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Marktentwicklung

Stabiler Marktverlauf bei Molkenpulver

10.09.2020 (AMI) – Anfang September hat sich die Nachfrage nach Molkenpulver uneinheitlich entwickelt. Während Lebensmittelware etwas lebhafter gehandelt wurde, präsentierte sich das Neugeschäft bei Futtermittelqualität weiter ruhig. Preislich überwogen bei beiden Qualitäten stabile Tendenzen. Der Markt für Molkenpulver präsentierte sich Anfang September insgesamt in einer stabilen Verfassung. Hierzu hat die geringere Verfügbarkeit an Molkenkonzentrat und die dadurch erhöhten Rohstoffpreise, aber auch die teils etwas lebhaftere Nachfrage nach dem Endprodukt beigetragen. Futtermittelware wurde nach wie vor verhalten zu stabilen Preisen gehandelt. Teils wurde aber von leicht erhöhtem Bedarf berichtet, weil wohl wieder etwas mehr Kälber aufgestallt worden sind. Bei Ware in Lebensmittelqualität hat sich der belebtere Geschäftsverlauf fortgesetzt. Die europäische Industrie deckte sich weiter mit Ware ein, vorrangig für kurzfristige Liefertermine in den nächsten drei Monaten. Für spätere Termine war das Neugeschäft weiter sehr dünn. Dabei zeigte sich das Preisgefüge weitgehend stabil. Auch im Export kam der ein oder andere Abschluss zustande. Wenngleich der Wechselkurs zum US-Dollar dämpfend wirkte, konnte Ware aus der EU dennoch in gewissem Umfang platziert werden.
Quelle:AMI

EU: Mehr Milch zu Milchprodukten verarbeitet

10.09.2020 (AMI) – Im ersten Halbjahr 2020 haben die Molkereien in der EU-27 mehr Milch erfasst. Dies führte zumeist zu einer Ausweitung der Produktion von Milcherzeugnissen. Lediglich Kondensmilch und Sahneerzeugnisse blieben unter den Vorjahresmengen. Die Milchanlieferung in der EU-27 (ohne das Vereinigte Königreich) lag von Januar bis Juni 2020 schalttagsbereinigt um 1,5 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs der EU-weiten Milchanlieferung war in erster Linie auf eine höhere Erfassung in den mengenmäßig bedeuteten EU-Mitgliedsstaaten zurückzuführen.
Besonders Vollmilchpulver vermehrt hergestellt
Bei der Produktion von Milchprodukten wurde, relativ betrachtet, die Herstellung von Vollmilchpulver am deutlichsten ausgeweitet. EU-weit wurde in den ersten sechs Monaten von 2020 hier ein Zuwachs um 6,6 % ausgewiesen. Die Herstellung von Konsummilch lag ebenfalls deutlich über Vorjahr. Die milchverarbeitenden Betriebe stellten in der EU 1,17 Mio. t Trinkmilch her und damit 3,9 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ebenfalls gestiegen sind die Butter und Käseproduktionen. Gleichzeitig wurde in den ersten sechs Monaten von 2020 mehr Milch in die Trocknung gelenkt. Die Herstellung von Magermilchpulver belief sich auf 756.300 t und lag damit rund 0,5 % über dem Vorjahresniveau. Die Produktion von Frischprodukten bewegte sich mit einem Plus von 0,4 % auch leicht über dem Vorjahresniveau. Bei Kondensmilch und Sahneerzeugnissen lagen die hergestellten Mengen hingegen unterhalb der Vorjahreslinie.
Quelle:AMI

Bio-Strukturdaten 2019 erschienen

10.09.2020 (AMI) – Bodennutzung, Tierhaltung und Verkaufserlöse im Öko-Landbau 2019. Die AMI-Markt Studie zu den Bio-Strukturdaten 2019 ist erschienen. Knapp 10 % der Landwirtschaftsfläche in Deutschland wurde 2019 nach Bio-Richtlinien bewirtschaftet. Gut die Hälfte davon waren Grünland und über 40 % Ackerland. Die Ackerfläche ist das das zweite Mal in Folge wieder stärker gewachsen als das Grünland.
Rund 2.300 Betriebe haben 2019 gut 148.000 ha auf Öko-Landbau umgestellt. Damit erreicht die Bio-Fläche 1,61 Mio. ha. Das Flächenplus fiel damit gegenüber den beiden Vorjahren, als noch zweistellige Wachstumsraten erreicht wurden, wieder etwas kleiner aus. 2019 waren es rund 6 % mehr Bio-Fläche. Umstellung konzentriert sich jetzt stärker auf Ackerland als auf Grünland. Die Dauerkulturflächen wurden leicht und die Streuobstflächen deutlich ausgedehnt.
Gegenüber 2018 sind rund 80.000 ha Ackerland dazugekommen, so dass nun 700.000 ha Ackerland umgestellt sind. Der Großteil – 348.000 ha davon sind Getreide. Der große Anstieg der Getreidefläche hat trotz Trockenheit und ebenso kleiner Hektarerträge wie 2018 für einen Anstieg der Erntemenge auf knapp 1 Mio. t gesorgt. Damit sind waren rund 2,5 % der deutschen Getreideernte Bio-Getreide.
Ölsaaten spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle im Öko-Anbau. Der im konventionellen Anbau dominierende Raps ist allein mit biologischem Pflanzenschutz schwer anzubauen, so dass nur 0,3 % der Flächen auf Bio-Raps entfielen. Deutlich ausgeweitet wurde auch der Bio-Kartoffel- und Gemüseanbau. Knapp 12 % der Gemüseflächen (Freiland) und 10 % der Erntemengen entfallen auf Bio-Gemüse.
In der Tierhaltung wurde insbesondere die Geflügel- und hier vor allem die Masthähnchenproduktion- ausgeweitet. Auch die Rindfleischproduktion vergrößerte sich bei anhaltend hoher Nachfrage. Die Milchproduktion erreichte nach zwei Jahren mit je 19 % Wachstum nur noch eine Steigerungsrate von 6 %.
Bei den Verkaufserlösen werden die unterschiedlichen Schwerpunkte des Öko- und konventionellen Landbaus deutlich. Während die tierischen Produkte im Öko-Landbau zu 53 % der Verkaufserlöse beitragen, sind es im gesamten Landbau 62 %. Der Öko-Landbau ist weiterhin deutlich „pflanzlicher“, auch wenn Produkte wie Bio-Eier zum Beispiel allein 13 % der Bio-Verkaufserlöse erwirtschaften.
Die Verkaufserlöse der Bio-Landwirte schwanken außerdem deutlich weniger: Sie sind 2019 nur um 4 % gewachsen, während die Gesamt-Landwirtschaft 8 % höhere Erlöse erzielt hat. Die Preise für Bio-Produkte sind deutlich stabiler und sind unabhängiger vom Weltmarkt - längerfristige Kontrakte stehen häufiger auf der Tagesordnung.
Quelle:AMI

