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Marktentwicklung

Ernährungsindustrie beginnt 4. Quartal 2019 mit Umsatzgewinn

Im Oktober erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 16,5 Mrd. Euro. Damit konnte die Branche das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um 3,7 % steigern, teilt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) mit.
Das Umsatzergebnis resultierte sowohl aus einem Absatz- als auch einem Preisanstieg. Insgesamt stiegen die Absatzzahlen im Inland um 0,8 % und im Ausland um 2,2 % im Vorjahresvergleich. Die Preissteigerung im Inland betrug 2,2 %, im Ausland 2,7 %.
Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 5,6 Mrd. Euro exportiert, das entspricht einem Anstieg von 4,9 % im Vorjahresvergleich. Die Produktion der Unternehmen hingegen verlief rückläufig, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank im Oktober um 2,5 %.

Agrarrohstoffmärkte
Die Agrarrohstoffkosten sind einer der größten Kostenfaktoren für die Lebensmittelproduktion. Vor allem steigende Rohstoffkosten sind eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus. Die Preisentwicklung an den globalen Agrarrohstoffmärkten resultiert aus den Angebots- und Nachfrageschwankungen.
Im November 2019 stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 2,8 Punkte auf einen Indexwert von 92,6 Punkten. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies einen Anstieg um 5,0 %.

Ausblick: Geschäftsklima
Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Dezember 2019 kühlte sich die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern weiter ab, der Saldo des Geschäftsklimas musste zum vierten Mal in Folge Einbuße hinnehmen.
Das Geschäftsklima verlor 6,9 Punkte und lag somit bei insgesamt 1,6 Punkten. Diese Entwicklung resultierte aus den gedämpften Erwartungen der Unternehmen an die kommenden Monate.
Der Saldo der Geschäftserwartung in den nächsten 6 Monaten fiel um 13,5 Punkte auf insgesamt -19,0 Punkte. Die Beurteilung der eigenen Geschäftslage hingegen konnte um 1,1 Punkte auf insgesamt 24,6 Punkte zulegen, die Erwartung an die zukünftigen Ver-kaufspreise stieg ebenfalls leicht an.

Konsumklima und Verbraucherpreise
Für die Stimmungslage bei den Verbrauchern ist das GfK Konsumklima ein wichtiger Indikator. Der Index stieg im Dezember 2019 um 0,1 Punkte auf einen Saldo von insgesamt 9,7 Punkten. Gleichzeitig musste die Stimmung der Verbraucher im November einen leichten Dämpfer hinnehmen. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung verzeichneten Einbußen, während die An-schaffungsneigung ihr hohes Niveau leicht ausbauen konnte.
Aufgrund der gedämpften Verbraucherstimmung fällt die Januarprognose der GfK mit einem Index von 9,6 Punkten etwas schlechter aus als noch im Vormonat. Aufgrund der anhaltenden stabilen Situation am Arbeitsmarkt steht für die Konsumenten auch weiterhin der nachhaltige Genuss im Alltag im Fokus.
Besonders höherwertige Qualitätslebensmittel werden weiterhin stark nachgefragt, was durch eine moderate Preissteigerung be-günstigt wird. So stiegen die Lebensmittelpreise im November 2019 um 0,5 % an, die allgemeinen Verbraucherpreise hingegen fielen um 0,8 %. Im Vorjahresvergleich konnte ein Preisanstieg von 1,6 % im Bereich Lebensmittel und 1,1 % bei den allgemeinen Verbraucherpreisen verzeichnet werden.
Quelle: topagrar

Preise für Blockbutter über den Jahreswechsel stabil

09.01.2020 (AMI) –Im Übergang zum neuen Jahr 2020 präsentierte sich der Markt für Blockbutter stabil. Im Gegensatz zum Ende des vergangenen Jahres kamen wieder vermehrt Abschlüsse am europäischen Binnenmarkt zustande und auch in Drittländer konnte stetig Ware abgesetzt werden. Die Notierung blieb dabei unverändert auf dem Niveau von Ende Dezember.

