkereien die Spotmilch im Norden und Westen etwa mit 46,50 Cent je kg und im Süden mit 50,0 Cent je kg und noch etwas mehr. Im übrigen werden auch aus den sehr eng mit dem nordwestdeutschen Markt verbundenen Niederlanden Spotmilchpreise von 45,50 Cent gemeldet.
Dahinter steht eine erhebliche Verknappung des Rohstoffangebotes und kräftig steigende Spotmarktpreise für Milchprodukte. Ende September lag die Anlieferungsmenge bei Rohmilch rund 2,3 Prozent unter dem Vorjahr. Die süddeutsche Butterbörse sagt deshalb zur Marktlage: „Der Milchmarkt kennt zurzeit nur eine Richtung und die geht nach  oben. Dies  ist bei den Preisentwicklungen am Spotmarkt für Flüssigrohstoffe und bei den Milcherzeugnissen zu spüren. Hohe Futtermittelkosten beeinträchtigen die  Milchanlieferungsmengen und die Milchinhaltsstoffe.“ 
Noch ist der Abstand zu den Milchpreisen, die die Molkereien an die Milchbauern zahlen aber ziemlich groß. Doch das dürfte sich angesichts der sich verschärfenden Marktlage bald ändern. Der letzte offiziell von der BLE gemeldete Milchpreis, für Milch mit 4 % Fett und 3,4 % Eiweiß, lag für den Monat Juli nur bei 35,79 Cent und damit meilenweit von den derzeitigen Spotmilchpreisen entfernt, auch wenn diese die letzten beiden Monate leicht gestiegen sind. Da ist noch sehr viel Luft nach oben.
Sehr hohe Kosten für Milchbauern – aber die Milchpreise steigen 
© Olaf Zinke Anfang Oktober wurde Butter am europäischen Spotmarkt mit 427 Euro je 100 kg gehandelt – das sind rund 30 Euro mehr als vier Wochen zuvor und gleichzeitig der höchste Preis seit Ende 2018.
Die Preise für fast alle Milchprodukte steigen jedenfalls mittlerweile deutlich an. Im Großhandel und an den Spotmärkten geht das ganz offensichtlich schneller als bei den über längerfristige Kontrakte gehandelten Milchprodukten. Die süddeutsche Butterbörse berichtet ebenfalls bei allen Milchprodukten über steigende Preise für Milchpulver, Butter und Käse.
Der enorme Anstieg der Energiepreise und die massiven Logistikprobleme verschärfen die Situation zusätzlich. Denn bei einem sehr knappen Angebot an Milch und Milchprodukten steigen die Kosten für Transport und Produktion auch in den Molkereien steil an. Gleiches gilt allerdings auch für die Milchbauern, bei denen die Produktionskosten ebenfalls ein Allzeithoch erreicht haben – denn auch sie treffen die hohen Preise für Strom, Diesel, Heizöl und Futter mit voller Wucht.
Um diese Kosten zu decken werden dringend höhere Milchpreise als die oben genannten knapp 36 Cent benötigt. Das macht auch der riesige Abstand zu den aktuellen Spotmarktpreisen auch deutlich an, der derzeit etwa zwischen 9 und 14 Cent liegt – und nicht zu rechtfertigen ist. Die finanzielle Verwertung der Milch hatte sich bereits im September verbessert – und dürfte im Oktober nochmals deutlich besser werden und auch die Milchpreise mitziehen.
Das zeigt auch der letzte vom Ife-Institut in Kiel berechnete Rohstoffwert der Milch – der die Preisentwicklung bei Butter und Magermilchpulver abbildet. Der Rohstoffwert legte im September bereits deutlich zu: Von 36,5 Cent/kg auf immerhin 38,5 Cent/kg. Das war ein Aufschlag von 2,4 Cent und der beste Rohstoffwert vier Jahren – seit Sommer 2017. Ursache waren diesmal sowohl die deutlich besseren Butterpreise als auch der Preisanstieg bei Milchpulver.
Börsenmilchwert bei knapp 43 Cent - Rohstoffmangel 
© Olaf Zinke Aus Deutschland werden für Butter Spotpreise von 455 Euro je 100 kg gemeldet und für Magermilch von 281 Euro je 100 kg. Das sind für beide Produkte deutlich höhere Preise als im europäischen Durchschnitt.
Für die nächsten Monate sieht die Sache aber noch viel besser aus. An den Terminbörsen und im Großhandel zeigt die Preiskurve für Butter und Milchpulver nämlich weiter deutlich nach oben. Eine Ende des Preisanstiegs ist nicht in Sicht. Lediglich bei Käse steigen die Notierungen derzeit etwas langsamer an. Aber sie steigen ebenfalls.
Gut sichtbar wird die aktuelle Preisrally durch den ebenfalls vom Kieler ife-Institut berechneten Börsenmilchwert dem mit Abstand schnellster Frühindikator. Er wird täglich aus den Terminmarktpreisen von Butter und Magermilch berechnet. Für den 05. Oktober ergab sich ein Börsenmilchwert von 42,7 Cent für die Monate Oktober bis Dezember. Danach gehen die Preise leicht auf 42,3 Cent zurück. Im Vergleich zum Rohstoffwert bedeuten die aktuellen Börsenwerte einen weiteren Anstieg von etwa 4,2 Cent.
Schaut man auf die Preisentwicklung im  europäischen Großhandel, wird deutlich warum die Rohstoffwerte steigen. Anfang Oktober wurde Butter am europäischen Spotmarkt mit 427 Euro je 100 kg gehandelt – das sind rund 30 Euro mehr als vier Wochen zuvor und gleichzeitig der höchste Preis seit Ende 2018. Die süddeutsche Butterbörse sagt: „Die Nachfrage nach Milchfett ist nun schon seit  einigen Wochen ungebrochen hoch. Die Preise für Sahne auf dem Spotmarkt werden zum Teil schon als überhitzt bezeichnet. Eine Wertschöpfung über Butter oder  andere Produkte  ist  aktuell  sehr  schwierig.“ 
Ähnlich ist die Lage mi Milchpulver. Hier werden für Magermilchpulver an den europäischen Spotmärkten Anfang Oktober 269 Euro je 100 kg gezahlt – fast 20 Euro mehr als vor vier Wochen und die höchsten Preise seit 5 Jahren. Die süddeutsche Butterbörse sagt: „Im Moment ist es schwierig, die bestehenden Kontrakte ordnungsgemäß zu bedienen. Neugeschäfte können nur bedingt abgeschlossen bzw. gedeckt werden. Bestände sind kaum vorhanden.“  
Auch das Angebot bei Vollmilchpulver ist knapp. Hier liegen die Spotpreise bei 333 Euro je 100 kg und damit knapp 20 Euro höher als vor vier Wochen und ebenfalls auf dem höchsten Stand seit vier Jahren. 
Aus Deutschland werden für Butter Spotpreise von 455 Euro je 100 kg gemeldet und für Magermilch von 281 Euro je 100 kg. Das sind für beide Produkte deutlich höhere Preise als im europäischen Durchschnitt.
Quelle: agrarheute

