Menü

Marktentwicklung

Presseschau

Bio-Milchpreise im April leicht rückläufig

03.06.2026 (AMI) – Die Bio-Milchpreise gaben im April leicht nach. Neben hohen Bio-Anlieferungsmengen drückte die anziehende Inflation teils auf die Konsumlaune. Der Preisabstand zu konventioneller Milch bleibt hoch. 
Bei Bio-Milch setzten sich im April 2026 die rückläufigen Preistendenzen, die seit November das Bild bestimmen, fort. Allerdings hat sich der Rückgang leicht abgeschwächt. Die Bio-Milchbetriebe erhielten im April im bundesweiten Schnitt knapp 64,7 Ct/kg für ihren Rohstoff mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, so erste Schätzungen der AMI. Gegenüber März entsprach das einem Minus von 0,3 Ct/kg.
Preisabstand bleibt hoch
Nachdem der Abstand zwischen den Erzeugerpreisen für Bio und konventionelle Milch bis Februar auf ein Allzeithoch von 27,5 Ct/kg gestiegen war, hat er sich zuletzt schrittweise verringert. Hintergrund ist die gegenläufige Preisentwicklung in beiden Produktionsrichtungen. Im April reduzierte sich der Vorsprung der BioMilch gegenüber konventioneller Milch leicht auf 26,3 Ct/kg. Damit blieb der Preisabstand im langfristigen Vergleich weiterhin deutlich überdurchschnittlich. Zum Vergleich: Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre lag er bei 13,4 Ct/kg.
Quelle: AMI

Preisabstand zwischen Form- und Blockware schrumpft

03.06.2026 (AMI) – Anfang Juni war Formbutter bei stabilen Preisen weiterhin gefragt. Auch bei Blockbutter hat sich die leicht belebte Situation fortgesetzt. Durch den weiteren Anstieg der Blockbutter-Notierung näherten sich die Preise für beide Handelsformen weiter an. 
Der Blockbuttermarkt zeigte sich in der aktuellen Berichtswoche uneinheitlich. Für kurzfristige Lieferungen gingen hier und da Anfragen bei den Herstellern ein. Sofern diese bedient werden konnten, wurden dafür festere Preise aufgerufen. Zudem wurde über Lieferungen für das zweite Halbjahr gesprochen. Aufgrund teils deutlich auseinanderliegender Preisvorstellungen der Marktteilnehmer kam es jedoch nicht in allen Fällen zu Abschlüssen. Darüber hinaus verfügen einige Käufer bereits über ausreichende Frostbestände, sodass das Kaufinteresse dieser begrenzt blieb.
Die Preise für Blockbutter zogen Anfang Juni nochmals an und folgten damit der Entwicklung am Markt für Industrierahm. An der Butter- und Käse-Börse in Kempten wurde am 03.06.26 für Blockware eine Preisspanne von 3,95 bis 4,15 EUR/kg festgestellt. Das waren am unteren Ende 10 Ct und am oberen Ende 20 Ct mehr als in der Vorwoche. Gleichzeitig haben sich die Preise für Blockware damit denen für Formware weiter angenähert.
Quelle: AMI

Milchanlieferung: Schere zum Vorjahr geht erneut auf

28.05.2026 (AMI) – Das bundesweite Milchaufkommen setzte Mitte Mai seinen leichten Anstieg fort.
Mitte Mai entwickelte sich die Milchanlieferung in Deutschland fortgesetzt leicht steigend. Gegenüber der Vorwoche berechnete die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) für die 20. Kalenderwoche einen Anstieg der Anlieferungsmengen um 0,3 %. Durch die sinkenden Milchmengen zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr, vergrößerte sich der Abstand zu den Vorjahresmengen weiter auf 5,9 %. Insgesamt übertraf das Milchaufkommen in der Kumulation seit Jahresbeginn das Vorjahresniveau um 6,0 %. Die französische Milchanlieferung setzte Mitte Mai ihre saisonale Abwärtsbewegung fort. In der 20. Kalenderwoche wurden hier bundesweit 0,6 % weniger Milch erfasst als in der Woche zuvor. Der Rückstand zur Vorjahreslinie verkleinerte
sich damit wieder auf 0,7 %.
Quelle: AMI

EU: Milchanlieferung weiter expansiv

EU: Milchanlieferung weiter expansiv
28.05.2026 (AMI) – Im ersten Quartal 2026 legte die Milchanlieferung in der EU-27 im Vorjahresvergleich weiter zu und setzte damit den seit Sommer 2025 bestehenden Aufwärtstrend fort. Rund zwei Drittel der zusätzlichen Mengen entfielen dabei auf Deutschland, Frankreich und die
Niederlande. Zu Beginn des Jahres 2026 setzte die Milchanlieferung innerhalb der EU-27 den Aufwärtstrend, der sich im Juli 2025 eingestellt hatte, weiter fort und die Milchmengen übertrafen deutlich die Vorjahreslinie. Der Vorsprung hatte sich dabei sukzessive verkleinert,
fiel im März mit einem Plus von 4,2 % aber immer noch deutlich aus. Insgesamt wurden im März 2026 in den europäischen Mitgliedstaaten knapp 13,5 Mio. t
Milch erfasst – umgerechnet auf einen Standardmonat mit 30,5 Tagen waren das 13,3 Mio. t. In der Summe des ersten Quartals belief sich das Milchaufkommen auf rund 37,3 Mio. t, was im Vorjahresvergleich einen Zuwachs um 4,6 % bedeutete. 2/3 der Mehrmengen aus drei Ländern Wie bereits im vergangenen Jahr, waren die Mehrmengen an Milch insbesondere auf die Ausweitung der Milcherzeugung in ohnehin milchstarken Ländern zurückzuführen.
Allen voran produzierte Deutschland, als mengenmäßig bedeutendstes Erzeugerland innerhalb der EU-27, im ersten Quartal von 2026 gut 6,9 % mehr Milch als im Vorjahreszeitraum. Absolut betrachtet bedeutete dies eine Mehrmenge von knapp 0,55 Mio. t. Frankreich und die Niederlande erreichten den zweit- bzw. drittgrößten Anstieg, gleichsam ihrem Platz der größten europäischen Milcherzeuger. Frankreich produzierte von Januar bis März insgesamt 6,37 Mio. t Milch und damit 5,9 % oder 0,35 Mio. t mehr als im ersten Quartal von 2025. Die Niederlande verzeichneten mit einer Gesamtmenge von 3,61 Mio. t im Vorjahresvergleich ein Plus von 5,8 % oder 0,20 Mio. t. Damit stammten gut zwei Drittel der EU-weit erzeugten Mehrmengen an Milch aus den drei milchreichsten Ländern Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.

