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Marktentwicklung

Weltmarkt: Milchpreise bleiben weit oben – entgegen allen Prognosen

Die Milchpreise sind auf der globalen Handelsauktion GDT stabil geblieben. Analysten hatten einen Rückgang von 4 bis 5 Prozent prognostiziert. Damit zeigt sich der Milchmarkt deutlich robuster als erwartet.
Der Chef der neuseeländischen Großmolkerei Fonterra, Miles Hurrell, äußerte sich nach der Auktion überrascht. Hurrell sagte gegenüber neuseeländischen Medien, er habe eigentlich eine Abschwächung des Marktes nach dem signifikanten Anstieg vor einigen Wochen erwartet. „Der Markt hat eigentlich erwartet, dass die Preise bei der Auktion zurückgehen werden, aber dann passierte etwas anderes - man kann also nie so genau sagen, was am Ende geschieht. Wir bewerten diese Auktion als positiv, da die Preise unverändert geblieben sind.“ 
Die Preise für Vollmilchpulver – dem mit Abstand wichtigsten Einflussfaktor auf den Handelspreisindex der Global Dairy Trade (GDT) – änderten sich nicht. Sie notierten im Mittel bei 4.085 USD je Tonne. Das zweitwichtigste Referenz-Produkt auf der Handelsplattform ist Magermilchpulver. Hier legten die Preise um 0,6 Prozent auf durchschnittlich 3.367 US-Dollar pro Tonne zu. Den größten Aufschlag verzeichnete Buttermilchpulver – mit einem Plus von 17,6 Prozent auf durchschnittlich 3.710 US-Dollar pro Tonne. Laktose legte um 6,5 Prozent zu auf 1.307 US-Dollar pro Tonne.
Die Preise für die anderen Rohstoffgruppen zogen ebenfalls durchweg an. Cheddar-Käse verteuerte sich um 2,2 Prozent auf 4.393 US-Dollar pro Tonne. Butter folgte knapp dahinter mit einem Aufschlag von 2 Prozent auf 5.776 USD je Tonne, während die Preise für wasserfreies Milchfett um 0,8 Prozent auf 6.209 USD je Tonne kletterten.
In seiner letzten Preisprognose vom 5. März hatte Fonterra die für 2020/21 erwarteten Milchpreise für Landwirte von 6,90 bis 7,50 NZD pro kg auf 7,30 bis 7,90 NZD pro kg angehoben.
Analysten: Preisanstieg bei Milch hat sich zementiert  „Dieses Ergebnis zementiert insbesondere die großen Preisgewinne gegenüber März“, sagte Nathan Penny,
Senior Agri Economist der Westpac-Bank in einer Mitteilung. Trotz größerer Mengen als sonst im April haben sich die Preise auf diesem sehr hohen Niveau gehalten. Das sind gute Nachrichten und ein Hinweis auf eine sehr starke Nachfrage, sagte Penny.
Die Vollmilchpulverpreise (VMP) sind 2021 um 28 Prozent gestiegen. Gegenüber 2020 liegen sie jetzt sogar 44 Prozent höher. Die neuseeländische Terminbörse für Milchprodukte hatte unmittelbar vor der Auktion einen Rückgang der VMP-Preise von rund 5 Prozent angedeutet, und neuseeländische Analysten hatten vorige Woche einen Rückgang von 4 Prozent erwartet, sagte Penny. 
Das aktuelle Ergebnis steht im Einklang mit der Milchpreisprognose von WestPac für 2020/21 von 7,90 NZD/kg. „Wir stellen jedoch auch gewisse Abwärtsrisiken für die Prognose 2020/21 in einer Größenordnung bis zu einem möglichen Preis von 7,25 NZD/kg fest", sagte der Analyst weiter. Diese Abwärtsrisiken spiegeln unter anderem auch das Ausmaß des jüngsten Anstiegs der Auktionspreise und die Schwäche des neuseeländischen Dollars gegenüber dem US-Dollar wider.
Deutschland: Börsenmilch etwa bei 37,5 Cent 
In Deutschland ist die finanzielle Verwertung der Milch weiterhin deutlich besser als die Milchauszahlungspreise der Molkereien. Das zeigt weiterhin ein wichtiger Indikator, nämlich der Börsenmilchwert. Der Abstand zwischen Börsenmilchwert und ausgezahltem Milchpreis dürfte derzeit 4 bis 5 Cent je kg Milch betragen – denn im Januar und im Februar hatten einige Molkereien ihre Milchpreise sogar gesenkt.
Der Börsenmilchwert wird täglich aus den Terminmarktpreisen für Butter und Magermilchpulver berechnet. Am 6. April ergab sich ein Börsenmilchwert von 37,4 Cent für den Monat April und von 37,5 Cent für den Monat Mai. Für die Jahresmitte steigen die Börsenmilchwerte dann bis auf 38 Cent – und damit etwas weniger kräftig als noch vor einigen Wochen. Damals hatten die Börsenmilchwerte einen Anstieg auf 40 Cent erwarten lassen.
Der vom ife-Institut in Kiel aus den realen Handelspreisen von Butter und Magermilchpulver errechnete Rohstoffwert der Milch hat sich im Februar – wie erwartet – deutlich erhöht. Das ife-Institut ermittelte einen Wert von 32,9 Cent je kg. Das ist ein Anstieg von 1,6 Cent je kg zum Januar, der bei 31,3 Cent lag. Grund für den höheren Rohstoffwert ist, dass die Preise sowohl für Butter als auch für Magermilchpulver gestiegen sind. Die Milchauszahlungspreise haben einige Molkereien im Februar dennoch gesenkt.
Die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch sind derzeit etwas niedriger als vor vier Wochen – jedoch meist höher als die aktuellen Milchpreise. In der ersten Aprilwoche kostete die Spotmilch in Deutschland – je nach Region – zwischen 34,5 und 36 Cent. Aus den Niederlanden wurden ähnlich hohe Spotmilchpreise gemeldet – nämlich ebenfalls 36 Cent.
Der letzte offiziell von der BLE gemeldete Auszahlungspreis der deutschen Molkereien für Milch mit 4 % Fett lag für Dezember bei 32,88 Cent und für Milch mit natürlichem Fettgehalt bei 34,43 Cent.
Quelle: agrarheute