Anhaltend knappes Angebot an Schnittkäse

07.10.2021 (AMI) – Der Markt für Schnittkäse war Anfang Oktober weiterhin von einer regen Nachfrage und einem begrenzten Angebot geprägt.
Durch die gedämpft verlaufende Milchanlieferung in Deutschland war die Rohstoffverfügbarkeit begrenzt. Zudem waren die Erlösmöglichkeiten über den Verkauf des flüssigen Rohstoffs höher, sodass zumeist lediglich so viel Milch der Käseproduktion zugeführt wurde, wie notwendig, um bestehende Lieferverpflichtungen einhalten zu können. Zusätzliche Anfragen konnten daher zumeist nicht bedient werden. Die Bestände in den Reifelägern waren dadurch unterdurchschnittlich und die Altersstruktur vergleichsweise jung.
Quelle: AMI

Bundesrat für Aufnahme von Hafermilch in EU-Schulprogramm

Der Bundesrat hält es für wichtig, im Schulprogramm der Europäischen Union neben Milch künftig auch „pflanzliche Drinks“ anzubieten. Die Bundesregierung solle sich zunächst auf europäischer Ebene für eine Erweiterung der Angebotspalette um zum Beispiel Drinks aus regional erzeugtem Hafer einsetzen, heißt es in einer am vergangenen Freitag vom Ländergremium gefassten Entschließung.
Mit diesem Angebot würde man den aktuellen wissenschaftlichen Einschätzungen des Themenkomplexes Ernährung-Nachhaltigkeit-Gesundheit gerecht und könnte zugleich die Wahlfreiheit für die Schüler erhöhen.
Daneben sieht die Länderkammer Nachbesserungsbedarf bei der Ernährungsbildung von Mädchen und Jungen. Zwar leiste das EU-Schulprogramm schon heute einen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung vieler Schüler und zu schulischer Ernährungsbildung. Ergänzend sollten aber spezifische EU-Förderprogramme zur Stärkung der gesunden Ernährung und Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen entwickelt werden.
Damit könne ein substanzieller Beitrag zu einer nachhaltigen Kita- und Schulernährung geleistet werden, die den Zielen der EU-Farm-to-Fork-Strategie Rechnung trage und damit auch „verbindliche Absatzwege für regional erzeugte, ökologische Produkte jenseits von Milch, Obst und Gemüse“ eröffne.
Quelle: topagrar

Corona: Landwirte können Überbrückungshilfe III Plus länger beantragen

Die Überbrückungshilfe III Plus wird verlängert. Landwirte können bis zum Jahresende Anträge stellen.
Von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen können ab sofort Anträge auf die bis zum Jahresende verlängerte Überbrückungshilfe III Plus für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021 stellen. Darauf weist das Bundeswirtschaftsministerium hin.
Anträge sind über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de einzureichen. Sie dürfen allerdings nicht vom betroffenen Unternehmer selbst, sondern müssen von einem prüfenden Dritten wie zum Beispiel dem Steuerberater gestellt werden. Die Förderbedingungen sind in Form von FAQ auf der Plattform veröffentlicht.
Wie hoch sind die Überbrückungshilfen? 
Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Außerdem können all jene Unternehmen einen Antrag stellen, die im Juni 2021 für die Überbrückungshilfe III antragsberechtigt und im Juli von der Hochwasserkatastrophe betroffen waren.
Erstattet werden wie bisher

  • bis zu 100 % der förderfähigen Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch über 70 %,
  • bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbußen zwischen 50 % und 70 %
  • und bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 % Umsatzeinbruch.