Fleisch und Käse für Mexiko: Neue Exportchance für deutsche Landwirte

Mexiko, eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde, öffnet seinen Markt für EU-Agrarprodukte. Diese Zölle fallen weg. Die Europäische Union und Mexiko haben ihr Handelsabkommen modernisiert und erweitert. Am vergangenen Freitag (22.5.) unterzeichneten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum die Vereinbarung in Mexiko-Stadt. Mit den neuen Handelsregeln werden Handel und Investitionen zwischen den EU-Staaten und Mexiko erleichtert. Auf neue Absatzchancen dürfen auch deutsche und europäische Landwirte hoffen, denn Mexiko ist ein Netto-Importeur von Nahrungsmitteln und mit über 130 Millionen Einwohnern eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde. Bislang 2,7 Milliarden Euro EU-Agrarexporte nach Mexiko. 

Nach Angaben der EU-Kommission war Mexiko mit einem Exportwert von zuletzt rund 2,7 Mrd. Euro das Bestimmungsland für ungefähr
1 % der gesamten europäischen Nahrungsmittel- und Getränkeausfuhren. Zu den wichtigsten Exportgütern zählten Milchprodukte im
Wert von 175 Mio. Euro, Gemüse mit 253 Mio. Euro und Weinprodukte für 211 Mio. Euro. Das Handelsvolumen dürfte nun weiter zunehmen, da Mexiko durch das Abkommen in den nächsten sieben bis zehn Jahren schrittweise seine bislang hohen Zölle unter anderem bei folgenden Produkten senken wird:
· Geflügel: bislang bis zu 100 %, künftig 0 %
· Schweinefleisch: bislang bis zu 45 %, künftig 0 %
· Schweinelenden: bislang bis zu 45 %, künftig 0 % für 10.000 Tonnen pro Jahr
· Blauschimmelkäse: bislang bis zu 45 %, künftig 0 %
· Anderer Käse: bislang bis zu 45 %, künftig 0 % für 20.000 Tonnen pro Jahr
· Schokolade: bislang bis zu 20 %, künftig 0 %.
 

EU-Standards auch für mexikanische Einfuhren
Das Abkommen enthält verbindliche Vorgaben für Arbeitsrecht, Umweltschutz, Tierwohl und Lebensmittelsicherheit. Bei Einfuhren von Lebensmitteln aus Mexiko in die EU müssen sämtliche EU-Standards eingehalten werden. Weiter liberalisiert werden zudem unter anderem Handel und Investitionen in den Bereichen grüne Technologien, kritische Rohstoffe und digitale Dienstleistungen. Mit der Unterzeichnung setzt die EU-Kommission ihr zuletzt hohes Tempo beim Abschluss von Freihandelsabkommen (FTA) fort. In den vergangenen Monaten gab es bereits Vereinbarungen unter anderem mit den Mercosur-Staaten, mit Indien und mit Australien.
Mit Material von AgE
Quelle: agrarheute

Megafusion von Arla und DMK kommt: EU-Kommission gibt Molkereien grünes Licht

Die EU-Kommission genehmigt die Fusion von Arla, DMK und DOC Kaas. Für Milcherzeuger erwartet sie keine Nachteile.
Die europäische Molkereilandschaft steht vor einem Umbruch. Der dänische Molkereiriese Arla Foods darf das Deutsche Milchkontor (DMK) sowie der niederländischen DOC Kaas übernehmen - ohne weitere Auflagen. Das hat die Europäische Kommission offiziell genehmigt. Die Fusion soll voraussichtlich zum 1. Juni 2026 in Kraft treten. Bis dahin agieren die Unternehmen weiterhin eigenständig. Die Fusion werfe keine Wettbewerbsbedenken im Europäischen Wirtschaftsraum auf, sagt die Kommission. Nach Angaben der Behörde habe man die Auswirkungen der Übernahme auf zahlreiche Märkte untersucht. Darunter die Beschaffung von Rohmilch von landwirtschaftlichen Betrieben sowie die Märkte für die Lieferung von Milcherzeugnissen und Zutaten auf Molkebasis an Einzelhändler, Großhändler und Industriekunden. Das Ergebnis: Der Wettbewerb auf diesen Märkten würde durch den Zusammenschluss „nicht erheblich“ abnehmen. Fusion von Arla und DMK: keine Nachteile für Milcherzeuger erwartet. Bei der Rohmilchbeschaffung, insbesondere in Norddeutschland, sieht die Kommission keine Gefahr für die Landwirte. Da Arla als Genossenschaft verpflichtet ist, die gesamte Milch seiner Mitglieder abzunehmen und unabhängig vom Standort den gleichen Preis zu zahlen, könne das Unternehmen die Preise in Gebieten mit hohen Marktanteilen nicht einseitig senken. Zudem bestünde für Landwirte weiterhin die Möglichkeit, zu anderen Genossenschaften zu wechseln, sollte Arla versuchen, die Preise unter Wettbewerbsniveau zu drücken. Mega-Molkereifusion: Wettbewerb im Einzelhandel bleibt bestehen Auch im Bereich der Lieferungen an den Lebensmittelhandel hat Brüssel keine Bedenken:
- Eigenmarken: Arla und DMK konkurrieren primär bei Eigenmarkenprodukten. Da der Handel diese über Ausschreibungen bezieht und eine große Zahl an Wettbewerbern verbleibt, bleibt der Wettbewerbsdruck hoch.
- Zutaten: Bei speziellen Produkten wie Permeatpulver und Molkenproteinkonzentrat gibt es laut Untersuchung genügend alternative Anbieter
und Ersatzprodukte.
- Kopplungsgeschäfte: Das Risiko, dass Händler zum Kauf von Produktbündeln gezwungen werden, wird als gering eingestuft, da Verhandlungen
für Eigenmarken und Herstellermarken üblicherweise getrennt geführt werden. Zudem würden die Marken der DMK die Verhandlungsposition
von Arla kaum stärken Arla darf DMK übernehmen: Ein neuer Molkereigigant entsteht
Durch den Zusammenschluss bündeln drei Schwergewichte der Branche ihre Kräfte:
· Arla Foods: Die dänische Genossenschaft zählt über 7.000 Landwirte in mehreren europäischen Ländern, darunter Dänemark, Deutschland und das Vereinigte Königreich.
· DMK: Deutschlands größte Molkereigenossenschaft vereint rund 4.000 Milchbauern
· DOC Kaas: Die niederländische Genossenschaft bringt etwa 600 Mitglieder in den Verbund ein. Insgesamt entsteht durch die Fusion unter dem Namen Arla ein gemeinsamer Milchpool von jährlich 19,4 Milliarden Kilogramm sowie ein Pro-forma-Umsatz von mehr als 20 Milliarden Euro, so die Molkereien. Das Vorhaben war am 17. April 2026 bei der Kommission angemeldet worden . Mit der nun vorliegenden Genehmigung ist der Weg frei für die Entstehung eines vertikal integrierten Molkereiunternehmens, das von Frischmilch und Käse bis hin zu hochspezialisierten Inhaltsstoffen auf Molkebasis ein weltweites Portfolio bedient.
Die Eckpunkte des neuen Molkerei-Riesen
· Name & Sitz: Das Unternehmen wird unter dem Namen Arla geführt, mit Hauptsitz im dänischen Viby J
· Größe: Insgesamt werden 11.200 Landwirte aus sieben Ländern sowie 28.800 Mitarbeiter weltweit vereint
· Volumen: Der gemeinsame Milchpool beträgt jährlich 19,4 Milliarden Kilogramm, der Pro-forma-Umsatz liegt bei über 20 Milliarden Euro
· Management: Jan Toft Nørgaard wird Aufsichtsratsvorsitzender, Peder Tuborgh fungiert als CEO. Der bisherige DMK-Chef Ingo Müller
wechselt in die Arla-Geschäftsleitung und verantwortet als Executive Vice President die Integration nach der Fusion
Quelle: agrarheute

