Menü

Marktentwicklung

Höhere Preisforderungen für Schnittkäse

21.11.2019 (AMI) – Am Käsemarkt verläuft die Nachfrage im Vorweihnachtsgeschäft rege. Die Bestände sind gleichzeitig niedrig und die Ware wird jung ausgeliefert. Im Zuge dessen kommen neue Abschlüsse im kurzfristigen Geschäft derzeit auf festerem Preisniveau zustande.
Am Markt für Schnittkäse bestimmten zu Beginn der zweiten Novemberhälfte weiter die rege Nachfrage und die begrenzte Warenverfügbarkeit das Bild. Im Inland wurden im Vorfeld des Weihnachtsgeschäftes in allen wichtigen Absatzkanälen umfangreiche Mengen geordert. Auch der Export nahm stetig Ware auf. Insgesamt wurde die Nachfrage aus den anderen EU-Staaten normal bis gut eingeschätzt und auch das Drittlandsgeschäft verlief in saisonal üblichem Rahmen.
Den umfangreichen Warenausgängen stand in der anlieferungsschwachen Jahreszeit ein nach wie vor begrenztes Angebot gegenüber. Wenn auch die Werke für das anstehende Weihnachtsgeschäft vorproduziert haben, lagen die Bestände in den Reifelagern fortgesetzt auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und die Ware wurde vergleichsweise jung verladen. Das Bestandskundengeschäft konnte damit knapp bewerkstelligt werden, für zusätzliche kurzfristige Bestellungen, die durch die steigenden Preisforderungen zunahmen, war bei den Herstellern zumeist keine Ware vorhanden. Geschäfte zur Deckung von kurzfristigem Bedarf kamen zumeist auf erhöhter Preisbasis zustande.
Quelle: AMI

IG-Milchbarometer steigt auf 35,6 Cent/kg

Magermilchpulver ist Ende Oktober um 2,6 % im Preis gestiegen und kompensierte damit den sinkenden Butterpreis (-0,8 %). Für die kommenden Monate bis zum März 2020 zeigt das Barometer ähnliche Markterwartungen wie Ende des Vormonats September. Das geht aus dem IG-Milchbarometer als Frühindikator der möglichen künftigen Entwicklung des Milchmarktes hervor. Voraussichtlich wird die leicht Schwäche bei Butter durch die Magermilchpulverpreise überkompensiert. Ab April 2020 liegen günstigere Markterwartungen für Butter und Magermilchpulver vor als noch vor einem Monat. Offensichtlich gehen die Marktteilnehmer an der Warenterminbörse davon aus, dass die derzeit günstigen Rahmenbedingungen auf den in-ternationalen Milchmärkten auch ab dem 2. Quartal 2020 zu günstigeren Börsenmilchwerten von über 36 Cent/kg führen.
Wichtig ist zu berücksichtigen, dass es sich dabei um eine Momentaufnahme der Preiserwartungen handelt und die Milcher-zeugerpreise oftmals deutlich unterhalb der Börsenmilchwerte liegen, insbesondere in steigenden Marktphasen.
Das ife Institut in Kiel berechnet das IG-Milchbarometer im Auftrag der Interessengemeinschaft genossenschaftliche Milcherzeugung (IG Milch) und des Deutschen Raiffeisenverbandes. Die Preise sind definiert für Rohmilch ab Hof mit 3,4 % Eiweiß und 4 % Fett ohne Mehrwertsteuer. Die Werte berechnet das Institut aufgrund der Preise für Butter und Magermilchpulver an der EEX Börse in Leipzig. Es ist keine Prognose für zukünftige Milchauszahlungspreise, sondern eine Markteinschätzung für Magermilchpulver und Butter und dient der Orientierung bei der Mengenplanung der Landwirte.
Quelle: topagrar

