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Marktentwicklung

Presseschau

Internationale Preise geben um 2,8 % nach

Auf der Handelsplattform Global Dairy Trade ist der Durchschnittspreis für Milchprodukte in dieser Woche um 2,9 % auf 3.839 $/t.
Der Durchschnittspreis über alle Produkte und Zeiträume beim Global Dairy Trade sank in dieser Woche um 2,9 % auf 3.839 $/t. Damit sind die Preise seit Anfang März stetig gesunken oder stagnierten. Der Global Dairy Trade-Preisindex ist um 35 Punkte auf 1179 Punkte gesunken.
Die Preise für wasserfreies Milchfett (-0,3 % auf 5.615 $/t), Butter (-0,8 % auf 4.419 $/t), Lactose (-8,9 % auf 1.127 $/t), Magermilchpulver (-5,2 % auf 2.971 $/t) und Vollmilchpulver (-3,8 % auf 3.730 $/t) haben nachgelassen. Ein Preisplus gab es lediglich bei Cheddar (+1,3 % auf 4.022 $/t).
Buttermilchpulver wurde nicht verhandelt. Für Süßmolkenpulver sind keine Preise verfügbar.
Die gehandelte Menge lag mit 22.405 unter dem Niveau der vergangenen Auktion (24.278 t).
Nach einem starken Plus im März gab der Preisindex stetig nach oder stagnierte. (Bildquelle: GDT) 
Quelle:topagrar

Bodenmarkt: Pachtpreise für Landwirtschaftsflächen stark gestiegen

Die Pachtpreise sind in den letzten zehn Jahren besonders deutlich bei Sonderkulturen und Neuanpachtungen gestiegen. Dabei sind die Preise in NRW am höchsten, das Schlusslicht ist das Saarland.
Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die aus der Landwirtschaftszählung 2020 hervorgehen, zeigen: Die insgesamt 262.800 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland bewirtschafteten im Jahr 2020 eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von 16,60 Mio. ha. Hiervon entfielen 9,97 Mio. ha (60 %) auf Pachtflächen, 6,34 Mio. ha (38 %) auf selbstbewirtschaftete Eigenflächen sowie 271 500 ha (2 %) auf Flächen, die den Betrieben unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden.
In den tendenziell größeren Betrieben Ostdeutschlands war der Pachtflächenanteil mit 68 % deutlich größer als in Westdeutschland (56 %). Bei der Landwirtschaftszählung 2010 war dieser Unterschied mit 74 % Pachtanteil im Osten und 53 % im Westen noch stärker ausgeprägt. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil der eigenen selbstbewirtschafteten Fläche in Ostdeutschland von  25 % auf 31 % gestiegen, während in Westdeutschland diese Quote um 4 Prozentpunkte auf 42 % gesunken ist.
Pachtpreise deutlich gestiegen 
2020 betrug für Deutschland der durchschnittliche Pachtpreis 329 € je ha landwirtschaftlich genutzter Fläche, bei Ackerland lag der Wert bei 375 € je ha und bei Dauergrünland bei 198 € je ha. Gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 bedeutet dies einen Anstieg um 62 % bezogen auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche insgesamt, um 64 % bei Ackerland sowie um 53 % bei Dauergrünland. Innerhalb Deutschlands variieren die Pachtpreise erheblich. Insgesamt liegt das Pachtpreisniveau in den ostdeutschen Bundesländern meist niedriger als in den westdeutschen, näherte sich in den letzten Jahren jedoch deutlich an.
Eine noch stärkere Steigerung war bei Neupachtungen oder Pachtpreisänderungen in den letzten zehn Jahren zu beobachten. Hier wurde gegenüber 2010 ein Anstieg der Pachtentgelte um 79 % auf 425 Euro je ha landwirtschaftlich genutzter Fläche festgestellt.
Betrachte man den Pachtpreis bezogen auf die Größe der Betriebe, stechen die Betriebe mit weniger als 5 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche besonders heraus: In dieser Gruppe befinden sich überwiegend spezialisierte Gartenbau-, Obstbau- und Weinbaubetriebe, die meist nur kleine Flächen mit Sonderkulturen bewirtschaften, welche sich durch eine hohe Wertschöpfung auszeichnen. Werden deren gezahlte Pachtentgelte auf einen Hektar umgerechnet, ergibt sich ein überdurchschnittlich hoher Wert von 963 € je ha.
Die höchsten durchschnittlichen Pachtentgelte mussten laut Destatis Landwirte im Westen und im Norden Deutschlands zahlen. Spitzenreiter mit 518 € je ha war Nordrhein-Westfalen, knapp gefolgt von Niedersachsen (514 € je ha) und Schleswig-Holstein (460 € je ha). Mit Abstand am geringsten waren die Pachtentgelte im Saarland (94 € je ha).
Unterschiedliche Größenverhältnisse
Während ein Betrieb im Westen durchschnittlich 47 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche bewirtschaftete, waren es im Osten durchschnittlich 221 Hektar. Bei den Betrieben der Rechtsform juristische Person oder Personenhandelsgesellschaft sind die Größenunterschiede mit 68 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche im Westen und 669 ha im Osten noch deutlicher.
Quelle:topagrar