Inflationsrate im August 2020 bei 0,0 %

Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im August 2020 bei 0,0%. Damit bleibt die Inflationsrate auch im August 2020 niedrig. Im Juli 2020 hatte sie bei -0,1% gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sanken die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat Juli 2020 um 0,1%.
Senkung der Mehrwertsteuer dämpft weiterhin die Preisentwicklung
Ein Grund für die niedrige Inflationsrate ist weiterhin die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer, die als eine Maßnahme des Konjunkturpakets der Bundesregierung zum 1. Juli 2020 umgesetzt wurde und sich seitdem im Vorjahresvergleich dämpfend auf die Verbraucherpreise auswirkt. Es ist allerdings nur schwer messbar in welchem Umfang die niedrigeren Steuersätze an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurden, da auch viele andere Faktoren die Preisentwicklung beeinflussen.
Preisrückgang bei Energieprodukten binnen Jahresfrist leicht abgeschwächt, aber Nahrungsmittel weiterhin moderat teurer mit +0,7% Die Preise für Waren insgesamt verbilligten sich von August 2019 bis August 2020 um 1,3%. Ursächlich hierfür sind vor allem die Preisrückgänge bei Energieprodukten (-6,3%). Der Preisrückgang hat sich jedoch leicht abgeschwächt (Juli 2020: -6,7%). Im August 2020 verringerten sich insbesondere die Preise für Heizöl (-32,7%) und Kraftstoffe (-11,3%) gegenüber dem Vorjahresmonat, hingegen verteuerte sich Strom um 2,1%. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich nur noch um 0,7%. Im Juli 2020 hatte die Teuerung für Nahrungsmittel noch bei 1,2% gelegen. Billiger wurde insbesondere Gemüse (-6,8%), teurer hingegen vor allem Obst (+5,8 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+4,8%). Merklich teurer wurden auch Tabakwaren (+6,5%), günstiger zum Beispiel Geräte der Unterhaltungselektronik (-4,3 %).
Inflationsrate ohne Energieprodukte mit +0,7% über der Gesamtteuerung
Die deutlichen Preisrückgänge bei Energieprodukten gegenüber dem Vorjahresmonat wirkten sich dämpfend auf die Inflationsrate aus: Ohne Berücksichtigung der Preise für Energieprodukte hätte die Inflationsrate im August 2020 bei +0,7% gelegen.
Heizöl- und Kraftstoffpreise sinken: -1,1% gegenüber Juli 2020
Im Vergleich zum Juli 2020 sank der Verbraucherpreisindex insgesamt im August 2020 um 0,1%. Die Preise für Energieprodukte gingen um 0,5% zurück, insbesondere mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher weniger für Heizöl (-4,1%) und Kraftstoffe (-0,6%) bezahlen. Auch die Preise für Nahrungsmittel insgesamt gaben leicht nach (-0,3%, darunter Gemüse: -2,7%). Hingegen stiegen zum Beispiel die Preise für Bekleidungsartikel um 0,9%.
Inflationsrate im Euroraum voraussichtlich bei -0,2%
Der für den internationalen Vergleich berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland (HVPI) lag im August 2020 um 0,1 % unter dem Stand von August 2019. Nach der Schnellschätzung von Eurostat vom 1. September 2020 lag die Inflationsrate im Euroraum bei -0,2%.
Quelle:topagrar

Ausgeglichene Lage am Käsemarkt

03.09.2020 (AMI) – Über den Monatswechsel hat sich die Nachfrage am Markt für Schnittkäse in Deutschland wieder leicht belebt. Dabei tendierten die Preise weiter stabil. Für den Herbst wird mit einem zunehmenden Warenausgang gerechnet.
Am Markt für Schnittkäse hat sich die stabile Verfassung über den Monatswechsel zum September fortgesetzt. Dem Warenausgang stand zumeist ein entsprechendes Angebot gegenüber. Im Inland berichteten die Hersteller mit dem Ende der Schulferien in weiten Teilen Deutschlands gegenüber der Vorwoche von einer leichten Belebung der Nachfrage. Die Industrie und der GV-Bereich riefen derweil Ware aus bestehenden Kontrakten im normalen Umfang ab. Im Export zeigten sich weiterhin uneinheitliche Entwicklungen. In der Summe wurden in Richtung der südeuropäischen Urlaubsregionen die Mengen der vergangenen Jahre nicht erreicht. Nach Drittländern floss stetig Ware ab und es wurden diverse neue Kontrakte abgeschlossen. Durch das ungünstige Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar verliefen die Verhandlungen jedoch teils unter den Erwartungen der Hersteller. Angebotsseitig hat die hitzebedingt reduzierte Milchanlieferung teils zu Einschränkungen bei der Produktion und dadurch zu einem Rückgang der Vorräte in den Reifelägern geführt. Bei ausgeglichenem Markt stellte sich das Preisgefüge Anfang September stabil dar.
Quelle:AMI

Bio-Milch mit stabilen Auszahlungsleistungen

03.09.2020 (AMI) – Die zweite Jahreshälfte startet für die deutschen Bio-Milcherzeuger mit weitgehend konstanten Preisen. Damit ist der zwischenzeitlich leichte Rückgang vorerst gestoppt. Gleichzeitig trifft eine nur noch moderat wachsende Bio-Milchmenge auf eine fortgesetzt rege Nachfrage.
Im Juli haben die Molkereien ihren Bio-Milcherzeugern in etwa genauso viel für ihren Rohstoff ausgezahlt wie im Vormonat. Nach Schätzungen der AMI erhielten die Bio-Betriebe für ökologisch erzeugte Milch im Bundessschnitt 47,2 Ct/kg. Damit hat sich die seit April etwas schwächere Preislage am Bio-Milchmarkt nicht fortgesetzt.
Abstand zur konventionellen Milch unverändert
Bei der konventionellen Variante hat sich im Juli eine Erholung der Preise abgezeichnet. Die Molkereien zahlten mit 31,2 Ct/kg seit April erstmals seit der Corona-Delle wieder ein höheres Milchgeld aus als im Vormonat. Nach Schätzungen der AMI erhielten die konventionellen Milcherzeuger damit 0,2 Ct mehr als im Juni. Im Zuge der gleichzeitigen Preisstabilisierung bei der ökologischen Variante lag der Preisabstand der beiden Milcharten zuletzt weiter konstant bei rund 16 Ct.
Quelle:AMI