Stickstoffdünger für Landwirte billiger? EU streicht Importzoll

Die EU setzt den Einfuhrzoll für stickstoffhaltige Düngemittel einschließlich Harnstoff und Ammoniak für ein Jahr aus. Doch es gilt eine wichtige Ausnahme. 
Die EU-Importzölle auf stickstoffhaltige Düngemittel einschließlich Harnstoff und Ammoniak werden für ein Jahr ausgesetzt. Mit dieser Maßnahme will die EU die europäischen Landwirte kurzfristig beim Kauf von Mineraldünger entlasten. Die EU-Kommission rechnet mit einem Entlastungseffekt von 60 Mio. Euro. 
Es gilt jedoch weiterhin eine wichtige Ausnahme vom zollfreien Import: Lieferungen aus Russland und aus Belarus werden wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine nicht zollbefreit.
EU will Folgen des Irankrieges für die Landwirtschaft lindern 
Die befristete Zollbefreiung tritt in Kraft, sobald sie im EU-Amtsblatt veröffentlicht ist. Die EU-Kommission hatte den Schritt Ende Februar vorgeschlagen. Ziel ist es, die Kosten für die Landwirtschaft und die Düngemittelindustrie vor dem Hintergrund des Irankrieges zu senken. 
Gleichzeitig soll die Abhängigkeit der EU von Düngemittelprodukten aus Russland und Belarus gemindert werden, indem mehr und neue Lieferländer einen erleichterten Zugang zum Binnenmarkt erhalten. 
Weitere Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Düngemittelversorgung und zur Senkung der Düngerpreise hat die EU-Kommission in einem Aktionsplan angekündigt, den die Brüsseler Behörde vergangene Woche vorgelegt hat.
Zollfreiheit gilt nur für eine begrenzte Einfuhrmenge 
Im Einzelnen gilt die Aussetzung der Einfuhrzölle nur für Produkte, die nicht bereits zollfrei aus Drittstaaten in die EU eingeführt werden und die im Rahmen der Meistbegünstigung einen bevorzugten Marktzugang erhalten. 
Um die Interessen der EU-Hersteller zu schützen, ist die Maßnahme laut der zypriotischen Ratspräsidentschaft auf eine Warenquote begrenzt, die dem Volumen der Meistbegünstigungseinfuhren des Jahres 2024 zuzüglich 20 % des im selben Jahr aus Russland und Belarus eingeführten Volumens entspricht.
Zollfreie Einfuhren überwiegen bereits 
Im Jahr 2024 importierte die EU 2 Mio. Tonnen Ammoniak und 5,9 Mio. Tonnen Harnstoff, insbesondere zur Herstellung von Stickstoffdüngern. Darüber hinaus führte die Gemeinschaft 6,7 Mio. Tonnen stickstoffhaltige Düngemittel sowie stickstoffhaltige Gemische ein.
Ein erheblicher Teil der stickstoffhaltigen Düngemittelimporte in die EU sind bereits zollfrei aus Ländern, die von einem präferenziellen Zugang zum europäischen Markt profitieren. Gleichwohl werden weiterhin große Mengen aus Ländern bezogen, die dem Gemeinsamen Zolltarif unterliegen. Die Zollsätze belaufen sich auf 5,5 % bis 6,5 %.
Mit Material von AgE 
Quelle: agrarheute

Web-Seminar Milch: 2026 macht Eiweiß den Unterschied

26.05.2026 (AMI) – Der Milchmarkt überrascht immer wieder: Nach dem Jahr des Fettes 2024 und dem ausgebliebenen saisonalen Tief 2025 zeichnet sich 2026 zunehmend als Jahr des Eiweißes ab. Langfristige Trends analysiert die AMI-Marktbilanz Milch. Mit den aktuellen Entwicklungen befassen wir uns im Webseminar am 09.06.2026. 
Im laufenden Jahr ist der Markt von einer national wie international hohen Rohstoffverfügbarkeit geprägt. Für die zusätzlich anfallenden Mengen fehlen jedoch teilweise Verarbeitungskapazitäten, was insbesondere die Spot und Fettmärkte belastet. Marktstützend wirkt hingegen die rege Nachfrage am Weltmarkt. Vor allem eiweißhaltige Molkereiprodukte sind international gefragt: Magermilchpulver aus Deutschland verzeichnet steigende Preise und bleibt dennoch global wettbewerbsfähig. Auch Molkenpulver profitiert vom anhaltenden Trend zu eiweißreicher Ernährung und entkoppelt sich zunehmend von der allgemeinen Marktentwicklung. Eiweiß wird damit 2026 zu einem zentralen Differenzierungsfaktor im Milchmarkt.
Anders stellt sich die Situation auf der Fettseite dar. Die Preise für Industrierahm zeigen eine ausgeprägte Volatilität, während sich die Butterpreise nicht maßgeblich von ihren niedrigen Ausgangsniveaus erholen können. Der Markt ist damit strukturell gespalten - zwischen Rohstoff und Produktmärkten, Welt und Binnenmarkt sowie zwischen Fett und Eiweißsegment.
Zusätzliche Belastungen ergeben sich aus geopolitischen Spannungen im Persischen Golf. Steigende Kosten für Energie, Transport und Betriebsmittel wirken sich auf alle Marktstufen aus. Auf Ebene der Milchviehbetriebe treffen diese Kostensteigerungen auf deutlich reduzierte Erzeugerpreise und führen zu einer spürbaren Margenbelastung.
Quelle: AMI