Jahresmilchleistung in Dänemark erstmals über 11.000 kg

Kopenhagen - Die Milchleistung der dänischen Milchkühe hat im vergangenen Wirtschaftsjahr im Durchschnitt erstmals die Marke von 11.000 Kilogramm  überschritten.Gemäß den Ergebnissen der Milchleistungsprüfung (RYK), an der rund 90 % aller Milchviehbetriebe teilnehmen, lieferte jede Kuh im Kontrolljahr 2018/19 durchschnittlich 11.032 Kilogramm fett- und eiweißkorrigierte Milch (ECM). Nach Angaben des Kontrollverbandes ist die Leistungssteigerung vor allem auf höhere Gehalte an Fett und Protein zurückzuführen.
Beim Vergleich zwischen den in Dänemark üblichen Rinderrassen hatten auch im vergangenen Jahr schwarzbunte Holsteinkühe mit einer Durchschnittsleistung von 11.332 kg (ECM) die Nase vorn. Dänische Rotbunte (RDM) lagen laut RYK bei 10.454 kg, während Jerseykühe auf 9.905 kg Milch kamen. Wie aus der dänischen Leistungskontrolle weiter hervorgeht, nahmen im vergangenen Milchwirtschaftsjahr noch 2.373 Unternehmen an der Erhebung teil; das waren 122 Betriebe weniger als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum stieg die durchschnittliche Herdengröße um acht Tiere auf 216 Kühe pro Betrieb.
Quelle: proplanta

 

Eingeschränkte Liquidität durch rückläufige Milchpreise

14.11.2019 (AMI) – Die wirtschaftliche Situation der deutschen Milcherzeuger hat sich 2019 erneut eingetrübt. Im Betriebszweig Milchproduktion ist die Marge aus Erlösen und variablen Kosten, im Wesentlichen durch die Abschwächung bei den Erzeugerpreisen, wieder zurückgegangen. Kurzfristig ist keine grundlegende Verbesserung der Lage erkennbar.
Im bisherigen Verlauf von 2019 hat sich die wirtschaftliche Lage in den deutschen Milchviehbetrieben wieder verschlechtert, nachdem sich die Situation im zweiten Halbjahr des Vorjahres kurzfristig erholt hatte. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen die Rückgänge der Erzeugerpreise, die rund 90 % der Einnahmen im Produktionszweig Milcherzeugung generieren. Zudem brachen die Erlöse für Nutzkälber ein. Dadurch stellte sich die Erlössituation in den Betrieben in den ersten zehn Monaten des aktuellen Jahres deutlich schwächer dar als Ende 2018, und auch das Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraumes wurde nicht erreicht.
Die variablen Kosten der Milcherzeugung haben sich gleichzeitig, in der Summe betrachtet, weitgehend stabil gezeigt. Teils hoben sich dabei jedoch gegenläufige Entwicklungen der einzelnen Kostenkomponenten auf. Unabhängig davon bewegten sich die Direktkosten weiterhin auf dem seit Herbst 2018 erhöhten Niveau.
Quelle: AMI

Milchanlieferung nah am Jahrestief

14.11.2019 (AMI) – Ende Oktober hat das Rohstoffaufkommen in Deutschland saisonal weiter abgenommen. Das Vorjahresniveau wurde dabei leicht übertroffen. Rohstoffseitig waren die Märkte im Verlauf der ersten Novemberhälfte weiter von festeren Preistendenzen gekennzeichnet.

Das Rohstoffaufkommen in Deutschland hat Ende Oktober erneut abgenommen, nachdem der Rückgang zuvor kurzfristig zum Stillstand gekommen war. Der Vorsprung zum Vorjahr vergrößerte sich im Zuge dessen wieder leicht auf 0,4 %. Ob der saisonale Tiefpunkt damit bereits erreicht ist, werden die kommenden Wochen zeigen. Zumindest regional berichteten die Molkereien in der laufenden Woche noch von Rückgängen beim Milchaufkommen.
Rohstoffseitig waren die Märkte im Verlauf der ersten Novemberhälfte weiter von festeren Preistendenzen gekennzeichnet. Nahezu alle Komponenten der Milch wurden in der Berichtswoche höher bewertet, die Aufschläge fielen dabei jedoch unterschiedlich stark aus. Industrierahm war vor dem Hintergrund der rückläufigen Anlieferungsmengen nur begrenzt verfügbar. Die Nachfrage fiel aber insgesamt eher verhalten aus. Die aktuellen Forderungen für den Rohstoff ließen sich mit den Preisen für Blockbutter nicht abbilden, insofern beschränkte sich der Zukaufbedarf auf die Mengen, die zur Herstellung von Formware benötigt wurden. Für das knappe Angebot reichte der Bedarf an Fett für die Weihnachtsbutter jedoch aus, um die Rahmpreise auf erhöhtem Niveau zu halten.
Bei Magermilchkonzentrat beflügelte, neben dem knappen Angebot, zusätzlich die umfangreiche Nachfrage die Preisbewegung nach oben. Ware war nach wie vor gut gesucht. Bei einigen Pulverproduzenten waren die Milchmengen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dadurch mussten sie Rohstoff zukaufen, um bereits geschlossene Kontrakte bedienen zu können. Bei begrenzter Verfügbarkeit zogen die Forderungen der Anbieter dadurch zuletzt weiter an.
Quelle: AMI