Mehrwertsteuersenkung dämpft die Lebensmittelteuerung

04.09.2020 (AMI) – Den zweiten Monat in Folge gilt nun die gesetzliche Mehrwertsteuersenkung. Und diese hat auch einen deutlichen Effekt auf die Teuerungsrate von Lebensmitteln. Während im Frühjahr noch Spitzenwerte erreicht wurden, hat sich der Preisabstand zum Vorjahr in den vergangenen beiden Monaten verringert.
Je nach Geschäft wurden die Preise für Lebensmittel in der Regel um 2 oder 3 % reduziert. Trotz dieser Mehrwertsteuersenkung lagen die Verbraucherpreise für frische Lebensmittel weiterhin über dem Vorjahresniveau. Die Teuerungsrate fiel jedoch wesentlich moderater aus als in den Monaten zuvor. So kosteten frische Lebensmittel, dem AMI-Frischeindex zufolge, im August 2,6 % mehr als vor einem Jahr. Hauptverantwortlich für die Teuerung waren weiterhin die Warengruppen Obst und Fleisch. Im April 2020 hatten frische Lebensmittel zwischenzeitlich knapp 10 % mehr gekostet als im Jahr zuvor.
Fleischpreise weiterhin auf hohem Niveau
Deutlich waren die Auswirkungen der Mehrwertsteuersenkung im Fleischbereich zu sehen. Die Verbraucher zahlten zwar weiterhin mehr für Artikel vom Rind, Schwein oder Geflügel. Die Teuerungsraten gegenüber dem Vorjahr waren jedoch zurückgegangen. Im April 2020 hatte Fleisch noch 13 % mehr gekostet, während im August die Preise 6 % über dem Vorjahresniveau lagen. Bei Schweinfleisch kam zudem noch die Entwicklung aus dem Sommer 2019 hinzu. Damals hatten die Verbraucherpreise angezogen, während sie in diesem Sommer bisher stabil geblieben sind. Frisches Schweinefleisch kostete somit im August rund 8 % mehr als im Vorjahr. Obwohl auf Erzeugerebene die Preise in den vergangenen Monaten zurückgegangen waren, erfolgte bisher nur in der Warengruppe Wurst und Fleischwaren im Juni 2020 eine entsprechende Preisanpassung auf Verbraucherebene.
Obst mit der höchsten Teuerungsrate
Neben Schweinefleisch kostete unter anderem auch frisches Obst im August deutlich mehr als im Vorjahr. Mit einem Preisaufschlag von etwa 12 % lag hier die höchste Teuerungsrate im vergangenen Monat vor. Alle relevanten Segmente hatten sich gegenüber dem Vorjahr verteuert. Lediglich Zitrus- und Südfrüchte konnten günstiger eingekauft werden. Insbesondere Kern- (+16 %) und Steinobst (+30 %) kosteten deutlich mehr. In beiden Fällen waren die höheren Preise auf kleinere Ernten zurückzuführen. Bei Kernobst wurde allerdings hauptsächlich noch auf die Ernte 2019 zugegriffen. Vor allem bei Pfirsichen (+30 %), Aprikosen (+41 %) und Nektarinen (+55 %) waren die Preise kräftig gestiegen. Die beiden Hitzewochen Anfang August hatten die Nachfrage nach Wassermelonen noch mal angekurbelt. Diese kosteten knapp 7 % mehr als im Vorjahr und Zuckermelonen rund 15 %. In diesem Sommer standen ebenfalls geringere Mengen an Melonen zur Verfügung, da auch hier die Ernten aus dem Mittelmeerraum kleiner ausgefallen waren als im Vorjahr.
Gemüse war deutlich günstiger
Anders als bei Obst lagen die Preise in der Warengruppe Gemüse unter dem Vorjahresniveau. Den zweiten Monat in Folge kostete Gemüse weniger als im Vorjahr. Etwa 10 % sparten die Verbraucher bei ihrem Einkauf. Zwar hatten sich die Hitzeperiode zu Monatsbeginn und unwetterartige Niederschläge auf das hiesige Angebot ausgewirkt. Das niedrigere Preisniveau war jedoch vielmehr auf die Entwicklung im vergangenen Jahr zurückzuführen. Denn aufgrund der damals deutlich längeren Hitzeperiode hatte weniger Ware zur Verfügung gestanden als in diesem August. Sowohl Salate als auch Fruchtgemüse waren deshalb im vergangenen Monat günstiger. Beispielsweise lagen die Preise bei Eissalat (-27 %) und Salatgurken (-27 %) weit unter dem Vorjahresniveau. Doch auch Kohl-, Wurzel- und Zwiebelgemüse kosteten weniger.
Der Preisabstand bei Kartoffeln im Vergleich zum Vorjahr vergrößerte sich im August weiter. Diese kosteten 28 % weniger als im Sommer 2019. Oftmals geringerer Knollenansatz gepaart mit günstigen Witterungsbedingungen ließen viele mittelfrühe Speisekartoffeln zeitig heranreifen. Trockenheit und Hitze förderten anschließend die Abreife. Dadurch standen schon Anfang August viele Speisekartoffeln zur Verfügung, obwohl frühe Speisesorten noch nicht ganz geräumt waren. Zudem entwickelte sich noch kein Exportgeschäft, da der Osten und Südosten Europas mit der eigenen Ernte gut versorgt war.
Stabile Butterpreise
Die Molkereiabgabepreise für abgepackte Butter waren Anfang August nochmals leicht gestiegen. Auf Verbraucherebene sind die Preise dagegen, trotz neuer Kontrakte zwischen den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel, stabil geblieben. Somit kostete das 250 g Päckchen Deutsche Markenbutter, je nach Umsetzung der Mehrwertsteuersenkung, weiterhin 1,40 bzw. 1,41 EUR. Ein Jahr zuvor waren dagegen die Preise um 10 Ct/250 g zurückgegangen, so dass sich der Preisabstand gegenüber dem Vorjahr im August vergrößert hat. Ebenso lagen die Preise für Bio-Butter im Basissortiment des LEH unverändert bei 2,29 EUR/250 g. Die Teuerungsrate für Milch und Milchprodukte stieg damit auf knapp 4 % gegenüber dem Vorjahresniveau. Die Preise für Milch sowie für andere Produkte der weißen Linie waren aufgrund der noch laufenden Kontrakte ebenfalls stabil geblieben ebenso wie in der Warengruppe Käse.
Quelle:AMI