Der Markt für Blockbutter präsentierte sich über den Jahreswechsel in einer stabilen Verfassung und entwickelte sich damit positiver als mancher Marktteilnehmer im Vorfeld erwartet hatte. Nach der Beruhigung des Geschäftsverlaufes zum Jahresende, belebten sich die Anfragen bei den Herstellern in der ersten Januarwoche spürbar. Es kamen vermehrt Abschlüsse mit europäischen Industriekunden zustande, teils auch über größere Mengen. Auch im Export konnten dem Vernehmen nach stetig Kontrakte geschlossen werden. Das Preisgefüge im Neugeschäft stellte sich über den Jahreswechsel zwar uneinheitlich, insgesamt aber recht stabil dar.
Am Weltmarkt haben sich die Preise für Blockbutter zu Jahresbeginn erneut befestigt, nachdem Ende 2019 schwächere Tendenzen vorgeherrscht hatten. Bei der ersten Auktion im neuen Jahr stieg der Preis für Butter an der Handelsplattform GlobalDairyTrade in Neuseeland gegenüber dem Termin Mitte Dezember um 3,7 %. Der mittlere Preis erreichte damit ein Niveau von umgerechnet 3.606 EUR/t.
Quelle: AMI

Lebensmittelpreise waren 2019 stabil

15.01.2020 (AMI) – Trotz einiger hoher Preisaufschläge in verschiedenen Warengruppen konnten frische Lebensmittel von den Verbrauchern 2019 zu stabilen Preisen eingekauft werden. Einzelne Warengruppen waren günstiger als im Vorjahr und wirkten den Teuerungen entgegen.
In den beiden vorangegangenen Jahren fiel die Teuerung frischer Lebensmittel, dem AMI-Frischeindex zufolge, mit 6,0 % in 2017 und 3,0 % in 2018 deutlich höher aus. Im Jahr 2019 blieb das Preisniveau mit einer Teuerungsrate von 0,5 % dagegen relativ stabil. Zum Jahresanfang konnten frische Lebensmittel sogar günstiger eingekauft werden als im Vorjahr. In den Sommermonaten verteuerten sich diese zwischenzeitlich um 2,8 %. Insbesondere niedrigere Preise in den Warengruppen Milch, Milchprodukte, Eier und Obst wirkten den höheren Preisen von Fleisch, Gemüse und Kartoffeln entgegen.


Eierpreise sind zurückgegangen
Zu Beginn des Jahres 2018 waren die Eierpreise in Folge des Fipronil-Skandals und einer damit einhergehenden Angebotsverknappung gestiegen. Diese Erhöhung wurde Anfang 2019 wieder zurückgenommen. Die 10er Packung Eier kostete im Basissortiment des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) dadurch das gesamte Jahr über 10 Ct weniger als 2018. Dabei wurden die Preise für die verschiedenen Haltungsformen im gleichen Umfang reduziert. Ware aus Bodenhaltung war somit für 1,19 EUR/10 St. erhältlich, Eier aus Freilandhaltung für 1,59 EUR/10 St. und Bio-Eier für 2,69 EUR/10 St.