Butter häufiger in Werbeprospekten zu finden

06.04.2021 (AMI) – Die Anzahl der Werbeanstöße in den Handzetteln des Lebensmitteleinzelhandels stieg 2021 deutlich. Impulse hierfür lieferte vor allem der verstärkte Inhouse-Konsum der Verbraucher seit Beginn der Corona-Pandemie. Preislich lagen die Offerten für Butter leicht unter dem Niveau des Vorjahres.
Als klassischer Geschmacksträger erfreut sich Butter großer Beliebtheit und ist ein Bestandteil zahlreicher Mahlzeiten. Insbesondere seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hat das Streichfett an Bedeutung gewonnen. Die in Verbindung mit den Lockdowns bestehenden Einschränkungen in der Gastronomie führten dazu, dass der Verbraucher gezwungenermaßen in der eigenen Küche aktiver wurde, was sich schlussendlich in einem erhöhten Butterabsatz widerspiegelte. Mit der angezogenen Nachfrage der privaten Haushalte stieg auch die Anzahl der Aktionsangebote in den Werbeprospekten des Lebensmitteleinzelhandels (LEH).
Der Preis ist für zahlreiche Käufer ein ausschlaggebendes Kriterium bei der Wahl, welches Produkt im Einkaufswagen landet. Im Gegensatz zu anderen Milcherzeugnissen schwankt der Preis bei der Butter stärker, da die Kontraktabschlüsse hier über kürzere Laufzeiten erfolgen. Mit den neuen Abschlüssen im März 2021 ist der Preis für die Verbraucher für ein 250-Gramm-Päckchen Deutsche Markenbutter im Preiseinstiegssegment um 11 Ct auf 1,45 EUR gestiegen.
Umfangreiche Werbeaktionen mit Butter
In den Kalenderwochen 4 bis 14 war Butter im laufenden Jahr insgesamt 267-mal in den Werbezettelns des LEH zu finden und damit rund 15 % häufiger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Verglichen mit 2019 war es sogar ein Plus um 75 %. Der durchschnittliche Mindestpreis über alle Aktionsangebote im genannten Beobachtungszeitraum lag 2021 bei 1,14 EUR/250g-Päckchen und damit knapp 2 Ct günstiger als im Jahr zuvor.
Impulse für den Anstieg der Werbeaktivitäten dürften neben dem anhaltenden Lockdown und einem damit verbundenen höheren Inhouse-Konsum auch die Osterfeiertage gegeben haben, die im aktuellen Jahr um zwei bis drei Wochen früher stattfanden.
Quelle: AMI

Saisonaler Anstieg der Milchmengen gebremst

08.04.2021 (AMI) – Das Rohstoffaufkommen in Deutschland hat saisonal weiter zugenommen. Allerdings fiel der Zuwachs nach wie vor gering aus und die Vorjahresmengen wurden nicht erreicht. An den Rohstoffmärkten befestigten sich die Preise nach der zuvor erfolgten Preisdelle.
Die Milchanlieferung in Deutschland verlief Ende März weiterhin gedämpft. Zwar nahm das Rohstoffaufkommen im Vergleich zur Vorjahreswoche leicht zu, allerdings schwächte sich der Anstieg weiter ab. Für die 12. Kalenderwoche errechnete die Zentrale Milchmarkt Berichtserstattung (ZMB) 0,1 % mehr Milch als in der Vorwoche. Der Rückstand zum Vorjahr verminderte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 1,0 %. In der Summe der ersten zwölf Wochen von 2021 erfassten die milchverarbeitende Betriebe 1,7 % weniger Rohstoff als im Vorjahreszeitraum.
Rohstoffmärkte erneut mit festeren Tendenzen
Anfang April zeigten sich die Rohstoffmärkte erneut in festerer Verfassung. Bei Industrierahm erholten sich die Preise, nachdem Ende März kurzfristig schwächere Tendenzen das Bild bestimmt hatten. Neben dem zunehmenden Rohstoffangebot hatten die zunächst angekündigten Osterruhetage für Verunsicherung am Markt gesorgt und die Nachfrage beruhigte sich. Nach Aufhebung der Pläne hat sich die Marktlage jedoch schnell wieder normalisiert und die Nachfrage zog an. Im Zuge dessen legten auch die Preise für Rahm nach Ostern erneut zu. Auch bei Magermilchkonzentrat berichteten die Marktteilnehmer von einer regen Nachfrage. Ware wurde kurzfristig noch gesucht. Dadurch befestigten sich die Preise auch hier.
Quelle: AMI