Preise für Milchprodukte zeigen sich stabil

Bonn - Auch wenn die Schulferien in mehreren Bundesländern bereits zu Ende gegangen sind, verlief der Handel mit Standardmilchprodukten Mitte August in sommerlich eher ruhigen Bahnen.
Die Absatzsituation wurde dabei von Analysten, zumindest im Inland, meist als gut beschrieben. Die amtlichen Notierungen für Butter sowie für Hart- und Schnittkäse änderten sich am vergangenen Mittwoch (19.8.) in Kempten und Hannover nicht.
Am Fettmarkt waren Marktbeobachtern zufolge Sahne und abgepackte Butter fortgesetzt sehr gut gefragt, während die Verkäufe von Blockbutter noch im Sommerloch verharrten. Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) erwartet, dass sich im September die Nachfrage mit dem Ende der Ferienzeit und dem höheren Bedarf der Lebensmittelindustrie für die lose Ware wieder belebt.
Die verschiedenen Käsesorten, insbesondere Schnittkäse, ließen sich laut Analysten gut im Markt platzieren, und auch der Absatz an den Großhandel und im Export hat nach dem Ende des Corona-Lockdowns merklich zugelegt. Nach Angaben der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) hat sich der Markt für Magermilchpulver zur Monatsmitte leicht belebt; es gebe wieder mehr Verkaufsgespräche. Etwas Unsicherheit herrsche angesichts der knappen Futtervorräte über die zukünftige Rohstoffverfügbarkeit.
Die billigsten Offerten für Magermilchpulver seien mittlerweile vom Markt verschwunden. Die lebensmitteltaugliche Ware tendierte der Süddeutschen Butter- und Käsebörse zufolge preislich etwas fester; der maximal erzielbare Preis lag mit 2,20 Euro/kg um 2 Cent über dem Vorwochenniveau.
Für Vollmilchpulver, wie auch Molkenpulver, gab es laut ZMB zuletzt nur eine verhaltene Nachfrage bei ausreichendem Angebot. Höhere Verkaufspreise blieben deshalb aus. Lediglich Süßmolkenpulver in Lebensmittelqualität ließ sich laut Kemptener Börse mit geringen Aufschlägen zwischen 1 Cent und 2 Cent in einer Spanne von 0,77 Euro/kg bis 0,86 Euro/kg verkaufen.

Internationale Preise geben nach

Etwas mehr Preisbewegung als in Deutschland gab es zuletzt am Weltmarkt für Milcherzeugnisse. Bei der Auktion auf der Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) am Dienstag vergangener Woche (18.8.) gab der gewichtete Index aller sechs verkauften Milchprodukte gegenüber der Versteigerung von Anfang August um 1,7 % nach; das war die dritte Handelsrunde mit Abschlägen in Folge. Lediglich Magermilchpulver konnte sich der negativen Preistendenz entziehen und erlöste im Mittel aller Kontrakte und Fälligkeiten mit 2 608 $/t (2 200 Euro) gegenüber der vorherigen Auktion 1,1 % mehr Geld.
Vor allem für die prompte Lieferung im September mussten die Käufer tief in die Tasche greifen: Der Preis stieg um 11,1 % auf 3 156 $/t (2 663 Euro), was deutlich über dem Niveau in der Europäischen Union liegt. Das umsatzstärkste GDT-Produkt Vollmilchpulver verzeichnete dagegen bei der jüngsten Auktion einen durchschnittlichen Preisabschlag von 2,2 % auf 2 936 $/t (2 477 Euro); damit wurde das vergleichbare Vorjahresniveau um gut 5 % verfehlt.
Auch Butter konnte seinen Verkaufswert nicht halten, der gegenüber der Auktion vor zwei Wochen um 2,0 % auf 3 370 $/t (2 843 Euro) sank. Damit wurde ein neues Jahrestief 2020 erreicht. Zudem brachte der Verkauf von wasserfreiem Milchfett den Anbietern 2,9 % geringere Erlöse ein; Laktose verbilligte sich um 3,3 %. Den stärksten Preisabschlag verzeichnete Cheddarkäse mit 3,6 % auf 3 442 $/t (2 904 Euro); auch bei diesem Produkt wurde damit ein neuer Jahrestiefwert erreicht.
Umrechnungskurs: 1$ = 0,8437 Euro
Quelle:proplanta

 

Die Stellschrauben und Zahnräder am Milchmarkt

26.08.2020 (AMI) – Ein weltweit steigendes Rohstoffaufkommen, eine erhöhte Verbrauchernachfrage im Inland sowie eine stetig wachsende Exportquote Deutschlands. Wie lassen sich die zahlreichen Daten und Fakten des Milchmarktes interpretieren und einordnen?
Im vergangenen Kalenderjahr stieg der Umsatz der Milchbranche in Deutschland zum dritten Mal in Folge und lag damit bei rund 28 Mrd. EUR. Auch der Anteil, der dabei im Ausland erwirtschaftet wurde, legte sukzessive zu und lag 2019 bei knapp 30 %.
Der Strukturwandel in der Agrarbranche macht auch vor der Milchindustrie nicht halt. Die Zahl der milchwirtschaftlichen Unternehmen sowie deren Beschäftige ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Anzahl der Milchviehbetriebe ging gleichzeitig zurück, wobei die Betriebe jedoch weiter gewachsen sind. Die Milchanlieferung an die Molkereien pendelte sich zuletzt bei rund 31,7 Mio. kg pro Jahr ein.
Knapp die Hälfte der Milch, die in den Molkereien ankommt, fließt in die Erzeugung von Käse. Darauf folgt die Produktion von Konsummilch und Milchfrischprodukte. Hier ist die Herstellung in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Produktion von Butter und Dauermilcherzeugnissen zeigte in den vergangenen Jahren eher rückläufige Tendenzen.
Quelle:AMI