Schweinefleischpreise zogen an
Obwohl bereits im März die Schlachtschweinepreise deutlich gestiegen waren und weit über dem Vorjahresniveau lagen, hatte dies im April noch keine Auswirkungen auf die Verbraucherpreise gehabt. In den folgenden Monaten verschärfte sich jedoch die Situation auf Erzeugerebene. Im Juni 2019 lagen die Einstandspreise der Schlachthöfe für die fertigen Mastschweine knapp 30 % über dem Vorjahresmonat. Einerseits wurden weniger Schweine geschlachtet, andererseits wurde mehr Ware nach China exportiert. Hier war aufgrund der grassierenden Afrikanischen Schweinepest und der damit verbundenen starken Produktionsausfälle die Nachfrage nach ausländischer Ware sehr hoch. Erst im Juli wurden die Preise für einige Schweinefleischartikel aus dem Basissortiment des LEH erhöht. Die Verbraucher zahlten unter anderem für Schweinefilet, Bratwurst und gemischtes Hackfleisch mehr. Letzteres kostete 20 Ct/kg mehr als einen Monat zuvor und damit 4,98 EUR/kg. Das Kilogramm frische grobe Bratwurst verteuerte sich um 50 Ct. Die Teuerungsrate für frisches Schweinefleisch stieg im Dezember sogar auf knapp 11 % und war damit einer der Treiber der Teuerung in der zweiten Jahreshälfte.

Quelle: AMI

Milchmarkt 2020 – Aussichten bedingt optimistisch

02.01.2020 (AMI) – Der Milchmarkt wird voraussichtlich in einer insgesamt robusten Verfassung in das Jahr 2020 starten. Angebotsseitig ist nicht mit größeren Wachstumsschritten zu rechnen. Die Nachfrage nach Milchprodukten dürfte jedoch insgesamt weiter zulegen. Auf der Eiweißseite sind die Aussichten dadurch anhaltend hochpreisig. Beim Milchfett ist, je nach Angebotsverlauf, auch eine schwächere Preisentwicklung nicht auszuschließen. Darüber hinaus bestehen weiterhin viele Unsicherheiten, die die Marktbeteiligten vor große Herausforderungen stellen.

Der Jahreswechsel könnte an den Produktmärkten preislich zwar teils zu gewissen Abschwächungen führen. Diese bedeuten aber wohl keine Trendumkehr, sondern eher eine kurzfristige Delle, die sich im weiteren Verlauf wieder relativieren dürfte.

Angebotsseitig nur gedämpftes Wachstum

Angebotsseitig ist 2020 nicht mit großen Wachstumsschritten zu rechnen. Dem dürften der weiter fortschreitende Strukturwandel, Auflagen zum Umweltschutz wie auch Witterungseinflüsse entgegenwirken. Dennoch steigen die Milchmengen bis in den Mai saisonal an. Sofern sich Käse bis dahin preislich auf Augenhöhe mit Magermilchpulver und Butter befindet, dürfte der zusätzliche Rohstoff vorrangig verkäst werden. In diesem Fall sind stabile bis festere Tendenzen bei den vorgenannten Produkten wahrscheinlich. Auch eine vermehrte Produktion von Magermilchpulver dürfte daran nichts ändern, hier bleibt es wohl längerfristig hochpreisig. Am Buttermarkt sind die Aussichten hingegen bestenfalls unverändert. Bei zusätzlichem Angebot oder fehlendem Absatz könnten sich durchaus erneute Preisrücknahmen einstellen.

Verlässlichkeiten bleiben Mangelware

Unabhängig von möglichen Szenarien zu Angebots- und Nachfrageverläufen, ist der Milchmarkt wohl auch 2020 ein Spielball von unsicheren Rahmenbedingungen. Die Erzeugungsseite wird voraussichtlich mit zunehmenden externen Anforderungen, insbesondere in Bezug auf Tierwohlkriterien und Nachhaltigkeit, konfrontiert sein. Gleichzeitig müssen sich die Marktbeteiligten weiter auf Einflüsse durch Extremwetterlagen, Protektionismus und andere Unwägbarkeiten einstellen.
Quelle: AMI

Milcherzeugerpreise 2019 „extrem stabil“

Milchwirtschaftlich war 2019 aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) „ein besonderes Jahr“. Zum einen hätten die Produktionskosten für Rohmilch in vielen Regionen Deutschlands angesichts der Hitze- und Dürresommer 2018 und 2019 und der damit einhergehenden mangelhaften Futterernte deutlich über dem Niveau der vergangenen Jahren gelegen. Zum anderen seien die Milcherzeugerpreise 2019 „extrem stabil“ gewesen, stellte der DBV im Rückblick auf 2019 fest.