Hohe Milchmengen prägen Marktgeschehen

21.05.2026 (AMI) – Im ersten Quartal von 2026 lag das Milchaufkommen weiterhin bedeutend über dem Vorjahresniveau, und dass flächendeckend in allen Bundesländern. Die umfangreiche Rohstoffverfügbarkeit führte zu deutlichen Produktionsausweitungen, insbesondere bei Milch- und Molkenpulver sowie bei Butter und Käse. 
Durch das umfangreiche Milchangebot stand den hiesigen Molkereien deutlich mehr Rohstoff für die Weiterverarbeitung zur Verfügung. Insbesondere die Herstellung haltbarer Produkte wurde ausgeweitet. So lag die Produktion von Magermilchpulver im ersten Quartal 2026 in Deutschland um 21,2 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Produktionsmengen übertrafen dabei konstant das Vorjahresniveau. Begünstigt wurde diese Entwicklung zusätzlich durch eine international belebte Nachfrage. Begrenzend wirkten hingegen die Kapazitäten der Trockentürme, die angesichts der hohen Milchmengen teilweise an ihrer Auslastungsgrenze arbeiteten.
Auch die Molkenpulverproduktion lag von Januar bis März 2026 durchgehend über dem Vorjahresniveau. Hier stellte jedoch das Rohprodukt Molke einen limitierenden Faktor dar, da dieser Rohstoff verstärkt in die Herstellung von Molkenderivaten floss. Diese erfreuten sich im Zuge des anhaltenden Trends zu eiweißreicher Ernährung wachsender Beliebtheit. Zudem konkurrierte Molkenpulver mit Magermilchpulver um die verfügbaren Trocknungskapazitäten. In der Summe des ersten Quartals wurde 4,5 % mehr Molkenpulver erzeugt als im Vorjahreszeitraum. Die Produktion von Vollmilchpulver nahm im gleichen Zeitraum um 5,8 % zu.
Quelle: AMI

Lebensmittelpulver überwiegend fester, Futtermittel ruhig

21.05.2026 (AMI) - Die Pulvermärkte zeigten auch in der zweiten Maihälfte kein einheitliches Bild. Vollmilchpulver zeigte sich ruhig bei weiterhin uneinheitlicher Preisentwicklung. 
Dem Markt für Vollmilchpulver fehlte es auch in der zweiten Maihälfte an Dynamik. Zwar wurde zuletzt etwas mehr Ware umgesetzt als zu Monatsbeginn, insgesamt überwog jedoch eine abwartende Haltung bei den Marktbeteiligten. Die festen Tendenzen im Handel mit Industrierahm haben sich auch auf der Verarbeitungsebene niedergeschlagen, auch wenn sich keine klare Richtung abzeichnete. Die Preise für Vollmilchpulver wurden von den Marktbeteiligten als stabil bis steigend beschrieben.
In Kempten an der Börse wurde die Spanne für Vollmilchpulver am 20.05.26 mit 3.300 bis 3.420 EUR/t und damit auf dem gleichen Niveau wie in der Vorwoche festgestellt.
Beim GlobalDairyTrade-Tender in Neuseeland legten die Preise für Vollmilchpulver am 19.05.26 die zweite Woche in Folge zu. Der Index stieg um 1,2 % gegenüber dem Termin Anfang Mai, womit die Auktion mit einem durchschnittlichen Preis von umgerechnet 3.238 EUR/t schloss. Auch für spätere Termine bis September 2026 stiegen die Preise leicht an.
Quelle: AMI

Milchpreise im April: Noch immer kein Aufschwung am Milchmarkt

Die Milchpreise für Landwirte zeigen sich im April uneinheitlich. Im Norden haben viele Molkereien die Auszahlungspreise angehoben, während die Preise in Süddeutschland größtenteils stabil blieben. Der Milchmarkt zeigt sich im April erneut uneinheitlich. Viele Molkereien im Norden haben den Auszahlungspreis für konventionell erzeugte Kuhmilch erneut angehoben, während die Preise im Süden größtenteils stabil blieben. Für Biomilch entwickelten sich die Preise uneinheitlich, zeigt der agrarheute Milchpreisspiegel. Dabei liegen die Biopreise immer noch deutlich über den konventionellen Milchpreisen. Im Februar bekamen Biobauern laut offiziellen BLE-Milchpreisdaten im Schnitt 27,5 Cent/kg Milch mehr als ihre konventionellen Kollegen.Milchpreise weiter uneinheitlich - Aufschwung am Milchmarkt bleibt aus 
Ein starker Aufschwung, wie ihn zuletzt die ife-Rohstoffwerte hinlegten, bleibt am Milchmarkt weiterhin aus. Im April ist der Rohstoffwert Milch, den das ife-Institut aus den Erlösen für Butter und Magermilchpulver berechnet, nur noch geringfügig gestiegen – um 0,2 Cent auf 39,6 Cent/kg Milch. 
Der Grund: Die Buttererlöse haben nachgegeben, während Milcheiweiß besser bezahlt wurde. Ein Auslöser dafür ist wohl der Proteinboom. Zuletzt waren die Notierungen und die Verbraucherpreise für Butter gefallen. Das stützte zumindest die Nachfrage, wie Marktbeobachter berichten.
Milchanlieferung weiter hoch - Milchpreise für Landwirte fallen 
Doch am Milchmarkt bleibt das zentrale Problem bestehen: Die Milchanlieferungsmenge übertrifft die Vorjahreswerte weiterhin deutlich. Nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU liegt die Anlieferung über dem Vorjahr und drückt die Preise. 
Im März lagen die Erzeugerpreise in der EU im Mittel bei 43,1 Cent/kg und damit 0,8 Cent unter dem Februarwert. Das ist ein Minus von 1,9 %. Landwirten machen die sinkenden Preise zu schaffen. Laut Berechnung der AMI hat sich die Marge für deutsche Milchviehbetriebe bis März dieses Jahres um 14,8 Cent auf 9,0 Cent/kg Milch im Schnitt verringert. Umso wichtiger ist es für Betriebe, das Preisrisiko einzudämmen, etwa über die Absicherung der Milchpreise
Quelle: agrarheute