Halbjahresbilanz: Deutsche Milchexporte besser als erwartet

Fast 650.000 t deutscher Käse sind im ersten Halbjahr dieses Jahres außerhalb der deutschen Grenze abgesetzt worden, erklärt der Milchindustrieverband. In den beiden Vorjahren waren es etwa 630.000 t. Dabei haben Drittländer für einen ordentlichen Schub gesorgt und fragten fast 10 % mehr nach als im Vorjahr. Das sind mittlerweile 112.400 t Käse, die die EU aus Deutschland heraus verlassen. In Nordafrika fragten insbesondere Algerien (2.000 t) und Libyen (2.800 t) deutschen Käse nach, während sich Südafrika (-49 %) bedeckt hielt. Auch Chile hat dieses Jahr bisher mit einer Menge von knapp 4.200 t rund 10 % weniger geordert. Als möglichen Grund nennt der MIV die diesjährigen inneren politischen Auseinandersetzungen.
Butter: Hohe Ausfuhrmengen
Der Butterabsatz erreichte im Betrachtungszeitraum sehr gute Ausfuhrmengen. Nach jetzigem Stand exportierte Deutschland rund 76.000 t Butter, was dem Ergebnis aus den beiden sehr guten Jahren 2015 (76.600 t) und 2016 (77.700 t) entspricht. Die EU-Nachbarn haben mit 67.500 t erheblich mehr (+18 %) als im Vorjahr bestellt. Saudi-Arabien hat in diesem Jahr offenbar besonderen Bedarf und erhöhte die Menge um rund 900 t, erklärt der MIV. Allerdings bewegt sich Saudi-Arabien mit derzeit 1.100 t auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, ist aber wichtigster Drittlandspartner. Südkorea erhöhte die Einfuhrmengen an deutscher Butter von 430 t auf 870 t, sowie das Vereinigte Königreich (+13 %/ 584 t). Im Gegensatz dazu Japan, hier gingen die Mengen von 1.100 auf knapp unter 500 t zurück.
Molkenpulver ebenfalls über Vorjahr
Auch Molkenpulver bleibt mit 166.000 t rund 10.000 t über dem Vorjahr. Wie der MIV berichtet, gingen zum einen erhebliche Mengen mehr in die Niederlande (16.000 t), zum anderen hat auch China wieder mehr Interesse gezeigt. Für Molkenkonzentrat, das eigentlich nur mit Nachbarländern in der EU gehandelt wird, weist die Statistik ein Plus von 20.000 t aus.
Geteiltes Bild in anderen Produktsegmenten
Währenddessen gingen die Ausfuhren von Milch und Rahm in Kleinpackungen in die EU-Nachbarstaaten um 30 % zurück, gleichzeitig wurde außerhalb der EU 15 % mehr abgesetzt. Bemerkenswert sind nach Angaben des MIV die um 22 % gestiegenen Ausfuhren von Trinkmilch nach China (157.800 t), obwohl es im Kontext der Corona-Pandemie zu logistischen Problemen kam. Das Handelsdefizit für diese Kategorie insgesamt beläuft sich in Summe auf 8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die rückläufige EU-Nachfrage bei Trinkmilch ist aber keinesfalls ein durch Corona bedingtes Ergebnis. Schon seit mehreren Jahren sind die Mengen, insbesondere nach Frankreich, den Niederlanden und Italien, stark rückläufig. Dieser Trend hat sich in diesem Jahr fortgesetzt. Wie der MIV vermutet, spielt dabei die Herkunftskennzeichnung eine Rolle, die von einigen Mitgliedstaaten patriotisch gehandhabt wird, während Deutschland weiterhin auf die EU-Herkunft setzt.
Auch die Ausfuhren von Tankmilch in die EU-Nachbarstaaten (-7,6 %) haben dieses Jahr deutlich abgenommen, u.a. nach Italien (-20 %). Stabil blieben die Tankmilchausfuhren in die Niederlande. Dänemark fragte 40 % mehr nach, blieb aber unter 40.000 t.
Kondensmilch: 5 % weniger Absatzmenge
Auch für deutsche Kondensmilch (ungezuckert) lief es nicht so gut: 5 % weniger Absatzmenge in der EU und 37 % weniger in Drittländern führten dazu, dass das Vorjahresergebnis insgesamt um rund 20.000 t (-13,7 %) verfehlt wurde. Das Volumen in Drittländern macht rund ein Fünftel der gesamten Menge aus. In der EU war es vor allem Portugal, das noch schlechtere Zahlen verhindert hat. Mit 32.000 t wurden dorthin 6.500 t mehr als im ersten Halbjahr 2019 geliefert. Der asiatische Raum blieb mit 11.000 t etwa 4 % hinter dem Vorjahr zurück, was aber ein deutlich besseres Ergebnis ist als noch in den Vormonaten dieses Jahres, so der MIV. Kumuliert in den ersten drei Monaten belief sich der Rückgang auf knapp 36 %.
Weniger Nachfrage nach Magermilchpulver
Magermilchpulver wurde bislang nicht in dem Maße nachgefragt wie im ersten Halbjahr 2019. Verglichen zum Vorjahr führte Deutschland bisher rund 30.000 t weniger aus. Mit rund 190.000 t ist das Halbjahresergebnis von 2015 (187.000 t) erreicht. In den vergangenen drei Jahren überschritten die ausgeführten Mengen immer die Linie von 200.000 t, nicht zuletzt durch hohe Produktionsmengen und den Abbau von Beständen aus der Intervention.
Rück- und Ausblick
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die deutschen Molkereien und ihre Handelspartner vor große Herausforderungen gestellt, erklärt der MIV. Der internationale Handel mit Milchprodukten ist trotz der massiven negativen ökonomischen Effekte weitgehend stabil geblieben. Jedoch mussten Milchverarbeiter Produkte durch den Wegfall der Foodservice-Kunden im In- und Ausland günstiger verkaufen als noch vor einem Jahr. Der Wettbewerb zwischen Molkereien ist und bleibt auch in der Coronakrise hart. Unter dem Strich konnten die Milchmengen aus Deutschland zwar dank des starken Absatzes in Drittländern insgesamt gut bewältigt werden, aber in der Kasse der Molkereien ist leider deutlich weniger geblieben, heißt es weiter. Das spiegeln auch die niedrigeren Auszahlungspreise der deutschen Molkereien wider.
Die Pandemie ist nicht beendet und wird auch weiter die globalen Warenströme beeinflussen. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, zunehmender Zahlungsrisiken im Exportgeschäft sowie bedingt durch die schwache Wäh rungsrelation zum Dollar und niedrigen Ölpreisen geht der MIV davon aus, dass die Situation für die Molkereiwirtschaft auf absehbare Zeit schwierig bleibt.
Quelle:topagrar

 

Rückgang der Milchanlieferung deutlich verstärkt

27.08.2020 (AMI) – Zur Monatsmitte ist das Rohstoffaufkommen im Zuge der hochsommerlichen Temperaturen stärker gesunken als in den vorangegangenen Wochen. Dadurch wurde das Vorjahresergebnis deutlich verfehlt. Dies wirkte sich auch zum Monatsende noch auf die Rohstoffmärkte aus.
Zur Monatsmitte hat sich der Rückgang der Milchanlieferung fortgesetzt. Durch die sehr hohen Temperaturen sind die Milchmengen im Vergleich zur Vorwoche jedoch stärker gesunken als noch im Juli und Anfang August. Damit wurde das Niveau des Vorjahres zuletzt unterschritten. Gleichzeitig fielen die Milchmengen auch wieder geringer aus als in der Vergleichswoche des Jahres 2018.
Auch für die 34. Kalenderwoche berichteten die Molkereien von hitzebedingt gedämpften Anlieferungsmengen. Im weiteren Verlauf soll beim Rohstoffaufkommen im Zuge der, im Vergleich zu den beiden Vorwochen, moderateren Temperaturen wieder eine Normalisierung eingesetzt haben.
Rohstoffe zu höheren Preisen gehandelt
In der zweiten Augusthälfte waren die Rohstoffmärkte in preislicher Hinsicht weiter von den, witterungsbedingten deutlich reduzierten Anlieferungsmengen in den beiden Vorwochen bestimmt. Zwar hat sich das Rohstoffaufkommen durch das Ende der hochsommerlichen Temperaturen zuletzt wieder normalisiert. Dennoch zeigten sich die Preise für Konzentrate, auch bedingt durch die verringerten Inhaltsstoffe in der Milch, anhaltend fester. Gleichzeitig wurde der Rohstoff für die Produktion von Frischprodukten weiter umfangreich nachgefragt. Dadurch legten die Preise für Magermilchkonzentrat und Industrierahm, auf dem bereits in den Vorwochen erhöhten Niveau, zuletzt weiter zu.
Quelle:AMI