Abschlagszahlung bei Erstanträgen möglich 
Unternehmen, die bereits die Überbrückungshilfe III Plus für Juli bis September 2021 erhalten haben, können die Förderung für die Verlängerungsmonate Oktober bis Dezember 2021 einfach über einen Änderungsantrag erhalten.
Alle Unternehmen, die bislang noch keinen Antrag gestellt haben, können jetzt einen Erstantrag für die volle Förderperiode Juli bis Dezember 2021 stellen. Bei Erstanträgen sind Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 100.000 Euro pro Monat möglich.
Schweinehaltern wird die Überbrückungshilfe teilweise verweigert 
In der Praxis stoßen landwirtschaftliche Betriebe aber offenbar bei der Genehmigung der Überbrückungshilfe immer wieder auf Schwierigkeiten. Umsatzeinbußen von mehr als 30 % werden vor allem in der Schweinehaltung im relevanten Zeitraum durchaus erreicht. Die Hilfen werden in einigen Ländern aber mit dem Hinweis verweigert, dass die Einbußen nicht Corona-bedingt seien, sondern auf die Schieflage am Schweinefleischmarkt aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zurückzuführen seien.
Die CDU-Bundestagsabgeordneten Silvia Breher, Gitta Connemann und Albert Stegemann hatten Bundeslandwirtschaftsminister Julia Klöckner bereits Mitte September in einem gemeinsamen Schreiben auf diesen Missstand hingewiesen. Aus Sicht der Parlamentarier ist „unbestritten, dass die schwierige Marktlage sowohl auf der Absatz- als auch auf der Kostenseite im Kern Corona-bedingt ist“.
Quelle: agrarheute

Agrarprodukte am Weltmarkt im September erneut teurer

Rom - Die Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind im September 2021 im Schnitt weiter gestiegen.
Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) am Donnerstag (7.10.) in Rom mitteilte, erhöhte sich der von ihr berechnete Preisindex über alle betrachteten Warengruppen hinweg gegenüber August um 1,2 % auf 130,0 Punkte. Damit lag der Index um 32,8 % über dem Wert von September 2020.
Der Anstieg der Agrarpreise im Vergleich zu August fußt der FAO zufolge vor allem auf der Verteuerung von Getreide; für den betreffenden FAO-Subindex ging es um 2,0 % aufwärts. Der Grund dafür waren nach Angaben der Marktexperten vor allem höhere Weizenpreise als Folge der Verknappung exportierbarer Ware bei einer gleichzeitig starken Nachfrage am Weltmarkt. Die Maispreise konnten sich indes gut behaupten.
Für Unterstützung hätten hurrikanbedingte Schäden in wichtigen US-Exporthäfen gesorgt. Die Pflanzenölpreise legten laut FAO im Berichtsmonat um 1,7 % zu, wobei die Palm- und Rapsölnotierungen weiter anzogen. Dagegen hätten die Preise für Soja- und Sonnenblumenöl nachgegeben.
Der FAO-Subindex für Milcherzeugnisse stieg im Vergleich zum August um 1,5 %. Kräftig verteuerten sich insbesondere die internationalen Notierungen für Milchpulver und Butter angesichts einer lebhaften globalen Importnachfrage und des saisonal begrenzten Exportangebots europäischer Länder.
Derweil ging es mit dem FAO-Subindex für Zucker um nur 0,5 % aufwärts. Der Grund dafür waren nach Angaben der Marktexperten wetterbedingte Spekulationen über Ertragseinbußen bei der Zuckerrohrernte in Brasilien, dem weltweit größten Zuckerexporteur. Außerdem hätten dort gestiegene Ethanolpreise die Produktion des Biokraftstoffs aus Zuckerrohr angeregt. Dagegen bewegte sich der FAO-Fleischpreisindex im September nur geringfügig über dem Niveau des Vormonats. Nach Angaben der Experten in Rom verteuerte sich Schaffleisch im Zuge einer starken globalen Nachfrage, der ein weiterhin knappes Exportangebot gegenüberstand. Gleichzeitig habe sich die Preisrallye am Rindfleischmarkt wegen des begrenzten Schlachtviehangebots in Ozeanien und Südamerika fortgesetzt. Die Notierungen für Schweine- und Geflügelfleisch hätten hingegen nachgegeben.
Quelle: proplanta