Buttermarkt bei Werbeaktionen umfangreich vertreten

13.11.2019 (AMI) – Milchprodukte sind bei den Verbrauchern in Deutschland sehr beliebt. Die starken Schwankungen der Ladenpreise wirken sich jedoch spürbar auf das Konsumverhalten aus, vor allem bei Butter. Dies verursacht teils signifikante Verschiebungen zwischen den Produktgruppen in diesem Segment. Vor diesem Hintergrund sind Butter und Buttererzeugnisse ein fester Bestandteil der Werbeaktionen des Handels.
Light ist out, Genuss wieder auf dem Vormarsch. Das bestimmt seit Längerem die Kaufentscheidungen der Verbraucher. Milchfett profitiert dabei als klassischer Geschmacksträger. So stehen bei Konsummilch, Joghurt und Quark vermehrt Varianten mit höheren Fettgehalten in der Verbrauchergunst. Gleichzeitig erfreuen sich Streichmischfette, also mit Rapsöl versetzte Butter, einer steigenden Beliebtheit. Diese Entwicklungen machen den Markt für die Hersteller interessant. Vor diesem Hintergrund werden Milchprodukte auch vom Handel intensiv beworben - in Werbespots im Fernsehen wie auch in den wöchentlichen Hauswurfsendungen.

Butter zeigt im Milchsortiment die stärksten Preisschwankungen
Regionalität, Nachhaltigkeit oder Tierwohl sind Aspekte, die durchaus auf die Kaufentscheidung der Verbraucher Einfluss nehmen. Allen voran ist aber doch zumeist der Preis, der den Ausschlag gibt. Dieser schwankt bei Butter, auf Grund kürzerer Kontraktlaufzeiten, im Preiseinstiegssegment im Vergleich mit den anderen Milchprodukten am stärksten. Das ist Grund genug für den Handel, dieses
Sortiment in Aktionen verstärkt zu bewerben, um bestimmte Produkte in den Vordergrund zu stellen und so den Absatz zu forcieren.
In den ersten beiden Novemberwochen war Butter insgesamt 34-mal in den Angebotsaktionen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) vertreten. Damit war die Zahl der Werbeanstöße im Beobachtungszeitraum um rund 50 % höher als in den Vorjahren. Bereits im Oktober lag die Werbeintensität um rund 40 % über dem Niveau von 2018. Das zeigt die Analyse auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH. Hieraus geht ebenfalls hervor, dass die Verbraucher in Aktionen teilweise für den gleichen oder sogar günstigeren Preis wie im Einstiegssegment auch ein in- oder ausländisches Markenprodukt erstehen konnten.
Quelle: AMI

Mopro und Kartoffeln verhindern Lebensmittelteuerung insgesamt

12.11.2019 (AMI) – Die Teuerungsrate für frische Lebensmittel insgesamt fiel erneut moderat aus. Die Verbraucher mussten allerdings im Oktober 2019 deutlich mehr für Schweinfleisch und Wurstwaren zahlen als vor einem Jahr. Dabei wirkten die günstigeren Preise für Kartoffeln, Gemüse, Mopro und Eier dem entgegen. Im Vergleich zum September 2019 hatten sich die Preise günstiger gestaltet während im Vergleich zum Vorjahr, frische Lebensmittel, dem AMI-Frischeindex zufolge, sich um 0,6 % verteuert hatten.