AMI-Rohstoffindex: Wenig Bewegung im August

28.08.2020 (AMI) – Der deutsche Agrarrohstoffindex konnte im August das Preisniveau halten und legte leicht um 0,1 % im Vergleich zum Juli auf rund 124,7 Punkte zu. Die erwartete Stabilisierung an den Milchmärkten überwog die leichten Verluste an den Fleisch- und Getreidemärkten. Bei den Schlachtschweinen sind die Folgen der COVID-19 Pandemie weiterhin zu spüren.
Am Brotgetreidemarkt konzentrieren sich die Aktivitäten auf das Abwickeln von Vertragsware, denn die aktuellen Gebote bieten wenig Anreiz zum Verkauf. Mit Futtergetreide finden kaum nennenswerte Neugeschäfte statt. Weizen und Gerste sind vorerst eingelagert. Die Rapspreise stehen wegen des Angebotes von baltischer und ukrainischer Ware am hiesigen Kassamarkt unter Druck.
Die Erzeugerpreise für Kuhmilch haben sich zur Jahresmitte stabilisiert, nachdem zuvor in Folge der pandemiebedingten Verwerfungen an den Produktmärkten rückläufige Tendenzen das Bild bestimmt hatten. Seit Juli hat dies auch in der bundesweiten Betrachtung eine festere Preistendenz zur Folge. Auch für August zeichnet sich eine weitere Anhebung beim Milchgeld ab.
Die Schlachtungen von Schweinen sind aufgrund der COVID-19 Pandemie teilweise immer noch eingeschränkt. Doch die Angebotsüberhänge fallen nicht mehr so groß aus wie noch im Juli und bauen sich im Laufe des Augusts nach und nach ab. Schlachtrinder werden in eher begrenzten Mengen angeboten, dies ermöglichte im August teils festere Preise.
Quelle:AMI

Schlachtrinder: Preise für Kühe und Färsen behaupten sich

Brüssel - Die Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union haben sich zuletzt wieder uneinheitlich entwickelt.
Während die Notierungen von Kühen und Färsen erneut etwas zulegten, konnten sich die Preise für Bullen nur knapp halten. Für Jungbullen der Handelsklasse R3 wurden in der Woche zum 9. August nach Angaben der Europäischen Kommission im Mittel der meldenden EU-Staaten 352,50 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG) gezahlt; das entsprach gegenüber der Vorwoche einem Minus von 0,1 %.In den Mitgliedstaaten kam es verbreitet zu Aufschlägen, allerdings gab die Notierung in Italien um ganze 33,2 % nach. In Spanien fiel der Abschlag mit 0,7 % vergleichsweise gering aus, nochmals kleiner fiel das Minus mit 0,3 % in Frankreich aus. In Belgien stagnierten die Erlöse für R3-Bullen auf dem Niveau der Vorwoche. In den Niederlanden stiegen die Preise in der Berichtswoche um 0,6 %, in Österreich um 0,9 %.
Freundlicher zeigte sich der Markt in Deutschland, Polen und Dänemark, wo es zu Preisaufschlägen zwischen 1,3 % und 2,2 % kam. Die Notierung für Kühe der Handelsklasse O3 tendierte derweil freundlicher. Im EU-Mittel wurden den Kommissionsangaben zufolge 279,71 Euro/100 kg SG gezahlt; das waren 0,2 % mehr als in der Woche zuvor. In Italien, Deutschland und Österreich konnten sich die Landwirte hier über Aufschläge zwischen 1,5 % und 1,1 % freuen.
In Dänemark fiel das Plus mit 0,5 % spürbar geringer aus, während sich die Notierung in Frankreich und den Niederlanden seitwärts bewegte. In Belgien und Polen wurde für O3-Kühe 0,4 % weniger gezahlt, in Spanien sogar 1,7 % weniger.
Noch etwas freundlicher als die Preise für Altkühe tendierten die für Färsen. Tiere der Handelsklasse R3 erlösten im Schnitt der meldenden Mitgliedstaaten nach Angaben der Kommission 368,31 Euro/100 kg SG und damit 0,3 % mehr als in der Vorwoche. In Deutschland legten die betreffenden Preise um 1,7 % zu, in Polen um 1,1 %.
Zu Aufschlägen zwischen 0,8 % und 0,3 % kam es in Österreich, Frankreich und Spanien. In Belgien stagnierten die Preise auf dem Niveau der Vorwoche, während für R3-Färsen in Dänemark 5,7 % und in den Niederlanden 9,1 % weniger gezahlt wurde. Nochmals kräftiger gab die Notierung in Italien nach, wo sich der Abschlag auf 11,2 % belief.
Quelle:proplanta

Milchpreise: Börsenwert rutscht unter 30 Cent

Im Juni und im Juli haben etliche deutsche Molkereien die Milchpreise gesenkt. Für den August sieht es derzeit nach weiteren Korrekturen aus.
Das ist auf keinen Fall das, was sich die Milchbauern erhofft haben. Doch die jüngste Erholung am Milchmarkt gerät offenbar ins Stocken. Gründe sind eine Stagnation der Preise am Binnenmarkt und eine scharfe Korrektur bei den Exportpreisen.
Anfang August brachen die Notierungen an der internationalen Handelsplattform GDT um 5,1 Prozent ein. Kräftig nach unten ging es nicht nur bei den Preisen für das Börsenschwergewicht Vollmilchpulver, sondern auch für Magermilch, Käse und Butter. Für die Europäer kommt im Export noch ein Problem hinzu: Nämlich der sehr stark aufgewertete Euro. Dieser hat sich seit Mai um mehr als 10 Prozent auf zuletzt fast 1,19 USD verteuert und drückt damit mächtig auf die Exportpreise. Das bleibt sicherlich nicht ohne Folgen für die Preise Binnenmarkt.
Die aus den Produktpreisen errechneten Börsenwerte der Milch sind zuletzt wieder unter 30 Cent gefallen. Die übrigen wichtigen Preis-Indikatoren für Milch und Milchprodukte zeigen bestenfalls eine seitwärts gerichtete Tendenz.
Und es gibt noch ein Problem: Trotz Hitzewelle und Futtermangel war die angelieferte Milchmenge in Deutschland in der ersten Augustwoche etwa 2,3 Prozent größer als im vorigen Jahr. Dieses sehr große Rohstoffangebot wird wohl ebenfalls nicht ohne Folgen für die Milchpreise bleiben.