Düngemittelmarkt im Mai: Ruhige Nachfrage, stabile bis feste Preise erwartet

24.04.2026 (AMI) – Der Markt bleibt im Mai verhalten, während sich die Preise auf hohem Niveau stabilisieren. Engpässe bei Schwefel und Phosphat sorgen weiterhin für Aufwärtsrisiken. 
Für den Monat Mai ist am Düngemittelmarkt insgesamt mit einer Fortsetzung der aktuell ruhigen, aber preisstabilen Marktphase zu rechnen. Nach den deutlichen Preissteigerungen der vergangenen Wochen hat sich die Dynamik spürbar abgeschwächt, sodass sich die Notierungen auf einem hohen Niveau einpendeln dürften. Auf der Nachfrageseite bleibt das Marktgeschehen zunächst verhalten. In vielen Regionen sind die wesentlichen Düngemaßnahmen bereits abgeschlossen oder stehen kurz vor dem Ende. Gleichzeitig könnte sich die aktuell zurückhaltende Einkaufsstrategie vieler landwirtschaftlicher Betriebe zunehmend bemerkbar machen. Sollten notwendige Maßnahmen – etwa die Qualitätsdüngung im Getreide oder die Grünlanddüngung nach dem ersten Schnitt – doch noch umgesetzt werden, kann es regional zu kurzfristigen Nachfrageimpulsen kommen. Diese dürften jedoch eher punktuell bleiben und den Markt insgesamt nicht grundlegend drehen.
Auf der Angebotsseite ist die Versorgung mit Stickstoff- und Kalidüngern weiterhin gesichert. Die hohe Auslastung europäischer Produktionskapazitäten wirkt stabilisierend. Anders stellt sich die Situation bei schwefel- und phosphathaltigen Düngemitteln dar: Hier bleibt die globale Versorgungslage angespannt. Eingeschränkte Exportverfügbarkeiten aus dem Nahen Osten und aus China begrenzen das Angebot weiterhin und sorgen für ein strukturell festes Preisniveau.
Vor diesem Hintergrund ist für Mai insgesamt von folgenden Entwicklungen auszugehen:
Stickstoffdünger: stabile bis leicht feste Preise bei ruhiger Nachfrage
Phosphatdünger: anhaltend hohes Preisniveau mit weiterem Aufwärtspotenzial
Schwefeldünger: knappe Versorgungslage, Preise tendenziell fest bis steigend
Kalidünger: weitgehend stabile Preise mit geringer Dynamik
Zusammenfassend ist im Mai keine grundlegende Marktentspannung zu erwarten. Vielmehr dürfte sich die aktuelle Phase aus hoher Preisbasis, verhaltener Nachfrage und selektiven Beschaffungsaktivitäten fortsetzen. Gleichzeitig bleibt ein latentes Risiko für kurzfristige Preisspitzen bestehen, insbesondere in den Segmenten mit eingeschränkter globaler Verfügbarkeit.
Quelle: AMI

Anhaltend rege Käsenachfrage

15.05.2026 (AMI) – Der deutsche Käsemarkt präsentierte sich auch Mitte Mai weiterhin ausbalanciert. Eine rege Nachfrage hielt die Bestände trotz umfangreicher Produktion auf niedrigem Niveau. Die Preise tendierten überwiegend stabil. 
Mitte Mai behielt der Markt für Schnittkäse seine Stabilität der vergangenen Wochen bei. Die Nachfrage blieb anhaltend rege und die Warenausgänge waren umfangreich. Insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel nahm hohe Mengen auf aber auch der GV-Bereich bestellte umfangreich Ware. In Richtung Industrie flossen die Warenströme kontraktbedingt in üblichem Umfang ab. In der Folge bewegten sich die Käsebestände in den Reifelagern anhaltend auf niedrigem Niveau und die Ware verließ jung die Werke. Marktteilnehmer berichteten von ausverkauften und vollständig verplanten Beständen. Auch die Produktionen in den Käsereien, die vor dem Hintergrund des hohen Milchaufkommens seit Wochen auf Volllast laufen, fokussierten sich auf die Bedienung bestehender Kontrakte. Dementsprechend war es kaum möglich Spotgeschäften zu tätigen oder Lieferungen vorzuziehen.
In diesem weitestgehend ausbalanciertem Marktverlauf bewegten sich auch die Preise auf überwiegend stabilem Niveau. Die Notierungskommission in Hannover schrieb Blockware für die 20. Kalenderwoche mit 3,45 bis 3,65 EUR/kg unverändert auf dem Niveau der Vorwoche fort. Auch die Notierung für Brotware wurde in einer Spanne von 3,60 bis 3,80 EUR/kg gegenüber der Vorwoche unverändert fortgeschrieben.
Quelle: AMI

Deutlicher Abwärtstrend der EU-Milcherzeugerpreise

15.05.2026 (AMI) – Nach einem hochpreisigem Jahr 2025 gerieten die Milcherzeugerpreise in der EU-27 ab dem Herbst zunehmend unter Druck. Zu Beginn des Jahres 2026 lagen die Auszahlungspreise in den meisten Mitgliedstaaten deutlich unter dem Vorjahresniveau. 
Innerhalb der EU-27 war das Jahr 2025 in der Summe von langfristig gesehen hohen Milcherzeugerpreisen gekennzeichnet, was vor allem auf die stabile Entwicklung in den ersten drei Quartalen zurückzuführen war. Im letzten Jahresquartal gingen die Erzeugerpreise im Mittel der europäischen Mitgliedstaaten dann sukzessive zurück. Insgesamt zahlten die Molkereien, nach Berechnungen der AMI auf Grundlage von Veröffentlichungen der EU-Kommission, im EU-Schnitt im Jahr 2025 knapp 52,5 Ct/kg Kuhmilch mit natürlichen Inhaltsstoffen ab Hof aus. Das waren knapp 4,0 Ct/kg mehr als im Jahr zuvor.
Der seit Oktober 2025 vorherrschende Abwärtstrend setzte sich auch im neuen Jahr weiter fort. Im Februar lagen die Erzeugerpreise innerhalb der EU im Mittel bei 43,9 Ct/kg und damit um 1,3 Ct oder 2,8 % unter dem Wert von Januar. Gleichzeitig wurde damit das Niveau des Vorjahresmonats spürbar um 9,9 Ct verfehlt. Prozentual bedeutete das ein Minus von 18,3 % im Vorjahresvergleich.
Quelle: AMI