Butter und Käse Preisrunden wurden auf Verbraucherebene weitergegeben
Für Oktober wurden Preiserhöhung für Butter und Käseartikel festgelegt. Seitdem kostet das 250-Gramm-Päckchen Deutsche Markenbutter 1,39 EUR und ist damit 10 Ct teurer als im September 2019. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres haben sich die Butterpreise genau in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Damals erfolgte von September auf Oktober ein Preisnachlass, allerdings kostete das 250-Gramm-Päckchen Deutsche Markenbutter trotz dessen 1,79 EUR. Die Preise für Streichmischfette haben sich synchron erhöht und kosten auf Handelsmarkenniveau ebenfalls 1,39 EUR/250 g.
Die Preise für einige Käseartikel im Basissortiment des LEH sind ebenfalls gestiegen. In der 41. KW konnten für geschnittenen jungen Gouda Preiserhöhungen von rund 40 Ct/kg erfasst werden. So kostet Gouda in Scheiben aktuell 5,56 EUR/kg. Gouda Stückware hat sich von 4,42 EUR auf 5,09 EUR/kg verteuert. Für Mozzarella wurden ebenfalls höhere Preise auf Verbraucherebene gemeldet. Die Preise für Emmentaler Stückware bleiben allerdings stabil bei 6,48 EUR/kg. Trotz der Preiserhöhungen war Käse immer noch günstiger als im Vorjahr.
Die Preise für Milch und andere Produkte der weißen Linie blieben im Oktober unverändert. Zum November wurden neue Preise verhandelt und auf Verbrauchereben umgesetzt. Im Basissortiment des LEH kostet seit Anfang November konventionell erzeugte Milch dadurch 2 Ct mehr als den Monat zuvor, unabhängig vom Fettgehalt. Die Preise sowohl für haltbare als auch frische Vollmilch steigen von 0,71 Ct auf 0,73 Ct je Liter. Fettreduzierte Milch wird im Basissortiment für 0,65 EUR/l statt 0,63 EUR/l angeboten. Die Preise für ökologisch erzeugte Milch haben sich um 4 Ct im Vergleich zum Oktober erhöht. Weiter Milchprodukte der weißen Linien sind bisher von der neuen Preisrunde nicht betroffen.

Obstpreise erstmals über Vorjahresniveau
Für frisches Obst zahlten die Verbraucher erstmals in diesem Jahr mehr (+1,5 %) als im Vorjahr. Grund dafür waren die höheren Preise für Äpfel – diese verteuerten sich um knapp 13 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im vergangenen Jahr waren die Preise für Äpfel auf einem niedrigen Niveau aufgrund einer hohen Apfelernte. Die kühleren Temperaturen Ende Oktober regten wieder den Zitrusverzehr an, doch diese kosteten gute 10 % mehr als im Vergleich zu Oktober 2018. Damals hatten Spanien und Marokko noch Rekordernten verbucht. In diesem Jahr ist die Ernteschätzung eine ganz andere. Nach Regenfällen Anfang September in Spanien wird mit hohen Ernteverlusten gerechnet. Auch in Marokko und Israel wird die Ernte in der aktuellen Saison schwächer ausfallen als im Vorjahr.

 

Gemüse und Kartoffeln kosteten wieder weniger
Für Gemüse zahlten die Verbraucher weniger und konnten knappe 7 % sparen. Salate, Fruchtgemüse, Kohlgemüse und auch Wurzel- und Zwiebelgemüse mussten im Oktober einen Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbuchen. So kosteten Salatgurken, hauptsächlich aus Spanien, fast 16 % weniger als im Vorjahr. Weißkohl war reichlich vorhanden und wies einen Preisrückgang von 25 % auf. Porree – oder besser gesagt Sommerporree – kostete sogar knappe 29 % weniger als im Vorjahreszeitraum.

Schweinefleisch weiterhin teurer
Frisches Fleisch kostete 6,2 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Grund dafür waren vor allem die höheren Preise für frisches Schweinefleisch mit einem Aufschlag von 8,8 %. Ausschlaggebend waren unter anderem die Preise für durchwachsenem Speck und Schweinebraten innerhalb der Schweinefleischartikel. Aber auch andere Standardartikel, die seit der Preiserhöhung im Sommer mehr kosten, treiben die Teuerung von Schweinefleisch.

Neue Preisrunde bei Zucker
Zum Monatswechsel von September auf Oktober wurden neue Jahreskontrakte für Zucker geschlossen. Zucker kostet seitdem 75 Ct/kg statt 0,59 Ct/kg auf Handelsmarkenniveau. Der Oktober 2018 hatte damals eine Preissenkung der Handelsmarken von 0,65 Ct/kg auf 59 Ct/kg gebracht.
Quelle: AMI

Rückgang der Erzeugerpreise zum Stillstand gekommen

05.11.2019 (AMI) – Im September haben sich die Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Milch in Deutschland uneinheitlich entwickelt. In Schleswig-Holstein hoben viele Meiereien ihre Auszahlungsleistungen bereits an. Gleichzeitig wurden vor allem von Molkereien im Osten die Preise weiter zurückgenommen.