Bio-Milchpreise kaum verändert

08.04.2021 (AMI) – Bei den Erzeugerpreisen für Bio-Milch gab es im Februar wenig Bewegung. Nur einzelne Molkereien zahlten ein höheres Milchgeld. Im weiteren Verlauf des Frühjahres dürften sich, abgesehen von den anstehenden saisonalen Abzügen, die stabilen Tendenzen fortsetzen.
Milch und Molkereiprodukte aus ökologischer Erzeugung werden weiterhin gut vom Markt aufgenommen. Die Nachfrage der privaten Haushalte nach Bio-Trinkmilch und Co stieg auch im Februar in nahezu allen Kategorien kräftig an. Dem stand auf der vorgelagerten Stufe eine vergleichsweise moderat wachsende Milchmenge gegenüber. In preislicher Hinsicht gab es auf allen Ebenen wenig Veränderungen. Dies galt sowohl für die Preise im Lebensmitteleinzelhandel als auch für jene auf der Erzeugerseite.
Im Februar erhielten die Bio-Milchbetriebe im bundesweiten Schnitt nach ersten Schätzungen der AMI rund 49,1 Ct/kg für ihren ökologisch erzeugten Rohstoff mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Das war annähernd so viel wie im Vormonat. Damit hat sich zwar die seit Mitte des vergangenen Jahres erfolgende Befestigung der Bio-Milchpreise nicht fortgesetzt. Die Preise haben sich jedoch auf dem erhöhten Niveau stabilisiert. Aufgrund des kontinuierlichen Anstieges in den zurückliegenden Monaten bewegten sich die Preise auch im Februar mit rund 1,4 Ct deutlich über dem Vorjahresniveau. Denn auch zwölf Monate zuvor bestimmten überwiegend stabile Tendenzen das Bild.
Quelle: AMI

Milchanlieferungen wahrscheinlich weiterhin gedämpft

Bonn - Im Zuge des Kälteeinbruchs nach den Ostertagen dürften die Milchanlieferungen an die Molkereien in Deutschland gedämpft bleiben. Davon geht zumindest die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) aus.
Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse in Kempten wies am Mittwoch (7.4.) darauf hin, dass das Milchaufkommen auch durch die hohen Futtermittelkosten gebremst werde.
Wenn frühlingshaftes Wetter einsetze, werde sich der Rohstoffbedarf der Molkereien wahrscheinlich erhöhen. Derweil hat sich der Absatz von 250 g-Butter an den Lebensmitteleinzelhandel nach den Feiertagen leicht erholt und ein saisonal durchschnittliches Niveau erreicht. Belebt hat sich auch die Nachfrage der Industrie nach loser Markenbutter.
Die Notierungen für lose und geformte Ware wurden auf ihrem hohen Niveau belassen. Auch die amtliche Preisfeststellung für Hartkäse an der Kemptener Börse sowie die Notierung für Gouda-Blockware in Hannover blieben im Vorwochenvergleich unverändert. Allgäuer Emmentaler aus Rohmilch sowie Emmentaler und Viereckhartkäse wurden Analysten zufolge gut beziehungsweise sehr gut nachgefragt.
Für Gouda als Brotware realisierten die Hersteller am unteren Ende der Preisspanne sogar einen moderaten Aufschlag von 5 Cent auf 3,15 Euro/kg; der Höchstpreis blieb mit 3,35 Euro/kg stabil. Derweil war es am Milchpulvermarkt ruhig. Laut ZMB konzentrierten sich die Marktakteure dort weiterhin auf die Abwicklung bestehender Kontrakte. Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittel- und Futtermittelqualität sowie für Vollmilchpulver bewegten sich auf dem Niveau der Vorwoche.
Dagegen verteuerte sich erneut Süßmolkenpulver für die Lebensmittelhersteller, und zwar auf ein Mehrjahreshoch von 1,07 Euro/kg bis 1,15 Euro/kg; das waren am unteren Ende 3 Cent und am oberen Ende der Spanne 5 Cent mehr als in der Vorwoche. Begründet wurde die feste Entwicklung vor allem mit der regen Nachfrage asiatischer Länder.
Internationale Preise für Milchprodukte auf hohem Niveau stabil
Unterdessen stabilisierten sich die Preise für Milcherzeugnisse am internationalen Markt auf einem hohen Niveau. Bei der Auktion auf der Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) am Dienstag legte der gewichtete Index aller umgesetzten Lieferkontrakte gegenüber der vorherigen Versteigerung um 0,3 % zu. Mitte März hatte die Börse noch ein Minus von 3,8 % verzeichnet - ausgehend vom höchsten Niveau seit März 2014.
Das Handelsvolumen fiel diesmal mit rund 25.100 t deutlich höher aus als in mehreren Vorjahren. Erneut kräftig aufwärts ging es mit Buttermilchpulver; hier verzeichnete die GDT eine Verteuerung um 17,6 % auf ein Mehrjahreshoch von 3.710 $/t (3.140 Euro). Moderatere Aufschläge wurden derweil für Cheddar und Butter ausgewiesen, nämlich von 2,2 % auf 4.393 $/t (3.719 Euro) beziehungsweise von 2,0 % auf 5.776 $/t (4.890 Euro).
Unterdessen präsentierten sich wasserfreies Milchfett mit einem Plus von 0,8 % auf 6.209 $ (5.256 Euro) und Magermilchpulver mit einem Aufschlag von 0,6 % auf 3.367 $/t (2.851 Euro) gut behauptet. Dagegen bewegte sich der Durchschnittspreis für Vollmilchpulver auf dem Niveau von 4.085 $/t (3.458 Euro) seitwärts. Auf dieses Milcherzeugnis entfielen 70 % der insgesamt gehandelten Menge. Indes registrierte die GDT für Laktose ein kräftiges Minus, und zwar von 6,5 % auf 1.307 $/t (1.107 Euro). Das gehandelte Volumen war hier allerdings sehr klein.
Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8466 Euro
Quelle: proplanta