Drei Viertel der deutschen Milch ohne Gentechnik

In Deutschland hat sich die Erzeugung gentechnikfreier Milch am Markt klar durchgesetzt. Wie der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) anlässlich der bevorstehenden Allgemeinen Nahrungs- und Genussmittelausstellung (Anuga) in Köln mitteilte, wird hierzulande laut Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) mittlerweile 76 % der Milch gentechnikfrei produziert. Vor zehn Jahren lag dieser Anteil nur bei 5 %.
„Die Entwicklung bei ,Ohne Gentechnik‘-Milch ist eine enorme Erfolgsgeschichte. Vom Nischenprodukt ist sie innerhalb von nur zehn Jahren schon fast zum allgemeinen Standard geworden“, erklärte VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting. Die ganz große Mehrzahl der Milchpackungen werde inzwischen mit der grünen „Ohne GenTechnik-Raute“ ausgelobt.
Potenzial bei Schweine- und Rindfleischprodukten
Diese Entwicklung sei für den Verband ein guter Ausgangspunkt im Rahmen der Anuga dafür zu werben, dass sich noch viele weitere Lebensmittelhersteller und Händler für ‚Ohne Gentechnik‘ entschieden. Damit könnten sie den Wunsch ihrer Kunden nach Transparenz und Wahlfreiheit erfüllen. „Die übergroße Mehrheit von ihnen lehnt Gentechnik im Glas und auf dem Teller ab“, betonte Hissting. Neben dem sehr erfolgreichen Milchbereich gebe es noch großes Potenzial für ‚Ohne Gentechnik‘ etwa bei Schweine- und Rindfleischprodukten.
Die agrarpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Dr. Kirsten Tackmann, hält angesichts des hohen Anteils gentechnikfreier Milch eine nachhaltigere Landwirtschaft für möglich. „Diese Erfolgsgeschichte war nur möglich, weil viele entlang der Lieferkette angefangen haben, an einem Strang und in die richtige Richtung zu ziehen - von Stall und Weide über Molkerei und Handel bis hin zur Verbraucherschaft“, erklärte Tackmann. Solche kooperativen Ansätze seien zwingend nötig, denn wer die Verantwortung nur an den Anfang oder das Ende der Lieferkette ablade, verhindere Lösungen.
Quelle: topagrar

Milcherzeugung in Deutschland ist effizient

Der deutsche Milchkuhbestand hat sich in den letzten 30 Jahren um etwa 30 % verringert. Trotzdem gehört Deutschland zu den führenden Milchproduzenten der Welt und ist Spitzenreiter in Europa, berichtet der Bundesverband Rind und Schwein (BRS). Der Selbstversorgungsgrad für Milch und Milchprodukte liegt bei 117 % und hat 2019 den Export von rund 2,3 Mio. t dieser Produkte ermöglicht. Die wichtigsten Abnehmer sind China, Italien und die Niederlande.
Im internationalen Vergleich zeichnet sich die deutsche Milcherzeugung durch eine deutlich höhere Effizienz aus als beispielsweise Brasilien. Grund dafür ist eine höhere Milchleistung je Kuh. Deutschland produziert mit 3,9 Mio. Milchkühen jährlich 33 Mio. t Rohmilch. Zwar produzieren brasilianische Erzeuger mit knapp 36 Mio. t fast genauso viel Milch, jedoch halten sie dafür mehr als 15 Mio. Milchkühe.
Mehr Nachhaltigkeit
Der geringere Rinderbestand in Deutschland erzeugt im Vergleich weniger Treibhausgase und benötigt eine geringere Futterfläche. Ein Liter Milch, den deutsche Landwirte produzieren, setzt etwa 1 kg CO2-Äquivalente frei. Das ist halb so viel wie im globalen Durchschnitt.
Auch in der Rinderzucht bekommt die Milchleistung mit 36 % im Gesamtzuchtwert ein geringeres Gewicht. Dafür bekommen Merkmale wie Fitness und Langlebigkeit einen höheren Stellenwert und stehen für mehr Nachhaltigkeit.
Der BRS möchte Verbraucher über Hintergründe der modernen Landwirtschaft aufklären und hat dafür die Seite Dialog Rind und Schwein ins Leben gerufen. Hier finden Sie Hintergrundinformationen und Literaturrecherchen zu weiteren viel diskutierten Themen in der Rinder- und Schweinehaltung: Dialog Rind und Schwein
Quelle:topagrar