Die Preise für Rohmilch hätten sich im Bundesdurchschnitt im Jahresverlauf nur in einem schmalen Bereich zwischen 32,6 Cent/kg und 33,8 Cent/kg bewegt. Solch stabile Verhältnisse kenne der deutsche Milchsektor nur aus der Epoche, die von starken staatlichen Eingriffen in den Markt geprägt gewesen sei, also bis etwa zum Jahr 2007. Der Bauernverband geht indes nicht davon aus, dass nun Jahre mit extrem schwankenden Milchpreisen wieder der Vergangenheit angehören. Er hält deshalb an den Forderungen nach einer moderneren und marktgerechten Gestaltung der Lieferbeziehungen und nach der Etablierung von Preisabsicherungselementen zwischen Milchbauern und Molkereien fest. Im zunehmend liberalisierten Milchmarkt werde es weiterhin eine Vielzahl globaler Einflussfaktoren geben, die den Markt kaum vorhersehbar schwanken lassen dürften, gibt der DBV in dem Zusammenhang zu bedenken. Die Etablierung von Preisabsicherungselementen in den Lieferbeziehungen zwischen Molkereien und Milchbauern sei weiterhin notwendig und es sei zu begrüßen, dass nun auch - endlich - größere deutsche Molkereiunternehmen entsprechende Umsetzungsschritte angehen würden.

Der Bauernverband wies darauf hin, dass es zum Stand 18. Dezember 2019 möglich gewesen sei, über die Nutzung von Warenterminkontrakten für das Jahr 2020 einen umgerechneten Milchwert in Höhe von durchschnittlich 37 Cent/kg abzusichern. Diese Absicherungsmöglichkeit sei durch praktikable Angebote den Milchbauern auch nutzbar zu machen.

Quelle: topagrar

In zwei Jahren gaben 9 Prozent der Milchbauern auf

In zwei Jahren haben 9 Prozent der Milchbauern aufgegeben. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Milchkühe um 4,5 Prozent zurück.

Die Zahl der rindhaltenden Betriebe lag in Deutschland am 3. November 2019 bei 135.765 Stück. Das waren 2,8 Prozent oder gut 3.844 Betriebe weniger als vor einem Jahr und 5,5 Prozent weniger als vor zwei Jahren.

Die Anzahl der Milchbauern lag im November bei 59.925. Das waren 4,6 Prozent bzw. 2.888 Betriebe weniger als vor einem Jahr. Im November 2017 wurden noch 65.782 Milchvieh-Betriebe gezählt. Das heißt, in den vergangenen zwei Jahren haben 8,9 Prozent beziehungsweise 5.857 Milchbauern das Handtuch geworfen.

Zum Stichtag 3. November 2019 wurden in Deutschland 11,6 Millionen Rinder gehalten. Das waren 2,6 Prozent oder 309.560 Rinder weniger als zum 3. November 2018.

Milchkühe wurden 4,01 Millionen Tiere gezählt. Das waren 89.189 bzw. 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Vor zwei Jahren hielten die deutschen Bauern noch knapp 4,2 Millionen Milchkühe. Zu diesem Termin beträgt der aktuelle Bestandsrückgang 187.366 Tiere bzw. 4,5 Prozent.