Börsenwert für Rohmilch rutscht unter 30 Cent - Spotmilchpreise stabil

Die Börsenmilchwerte zeigen – ähnlich wie die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch – die kurzfristig vom Markt erwarteten Milchpreise an. Auf diese Weise schlägt sich die aktuelle Marktlage unmittelbar im Börsenmilchwert nieder. Diesen „theoretischen Preis“ errechnet das Ife-Institut in Kiel aus den tagesaktuellen Terminmarktpreisen von Butter und Magermilchpulver.
Für den Monat August und für September ergibt sich jeweils ein Börsenmilchwert von 29,5 Cent. Das ist gegenüber den im Juli 2020 ermittelten Preisen ein Rückgang von 0,6 Cent. Bis zum Jahresende steigen die Börsenmilchwerte dann bis auf 30,1 Cent. Das sind sogar 2 Cent weniger als die Rohstoffwertung vor vier Wochen ergeben hat.
Der vom Ife-Institut in Kiel aus den realen Handelspreisen von Butter und Magermilchpulver errechnete Rohstoffwert der Milch hat sich im Juli nochmals erholt. Das ife-Institut errechnete einen Wert von 30,1 Cent je kg. Das ist ein Anstieg von 1,3 Cent je kg zum Juni-Wert, der bei 28,8 Cent lag. Grund für den höheren Rohstoffwert war, dass sich die Preise für Butter im Juli gestiegen sind. Die Preise für Magermilchpulver blieben unverändert. Trotz der Erholung ist das Preis-Niveau bei Butter und vor allem bei Magermilchpulver niedriger als vor der Corona-Krise.
Die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch sind ähnlich hoch wie vor vier Wochen. Anfang August kostete Spotmilch in Deutschland – je nach Region – zwischen 32 und 33,50 Cent. Aus den Niederlanden wurden ebenfalls stabile Spotmilchpreise von 32 Cent gemeldet.

Butterpreise: Terminmarkt erwartet keinen weiteren Anstieg

Am europäischen Terminmarkt (EEX) handelte man Butter am Mittwoch (12.08) für den August-Termin mit 3.400 Euro je Tonne. Das sind etwa die gleichen Butterreise wie vor vier Wochen. Für die Monate September und Oktober wurden jeweils 3.450 Euro je Tonne notiert.
Damit sind die Butterpreise für diese beiden Termine in den letzten vier Wochen um 50 Euro leicht zurückgegangen. Gleichzeitig notieren beide Termine geringfügig höher als der Augustkontrakt. Scheinbar rechnet der Markt mit einer weiteren leichten Erholung der Preise bei Butter.
Im europäischen Großhandel haben die Preise für Butter in der zweiten Augustwoche leicht zugelegt. Der durchschnittliche Butterpreis lag am 09. August bei 341 Euro je 100 kg Butter. Vier Wochen zuvor wurden 336 Euro gezahlt. Im deutschen Großhandel wurden am 09. August Butterpreise von 345 Euro notiert. Das waren 6 Euro mehr als vor vier Wochen und 4 Euro mehr als im Schnitt der EU.
In den Niederlanden wurden Butter mit 333 Euro je 100 kg gehandelt. Das waren 3 Euro mehr als vor vier Wochen und 12 Euro weniger als in Deutschland.

Magermilch: Preise haben nachgegeben

Die Preise für Magermilch-Pulver (MMP) haben am europäischen Terminmarkt in den letzten vier Wochen für alle Termine etwas nachgegeben. Am Mittwoch (12.08) lagen die Kurse für den August-Kontrakt bei 2.055 Euro je Tonne und damit 129 Euro niedriger als vor vier Wochen.
Für die Monate September und Oktober wurden 2.048 und 2.066 Euro je Tonne Magermilch notiert und damit ebenfalls 138 Euro weniger als vier Wochen zuvor. Gleichzeitig lagen die Kontraktpreise für MMP im August leicht über dem Niveau der aktuellen Kassapreise.
Im europäischen Großhandel lagen die Preise für Magermilchpulver (MMP) am 09. August bei 207 Euro je 100 kg. Das waren 5 Euro weniger als vor vier Wochen. Aus dem deutschen Großhandel wurden MMP-Preise von 209 Euro gemeldet. Das waren 10 Euro weniger als vor vier Wochen.
In den Niederlanden notierte man Magermilchpulver mit 205 Euro je 100 kg und damit 11 Euro billiger als vor vier Wochen und 2 Euro niedriger als in Deutschland.

Käsepreise behauptet, Vollmilchpulver kaum verändert

Die Preise für Käse (Edamer) haben sich im europäischen Großhandel im Juli und im August kaum verändert. Die Kommission meldete am 09. August für Edamer im europäischen Mittel Preise von 311 Euro je 100 kg. Das sind 2 Euro mehr als vor vier Wochen – jedoch etwa 25 Euro weniger für Edamer als vor der Corona-Krise.
Die europäischen Cheddar-Preise notierten zuletzt bei 296 Euro je 100 kg. Das sind wegen des Drucks von den internationalen Märkten 11 Euro weniger für Cheddar als vor vier Wochen.
Für Vollmilchpulver (VMP) haben sich die Preise im europäischen Großhandel zuletzt kaum verändert – obwohl es zuletzt am Weltmarkt (GDT) kräftig nach unten ging. Die Kommission meldete am 09. August für die EU durchschnittliche VMP-Preise von 277 Euro je 100 kg. Das sind beim Vollmilchpulver ähnliche Preise wie vor vier Wochen.
Quelle:agrarheute

Deutschland führt Speiseeis-Produktion in Europa an

Brüssel - Bei der Produktion von Speiseeis ist Deutschland EU-weit Spitzenreiter. 2019 wurde in der Bundesrepublik - wie schon in den Vorjahren - mehr Eis hergestellt als in allen anderen EU-Staaten.
Insgesamt seien es 635 Millionen Liter gewesen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag mit. Das entspricht mehr als einem Fünftel der gesamten EU-Produktion. Auf dem zweiten Platz landet die traditionsreiche Eis-Nation Italien mit 554 Millionen Liter.
In Deutschland ging die Eis-Produktion 2019 den Angaben zufolge deutlich nach oben. So wurden im Vorjahr noch 494 Millionen Liter hergestellt. EU-weit stieg die Produktion im Jahresvergleich um sechs Prozent auf gut drei Milliarden Liter. 222.000 Tonnen im Wert von 723 Millionen Euro wurden in Nicht-EU-Staaten exportiert. Importiert wurden im Gegenzug 82.000 Tonnen.
Quelle:proplanta

Verbraucher kaufen mehr Milchprodukte

12.08.2020 (AMI) – Milch, Käse, Butter und Frischprodukte: Nahezu alle Milcherzeugnisse sind im ersten Halbjahr 2020 verstärkt nachgefragt worden. Vor allem in den Monaten des Lockdowns stieg die private Nachfrage spürbar.