Fertigdesserts und Milchgetränke gefragt

21.07.2021 (AMI) – Im ersten Halbjahr 2021 kam es zu Verschiebungen bei den Einkaufsmengen der privaten Haushalte. Vor allem Milchprodukte aus dem Convenience-Bereich waren gefragt. Produkte der weißen Linie und Butter zeigten hingegen deutliche Rückgänge. Bei nahezu allen Produkten sind die Preise auf der Verbraucherebene gestiegen.
Von Januar bis Juni 2021 haben sich die Einkaufsmengen der privaten Haushalte uneinheitlich entwickelt. Zudem sind die durchschnittlichen Ausgaben nahezu produktübergreifend gestiegen. Im Jahr zuvor hatte der erste Lockdown das Einkaufsverhalten der privaten Haushalte verändert: Es wurde vermehrt Zuhause gekocht und gegessen. Hinzu kamen die phasenweise getätigten Hamsterkäufe. Dies führte zu einer deutlichen Nachfragesteigerung nach Milchprodukten im Lebensmitteleinzelhandel, und dies bei nahezu allen Erzeugnissen.
Das laufende Jahr war, vor allem im ersten Quartal, ebenfalls von Einschränkungen im öffentlichen und privaten Bereich im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen geprägt. Mit der schrittweisen Öffnung der Gastronomie und Hotellerie kam es jedoch zu einer erneuten Verschiebung in der privaten Nachfrage.
Quelle:AMI

Ruhiger Marktverlauf bei Magermilchpulver

22.07.2021 (AMI) – Der Markt für Magermilchpulver war von zumeist ausreichenden Verfügbarkeiten bei gleichzeitig ruhiger Nachfrage gekennzeichnet. Die Preise gaben dementsprechend nach.
Die Lage am Markt für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität war nach der Monatsmitte überwiegend ruhig. Viele Marktteilnehmer befanden sich im Urlaub, sodass nur wenig Aktivitäten zu verzeichnen waren. Unter den Daheimgebliebenen oder bereits Zurückgekehrten wurden durchaus Gespräche geführt. Insgesamt wurde jedoch nur wenig Ware umgesetzt. Wenn Abschlüsse zustande kamen, dann in erster Linie für kurzfristige Liefertermine und auf einem gegenüber der Vorwoche abgeschwächten Preisniveau. In Kempten wurde die Notierung für Lebensmittelware am 21.07.21 um im Mittel 70 EUR auf 2.450 bis 2.530 EUR/kg herabgesetzt.
Auch der Export nach Drittstaaten beruhigte sich gegenüber der Vorwoche erneut. Die knappen Containerverfügbarkeiten stellten die Marktakteure dabei weiterhin vor Herausforderungen. Beim GlobalDairyTrade-Tender in Neuseeland gaben die Preise bei der zweiten Auktion im Juli ebenfalls nach. Magermilchpulver wurde durch einen Rückgang um 5,2 % gegenüber der vorangegangenen Auktion zu durchschnittlich umgerechnet 2.523 EUR/t gehandelt.
Futtermittelware ruhig gehandelt
Der Geschäftsverlauf am Markt für Magermilchpulver in Futtermittelqualität stellte sich nach wie vor sehr ruhig dar. Die Nachfrage war auch hier ferienbedingt gedämpft und es kamen kaum Abschlüsse zustande. Die Preise gaben vor diesem Hintergrund nochmals nach. Die Notierung wurde am 21.07.21 um 30 EUR auf 2.380 bis 2.410 EUR/t herabgesetzt.
Quelle:AMI