Am deutschen Milchmarkt hat die saisonale Erholung im laufenden Jahr lange auf sich warten lassen. Erst seit September sind produktübergreifend stabile bis steigende Preistendenzen zu verzeichnen. Diese haben sich als stabiler erwiesen, als dies im Vorfeld vor dem Hintergrund der umfangreichen Milchanlieferung innerhalb der EU zu erwarten war. Treibende Kraft war dabei vor allem Magermilchpulver. Bei Käse gab es für die Anbieter hingegen bislang nur begrenzten Spielraum für Preisanhebungen. Erfahrungsgemäß reagieren die Milcherzeugerpreise mit einer zeitlichen Verzögerung, sodass hier in der bundesweiten Betrachtung im Herbst zunächst stabile Tendenzen vorherrschen dürften. Richtungsweisend könnten dabei die Anhebungen auf Erzeugerebene in Schleswig-Holstein sein, wo die Preise in der Regel die kürzesten Reaktionszeiten haben.

Das bundesweite Mittel für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß lag im September bei gut 32,6 Ct/kg. Das ergibt sich auf Grundlage erster Schätzungen der AMI. Damit hat sich der Rückgang der Preise, der im Dezember 2018 eingesetzt hatte, nicht weiter fortgesetzt. In der Summe war das Bundesmittel im Übergang von August auf September sehr stabil. Dies war jedoch nicht in allen Teilen der Republik der Fall, wie die Entwicklung im Durchschnitt impliziert. Das minimale Plus ergab sich viel mehr aus regional teils noch sinkenden und teils bereits steigenden Tendenzen.    

Quelle: AMI

Abwartende Haltung bei Blockbutter

07.11.2019 (AMI) – Der Handel mit Blockbutter stellte sich Anfang November anhaltend ruhig dar und die Marktteilnehmer agierten überwiegend abwartend. Nach der leichten Erholung der Preise im September, wurde die Notierung erneut leicht nach unten korrigiert. Die Preise am Weltmarkt stabilisierten sich hingegen.

Der Handel mit Blockbutter verlief auch Anfang November anhaltend ruhig und die abwartende Haltung setzte sich fort. Gespräche wurden zwar umfangreich geführt, die preislichen Vorstellungen von Käufern und Verkäufern passten hier jedoch zumeist nicht überein, sodass nur hier und da Abschlüsse am Binnenmarkt zustande kamen. Insgesamt blieb das Neugeschäft unter dem Niveau der vorangegangenen Wochen zurück. Für spätere Liefertermine im ersten und zweiten Quartal des kommenden Jahres wurde hingegen von etwas mehr Kaufinteresse berichtet.

In preislicher Hinsicht war der Markt zweigeteilt. Gefrorene Bestandsware wurde nach wie vor zu günstigeren Konditionen angeboten als Blockware aus frischer Produktion. Das strahlte teils auch auf das Neugeschäft mit frischer Ware aus und die Preise im Inland gerieten unter Druck.

Am Weltmarkt konnten sich die Preise nach den zuvor erfolgten Korrekturen zuletzt behaupten. Damit blieb die Ware der heimischen Hersteller knapp wettbewerbsfähig. Das Exportgeschäft mit Drittländern stellte sich in der Berichtswoche nochmals etwas lebhafter dar als Ende Oktober.

Quelle: AMI

Preis-Zuwächse bei allen Agrarrohstoffen außer bei Milch

Erstmals nach fünf Monaten drehte im Oktober 2019 der FAO-Lebensmittelpreisindex wieder ins Plus, nachdem deutliche Preiszuwächse bei Zucker, Getreide und in geringerem Maße bei Fleisch und Pflanzenölen ein leichtes Minus bei Milch und Molkereiprodukten mehr als wettmachten, berichtet aiz.info unter Berufung auf die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Im Detail legte der FAO-Lebensmittelpreisindex um 1,7 % oder 3 Punkte auf durchschnittlich 172,7 Punkte gegenüber September zu und lag damit 6 % über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Der FAO-Getreidepreisindex lag im Oktober mit durchschnittlich 164 Punkten um 4,2 % oder fast 7 Punkten über dem Stand von September, aber immer noch 1 % unter dem Niveau von Oktober 2018.