In den ersten sechs Monaten von 2020 haben die Verbraucher mehr Milch und Molkereiprodukte eingekauft als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Und das trotz zumeist gestiegener Preise. Vor allem im März und April, in den Monaten, in denen das öffentliche Leben aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus nahezu zum Erliegen kam, landeten Milchprodukte häufiger im Einkaufswagen. Besonders haltbare Produkte erfuhren einen deutlichen Schub.
Auf der Produktebene der Milcherzeugnisse war über alle Einkaufsstätten eine überwiegend gestiegene Nachfrage zu beobachten. Die Einkaufsmengen bei Butter sind im ersten Halbjahr 2020 um 11,8 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gestiegen. Ausschlaggebend hierfür dürfte zum einen die Bevorratung während des flächendeckenden Lockdowns in Deutschland sein. Zum anderen profitierten die Verbraucher auch von gesunkenen Preisen gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Im Schnitt zahlten die Verbraucher 10,8 % weniger.
Quelle:AMI

Mai bringt Umsatz- und Produktionsrückgang in der Ernährungsindustrie

Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im Mai 2020 einen Umsatz von 14,2 Mrd. €. Damit verzeichnete die Branche einen Umsatzrückgang von 8,4 % im Vorjahresvergleich, teilt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) mit.
Der Rückgang ist dabei insbesondere auf sinkende Absatzzahlen von 9,1 % zurückzuführen, die Erzeugerpreise im Inland hingegen legten um 1,4 % zu, während die Erzeugerpreise im Ausland mit -0,4 % leicht rückläufig waren. Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 4,5 Mrd. Euro exportiert, dies entspricht einem Rückgang von 11,2 % im Vorjahresvergleich. Der Absatzrückgang im Ausland lag bei 10,9 %.
Wie schon in den Monaten zuvor zeigten sich auch im Mai die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Produktion. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank deutlich um 13,3 % im Vorjahresvergleich.

Agrarrohstoffmärkte
Die Preisentwicklung an den globalen Agrarrohstoffmärkten folgt den Angebots- und Nachfrageschwankungen. Im Juni 2020 gab der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel im Vergleich zum Vormonat um 1,9 % nach und lag somit bei 86,8 Punkten. Im Vorjahresvergleich sank der Index um 3,4 %.

Ausblick: Geschäftsklima
Im Juli 2020 zeigten sich weiterhin leichte Erholungstendenzen in der Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern. Der Saldo des Geschäftsklimas stieg um 2,8 Punkte im Vormonatsvergleich und lag damit bei insgesamt 11,9 Punkten.
Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage musste im Vormonatsvergleich einen kleinen Dämpfer hinnehmen und sank auf insgesamt +6,8 Punkte. Die Geschäftserwartung der nächsten Monate zeigt einen klaren Aufwärtstrend. Mit einem Saldo von +17,2 Punkten konnte der Indikator im Vormonatsbergleich 6,1 und im Vorjahresvergleich 19,8 Punkte gutmachen.

Konsumklima und Verbraucherpreise
Für die Stimmungslage bei den Verbrauchern ist das GfK Konsumklima ein wichtiger Indikator. In der Julierhebung der GfK zeigten sich deutliche Erholungstendenzen in der Verbraucherstimmung. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung legten deutlich im Vormonatsvergleich zu.
er Konsumklimaindex lag im Juli 2020 bei -9,4 Punkten und verbesserte sich damit um 9,2 Punkte im Vormonatsvergleich.
Mit Blick auf die positive Entwicklung der drei Indikatoren rechnet die Gfk weiterhin mit einer Erholung der Verbraucherstimmung und prognostiziert für August einen Indexwert von -0,3 Punkten. Die Verbraucherpreisentwicklung fiel im Juni moderat aus. Die Lebensmittelpreise stagnierten auf dem Niveau des Vormonats, die allgemeinen Verbraucherpreise legten um 0,6 % im Vormonatsvergleich zu. Im Vorjahresvergleich fiel die Preisentwicklung mit +4,1 % bzw. +0,9 % etwas deutlicher aus.
Quelle:topagrar

Markt für Blockbutter weiter impulslos

13.08.2020 (AMI) – Mitte August zeigte sich der Markt für Blockbutter weiter vergleichsweise ruhig. Am Binnenmarkt kamen neue Abschlüsse nur in geringem Umfang bei einem uneinheitlichen Preisgefüge zustande.
Der Markt für Blockbutter war auf dem Weg zur Monatsmitte weiterhin von einem ruhigen Verlauf gekennzeichnet. Üblicherweise agieren die Einkäufer der Industrie in der Ferienzeit sehr verhalten und sondieren zumeist erst nach der Urlaubsphase wieder den Markt. Das Angebot war hingegen anhaltend ausreichend und hat zuletzt, durch vermehrte Verarbeitung der Milch zu Butter und Magermilchpulver, nach Berichten von Marktteilnehmern leicht zugenommen. Dennoch bestand in den Werken kein Verkaufsdruck. Neue Abschlüsse kamen zuletzt nach wie vor in überschaubarem Umfang zustande. Dabei wurde von Käufern am Binnenmarkt zumeist Ware für den kurzfristigen Bedarf gekauft, dem Vernehmen nach vermehrt aus Bestandsware. Für spätere Termine herrschte auf Grund der Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Preisentwicklungen eine abwartende Haltung vor.
Das Preisgefüge im Neugeschäft stellte sich zuletzt etwas uneinheitlicher dar. Während für frische Ware feste Preise gefordert und umgesetzt wurden, wurde Bestandsware günstiger angeboten. Durch den erfolgten Rückgang der internationalen Butterpreise verlor EU-Ware am Weltmarkt weiter an Wettbewerbsfähigkeit. Der Wechselkurs zum Dollar schränkte die Exportmöglichkeiten zuletzt zusätzlich ein.
Quelle:AMI

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