Weltmilchpreise ziehen leicht an

Schwäbisch Gmünd - Die Schwäche am Weltmilchmarkt von April bis August scheint überwunden. Die Preise des Global Dairy Trade Tenders haben bei den letzten beiden Auktionen wieder leicht angezogen.
Dabei unterstützen sowohl die Zunahme der globalen Nachfrage mit dem Abklingen der Corona-Krise, als auch das abnehmende Produktionswachstum den Milchmarkt. Der Produktionsanstieg der 9 großen Exporteure, der sich bis Mai auf +2,8 % belief, hat sich bis Juli auf 0,2 % verringert.
Sowohl in den USA, als auch in Neuseeland geht das Wachstum deutlich zurück. Diese Länder hatten zuletzt neben der EU das Gros des Anstiegs produziert. Offenbar schlagen die hohen Kraftfutterkosten inzwischen global auf die Erzeugung durch. In der EU ist das Produktionswachstum von +1,9 % im Mai auf -0,2 % im Juli umgeschlagen.
Deutschland, Frankreich und die Niederlande tragen inzwischen zu etwa gleichen Teilen zu dem Rückgang bei. Ein nennenswertes Plus verzeichnen nur noch Italien und Irland.
Die deutsche Erzeugung hat sich von der Saisonspitze im Mai mit +0,1 % auf -1,6 % im Juli entwickelt. Seither hat sich der saisonale Rückgang nochmals verstärkt. In KW 37 lag der Rückstand zum Vorjahr schon bei -3,1 %. Neben dem weiter fortschreitenden Bestandsabbau beim Milchvieh und den hohen Preisen für Kraft- und Eiweißfuttermittel dürften die mengenmäßig zwar gute, bezogen auf die Inhaltsstoffe jedoch unterdurchschnittliche Grundfutterversorgung für den Rückgang verantwortlich sein.
Entsprechend steigen die Rohstoffpreise seit Juli kontinuierlich an. Deutsche Spotmilch kostet Ende September inzwischen 43 ct/kg. Die knappe Verfügbarkeit von Milch macht sich inzwischen auch bei den Milchprodukten bemerkbar.
Abgepackte Butter kann davon kontraktbedingt bis Ende September noch nicht profitieren, hier liegen die Großhandelspreise aktuell bei 4,27 €/kg, Blockbutter zieht dagegen an und lag zuletzt bei 4,30 €/kg (+22,8 % gg. Vj.).
Am Käsemarkt führt das knappe Angebot bei einer starken Nachfrage zu weiter steigenden Preisen. Gouda (Brot) liegt inzwischen bei 3,45 €/kg (+12,1 % gg. Vj.).
Zuletzt sorgte das wieder aufflammende Infektionsgeschehen in Spanien für Unsicherheit.
Auch die Pulvermärkte haben zuletzt weiter angezogen. MMP liegt aktuell bei 2,76 €/kg (+25,4 % gg. Vj.), Molkenpulver bei 1,07 €/kg (+27,4 % gg. Vj.) und VMP bei 3,43 €/kg (+22,3 % gg. Vj.) (alles Lebensmittelware). Am Terminmarkt wird MMP für August mit 2,46 €/kg und für Dezember mit 2,49 €/kg bewertet.
Der Kieler Rohstoffwert hat sich bis August nach einer Schwäche im Juli wieder auf 36,5 ct/kg verbessert. Aus den Kontraktkursen an der EEX in Leipzig lassen sich derzeit Erzeugerpreise für den Winter 2021/22 um die 41 ct/kg ableiten.
Die baden-württembergischen Erzeugerpreise konnten sich bis Juli wieder bis auf 36,2 ct/kg erholen. Im August sind die Auszahlungspreise stehen geblieben. Für die nächsten Monate sind weitere Anhebungen zu erwarten.
Die Auszahlungspreise für Biomilch ziehen weiter leicht an, die süddeutschen Molkereien haben nach Zahlen von Bioland im August 49,7 ct/kg ausbezahlt.
Quelle:proplanta

Magermilchpulver erneut teurer

Bonn - Die Preise für Standardmilchprodukte haben sich in der vergangenen Woche erneut überwiegend freundlich entwickelt.
Als Begründung führten Marktexperten vor allem die anziehende Verbrauchernachfrage als Folge des Ferienendes in Süddeutschland an. Außerdem wurde von einer erfreulichen Entwicklung der Exporte berichtet.
Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse in Kempten hob die amtliche Notierung für lose Butter am Mittwoch (15.9.) am oberen Spannenende um 10 Cent auf 4,20 Euro/kg an. Markenbutter wurde der Börse zufolge gut nachgefragt, bewegte sich aber auf dem Niveau von 4,14 Euro/kg bis 3,39 Euro/kg seitwärts. Auch Allgäuer Emmentaler und Viereckhartkäse kamen preislich nicht vom Fleck. Allerdings wies die Kemptener Börse hier auf weiterhin knappe Bestände und eine sehr gute Nachfrage hin.
Derweil berichtete die amtliche Notierungskommission in Hannover von einer anhaltend abnehmenden Verfügbarkeit von Schnittkäse. Bei der Preisfeststellung für Gouda und Edamer als Blockware wurde die Notierung am unteren Ende um 5 Cent auf 3,30 Euro/kg nach oben gesetzt. Brotware notierte für 3,30 Euro/kg bis 3,50 Euro/kg, nach 3,25 Euro/kg bis 3,45 Euro/kg in der Vorwoche.
Fast durchweg fester entwickelten sich in dieser Woche die Milchdauerwaren. Die Kemptener Börse notierte Magermilchpulver in Futtermittelqualität für 2,55 Euro/kg bis 2,58 Euro/kg; das entsprach einem Aufschlag von 3 Cent. Für die Lebensmittelqualitäten ließen sich im Verkauf zwischen 2,63 Euro/kg und 2,73 Euro/kg erzielen und damit 4 Cent mehr als in der Vorwoche.
Vollmilchpulver wurde unverändert mit 3,28 Euro/kg bis 3,35 Euro/kg bewertet. Marktexperten berichteten von einem knappen Angebot aufgrund von Rohstoffmangel. Unterdessen zogen die Preise für Süßmolkenpulver in Futtermittelqualität weiter an; die betreffende Notierung wurde um 1 Cent auf 0,96 Euro/kg bis 0,98 Euro/kg angehoben.
Quelle:proplanta