Preise für Schnittkäse stabil

25.03.2021 (AMI) – Der Absatz von Schnittkäse bewegte sich weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Für Ernüchterung sorgte allerdings der verlängerte Lockdown über Ostern und die damit verbundene anhaltende Schließung der Gastronomie.
Der Markt für Schnittkäse war in der zweiten Märzhälfte in einer stabilen Verfassung. Der Lebensmitteleinzelhandel rief umfangreich Ware ab. Die anstehenden Osterfeiertage führten hier zu zunehmenden Abrufen aus den bestehenden Kontrakten. Auch die Industrie benötigte kontinuierlich Ware. Hier und da wurde kurzfristig Ware nachgeordert. Im Bereich des Food-Services bewegte sich der Warenabfluss auf dem bisherigen, Corona-bedingt reduzierten Niveau. Durch die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie, ist die Hoffnung auf eine baldige Öffnung und einem damit verbundenen höheren Warenbedarf in der Branche erneut getrübt worden.
Die Bestände in den Reifelägern waren anhaltend niedrig. Die Preise für Schnittkäse haben sich auf dem zuvor erhöhten Niveau stabilisiert.
Quelle: AMI

Preise für Magermilchpulver auf erhöhtem Niveau stabilisiert

01.04.2021 (AMI) – Die Nachfrage nach Magermilchpulver hat sich in der Vorosterwoche teils etwas beruhigt. Dennoch befand sich der Markt nach wie vor in einer sehr festen Verfassung.
Am Markt für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität kamen Ende März weitere Abschlüsse zustande. Das Neugeschäft gestaltete sich nach Einschätzung der Hersteller jedoch etwas ruhiger. Hierzu dürfte auch die Ferienzeit um die Ostertagefeiertage beigetragen haben. Das Angebot fiel durch die zuvor umfangreich abgeschlossenen Abschlüsse begrenzt aus. Dadurch stand in den Werken die Bedienung der bestehenden Kontrakte im Vordergrund. Im Drittlandsgeschäft standen die Hersteller dabei allerdings durch die knappen Containerkapazitäten teils vor logistischen Herausforderungen. Das Neugeschäft bewegte sich zuletzt bei kurzfristige Lieferterminen wie auch darüber hinaus auf fester Preisbasis. In Kempten wurde für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität am 31.03.21 mit 2.480 bis 2.550 EUR/t eine unveränderte Spanne notiert.
An der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig waren die Kursverläufe bei Magermilchpulver in der letzten vollen Märzwoche geringfügig schwächer als in der Vorwoche, insbesondere bei den späteren Laufzeiten. Mit einem Durchschnittspreis über die Laufzeiten März bis November von rund 2.516 EUR/t waren die preislichen Erwartungen der Marktteilnehmer nach vorne allerdings anhalten fest. Der Handel mit Magermilchpulver-Kontrakten hat sich weiter belebt. Mit 3.260 t (652 Kontrakten) legte der Umsatz gegenüber der Vorwoche um rund ein Viertel zu.
Quelle: AMI

Preise für Schnittkäse stabil

25.03.2021 (AMI) – Der Absatz von Schnittkäse bewegte sich weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Für Ernüchterung sorgte allerdings der verlängerte Lockdown über Ostern und die damit verbundene anhaltende Schließung der Gastronomie.
Der Markt für Schnittkäse war in der zweiten Märzhälfte in einer stabilen Verfassung. Der Lebensmitteleinzelhandel rief umfangreich Ware ab. Die anstehenden Osterfeiertage führten hier zu zunehmenden Abrufen aus den bestehenden Kontrakten. Auch die Industrie benötigte kontinuierlich Ware. Hier und da wurde kurzfristig Ware nachgeordert. Im Bereich des Food-Services bewegte sich der Warenabfluss auf dem bisherigen, Corona-bedingt reduzierten Niveau. Durch die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie, ist die Hoffnung auf eine baldige Öffnung und einem damit verbundenen höheren Warenbedarf in der Branche erneut getrübt worden.
Die Bestände in den Reifelägern waren anhaltend niedrig. Die Preise für Schnittkäse haben sich auf dem zuvor erhöhten Niveau stabilisiert.
Quelle: AMI