Erzeugerpreise sinken: Milch und Kartoffeln drücken Erlöse im März 2026

Die Erzeugerpreise für Getreide, Obst, Futterpflanzen, Schweine und Milch sind gesunken. Einen Preisanstieg gab es bei Rindern, Geflügel und Eiern. 
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im März 2026 um 8,8 % niedriger als im März 2025. Im Februar 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -10,9 % gelegen, im Januar 2026 bei -10,0 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im März 2026 gegenüber Februar 2026 um 2,1 %.
Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im März 2026 um 8,0 % gegenüber März 2025. Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse verbilligten sich um 9,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich im März 2026 sowohl pflanzliche Erzeugnisse (+1,4 %) als auch Tiere und tierische Produkte (+2,5 %).
Preisrückgang bei Speisekartoffeln hält an
Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 8,0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im März 2026 um 55,2 % niedriger als im März 2025. Im Februar 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -54,2 %, im Januar 2026 bei -49,8 % gelegen. Auch gegenüber dem Vormonat Februar 2026 fielen die Speisekartoffelpreise (-2,3 %).
Preise für Obst gesunken, für Gemüse und Wein gestiegen
Die Erzeugerpreise für Obst waren im März 2026 um 31,2 % niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -33,0 %.
Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist um 19,3 %, wobei unter anderem Gurken (+31,9 %), Salat (+20,3 %) und Tomaten (+14,9 %) teurer waren. Preisrückgänge waren hingegen unter anderem bei Kohlgemüse zu beobachten, das 17,3 % billiger war. Bei Wein war im März 2026 mit +1,8 % gegenüber März 2025 eine Preissteigerung zu verzeichnen.
Preise für Getreide und Futterpflanzen gesunken
Getreide war im März 2026 im Vergleich zum März 2025 um 14,2 % günstiger. Die Preise für Futterpflanzen waren mit einem Rückgang von 6,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls weiterhin rückläufig. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im März 2026 um 0,9 % höher als ein Jahr zuvor. Dies ist die erste Preissteigerung seit September 2024 (+10,4 % gegenüber September 2023). Auch Raps verteuerte sich um 2,5 % zum Vorjahresmonat.
Preisanstieg bei Rindern, Geflügel und Eiern, Preisrückgang bei Schweinen und Milch
Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 9,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im März 2026 um 27,0 % niedriger als im Vorjahresmonat. Auch im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 sanken die Preise für Milch (-0,7 %). Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist zu einer Preissteigerung von 13,8 %.
Die Preise für Tiere lagen im März 2026 um 3,6 % höher als im März 2025. Maßgeblich dafür war der Preisanstieg bei Rindern um 13,3 %. Bei Schlachtschweinen sanken die Preise hingegen um 3,6 %. Die Preise für Geflügel waren im März 2026 um 3,9 % höher als im März 2025. Ausschlaggebend hierfür waren die Preissteigerungen bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 9,7 %. Bei Hähnchen kam es zu einem leichten Preisanstieg um 0,2 %.
Quelle: topagrar

Negative Teuerungsrate hielt im Frischebereich an

11.05.2026 (AMI) – Beim Einkauf frischer Lebensmittel zeigten sich im April erneut deutliche Verschiebungen. Während einige Warengruppen spürbar entlasteten, blieben andere unter Preisdruck – teils aus ganz unterschiedlichen Gründen. 
Die Verbraucher konnten frische Lebensmittel auch im April zu niedrigeren Preisen einkaufen. Insgesamt sparten sie bei ihrem Einkauf dieser Produkte, dem AMI-Frischeindex zufolge, 2,1 % gegenüber dem Vorjahr.
Preissenkungen im Molkereibereich
Butter wurde in den führenden Discountern Ende April günstiger. Während ALDI den Preis für das 250 g Päckchen Deutsche Markenbutter im Basissortiment zuerst auf 1,09 EUR senkte, ging LIDL zur gleichen Zeit auf 1,05 EUR runter. Darauf reagierte ALDI und zog mit seinem Preis nach. Es scheint so, als hätten sich die beiden Discounter frühzeitig die Preisvorherrschaft sichern wollen. Dies hat ausnahmsweise jedoch nicht funktioniert, da beide die gleiche Idee hatten. Weitere Handelsketten folgten den Preisanpassungen. Vor einem Jahr war der Preis für Deutsche Markenbutter im Basissortiment des Lebensmitteleinzelhandels mit 1,99 EUR/250 g stabil geblieben. Streichmischfette wurden in der aktuellen Preisrunde ebenfalls günstiger und kosteten anschließend im Preiseinstiegssegment 1,05 EUR/250 g. Bei Bio-Butter erfolgte allerdings keine Anpassung, sodass diese weiterhin 2,69 EUR kostete.
Unverändertes Preisniveau bei Eiern zum Osterfest
Über die Osterfeiertage sind die Eierpreise stabil geblieben. Aufgrund der langen Kontraktlaufzeit erfolgen unterjährige Preisanpassungen nur in Ausnahmefällen. Das deutlich erhöhte Preisniveau gegenüber dem Vorjahr war damit weiterhin auf die Preisrunde zu Jahresbeginn zurückzuführen. Mit einem Plus vom 17,9 % waren die höheren Eierpreise jedoch der Haupttreiber im Frischebereich.
Quelle: AMI

Internationaler Handel auf Wachstumskurs

07.05.2026 (AMI) – Im Jahr 2025 wurden weltweit mehr Milchprodukte gehandelt als im Vorjahr. Vor allem bei Käse, Magermilchpulver und Butter nahmen die Mengen im Vorjahresvergleich spürbar zu. 
Der globale Handel mit Milchprodukten hat im Jahr 2025 spürbar zugelegt. Festgemacht an den Ausfuhren der jeweils zehn weltweit größten Exporteure wurden produktübergreifend umfangreichere Mengen auf den Weltmarkt exportiert als im Vorjahr. In Produktgewicht gemessen lag das Exportvolumen in der Summe knapp 6,3 % über dem Vorjahresniveau.
Am deutlichsten fiel der mengenmäßige Anstieg bei Käse aus. Hier war bei den zehn bedeutendsten Exporteuren im Vorjahresvergleich ein Zuwachs der Ausfuhren um 8,7 % oder knapp 271 Tsd. t zu verzeichnen. Bei Magermilchpulver wurde das Vorjahresniveau ebenfalls spürbar übertroffen. Die Mengensteigerung der größten zehn Exportländer summierte sich auf 7,9 % oder knapp 189 Tsd. t. Den größten prozentualen Zuwachs verzeichneten im Jahr 2025 die Gesamtausfuhren von Butter mit einem Plus von 13,8 %.
Quelle: AMI

Rückläufige Preistendenzen am Buttermarkt

07.05.2026 (AMI) – Formbutter wurde zu Monatsbeginn rege nachgefragt. Unter anderem gingen von den gesenkten Verbraucherpreisen Nachfrageimpulse aus. 
Am Markt für abgepackte Butter zeigte sich Anfang Mai ein saisonüblicher Geschäftsverlauf. Die Hersteller waren mit dem Absatz über den Monatswechsel insgesamt sehr zufrieden; dieser bewegte sich laut nationaler Verkaufsstatistik über dem Vorjahresniveau. Dies dürfte mitunter auch auf die Ende April abgesenkten Verbraucherpreise im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zurückzuführen sein, die für zusätzliche Nachfrageimpulse bei den Konsumenten sorgten. Am letzten Samstag im April hatten erste Discounter ihre Butterpreise um 14 Ct auf 1,05 EUR/250-Gramm-Päckchen für die Handelsmarken zurückgenommen. Im weiteren Monatsverlauf bleibt nach Einschätzung von Marktbeteiligten abzuwarten, in welchem Ausmaß die zahlreichen Feiertage im Mai und Juni zu Verschiebungen bei den Abrufen führen werden.
Die Preise für abgepackte Butter haben sich in der 19. Kalenderwoche, den Blockbutterpreisen folgend, abgeschwächt. Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse in Kempten notierte am 06.05.26 eine Spanne von 3,85 bis 4,45 EUR/kg für Formbutter. Das waren am unteren Spannenende 35 Ct/kg und am oberen Ende 40 Ct/kg weniger als in der Woche zuvor. Im LEH lag der Preis Anfang Mai auf dem seit Ende April gültigen abgesenkten Niveau von 1,05 EUR je 250 g im Preiseinstiegssegment. Das waren 94 Ct/250 g weniger als im Vorjahr zur gleichen Zeit.
Quelle: AMI