Weltmarkt vom Nachfrageverhalten Chinas dominiert

22.09.2021 (AMI) – Die rasant wachsenden Importe Chinas haben im ersten Halbjahr 2021 zu einer Verknappung des globalen Angebotes und zu steigenden Preisen für Milchprodukte geführt. Zuletzt fiel der Bedarf im Reich der Mitte geringer aus. Zeichnet sich damit ein dauerhafter Nachfragerückgang ab? 
China ist mit Abstand der weltweit größte Importeur von Milchprodukten mit einem Anteil von gut einem Fünftel am Gesamtmarkt - und das mit stark steigender Tendenz. Chinas Dominanz und Einfluss auf den Milchmarkt werden damit immer größer. Der Schwerpunkt der Importe liegt auf Milch- und Molkenpulver. Bei diesen Produkten ist China weltweit der größte Käufer, wie auch bei Butter. Bei Laktose und Kasein liegt das Reich der Mitte auf dem zweiten Platz.
Konsum von Milchprodukten steigt
In China ist die Milchproduktion mit rund 34 Mio. t im Jahr 2021 in etwa so hoch wie in Deutschland. Dem steht im Reich der Mitte allerdings eine Bevölkerung von rund 1,4 Mrd. Menschen gegenüber- und ein, ausgehend von einem vergleichsweise niedrigen Niveau, steigender Konsum an Milchprodukten, die dort als sehr gesund und wichtiger Lieferant von Calcium gelten. Die Verwestlichung der Verzehrsgewohnheiten und intensive Bewerbung von Milchprodukten durch die Regierung beflügeln den Verbrauch. Die jüngere Generation ist mit Milchprodukten aufgewachsen, wodurch die Laktoseintoleranz in der Bevölkerung stetig abnimmt. Gleichzeitig steigen die Einkommen, wodurch mehr Geld für Nahrungsmittel zur Verfügung steht. Dadurch hat sich Konsum von Trinkmilch in den vergangenen zehn Jahren in etwa verdoppelt.
Bedarf wächst schneller als die Produktion
China produziert viel Konsummilch, aber auch Frischprodukte und Vollmilchpulver. Teils erfolgt dies aus dem selbst erzeugten Rohstoff. Importe von Ingredienzien, die zumeist im Land verarbeitet werden, ergänzen jedoch das Angebot. Seit dem Melamin-Skandal im Jahr 2008 ist das Vertrauen der Bevölkerung in heimische Produkte noch immer nicht wieder vollständig hergestellt. Die Verbraucher greifen daher immer noch auf vermeintlich sichere Ware aus der westlichen Welt zurück. Das beflügelte die Importaktivitäten Chinas über viele Jahre.
Im ersten Halbjahr 2021 haben Chinas Importe nochmals einen kräftigen Schub bekommen. Zuvor hatte sich bereits 2020 ein deutlicher Anstieg eingestellt, vor allem durch den erhöhten Bedarf an Molkenpulver im Zuge der Erholung der Tierbestände von der Schweinepest. Im ersten Halbjahr 2021 wurden nahezu alle Produkte deutlich umfangreicher eingeführt als im Vorjahr. Insgesamt stiegen die Importe gegenüber dem Vorjahr um rund ein Drittel. In etwa gleichem Umfang lagen die Zuwächse beim Vollmilchpulver. Magermilch- und Molkenpulver legten gegenüber 2020 um knapp die Hälfte zu. Deutliche Zuwächse gab es zudem bei Butter, Käse, Kondensmilch und Kasein. Zuletzt fiel der Bedarf im Reich der Mitte jedoch geringer aus.
Quelle:AMI

Preisplus beim Global Dairy Trade

Der Durchschnittspreis über alle Produkte und Zeiträume beim Global Dairy Trade nahm in dieser Woche um 1 % auf 4.001 $/t zu. Der Global Dairy Trade-Preisindex ist um 12 Punkte auf 1229 Punkte gestiegen.
Die Preise für Butter (-1,9 % auf 4.857 $/t) und Cheddar (-1,2 % auf 4.274 $/t) gaben nach. Bei Laktose (+1,3 % auf 1.183 $/t), Magermilchpulver (+0,9 % auf 3.302 $/t) und Vollmilchpulver (-2,2 % auf 3.777 $/t) zogen die Preise an.
Buttermilchpulver und Süßmolkenpulver wurden nicht verhandelt.
Die gehandelte Menge lag mit 24.476 t unter dem Niveau der vergangenen Auktion (25.093 t).
Der Preisindex beim Global Dairy Trade ist wieder gestiegen. (Bildquelle: GDT)