Lebensmittelpreise liegen im März knapp über Vorjahr

25.03.2021 (AMI) – Die Lebensmittelteuerung schwächt sich im März weiter ab. Bei den Frische-Warengruppen liegt diese nur noch leicht im positiven Bereich.
Die Verbraucher zahlen in den ersten drei Märzwochen, dem AMI-Frischeindex zufolge, für frische Lebensmittel 1,5 % mehr als im März 2020. Damit hat sich der Preisabstand zum Vorjahr weiter verringert. Den höchsten Preisnachlass zeigen weiterhin Kartoffeln, aufgrund der umfangreicheren Ernten. Der höchste Preisaufschlag von knapp 5 % ist bei Eiern zu sehen. Hier erfolgten allerdings keine Preisanpassungen für Standardartikel. Vielmehr liegt es an der Ausweitung des Sortiments und den damit verbundenen höherpreisigen Artikeln.
Butterpreise haben angezogen
Zum Monatswechsel endeten die Kontrakte für Butter zwischen den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandels (LEH). Die Hersteller forderten aufgrund der aktuellen Entwicklung höhere Preise. Das wurde an die Verbraucher weitergegeben. Das 250-Gramm-Päckchen Deutsche Markenbutter verteuerte sich von 1,34 EUR auf 1,45 EUR und kostet damit 10 Ct mehr als im Vorjahr. Der Preis für Strichmischfette ist gegenüber dem Vormonat um 10 Ct gestiegen. Diese kosten somit aktuell 1,39 EUR/250 g im Basissortiment des LEH. In den Monaten zuvor hatten die niedrigeren Butterpreisen den höheren Preisen der anderen Molkereiprodukte entgegengewirkt. Insgesamt liegen die Preise für Molkereiprodukte in den ersten drei Märzwochen 3,3 % über dem Vorjahr.
Fleisch erstmals wieder günstiger
Höhere Fleischpreise, vor allem bei Schweinefleisch, waren im vergangenen Jahr einer der Haupttreiber der Lebensmittelteuerung gewesen. Jetzt im März 2021 fallen diese erstmals seit zwei Jahren wieder unter das Vorjahresniveau. Die Verbraucher zahlen in den ersten drei Märzwochen 0,7 % weniger für Fleisch. Dies ist auf das niedrigere Preisniveau bei Schweinefleisch und gemischte Partien aus Rind und Schwein zurückzuführen. Im Vergleich zum Vormonat erfolgten jedoch keine Preisanpassungen in diesen Segmenten. Die negative Teuerung ist somit auf die Entwicklung im vergangenen Jahr zurückzuführen. Im Februar 2020 verteuerten sich Schweinefleischartikel im Basissortiment des LEH. Geflügel konnte ebenso zu niedrigeren Preisen eingekauft werden. Vor einem Jahr hatten sich Artikel vom Hähnchen und von der Pute im Preiseinstiegssegment verteuert. Aktuell bleiben die Preise gegenüber dem Vormonat stabil.
Quelle: AMI

 

Milchanlieferung europaweit unter Vorjahresniveau

Die Milchanlieferung bleibt in vielen europäischen Staaten unterhalb der Vorjahresmengen. Neuseeland und die Vereinigten Staaten expandieren. Das berichtet die ZMB.
Der saisonale Anstieg der Milchanlieferung hat in Deutschland wieder eingesetzt: Die Molkereien nahmen in der 10. Woche laut Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) 0,4 % mehr Milch auf als in der Vorwoche. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt es aber weiterhin bei einem Rückstand von 1,6 %.
Trotz saisonal vermehrter Anlieferungsmengen produzierten deutsche Milcherzeuger weniger Milch als im Vorjahr.
Nachbarländer melken weniger
In den Niederlanden lag die Milchanlieferung auch im Februar 2021 unter dem Vorjahresniveau. Mit 1,08 Mio. t erfassten die Molkereien bereinigt um den Schalttag 1,9 % weniger Milch als im Februar 2020. Ähnlich verhielt sich die Milchmenge in Frankeich: Sie bewegte sich zuletzt um 1,6 % unter dem Niveau der Vorjahreswoche. In Polen fiel die Anlieferungsmenge um 0,3 % niedriger als im Vorjahresmonat. Damit wurde erstmals seit Juni 2019 eine Unterbrechung des Wachstums registriert.

Das Ausland expandiert
Die USA bauten ihre Milcherzeugung im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,0 % auf 8,0 Mio. t aus. Der Bestand an Milchkühen ist seit Juli 2020 kontinuierlich gestiegen und war im Februar 2021 mit 9,46 Mio. Tieren um 0,9 % umfangreicher als ein Jahr zuvor.
In den USA wachsen Milchkuhbestände und Milchaufkommen weiter.
Die Milchproduktion in Neuseeland war im Februar 2021 saisonal rückläufig, aber im Vergleich zum Vorjahr expansiv. Mit 1,93 Mio. t lag sie nach Korrektur um den Schalttag um 6,7 % höher als im Vorjahresmonat. In den ersten neun Monaten des neuseeländischen Milchwirtschaftsjahres wuchs die Milcherzeugung im Tagesdurchschnitt um 1,4 % auf 18,0 Mio. t.
Quelle: topagrar