Bio-Umsatz wächst im 1. Quartal um 6 %

04.05.2026 Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken stieg im ersten Quartal 2026 um 6,0 % im Vergleich zum ersten Quartal 2025 auf 4,91 Mrd. EUR, so der Arbeitskreis Biomarkt unter Leitung vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der AMI. 
Das Bio-Umsatz-Plus liegt damit deutlich über der Teuerung von Lebensmitteln von zuletzt 1,8 % und sticht aus dem Lebensmittelmarkt hervor, der im selben Zeitraum um 2,5 % gewachsen ist. Der BÖLW ließ in Zusammenarbeit mit der AMI erstmals Quartalszahlen für den Bio-Markt erheben, basierend auf Daten der Marktforschungsinstitute NIQ und YouGgov sowie für den Fachhandel bio Vista und BioBerater SD Services.
Besonders hoch fiel das Wachstum bei den Drogeriemärkten aus mit einem Plus von gut 14 % gegenüber dem ersten Quartal 2025. Sie konnten ihren Anteil am Bio-Gesamtmarkt um fast einen Prozentpunkt auf 12,8 % Marktanteil steigern; auch der E-Commerce mit Bio baute seinen Umsatz deutlich zweistellig aus. Die meiste Bio-Ware vertrieben die Discounter mit einem Anteil von 30 %, gefolgt von den Vollsortimentern mit 29 %, dem Fachhandel mit 17 % und dem E-Commerce mit rund 5 %. Die restlichen 6 % verteilen sich auf Hofläden, Bäckereien, Metzgereien, Wochenmärkte und Tankstellen.
Zweistelliges Wachstum im Bio-Trockensortiment verzeichnen Fleischersatzprodukte, Mehl, Süßwaren, Eis, Tiefkühlkost, Feinkost, Fertigprodukte, Heißgetränke und Backwaren. Dagegen schreiben Bier und Spirituosen deutliche Rückgänge. Im Frischesortiment sind im ersten Quartal Eier und Fleisch jeweils mit dem größten Wachstum dabei, das aber vor allem durch Preiserhöhungen. Butter, Brot und Kartoffeln verzeichnen Umsatzrückgänge. Der Bio-Fachhandel wächst im ersten Quartal verhalten mit einem Umsatz von 1,1 %. Umsatzbringer im LEH sind erneut die Bio-Eigenmarken des Handels mit einem Plus von 12,5 %.
Quelle: AMI

Bio-Milchpreise setzen leichte Abwärtsbewegung fort

30.04.2026 (AMI) – Die Preise für ökologisch erzeugte Milch wurden im März 2026 ein weiteres Mal leicht nach unten korrigiert. Besonders deutlich fiel der Preisrückgang in den östlichen Bundesländern aus. 
Im März zahlten die deutschen Molkereien für ökologisch erzeugte Milch bei standardisierten Inhaltsstoffen durchschnittlich 65,0 Ct/kg. Dies geht aus ersten Hochrechnungen der AMI hervor. Gegenüber dem von der BLE veröffentlichten Bundesmittel für Februar bedeutete das einen Preisrückgang um knapp 0,4 Ct/kg. Damit setzte sich der seit November 2025 bestehende Abwärtstrend im März 2026 fort. Das Vorjahresniveau wurde dabei zuletzt zwar noch übertroffen, der Vorsprung schrumpfte jedoch aufgrund der gegenläufigen Entwicklung im Vorjahr weiter. Während im Januar noch ein Plus von 3,5 Ct/kg gegenüber der Vorjahreslinie zu verzeichnen war, belief sich der Abstand im März nur noch auf 1,0 Ct/kg.
Die Mehrheit der in Deutschland relevanten Bio-Molkereien senkte im März ihre Auszahlungsleistung für Biomilch gegenüber dem Vormonat oder hielt diese konstant. Lediglich in Einzelfällen kam es zu leichten Preisanhebungen.
Quelle: AMI

Milchanlieferung steigt wieder deutlicher

30.04.2026 (AMI) – Das bundesweite Milchaufkommen nahm Mitte April saisonal weiter zu, und das obwohl sich die Milchmengen bereits seit Anfang März über den Milchspitzen der vergangenen beiden Jahre bewegen. 
Mitte April verstärkte sich der saisonale Anstieg der Milchmengen gegenüber den Vorwochen wieder ein wenig. In der 16. Kalenderwoche erfassten die Molkereien in Deutschland nach Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) 0,5 % mehr Rohstoff als in der Woche zuvor. Durch einen etwas deutlicheren Zuwachs zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr hat sich der Vorsprung auf die Vorjahreswoche auf 5,5 % verringert, fiel damit allerdings anhaltend hoch aus. In der Summe der ersten 16 Kalenderwochen dieses Jahres lag das Milchaufkommen um 6,2 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In Frankreich hat die Milchanlieferung in der 16. Kalenderwoche dagegen an Dynamik verloren und ging im Vergleich zur Vorwoche um 1,4 % zurück. Damit rutschten die Milchmengen in Frankreich das erste Mal seit Juli 2025 unter die Vorjahreslinie. Der Rückstand belief sich dabei auf 0,3 %.
Quelle: AMI