Milchmengen gehen erneut deutlicher zurück

23.09.2021 (AMI) – Der saisonale Rückgang des Rohstoffaufkommens hat sich Anfang September etwas verstärkt. Der Rückstand zum Vorjahresniveau hat sich dabei ausgeweitet. Bei Rohmilch und Konzentraten war die Marktlage zuletzt wieder etwas ausgeglichener. Die Preise haben sich im Zuge dessen auf hohem Niveau stabilisiert.
Anfang September stand den Molkereien weniger Milch zur Verfügung als in der Vorwoche. Der saisonal typische Rückgang hat sich dabei zuletzt wieder etwas verstärkt. Laut Daten der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) in Berlin lieferten Deutschlands Milcherzeuger in der 36. Kalenderwoche 0,8 % weniger Milch als in der Vorwoche. Dabei hat sich der Rückstand zum Vorjahresniveau deutlicher ausgeweitet. Durch die Normalisierung der Temperaturen stiegen die Milchmengen im Vorjahr leicht, nachdem diese hitzebedingt stärker zurückgegangen waren. In der kumulierten Betrachtung der Monate Januar bis Mitte September 2021 wurden die angelieferten Milchmengen des Vorjahreszeitraumes um 1,2 % unterschritten.
Preisralley bei Rohstoffen zunächst gestoppt
An den Rohstoffmärkten hat sich die Lage, nach den zuvor rasanten Preisanstiegen, zu Beginn der zweiten Septemberhälfte etwas beruhigt. Die Käufer haben teils ihre Produktionsplanungen an die knappe Angebotssituation und die hohen Rohstoffpreise angepasst. Dies taten sie auch in Anbetracht der Tatsache, dass die Flüssigpreise weiter nicht zu den produktseitigen Verwertungen passen. Durch die internen Umplanungen ist es zu Verschiebungen im Zukauf und bei der Abgabe von Mengen gekommen. Dadurch war der Markt zuletzt insgesamt etwas ausgeglichener und die Preisanstiege sind weitgehend zum Stillstand gekommen.
Quelle:AMI

AMI-Rohstoffindex legt im September erneut zu

23.09.2021 (AMI) – Der deutsche Index für Agrarrohstoffe hat im September zum dritten Mal in Folge ein Plus erzielt. Der Index erreichte durchschnittlich 144,8 Punkte, was einem Zuwachs von 0,9 % gegenüber August entspricht. Die Entwicklung wurde vor allem durch die festeren Preise an den Getreidemärkten bedingt. Auch der Teilindex für Milch konnte zulegen. Demgegenüber standen die Preise für Schweinefleisch, die auch im September wieder einen Rückgang verzeichneten.
Mit einem Feuerwerk der Preise überraschte der September den Getreide- und Ölsaatenmarkt. Raps erzielte neue Rekordhochs auf Erzeugerebene, gleiches galt für alterntigen Mais. Aber auch die anstehende Maisernte wird mit deutlich höheren Preisen bewertet als im langjährigen Durchschnitt. Denn gegenüber Mai 21 hat sich an der Marktlage nicht viel verändert, die Versorgungslage, gerade für Raps, aber auch für qualitativ hochwertige Getreidepartien wie Qualitätsweizen oder Braugerste, ist sehr knapp.
Die Milchanlieferung hat im September weiter abgenommen. Die Niveaus der Vorjahre wurden dabei wieder deutlicher unterschritten. Das führte zu einem anhaltend knappen Angebot und hohen Preisen für den Rohstoff. Auch an den Produktmärkten waren Preisbefestigungen zu erkennen.
Am Schlachtschweinemarkt fehlen nach wie vor die Impulse vom Fleischgeschäft und dem Export. Die Preise gaben zuletzt deutlich nach. Im Handel mit Schlachtrindern dominiert hingegen das kleine Angebot das Marktgeschehen, insbesondere Jungbullen sind knapp.
Quelle:AMI

Schlachtrinderpreise steigen weiter

Brüssel - Die Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union haben ihren Anstieg fortgesetzt.
In der Woche zum 19. September wurden Jungbullen der Handelsklasse R3 nach Angaben der EU-Kommission im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten für 399,16 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG) gehandelt; das waren 97 Cent oder 0,2 % mehr als in der Woche davor.
In den EU-Ländern verlief die Entwicklung indes recht uneinheitlich. In Polen und den Niederlanden präsentierte sich die Notierung freundlich und legte um 1,5 % beziehungsweise 1,0 % zu. In Deutschland belief sich das Plus auf 0,9 %; in Belgien und Österreich mussten sich die Mäster mit Aufschlägen von 0,5 % und 0,3 % begnügen.
In Dänemark und Frankreich stabilisierten sich die Preise auf dem Niveau der Vorwoche, während O3-Bullen in Spanien 0,1 % und in Irland 0,3 % preiswerter gehandelt wurden. Kräftiger als die Jungbullen befestigten sich die Preise für Altkühe: Tiere der Handelsklasse O3 erlösten den Kommissionsangaben zufolge im EU-Durchschnitt 332,93 Euro/100 kg SG und damit 0,6 % mehr.
In Spanien, den Niederlanden und Polen legten die Notierungen zwischen 2,0 % und 1,5 % zu. Geringer fiel das Plus mit 0,8 % beziehungsweise 0,6 % in Belgien und Deutschland aus. In Frankreich verteuerten sich O3-Kühe um 0,3 %, in Irland um 0,1 %. In Dänemark bewegte sich die Notierung seitwärts; in Österreich gaben die Preise um 1,0 % nach.
Nochmals kräftiger fiel das Minus mit 2,1 % in Italien aus. Gut gefragt waren erneut auch Schlachtfärsen. Den durchschnittlichen Marktpreis für betreffende Tiere der Handelsklasse R3 bezifferte die EU-Kommission auf zuletzt 407,92 Euro/100 kg SG und damit 0,8 % über dem Niveau der Vorwoche. In den Niederlanden präsentierte sich die Notierung erheblich fester; sie legte um 8,1 % zu. In Spanien zogen die Preise um 3,1 % an, in Polen um 2,0 %.
In Belgien konnten sich die Mäster über ein Plus von 1,0 % freuen; in Deutschland belief sich der Anstieg auf 0,8 %. Bescheidener fielen die Zuschläge mit 0,2 % beziehungsweise 0,1 % in Frankreich und Irland aus. Während sich die Notierungen in Dänemark und Österreich seitwärts bewegten, gingen die Preise für R3-Färsen in Italien um 2,6 % zurück.
Quelle:proplanta