Globale Milchpreise bleiben trotz Rücksetzer sehr hoch

Die Preise an der globalen Milchbörse GDT haben gestern leicht nachgegeben. Analysten erwarten die Milchpreise dennoch auf dem zweithöchsten Stand überhaupt. Die Börsenpreise befinden sich nach der Korrektur nur knapp unter dem jüngsten 7-Jahreshoch.
Die Milchpreise gaben nach einem ungewöhnlich starken Anstieg bei der vorherigen Auktion etwas nach. Damit befinden sind die Preise bei anhaltend starker Nachfrage weiter nur knapp unter dem zuletzt erreichten 7-Jahreshoch. Der globale Milchpreisindex fiel um 3,8 Prozent. Der Preis für Vollmilchpulver, dass den größten Einfluss auf die Bezahlung der Landwirte hat, fiel um 6,2 Prozent auf durchschnittlich 4.083 US-Dollar pro Tonne.
Der Rückgang folgt einem ungewöhnlichen Anstieg des Preises für Vollmilchpulver um 21 Prozent bei der vorherigen Auktion vor zwei Wochen. Der GDT-Preisindex ist seit November letzten Jahres rasant gestiegen und hat um 36 Prozent zugelegt. „Diese Auktion war zwar nicht so überraschend wie die vorherige GDT-Veranstaltung, hat aber erneut starke Signale für die Branche gesendet", sagte Amy Castleton, Senior Analystin am neuseeländischen Terminmarkt für Milchprodukte NZX gegenüber neuseeländischen Medien.
„Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die Preise für Vollmilchpulver erst einmal sehr hoch bleiben werden, weil die starke Nachfrage anhält.“ Castelton stellte zudem fest, dass die Preise für Vollmilchpulver trotz gestiegener Mengen und des jüngsten Preisrückgangs weiterhin über 4000 USD je Tonne liegen. Die jüngste Auktion bestätigt noch einmal die sehr starke Nachfrage nach Vollmilchpulver, insbesondere aus Nordasien, sagte sie.
Keine Änderungen an der sehr positiven Marktlage 
Der Chef-Ökonom der neuseeländischen Westpac Bank, Nathan Penny, sagte gegenüber der neuseeländischen Presse: „Das jüngste Auktionsergebnis habe das Gesamtbild des Milchmarktes nicht verändert. Die Versorgung der Milchmärkte ist angespannt, und die hohen Preise sind eine Funktion der Nachfrage, die derzeit das Angebot übersteigt", sagte Penny. Die Preise dürften in den nächsten Monaten auf dem aktuellen hohen Niveau bleiben, wenn auch mit einer gewissen Volatilität. 
Wenn die neuseeländische Produktion in der neuen Saison wieder anzieht, erwartet Penny einen moderaten Druck auf die Preise. "Angesichts der voraussichtlich moderaten globalen Angebotsentwicklung und der anhaltend hohen globalen Nachfrage, erwarten wir jedoch, dass die globalen Milchpreise in der gesamten Saison 2021/22 relativ stabil bleiben", sagte er weiter.
Die Preise in der letzten Global Dairy Trade-Auktion sind zwar leicht gesunken, der vorigen Anstieg war jedoch auch sehr stark und brachte die Auktionspreise auf ein 7-Jahreshoch.
Das Vollmilchpulver, das auch den größten Einfluss auf den Farmgate-Milchpreis von Fonterra hat, ging um 6,2 Prozent auf durchschnittlich 4.083 US-Dollar pro Tonne zurück. Butter fiel ebenfalls um 2,8 Prozent auf durchschnittlich 5.659 US-Dollar pro Tonne. Alle anderen Referenzprodukte legten jedoch zu, und Magermilchpulver - Fonterras zweitgrößtes Referenzprodukt - stieg um 0,7 Prozent auf durchschnittlich 3.350 US-Dollar pro Tonne.
Laktose verzeichnete den größten Anstieg - ein Plus von 8,6 Prozent auf durchschnittlich 1.392 US-Dollar pro Tonne, gefolgt von wasserfreiem Milchfett, das um 3,7 Prozent auf durchschnittlich 6.155 US-Dollar pro Tonne stieg. Die Korrektur folgt nach einem Gesamtsprung von 15 Prozent bei der letzten Auktion vor zwei Wochen, angeführt von einem Anstieg des Vollmilchpulvers (WMP) um 21 Prozent.
Hohe Prognosen für die Milchpreise – zweithöchstes Niveau überhaupt 
Gestern Abend hat auch der Fonterra Chef Miles Hurrel auf der Aktionärsversammlung des weltgrößten Milchkonzerns bekräftigt, den für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres prognostizierten Farmgate-Milchpreis in einer Spanne von 7,30 bis 7,90 NZD pro kg MS. Hurrel sagte dazu: „Glücklicherweise können wird sagen, dass sich Fonterra in der COVID-19-Welt bisher als sehr widerstandsfähig erweist. Milch ist ein Grundnahrungsmittel für die Ernährung der Menschen auf der ganzen Welt und die Nachfrage ist derzeit sehr stark.
„Der starke Milchpreis ist großartig für die Landwirte. Es ist auch gut für Neuseeland - mit einem Mittelwert von 7,60 NZD pro kg MS (etwa 34,10 Euro-Cent je kg) würde Fonterra mehr als 11,5 Mrd. NZD zur neuseeländischen Wirtschaft beitragen“, sagte Hurrel. In einem Update vom 5. März hatte Fonterra die für 2020/21 prognostizierte Preisspanne für den Farmgate-Milch bereits von 6,90 bis 7,50 NZD pro kg auf 7,30 bis 7,90 NZD pro kg angehoben.
Der Rekordpreis, den Fonterra jemals an Landwirte gezahlt hat, betrug in der Saison 2013/14 etwa 8,40 NZD (37,7 Euro-Cent je kg). Alles, was in dieser Saison über 7,60 NZD liegt, wäre, wenn es erreicht würde, der zweithöchste Milchpreis aller Zeiten, nach dem in der letzten Saison ein Preis von 7,14 USD (32 Euro-Cent) gezahlt wurde.
Die aktuelle Saison läuft bis Ende Mai. Westpacs-Ökonom Penny sagt, er halte erst einmal an seiner Milchpreisprognose für 2021/22 von 7,25 USD je kg fest, „weil er auch Aufwärtsrisiken sieht".
Die neuseeländische/australische Großbank ANZ hat seine Farmgate-Milchpreisprognose für die zu Ende gehende Saison 2020/21 vorige Woche um 50 Cent auf 7,70 NZD je kg MS (34,6 Euro-Cent) nach oben geschraubt. Die ANZ-Prognose für die nächste Saison 2021/22 liegt jetzt bei 7,30 NZD je kg MS (etwa 32,8 Euro-Cent).
Quelle: agrarheute