Schlachtrinderpreise geben nach

Brüssel - Die Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union haben ihr Niveau nicht mehr halten können. In der Woche zum 18. Juli gaben die Notierungen für Jungbullen, Altkühe und Färsen nach.
Jungbullen der Handelsklasse R3 wurden nach Angaben der EU-Kommission im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten für 382,09 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG) gehandelt; das waren 4,27 Euro oder 1,1 % weniger als in der Woche davor. Entgegen dem Trend in der Gemeinschaft präsentierte sich die Notierung in Spanien freundlich und legte um 1,4 % zu.
Auch in Polen und Frankreich stiegen die Erlöse der Mäster, und zwar um 0,8 % und um 0,5 %. In Belgien, Irland und den Niederlanden bewegten sich die Notierungen seitwärts. In Österreich wurden R3-Bullen 0,2 % preiswerter als in der Vorwoche gehandelt.
In Deutschland gaben die Preise um 0,5 % und in Dänemark um 0,9 % nach. Schwach entwickelte sich die Notierung in Italien, wo es zu einem Abschlag von 7,3 % kam. Auch Altkühe waren in der Berichtswoche weniger gefragt: Tiere der Handelsklasse O3 erlösten den Kommissionsangaben zufolge in der Gemeinschaft durchschnittlich 320,35 Euro/100 kg SG und damit 0,7 % weniger als in der Vorwoche. Trotzen konnten dem EU-Trend die Notierungen in Frankreich und Irland, wo es zu Aufschlägen von 0,9 % beziehungsweise 0,5 % kam. In Dänemark, Österreich und Deutschland gingen die Preise für O3-Kühe hingegen zwischen 0,5 % und 0,8 % zurück.
Kräftiger fiel das Minus in Italien, den Niederlanden, Belgien und Polen aus; hier lagen die Erlöse zwischen 1,2 % und 1,6 % unter dem Vorwochenniveau. Nochmals kräftiger fiel der Abschlag mit 2,4 % in Spanien aus. Auch Schlachtfärsen wurden in der EU preiswerter gehandelt. Laut Kommission erzielten Tiere der Handelsklasse R3 im Mittel 394,91 Euro/100 kg SG; das entsprach einem Minus von 0,8 %.
In den Mitgliedstaaten verlief die Entwicklung recht uneinheitlich. In Österreich verteuerten sich R3-Färsen um 2,7 %, in Frankreich und Irland um jeweils 0,2 %. Während sich die Notierung in Belgien und Polen seitwärts bewegte, gaben die Preise in Dänemark um 0,2 % nach. In Deutschland und Italien belief sich das Minus auf 1,4 % beziehungsweise 1,6 %. Schwächer entwickelten sich die Notierungen in Spanien und den Niederlanden, wo es zu Abschlägen von 3,5 % und 3,9 % kam.
Quelle:proplanta