Butter wieder billiger - Lebensmitteleinzelhandel gibt sich unschuldig

Die Discounter senken erneut die Butterpreise. Schuld an der Preisdynamik sei nicht der Lebensmitteleinzelhandel, sondern die aktuelle Situation auf dem europäischen Milchmarkt, so Lidl. 
Nachdem Anfang des Jahres die Butterpreise im Keller waren, hoben sie die Discounter zuletzt wieder an. Doch nun erfolgt erneute eine Kehrtwendung. Die Preise für Butter sinken wieder. 
Als erster Supermarkt verkündete Lidl eine Preissenkung. Der Lebensmitteleinzelhändler gebe laut eigener Aussage „sinkende Rohstoffpreise konsequent an die Kunden weiter“. Auch Norma zieht nach und verkauft Butter wieder billiger. 
Der Lebensmitteleinzelhandel sei nicht schuld an dieser Preisdynamik, meint Lidl. Man wolle die Milchbauern damit unterstützen.
Bestes Preis-Leistungsverhältnis bieten - für Deutsche Markenbutter 
Lidl möchte „in Zeiten steigender Preise in vielen Lebensbereichen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis“ bieten. Ab sofort werde also die "Milbona Deutsche Markenbutter" (250 Gramm) in allen Lidl-Filialen deutschlandweit zum Tiefpreis von 1,05 Euro (Grundpreis: 4,20 €/Kilogramm) erhältlich sein. Darüber hinaus seien auch andere Butterartikel sowie eine pflanzliche Alternative ab sofort günstiger. 
Es gebe nach wie vor keine regionalen Preisunterschiede - Butter koste bei Lidl also bundesweit das gleiche, betont man außerdem.
Billige Butter: Discounter will mit Absatz Milchbauern unterstützen 
Man würde zusätzlich bewusst auf Marge verzichten, „um durch eine höhere Absatzmenge die Milchbauern zu unterstützen“, gibt Lidl an. Dies sei das gleiche Vorgehen wie bereits im Dezember 2025. 
Der Discounter nutze die Preisanpassung als gezielte Maßnahme, um den auf dem Markt weiterhin vorhandenen "Mengenstau" aufzulösen. So wolle man die Nachfrage erhöhen, wie das Unternehmen erklärt. 
Damit werde laut Aussage von Lidl deutlich: „Nicht der Lebensmitteleinzelhandel ist Treiber der Preisdynamik, sondern die derzeitige Situation auf dem europäischen Milchmarkt mit einem hohen Angebot, das auf eine niedrigere Nachfrage trifft“.
Preissenkungen: Butterartikel bei Lidl zum günstigen Preis 
Diese Butterartikel und -alternativen werden ab sofort günstiger: 

  • Milbona Deutsche Markenbutter, 250 Gramm, neu 1,05 € (Grundpreis: 4,20 €/Kilogrammm) statt 1,19 €
  • Vemondo No Butter Veganes Streichfett, 250 Gramm, neu 1,05 € (Grundpreis: 4,20 €/Kilogramm) statt 1,19 € 
  • Milbona Sødergården Mischstreichfett ungesalzen Extra, 250 Gramm, neu 1,05 € (Grundpreis: 4,20 €/Kilogramm) statt 1,19 €
  • Milbona Sødergården Mischstreichfett gesalzen Extra, 250 Gramm, neu 1,05 € (Grundpreis: 4,20 €/Kilogramm) statt 1,19 €. 
  • Milbona Weidebutter, 250 Gramm, neu 1,59 € (Grundpreis: 6,36 €/Kilogramm) statt 1,69 € (regional verfügbar) 
  • Milbona Süßrahmbutter, 250 Gramm, neu 1,05 € (Grundpreis: 4,20 €/Kilogramm) statt 1,19 e (regional verfügbar) 
  • Ein gutes Stück Bayern Butter mildgesäuert, 250 Gramm, neu 1,59 e (Grundpreis: 6,36 €/Kilogramm) statt 1,69 € (regional verfügbar)

    Norma verkauft Deutsche Markenbutter um 11 Prozent billiger 
    Und auch Norma verkauft Butter wieder billiger. Der fränkische Lebensmittel-Discounter senkt die Preise auf die Butter der Eigenmarke LANDFEIN um gut elf Prozent. Damit kosten die Deutsche Markenbutter, die Süßrahmbutter und Die Streichbare jeweils in der 250-Gramm-Packung ab sofort nur noch 1,05 € - statt zuvor 1,19 €. Kunden sparen also pro Stück 14 Cent. 
    Man wolle mit der aktuellen Preissenkung unterstreichen, dass die Interessen der Verbraucher für das Unternehmen an oberster Stelle stünden. Man wolle stets die besten Qualitätsprodukte zu einzigartig fairen Preisen anbieten.
    Geld sparen: Preissenkungen bei Discounter auf Butter 
    Die aktuellen Preissenkungen bei NORMA im Überblick (regionale Preissenkungen je nach Verfügbarkeit): 

  • LANDFEIN Deutsche Markenbutter 250 g Bislang: 1,19 € Jetzt: 1,05 € 
  • LANDFEIN Süßrahmbutter 250 g Bislang: 1,19 € Jetzt: 1,05 € 
  • LANDFEIN Die Streichbare 250 g Bislang: 1,19 € Jetzt: 1,05 € 

    Mit Material von Lidl, Norma 

    Quelle: agrarheute

Käse kommt gut an – Gouda bleibt auf Platz 1!

Berlin, 24.04.2026 – Hätten Sie es gewusst? Deutsche essen im Schnitt fast drei Kilo mehr Käse als Schweizer. 2025 hat der Käse-Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland um 900 Gramm zugenommen im Vergleich zum Vorjahr 2024. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg laut amtlicher Statistik auf 26,4 kg – das ist eine neue Bestmarke!
In der Beliebtheitsskala liegt Gouda seit Jahren auf Platz 1. Es folgen die Sorten Camembert und Emmentaler, während die weiteren Plätze von Frischkäse, Mozzarella sowie Edamer eingenommen werden (siehe Grafik). Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von ZMB und Milchindustrie-Verband e. V. rund um verschiedene Fragen zu Milchprodukten und in Anlehnung an eine zuletzt 2019 durchgeführte Befragung.
Während nur 5,8 % der 1.017 Befragten angaben, gar keinen Käse zu essen, betonten 45,5 %, sie würden auf keinen Fall auf Käse verzichten!
Auch gab es geschlechterspezifische Unterschiede, so nannten Frauen mit 20 % Frischkäse nahezu doppelt so oft wie Männer, die sich mit 9 % für diese Käsevariante entschieden. Bei Tilsiter verhielt es sich umgekehrt, Männer bevorzugten diese Sorte mit 8 % doppelt so häufig wie Frauen (4 %).
Insgesamt haben Molkereien in Deutschland im vergangenen Jahr 2,76 Millionen Tonnen Käse hergestellt und damit rund 20.000 Tonnen mehr als noch 2024. Damit steigt die Herstellung von Käse in Deutschland seit drei Jahren kontinuierlich an.
Käse ist mit Abstand das beliebteste Milchprodukt, gefolgt von Naturjoghurt und Trinkmilch. Auch andere Milchprodukte erfreuen sich großer Beliebtheit und haben beim Pro-Kopf-Verbrauch zugelegt. Bei Milchmischgetränken gab es im vergangenen Jahr eine Zunahme von 31,3 auf 32,0 kg pro Kopf unter den Bürgern Deutschlands. Naturjoghurt legte um 0,3 kg, Butter um 0,2 kg und Sahne um immerhin 0,1 kg zu.
Das zeigt ganz deutlich: Besonders Käse kommt beim Verbraucher gut an. Als Teil einer ausgewogenen Ernährung genießen ihn viele Menschen täglich in zahlreichen Varianten – morgens, mittags, abends und zwischendurch. Und die verschiedenen Varianten der übrigen Milchprodukte runden das Gesamtbild einer gesunden, vielfältigen und ausgewogenen Ernährung ab.
Quelle: MIV

Service