Rege Nachfrage nach Blockbutter trifft auf begrenztes Angebot

18.03.2021 (AMI) – Mitte März gab es wenig Veränderung am Markt für Blockbutter. Nach wie vor war hier die verfügbare Ware für das lebhafte Kaufinteresse nicht ausreichend. Im Zuge dessen tendierten die Preise ein weiteres Mal fester. 
Mitte März hat sich die Situation am Blockbuttermarkt kaum verändert. Das Kaufinteresse war nach wie vor hoch, dem stand jedoch weiterhin eine knappe Warenverfügbarkeit gegenüber. Neue Abschlüsse konnten dennoch hier und da realisiert werden, jedoch mussten sich die Käufer weiterhin auf höhere Konditionen einlassen. Dem Vernehmen nach fiel die Nachfrage seitens der Industrie geringer aus als bei den Händlern. Impulse hierfür könnte die Aussicht auf eventuelle Lockerungen des Lockdowns Ende März gegeben haben. In Kempten wurde am 17.03.21 die Spanne für Blockbutter am unteren Ende um 15 Ct und am oberen Ende um 5 Ct auf 4,15 bis 4,25 EUR/kg hochgesetzt.
An der European Energy Exchange (EEX) gingen die Handelsaktivitäten Mitte März im Vergleich zum Monatsbeginn leicht zurück. Das gehandelte Volumen belief sich auf 1.260 t (252 Kontrakte), ein Großteil der Abschlüsse kam dabei am Donnerstag zustande. An den Terminmärkten zeichneten sich darüber hinaus leicht schwächere Preistendenzen für Butter ab. Für den Zeitraum März bis November 2021 lag der durchschnittliche Preis bei 4.268 EUR/t, das waren rund 40 EUR/t weniger als noch eine Woche zuvor.
Beim GlobalDairyTrade-Tender in Neuseeland tendierte der Preis für Butter Mitte März ebenso leicht schwächer. Nach dem Rekordanstieg zu Beginn des Monats erreichte der mittlere Preis umgerechnet 4.747 EUR/t und ging damit um 2,8 % zurück.
Quelle: AMI

Tiefer Einblick in den Bio-Markt: Aktuelle AMI Markt Bilanz Öko-Landbau 2021

19.03.2021 (AMI) – Die Verkäufe von Bio-Lebensmitteln sind im Corona-Jahr 2020 enorm gewachsen: Die Haushalte gaben 22% mehr Geld für Bio-Produkte aus, bei einigen Produkten veranderthalbfachten sich die Verkäufe. Gleichzeitig ist die Bio-Fläche in Deutschland nach Jahren mit größerer Umstellung nur noch um 5,3 % gewachsen.
Demnach bewirtschafteten 2020 rund 35.400 Betriebe eine Fläche von insgesamt 1,70 Mio. ha. 2020 dürfte insbesondere das Bio-Ackerland weiter zugenommen haben, das 2019 und auch die Jahre davor gut 40 % der deutschen Bio-Fläche einnahm. Knapp die Hälfte der Bio-Betriebe gehörten 2020 einem Verband an. An der Fläche hatten die Verbandsbetriebe einen Anteil von 64 %, sie sind also im Schnitt größer als die Betriebe, die ausschließlich nach EU-Richtlinien wirtschaften.
Insgesamt wirtschaften nun 13,4 % aller Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland nach Bio-Richtlinien, sie bewirtschaften damit 10,2 % der Landwirtschaftsfläche. Insgesamt legte die Bio-Fläche in den letzten fünf Jahren um mehr als 50 % zu. Seit 2015 die Milchquote ausgelaufen ist und der konventionelle Milchpreis extremen Preisschwankungen unterworfen war, stieg die Produktion von Bio-Milch in Deutschland erheblich. Kein anderer Bio-Rohstoff legt solche Wachstumsraten vor. Die steigende Produktionsmenge an Bio-Milch ermöglichte den Absatz von vielen Bio-Milchprodukten im Handel. Ohnehin zeigten sich alle Handelsketten sehr engagiert, den Bio-Markt voranzutreiben. Besonders stark haben 2020 die Vollsortimenter, die Direktvermarkter und der Online-Handel zugelegt.
Die Erzeugerpreise für die meisten Bio-Produkte sind 2020 durch die hohe Nachfrage bei vielen Produkten zumindest im zweiten Halbjahr gestiegen.
Quelle: AMI

Milchmarkt 2021– Strammer Start, aber wie geht es weiter?