Die internationalen Weizenpreise zogen im Oktober besonders stark an, was die FAO vor allem auf robuste Handelsaktivitäten und schlechtere Ernteaussichten in Argentinien und Australien zurückführt. Auch für Mais zeigten die Notierungen, ausgehend von einem sehr niedrigen Stand im September, nach oben. Zu der Entwicklung haben nicht nur schwächere Erträge in den USA sowie Sorgen über die Anbaubedingungen in Argentinien, sondern auch rege Exportverkäufe beigetragen.

Der FAO-Pflanzenölpreisindex stieg im Oktober um 0,5 % oder 0,7 Punkte auf durchschnittlich 136,4 Punkte im Vergleich zum Vormonat und damit auf dem höchsten Stand seit September 2018. Den leichten Anstieg begründet die FAO in erster Linie mit höheren Palmölpreisen, die niedrigere Werte für Sonnenblumen- und Rapsöl mehr als ausglichen. Die internationalen Palmölpreise stiegen den dritten Monat in Folge, befeuert durch eine weltweit anziehende Importnachfrage, verringerte Produktionsprognosen in den führenden Erzeugerländern sowie den Nachrichten über höhere Biodieselmandate in Indonesien im nächsten Jahr.

Im Gegensatz dazu sanken die globalen Preise für Sonnenblumenöl nach regen Verkäufen durch die Landwirte, die auf Nachrichten über eine Rekordernte in der Schwarzmeerregion reagierten. Eine größere Verarbeitungsrate in der EU als erwartet belastete wiederum die internationalen Rapsölpreise, so die FAO.

Deutlicher Preisrückgang bei Käse

Der FAO-Milchpreisindex zeigte im Oktober mit durchschnittlich 192 Punkten - das sind um 0,7 % oder 1,4 Punkte weniger gegenüber September - den zweiten Monat in Folge nach unten, lag aber immer noch 5,6 % über dem Stand des entsprechenden Vorjahresmonats. Der Rückgang im Oktober war das Ergebnis deutlich niedrigerer Notierungen für Käse, die den Anstieg bei Mager- und Vollmilchpulver mehr als wettmachten.
Große Mengen neuseeländischer Exportware waren laut FAO der Hauptgrund für den jüngsten Preisrückgang für Käse. Dagegen stützte eine starke Importnachfrage, insbesondere aus Asien, die Preise für Mager- und Vollmilchpulver. Eine Stabilisierung konnte nach vier Monaten kontinuierlichen Rückgangs für die Butterpreise durch zunehmende Importe beobachtet werden. Der FAO-Fleischpreisindex im Oktober mit durchschnittlich 182,7 Punkten und einem Plus von 0,9% oder 1,7 Punkten gegenüber September markiert den neunten monatlichen Anstieg in Folge.

Die internationalen Notierungen für Rind- und Schaffleisch stiegen durch eine lebhafte Importnachfrage, insbesondere aus China, weiter an. Auch die Notierungen für Schweinefleisch erhöhten sich moderat - aufgrund der anhaltenden Importnachfrage aus Asien - und trotz saisonal steigender Lieferungen aus Europa und höherer Exportverfügbarkeiten in Brasilien. Die Preise für Geflügelfleisch kamen aufgrund ausreichender Exportware in den wichtigsten Produktionsländern unter Druck, so die FAO.

Kräftige Erholung bei den weltweiten Zuckerpreisen

Der FAO-Zuckerpreisindex lag im Oktober mit 178,3 Punkten um 5,8 % oder 9,8 Punkte über dem Durchschnitt des Monats September. Die kräftige Erholung der internationalen Zuckerpreise im Oktober wurde hauptsächlich durch verringerte Angebotsaussichten in der Saison 2019/20 gestützt. Jüngste Anzeichen deuten auf eine erheblich geringere Erzeugung in Indien - dem weltweit größten Produzenten - hin, was vor allem mit einer um 10 % kleineren Zuckerrohranbaufläche im Vergleich zur vorherigen Saison begründet wird. Ähnlich ist die Situation in Thailand, dem zweitgrößten Zuckerexporteur der Welt, wo die Zuckererzeugung um 7% aufgrund der anhaltenden Trockenheit gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Dennoch bleiben die Zuckerpreise volatil, beeinflusst durch Schwankungen der Rohölpreise, durch ungünstige Wetterbedingungen in Indien sowie durch Wechselkursänderungen des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar, dämpft die FAO die Erwartungen.

Quelle: topagrar

Service