Milchbauern warten vergeblich auf bessere Milchpreise

Die Milchpreise sind in den letzten Monaten auf niedrigem Niveau vor sich hingedümpelt.
Gleichzeitig hat sich finanzielle Verwertung der Milch – ausgedrückt im Rohstoffwert – immer weiter verbessert. Der vom ife-Institut in Kiel errechnete Rohstoffwert der Milch, ist fünf Monate hintereinander gestiegen – auf zuletzt 37,50 Cent je kg Rohmilch. Das ist ein Anstieg von 6,20 Cent seit Januar.
Davon können viele Milchbauern nur träumen, obwohl die gute finanzielle Verwertung der Milch das hergegeben hätte. Zeitweise waren die Börsenmilchwerte – das sind die aus den Terminmarktpreisen von Butter und Magermilch errechneten Milchpreise – bis auf knapp 40 Cent gestiegen.
Die Auszahlungspreise der deutschen Molkereien für Rohmilch mit 4 Prozent Fett, lagen nach den Daten der BLE im Mai jedoch nur bei 34,8 Cent – das sind gerade einmal 2 Cent mehr als im Januar. Und auch danach ging es allenfalls in Trippelschnitten nach oben.
Nun scheint der Markt sogar wieder nach unten zu drehen. Die finanzielle Verwertung der Milch verschlechtert sich nämlich – das übliche Sommerloch sozusagen. Für die Molkereien könnte diese Entwicklung aber durchaus ein Argument sein, die Milchpreise erst einmal nicht anzuheben – obwohl man die letzten Monate ganz offensichtlich mehr verdient als ausgezahlt hat.
Fakt ist jedenfalls: Der Börsenwert der Milch hat sich im Juli weit von jenen 40 Cent je kg entfernt, die noch vor einigen Wochen angezeigt wurden. Der Grund: Sowohl die Preise für Butter als auch für Milchpulver sind zurückgegangen – Das gilt natürlich nicht nur für den Terminmarkt EEX sondern auch für die europäischen Spotmärkte und leider auch für den Export.
Aktuell wird für den Monat Juli nur noch ein Börsenmilchwert von 36,2 Cent errechnet – das sind 1,3 Cent weniger als der ife-Rohstoffwert noch für Juni ausgwiesen hatte. Für die folgenden Monate rutschen die Börsenmilchwerte dann sogar unter die 36-Cent-Marke (siehe Grafik). Und das alles bei explodierenden Produktionskosten.
Spotmilchpreise und auch Exportpreise im Minus 
Von der Rohstoffseite wird der Milch-Preis eigentlich gestützt – denn die Milchanlieferung lag Anfang Juli rund 1 Prozent unter dem Vorjahr. Da drückt offenbar kein Überangebot auf die Preise. Von Januar bis April haben die deutschen Milchbauern sogar 2,2 Prozent weniger Milch vermarktet. Bei den niederländischen Kollegen lag das Minus bei 2,0 Prozent.
Die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch, sind Anfang Juli jedoch um etwa 1 Cent zurückgegangen. Damit wurde Spotmilch im Norden mit 35,5 Cent gehandelt und im Süden mit 37,0 Cent je kg Rohmilch. Aus den Niederlanden wurden allerdings noch deutliche höhere Spotmilchpreise von 39,50 Cent gemeldet.
Fakt ist jedoch auch: Die Preise für die meisten Milchprodukte haben im europäischen Großhandel im Juli nachgegeben – wenn auch nur relativ moderat. Das gilt für Butter und Milchpulver ebenso wie für Käse. Offenbar ist die sehr starke Preiserholung der letzten Wochen zunächst einmal beendet.
Und es gibt noch ein Problem: Vom Export kommen im Moment ebenfalls keine guten Preissignale. So sind die Exportpreise für Milchprodukte an der globalen Milchbörse Global Dairy Trade auf den letzten fünf Auktionen gefallen – um insgesamt 10 Prozent bis zum 06. Juli. Kein wichtiges Produkt war von dieser Korrektur ausgenommen. Händler begründen den Preisrückgang unter anderem mit der derzeitigen Kaufzurückhaltung Chinas – vor allem bei Milchpulver. Möglicherweise spielen auch Befürchtungen über die Folgen der neuen Corona-Variante eine Rolle.
Quelle:agrarheute