Quelle: topagrar

Milchmarkt 2019 wieder in ruhigeren Bahnen

23.12.2019 (AMI) – Im Jahr 2019 rückten die Verwertungen der Milch an den heimischen Rohstoff- und Produktmärkten wieder näher zusammen. Die Preisextreme der Vorjahre setzten sich nicht fort und es stellte sich eine gewisse Normalität ein. Bei teils gedämpftem Milchaufkommen gingen die Erlöse am Fettmarkt in weiten Teilen des Jahres zurück, während die Eiweißseite kontinuierlich zulegte. Bei den Erzeugerpreisen führte dies zu einem ungewöhnlich stabilen Verlauf.Der Milchmarkt war 2019 von einem gedämpften Rohstoffaufkommen gekennzeichnet. Dies war global wie auch regional in der EU und in Deutschland zu beobachten. Die Ursachen hierfür waren zumeist fehlende Niederschläge oder Hitzeperioden, die sich dämpfend auf die Milchproduktion ausgewirkt haben. Die Gesamtnachfrage nach Milchprodukten nahm hingegen weiter zu. Vor allem Milcheiweiß war sehr gefragt und nur begrenzt verfügbar. Nach dem Abbau der Interventionsbestände an Magermilchpulver in der EU, die lange eine Erholung der Preise verhindert hatten, ging es somit wieder bergauf. Magermilchpulver setzte sich 2019 nachhaltig vom historischen Preistief ab. Butter bewegte sich hingegen, in Folge einer ausreichenden Verfügbarkeit, wieder deutlich unter den Preisspitzen von 2017 und 2018. Dadurch hat sich die Gesamtverwertung der Milch insgesamt stabilisiert und der Markt verlief wieder in deutlich ruhigeren Bahnen.Die gegenläufigen Entwicklungen an den Produktmärkten führten auf der Erzeugerebene zu einem sehr stabilen Verlauf. Dennoch überwogen 2019 schwächere Tendenzen als Folge der rückläufigen Butterpreise. Die nachgebende Verwertung von Käse und Molke verlängerte die Schwächeperiode bis in den Herbst. Im letzten Drittel folgte im Zuge der Preisbefestigung an den Produktmärkten auch eine gewisse Erholung bei den Erzeugerpreisen, die jedoch deutlich schwächer ausgeprägt war als in den beiden Vorjahren. Konventionell erzeugte Kuhmilch wird im Jahresmittel das Ergebnis des Vorjahres dadurch leicht verfehlen.

Quelle: AMI

Reges Weihnachtsgeschäft mit Schnittkäse

19.12.2019 (AMI) – Das Weihnachtsgeschäft mit Schnittkäse ist weiterhin von umfangreichen Abrufen gekennzeichnet. Auch für Januar berichten die Hersteller über eine gute Auftragslage. Die Bestände in den Reifelagern fielen nach wie vor vergleichsweise niedrig aus, für zusätzliche Anfragen war keine Ware verfügbar. Die Preise haben sich auf erhöhtem Niveau stabilisiert.Am Käsemarkt hat sich die rege Nachfrage im Vorfeld der Feiertage fortgesetzt. Das Weihnachtsgeschäft lief in der Berichtswoche unvermindert weiter und die Hersteller zeigten sich mit dem Verlauf durchaus zufrieden. Insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel orderte umfangreiche Mengen an Schnittkäse.In Folge der hohen Bestellungen waren die Bestände in den Reifelagern der Hersteller zuletzt weiter auf niedrigem Niveau. Bei nach wie vor saisonal begrenztem Rohstoffaufkommen konnte die Käseproduktion nicht angepasst werden. Für das Bestandskundenkundengeschäft fiel das Angebot dadurch nur knapp ausreichend aus. Zudem stellte der hohe Warenausgang die Hersteller vor logistische Herausforderungen. Ware für zusätzliche kurzfristige Anfragen stand jedoch weiterhin nicht zur Verfügung. Preislich bewegte sich Schnittkäse im Dezember leicht über dem Niveau vom November.