Preise für Milchprodukte tendieren fester

Bonn - Die saisonal und auch im Vorjahresvergleich rückläufigen Milchanlieferungen in Deutschland haben vergangene Woche am Produktmarkt für Milcherzeugnisse teilweise zu weiter anziehenden Preisen geführt, sofern diese nicht durch Kontrakte festgeschrieben waren.
Das galt insbesondere für den Bereich Milchpulver. Nach Angaben der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) war das verfügbare Angebot an frei verkäuflichem Magermilchpulver sehr begrenzt. Die Produktion für die kommenden Monate sei bereits verkauft. Außerdem böte der Verkauf von flüssigem Rohstoff am Spotmarkt bessere Verwertungsmöglichkeiten.
Der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten zufolge konnten die Verkäufer von lebensmitteltauglicher Ware im Schnitt Zuschläge von 4 Cent realisieren und zwischen 2,67 Euro/kg und 2,77 Euro/kg erlösen; das war das höchste Niveau seit Sommer 2014. Auch auf globaler Ebene zogen die Magermilchpulverpreise weiter an; auf der Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) legte der Durchschnittswert über alle Lieferkontrakte hinweg am Dienstag (21.9.) gegenüber der vorherigen Auktion um 0,9 % auf 3 302 $/t (2.813 Euro) zu. Zudem verzeichnete Vollmilchpulver dort eine Preissteigerung von 2,2 % auf 3.777 $/t (3.218 Euro).
Fonterra hatte seine Angebotsmenge auf der Plattform gekürzt, da es außerhalb dieses Vermarktungskanals eine „extrem starke“ Nachfrage bei Vertragskunden gebe und die erwartet verhaltenen Milchanlieferungen in dieser Saison größere Produktionssteigerungen unwahrscheinlich machten. In Deutschland zog der Preis für Vollmilchpulver laut Kemptener Börse vergangene Woche recht deutlich, nämlich um 7 Cent auf eine Spanne von 3,35 Euro/kg bis 3,42 Euro/kg an.
Ware werde nur produziert, wenn es konkrete Bestellungen gebe, hieß es dazu. Fester tendierte hierzulande auch der Markt für Molkenpulver: Das Kilogramm Futtermittelware ließ sich mit 0,97 Euro/kg bis 0,99 Euro/kg um 1 Cent teurer als in der Vorwoche verkaufen; bei der Lebensmittelware ging es im Schnitt um 1,5 Cent auf 1,05 Euro bis 1,11 Euro nach oben.
Butter und Käse knapper
Der Milchfettmarkt war nach Angaben der Kemptener Börse bei guter Nachfrage ebenfalls von einem knappen Angebot geprägt. Bei der Blockbutter führte das am vergangenen Mittwoch zu einem Notierungsplus von 10 Cent beim unteren Spannenwert auf 4,15 Euro/kg; am oberen Ende wurde der Wert um 15 Cent auf 4,35 Euro/kg heraufgesetzt.
Bisher hätten die Restbestände an gefrosteter Ware den Preisanstieg begrenzt, doch würden diese nun langsam zu Ende gehen, erklärten die Berichterstatter aus Kempten. Frische Butter zum aktuellen Preisniveau zu produzieren sei wenig lukrativ. Bei Schnittkäse hat Analysten zufolge die Nachfrage nach dem Ferienende in Süddeutschland zugenommen. Die Vorräte in den Reifelagern würden weiter sinken, und der Käse müsse aufgrund des begrenzten Angebotes immer jünger ausgeliefert werden.
Die amtliche Notierung für Edamer und Gouda in Hannover blieb vergangene Woche aber unverändert, doch rechnen Experten mit anziehenden Preisen, zumal auch der Auslandsverkauf nicht schlecht laufen soll. Allgäuer Emmentaler aus Rohmilch ist laut der Börse ebenfalls nur begrenzt verfügbar, doch leidet der Absatz unter dem Ausfall der sonst verkaufsfördernden Volksfeste. Bei normalen Emmentaler und Viereckhartkäse sorgte die sehr gute Nachfrage bei geringen Beständen am vergangenen Mittwoch in Kempten für einen Notierungsanstieg von 10 Cent auf 4,20 Euro/kg bis 5,40 Euro/kg.
Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8519 Euro
Quelle:proplanta

Service