Butter häufig in Aktionen beworben

13.07.2021 (AMI) – Auch mit Beginn der Urlaubssaison spielt Butter eine bedeutende Rolle bei den Angebotsaktionen des Lebensmitteleinzelhandels. Die Häufigkeit der Aktionen schwankt zwar, ab Ende Juni nahm die Werbeintensität jedoch zu.
Butter erfreut sich auch nach dem Lockdown infolge der Corona-Pandemie großer Beliebtheit. Während der Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens konnte Butter noch zusätzlich punkten. Bei den Hamsterkäufen zu Beginn des Lockdowns im vergangenen Jahr zunächst durch ihre lange Haltbarkeit. Im weiteren Verlauf auch dadurch, dass die Verbraucher zuhause wieder mehr gekocht und gebacken haben.
Aber auch nach weitreichenden Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen und der Wiedereröffnung der Gastronomie und Hotellerie in Deutschland versucht der Lebensmitteleinzelhandel den Absatz durch Angebotsaktionen auf einem hohen Niveau zu halten. In diesem Jahr dürfte der Urlaub verstärkt im Inland verbracht werden und vor allem auch Camping und damit die Selbstversorgerunterkünfte sehr gefragt sein. Dadurch könnte das Sommerloch im Absatz von abgepackter Butter 2021 weniger deutlich ausfallen als in den Jahren zuvor.
Aktionspreise teils deutlich unter Preiseinstiegssegment
Ausschlaggebend für das Konsumverhalten der Verbraucher ist häufig der Preis. Bei der Butter sind im Vergleich zu anderen Milchprodukten die preislichen Veränderungen im Laden auf Grund kürzerer Kontraktlaufzeiten häufiger und teilweise auch stärker ausgeprägt. Zuletzt hielten sich die Preisanpassungen auf der Verbraucherebene jedoch in Grenzen. Die Verbraucherpreise für ein 250-Gramm-Päckchen Deutsche Markenbutter kostet im Juli im Preiseinstiegssegment 1,49 EUR und damit genau so viel, wie einen Monat zuvor.
In Angebotsaktionen war Butter in den Kalenderwochen 18 bis 28 des laufenden Jahres insgesamt 265-mal vertreten. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 11 %. Preislich lagen die Angebote zwischen 1,08 EUR und 2,49 EUR je 250-Gramm-Ziegel.
Quelle:AMI