22.03.2021 (AMI) – Am Milchmarkt waren die ersten Monate des neuen Jahres durch ein begrenztes Angebot und eine belebte Nachfrage gekennzeichnet. Dies führte, allen Unsicherheiten zum Trotz, zu teils deutlichen Preisanstiegen. Wie sind die Aussichten für die kommenden Monate? 
Das Jahr 2021 startet in einem unsicheren und fragilen Marktumfeld. Dabei sind die alten Herausforderungen teils auch wieder die neuen: Die Folgen der Covid-19 Pandemie werden weiterhin Auswirkungen auf den Milchmarkt haben. Sei es durch Verschiebungen im Absatz, die zu ganz unterschiedlichen Betroffenheiten in der Branche führen, oder durch die nahezu weltweit zu beachtende Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Eine Entspannung stellt sich wahrscheinlich erst ein, wenn Impfstoffe in der Fläche zum Einsatz kommen. Vor diesem Hintergrund muss sich der Milchmarkt im Jahr 2021 behaupten und möglicherweise auf weitere Unwägbarkeiten gefasst sein.
Die Erzeugungsseite muss darüber hinaus den zunehmenden gesellschaftlichen Erwartungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Tierschutz und Tierwohl gerecht werden. Bei gleichzeitig verschärften Auflagen zum Umwelt- und Klimaschutz gilt es, Extremwetterereignisse sowie andere Produktionsrisiken zu meistern und dennoch im Wettbewerb zu bestehen. Das bedeutet einen Spagat zwischen Ökonomie, Gesellschaft und Politik.
Weniger Milch am Jahresbeginn
In den ersten Monaten von 2021 setzte das Milchaufkommen in Deutschland seinen gedämpften Verlauf unterhalb der Vorjahreslinie fort. Der saisonale Anstieg, der anfänglich nur unterdurchschnittlich ausgeprägt war, geriet im Zuge des Wintereinbruchs Anfang Februar ins Stocken. Neben den teils sibirischen Temperaturen, die die Leistung der Kühe gedrückt haben, beeinträchtigten Eis und Schnee regional die Milchabholung, wodurch die Mengen aus 2020 zunehmend unterschritten wurden. Auch nach der Erholung im Zuge des einsetzenden Frühlings erfassten die Molkereien anhaltend weniger Milch als ein Jahr zuvor.
Knappes Angebot und steigende Preise
Die Märkte für Milchprodukte zeigten sich bereits über den Jahreswechsel sehr stabil. Feiertags- und ferienbedingt verliefen die Geschäfte zunächst ruhiger, einen dämpfenden Effekt auf die Preise hatte dies jedoch nicht. Lediglich bei abgepackter Butter starteten die Kontrakte mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) auf reduziertem Niveau ins neue Jahr. Der private Konsum wurde durch den Lockdown stabilisiert, sodass hier die übliche Delle im Januar weniger ausgeprägt war als üblich. Die Produktmärkte waren im ersten Quartal in Folge des gedämpften Milchaufkommens zumeist von einer begrenzten Verfügbarkeit gekennzeichnet. Zudem waren kaum Bestände vorhanden. Die einsetzende Nachfragebelebung führte zunächst bei Milch- und Molkenpulver und leicht verzögert auch bei Blockbutter zu steigenden Preisen. Der Käsemarkt tendierte zunächst stabil, nachdem zuvor Unsicherheiten durch den Brexit und den Lockdown teils zu schwächeren Abschlüssen geführt hatten. Ab Mitte Februar zeigten sich aber auch hier festere Tendenzen.
Quelle: AMI

Frankreich: Oberstes Gericht kippt Herkunftskennzeichen für Milch

Das höchste französische Gericht, der Staatsrat, hat die Pflicht zur nationalen Herkunftskennzeichnung von Milch und Milchprodukten für illegal erklärt.
Mit seiner Entscheidung folgt der französische Staatsrat einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Oktober 2020. Darin hatte der EuGH zwar die Möglichkeit für verpflichtende nationale Ursprungsangaben bestätigt, die Kennzeichnung aber daran gebunden, dass zwischen der Qualität des Lebensmittels und seiner Herkunft nachweislich eine Verbindung besteht. Willkürliche nationale Ursprungsangaben sind mit dem freien Warenverkehr und dem Diskriminierungsverbot im europäischen Binnenmarkt nicht vereinbar.
Dieser Argumentation folgte nun auch das oberste französische Gericht mit Urteil vom 10. März 2021. Nach Auffassung des Staatsrates hat die Regierung nicht objektiv dargelegt, dass zwischen der geografischen Herkunft und der Qualität der Milch oder verarbeiteter Milchprodukte ein Zusammenhang besteht. Darum erklärte der Staatsrat die entsprechende nationale Kennzeichnungsverordnung für nichtig.
Lactalis-Gruppe siegt vor Gericht 
Gegen die Verordnung geklagt hatte die französische Molkereigruppe Lactalis. Mit einem Dekret hatte die Regierung in Paris im Januar 2017 die Pflicht eingeführt, dass Milch und Milchprodukte auf dem Etikett mit dem Ursprungsland der Milch zu kennzeichnen sind. Statt dem Land darf die Angabe auch „Ursprung: EU“ oder „Ursprung: Nicht-EU“ lauten. Importierte Erzeugnisse sind von der Regelung ausgenommen.
Die EU-Kommission hatte die Kennzeichnung als Pilotprojekt befristet genehmigt. Gegen diese Form der Herkunftskennzeichnung setzte sich Lactalis nun aber höchstrichterlich erfolgreich durch.
Wildwuchs an nationalen Ursprungsangaben wird ein Riegel vorgeschoben 
In Deutschland hatte der Milchindustrie-Verband (MIV) bereits nach dem EuGH-Entscheid im vergangenen Herbst die Einschätzung geäußert, dass der französische Staatsrat keine andere Wahl haben werde, als das nationale Dekret aufzuheben.
Der Fall „Lactalis“ dürfte über den französischen Markt hinaus Bedeutung erlangen. In mehreren Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind nämlich Bestrebungen zu erkennen, Lebensmittel mit ihrem nationalen Ursprung zu kennzeichnen. Das EuGH-Urteil und seine Umsetzung in Frankreich machen deutlich: Für eine verpflichtende nationale Herkunftsangabe sind strenge europarechtliche Vorgaben einzuhalten.
Quelle: agrarheute

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