Erzeugerpreise pflanzlicher Produkte: +15,6 % im Mai 2021

Wiesbaden - Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Mai 2021 um 8,4 % höher als im Mai 2020.
Einen ähnlich starken Anstieg hatte es zuletzt im Juni 2019 gegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Preise gegenüber dem Vormonat April 2021 um 2,4 %
Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 15,6 % gestiegen – für Getreide sogar um 26,7 %
Wie bereits im Vormonat ist der Preisanstieg für pflanzliche Erzeugnisse im Mai 2021 vor allem auf die höheren Preise beim Getreide zurückzuführen (+26,7 % gegenüber Mai 2020). Im April 2021 betrug die entsprechende Veränderung +20,4 %. Ein Grund für den Anstieg dürfte das knappe Angebot und die anhaltend hohe Nachfrage für Getreide sein.
Bei den Erzeugnissen des Gemüse- und Gartenbaus betrug die Preissteigerung im Mai 2021 gegenüber dem Mai des Vorjahres 17,8 %. Ausschlaggebend hierfür waren unter anderem erneut die gestiegenen Preise für Pflanzen und Blumen (+17,4 %). Diese Entwicklung ist auf ein knappes Angebot und eine weiterhin hohe Nachfrage zurückzuführen. Beim Gemüse (+18,2 %) stiegen insbesondere die Preise für Tomaten (+31,9 %) und für Spargel (+23,6 %) im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Beim Obst erhöhten sich die Preise um 26,3 %, vor allem wegen des Preisanstiegs bei Erdbeeren mit +53,5 %. Bei Erdbeeren hat das vergleichsweise kalte Wetter zu deutlichen Reifeverzögerungen geführt. Dadurch startete der Saisonanfang zwei Wochen später als 2020, was wiederum im Mai 2021 zu einem begrenzten Angebot und erhöhten Preisen für Erdbeeren geführt hat.
Handelsgewächse, wie Raps und Zuckerrüben, verteuerten sich im Mai 2021 gegenüber dem Mai 2020 um 35,7 %. Bereits im April 2021 gab es einen Anstieg um 30,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dazu haben vor allem die Preissteigerungen beim Raps mit +45,9 % beigetragen. Hauptgrund hierfür waren die nahezu leergeräumten Rapslager bei Landwirtinnen und Landwirten, Händlerinnen und Händlern und Ölmühlen.
Für Speisekartoffeln hingegen sinken die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat bereits seit September 2019. Im Mai 2021 lagen sie um 53,2 % und im April 2021 um 54,5 % niedriger als im Jahr zuvor. Hierfür dürfte das umfangreiche Angebot aufgrund der höheren Erntemenge gegenüber dem Vorjahr verantwortlich sein.
Preise für tierische Erzeugnisse um 3,7 % gestiegen, für Milch um 10,5 %
Die Preise für tierische Erzeugnisse stiegen im Mai 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,7 %. Dies ist der erste Preisanstieg seit April 2020. Damit setzt sich der negative Preistrend der vergangenen Monate nicht fort (-3,0 % im April 2021 und im März -7,7 % im Vorjahresvergleich). Der Preisanstieg für tierische Erzeugnisse ist fast ausschließlich auf die steigenden Preise für Milch zurückzuführen. Im Mai 2021 lag der Milchpreis um 10,5 % über dem Stand des Vorjahres. Im April 2021 hatten sich die Preise im gleichen Zeitraum um +4,0 % erhöht, während sie im März 2021 leicht rückläufig waren (-0,1 % gegenüber März 2020).
Bei Schlachtschweinen setzt sich der Preistrend der vergangenen Monate abgeschwächt fort. Gegenüber dem Mai 2020 waren die Preise im Mai 2021 um -9,3 % niedriger. Im April 2021 hatte der Preisrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat noch 18,8 % betragen, im März 2021 24,9 %. Gedämpft wird der Rückgang vermutlich durch ein geringeres Angebot und eine steigende Nachfrage durch Öffnungen in der Außengastronomie.
Bei Schafen und Ziegen wurden dagegen – wie in den vergangenen Monaten – steigende Preise beobachtet (Mai 2021 gegenüber Mai 2020: +28,4 %, April 2021 gegenüber April 2020: +25,0 %). Auch für Rinder erhöhten sich die Preise im Mai 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat (+17,3 %).
Quelle:proplanta

Tierhaltung in der Krise: Bauern geben auf und schaffen Tiere ab

Unerwartet kam das nicht: Die Zahl der Bauern, die die Tierhaltung aufgeben, nimmt spürbar zu. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Tiere – vor allem der Schweine – kräftig ab.
Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Viehzählung vom Mai. Das die Zahl der Tiere noch schneller schrumpft als die Zahl der Tierhalter – wie jetzt bei Schweinen – kommt aber selten vor. 
Meist erfolgte der Rückgang der Tierbestände langsamer als die Betriebsaufgaben, denn es geben vor allem kleinere Betriebe auf. Von diesen wandern die Tiere dann rein statistisch gesehen in größere und weiter wachsende Betriebe.
Das ist diesmal – zumindest in der von einer schweren Krise geschüttelten Schweinehaltung  – anders: Während von November 2020 bis Mai 2021 etwa 600 Schweinehalter aufgegeben haben, das sind immerhin 3,3 Prozent der Betriebe, schrumpfte der Schweinebestand im gleichen Zeitraum um 1,43 Millionen Tiere oder 5,5 Prozent – also deutlich stärker.
In der Sauenhaltung läuft die Entwicklung hingegen weiter so wie zuvor: Einem Rückgang der Sauhalter von immerhin 4,7 Prozent oder etwa 200, steht ein Abbau der Sauenbestände von 3,9 Prozent bzw. 66.000 Tieren gegenüber.
Bei den Rinderhaltern nimmt die Zahl der Betriebe mit 1,8 Prozent ebenfalls schneller ab als der Rinderbestand mit 1,1 Prozent. Dabei ist die Abnahmerate bei den Milchbauern mit 2,6 Prozent noch wesentlich höher. Gleichzeitig geht die Zahl der Milchkühe mit 0,8 Prozent jedoch relativ langsam zurück. Das heißt: In der Milchproduktion setzt sich der übliche Konzentrationsprozess fort.
Schweinehalter schaffen Schweine ab 
Gezählt hat Destatis im Mai in Deutschland rund 24,6 Millionen Schweine. Das sind 1,43 Millionen Tiere bzw. 5,5 Prozent weniger als im November 2020. Dieser scharfe Bestandsrückgang ist eine direkte Folge der ASP- und corona-bedingten Absatz- und Preiskrise am Schweinemarkt.
Überraschenderweise ist der Bestandsabbau in den Hochburgen der Schweinehaltung – also in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – mit 2,7 Prozent und 3,6 Prozent weitaus weniger heftig, als etwa in Ostdeutschland, mit oftmals zweistelligen Werten. Auch in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg ist die Abnahmerate mit 9,4 Prozent und 8,3 Prozent wesentlich höher als im Nordwesten. In Bayern war der Bestandsabbau mit 4,2 Prozent vergleichsweise moderat und lag unter dem Bundes-Durchschnitt.
Die Betriebsaufgaben waren in Niedersachsen mit gerade einmal 1,3 Prozent außergewöhnlich niedrig. Dagegen warfen in Nordrhein-Westfalen mit 3,9 Prozent schon deutlich mehr Schweinehalter das Handtuch. 
Anteilmäßig am meisten Betriebe schieden in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein aus der Schweineproduktion aus, mit einer Abnahmerate von 5,4 bis 7,5 Prozent aller Schweinehalter in diesen Ländern.
1500 Milchbauern in 6 Monaten aufgehört 
Der Rinderbestand hat von November bis Mai um 125.600 Tiere auf 11,2 Millionen Rinder abgenommen. Das ist eine Abnahmerate von 1,1 Prozent. Die Zahl der Milchkühe ging im gleichen Zeitraum um knapp 30.000 auf 3,89 Millionen zurück. Das ist zwar ein neuer Tiefstand – bedeutet jedoch eine Abnahmerate von nur 0,8 Prozent.
In den großen Milchproduktionsländern Bayern und Niedersachsen nahm die Zahl der Kühe sogar nur um 0,2 Prozent und 0,6 Prozent ab. Am stärksten war der Bestandsabbau in einigen ostdeutschen Ländern und in Schleswig-Holstein, mit durchweg deutlich über 1 Prozent.
Von den deutschen Milchbauern haben von November bis Mai rund 1.500 Betriebe die Produktion eingestellt – jeden Tag also rund 8 Betriebe. Die Abnahmerate lag bei 2,6 Prozent. Damit gab es im Mai noch 55.892 Milchbauern in Deutschland – so wenig wie noch nie zuvor. Das ist das Ergebnis der anhaltend niedrigen Milchpreise und wohl auch der aktuellen Agrarpolitik
In den beiden TOP-Milchländern Niedersachsen und Bayern, haben von November bis Mai rund 2,8 und 2,3 der Milchbauern aufgegeben - also etwas weniger als im Durchschnitt. Aus Schleswig-Holstein meldete man eine Abnahmerate bei den Milchbauern von 2,3 Prozent und in Baden-Württemberg schieden mit 3,3 Prozent überdurchschnittliche viele Landwirte aus.
Auch in Ostdeutschland gaben überdurchschnittliche viele Milchbauern die Produktion auf.
Quelle: agrarheute

Internationale Milchpreise um 1,3 % gesunken

Der Durchschnittspreis über alle Produkte und Zeiträume beim Global Dairy Trade sank in dieser Woche um 1,3 % auf 4.083 $/t. Der Global Dairy Trade-Preisindex ist damit um 17 Punkte auf 1.259 Punkte gesunken.
Die Preise für Vollmilchpulver (-1,8 % auf 3.997 $/t), Butter (-1,7 % auf 4.612 $/t) und Magermilchpulver (-1,7 % auf 3.356 $/t) sind gesunken. Bei den Preisen für wasserfreies Milchfett (+0,6 % auf 5.687 $/t), Lactose (+0,4 % auf 1.240 $/t) und Cheddar (+0,2 % auf 4.328 $/t) gab es ein Plus. Für Süßmolkenpulver sind keine Preise verfügbar. Buttermilchpulver wurde nicht verhandelt.
Die gehandelte Menge lag mit 21.522 t unterhalb des Niveaus der vergangenen Auktion (22.825 t).
Quelle: topagrar

IG-Milchbarometer steigt auf 38,8 Cent

Das IG-Milchbarometer ist ein Frühindikator der möglichen künftigen Entwicklung des Milchmarktes. Ende Mai dokumentiert die IG-Milchbarometerkurve die höheren Preiserwartungen für die zweite Jahreshälfte 2021 und die etwas geringeren Erhöhungen der erwarteten Preise in der ersten Jahreshälfte 2022.
Bedingt ist das durch die stabile internationale Nachfrage nach Milchprodukten und dem vergleichsweise hohen Niveau der internationalen Preise für Magermilchpulver und Butter.
Aufgrund der gelockerten Coronarestriktionen gehen Marktexperten von einer weiterhin hohen Nachfrage aus. Auch die geringen Lagerbestände bei Butter und Magermilchpulver und die Wahrscheinlichkeit einer höheren Wettbewerbsfähigkeit der EU-Milchprodukte bei Aufwertung des nach wie vor schwachen US-Dollars verstärken die derzeitigen positiven Markteinschätzungen.
Nach jetzigem Stand erreicht der Milchpreis im Mai nächsten Jahres 38 Cent. (Bildquelle: ife-Institut ) 
Das ife Institut in Kiel berechnet das IG-Milchbarometer im Auftrag der Interessengemeinschaft genossenschaftliche Milcherzeugung (IG Milch) und des Deutschen Raiffeisenverbandes. Die Preise sind definiert für Rohmilch ab Hof mit 3,4 % Eiweiß und 4 % Fett ohne Mehrwertsteuer. Die Werte berechnet das Institut aufgrund der Preise für Butter und Magermilchpulver an der EEX Börse in Leipzig. Es ist keine Prognose für zukünftige Milchauszahlungspreise, sondern eine Markteinschätzung für Magermilchpulver und Butter und dient der Orientierung bei der Mengenplanung der Landwirte.
Quelle: topagrar

Markt für Schnittkäse ausgeglichen

18.06.2021 (AMI) – Bei der Nachfrage nach Schnittkäse kam es zu Verschiebungen zwischen den Absatzkanälen. Insgesamt floss die Ware aber im In- und Ausland umfangreich ab. Der Markt war dadurch Mitte Juni ausgeglichen und preislich stabil. Für Juli gehen die Hersteller von einem weiteren Anstieg aus.
Der deutsche Markt für Schnittkäse war Mitte Juni recht ausgeglichen und preislich stabil. Die Hersteller berichteten über einen kontinuierlichen Warenausgang. Dabei kam es jedoch teils zu Verschiebungen zwischen den Absatzkanälen. Die Bestellungen aus dem Lebensmitteleinzelhandel verliefen nach den nachfragestarken Feiertagswochen zuletzt ruhiger. Im Food-Service gab es durch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen einem höheren Bedarf. Die Impulse fielen aber überschaubar aus, da sich die Öffnungen zum einen regional unterschiedlich intensiv vollzogen. Zum anderen deckten sich die Käufer eher kontinuierlich ein, anstatt sich in größerem Umfang zu bevorraten.
Produktion und Warenausgang hielten sich zumeist die Waage. Die Bestände in den Reifelägern bewegten sich auf einem für diese Jahreszeit normalen Niveau. Bei ausgeglichenem Markt waren die Preise für Schnittkäse Mitte Juni weitgehend stabil.
Quelle: AMI

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