Quelle: AMI

Globaler Milchmarkt 2019 weiter gewachsen

19.12.2019 (AMI) – Im Jahr 2019 ist die globale Milcherzeugung weiter gestiegen. Regional verlief das Wachstum jedoch, vor allem witterungsbedingt, gedämpft. Zeitgleich hat auch die Nachfrage nach Milchprodukten zugenommen, vor allem in Asien. Hiervon profitierten vorrangig die Anbieter in Ozeanien und der EU. Bei den USA dämpften die Auswirkungen der Handelsstreitigkeiten die Absatzmöglichkeiten.Der Weltmilchmarkt ist ein stark wachsender Markt. Auch 2019 haben sich die steigenden Tendenzen fortgesetzt. Die FAO schätzt den Anstieg auf 1,4 %. Die umfangreichsten Mehrmengen entfallen dabei auf Asien, dort vor allem auf Indien. In den übrigen Regionen sind die Anstiege bestenfalls unterdurchschnittlich, in Ozeanien zeichnen sich hingegen rückläufige Entwicklungen ab.Regional sind die steigenden Tendenzen bereits im Herbst 2018 ins Stocken geraten. Dies war vornehmlich die Folge von Dürre- und Hitzeperioden, die sich dämpfend auf die Milchproduktion ausgewirkt haben. Da hiervon auch teils die großen Exporteure von Milchprodukten betroffen waren, machte sich dies auch beim globalen Angebot bemerkbar.

Internationale Nachfrage nimmt weiter zu

Dem teils gedämpften Angebot stand ein weltweit steigender Bedarf an Milchprodukten gegenüber. Treiber hierfür waren nach wie vor die wachsende Weltbevölkerung, die steigende Kaufkraft in den Schwellenländern und die dortige Verwestlichung der Verzehrsgewohnheiten. Im Zuge dessen ist die globale Nachfrage 2019 in fast allen wichtigen Produktbereichen weiter gewachsen.

Die EU hat in den vergangenen Jahren im Zuge dessen ihre Marktbedeutung ausgebaut. 2019 ist die Gemeinschaft, kurz vor Neuseeland, der größte Exporteur von Milchprodukten sein. Beide haben in diesem Jahr von der wachsenden Nachfrage profitiert. Bei den USA, mit deutlich Abstand im Ranking der Exporteure auf Rang Drei, machten sich hingegen vermehrt die Auswirkungen der Handelsstreitigkeiten mit traditionell bedeutenden Abnehmern wie Mexiko und China bemerkbar.

Weltmarktpreise auf erhöhtem Niveau

Durch das begrenzte Angebot und die gleichzeitig wachsende Nachfrage haben sich Anfang 2019 festere Preistendenzen am Weltmarkt eingestellt. Seit der Jahresmitte bewegen sich die Preise für Milchprodukte insgesamt auf erhöhtem Niveau. Knappheiten zeigten sich dabei vor allem auf der Eiweißseite, die im Jahresverlauf, nach dem Abbau der Bestände in den USA und der EU, deutlich höher bewertet wurde. Bei Käse und Butter kam es hingegen zwischenzeitlich auch zu Preiskorrekturen nach unten.

Quelle: AMI

QM-Milch: Unbedenklichkeitsbescheinigung läuft aus

QM-Milch hat die „Futtermittelvereinbarung über den Einsatz von Futtermitteln in der Milcherzeugung“ überarbeitet. Eine wichtige Neuerung sei die Streichung der Unbedenklichkeitsbescheinigung. Diese ist ab 1. Januar 2020 nicht mehr gültig.Bisher konnten Unternehmen, die Futtermittel an Milcherzeuger verkaufen, über eine Selbsterklärung die Unbedenklichkeit ihrer Produkte bescheinigen. Nun müssen alle Hersteller und Händler von Futtermitteln bei anerkannten Standardgebern für Futtermittel (QS, von QS anerkannte Standards, GMP+ International) zertifiziert sein, um ihre Erzeugnisse in das QM-Milch-System zu liefern. Die Unternehmen müssen zudem die Anforderungen der Futtermittelvereinbarung anerkennen und werden in zentralen Listen registriert. Durch die Teilnahme an einem anerkannten Zertifizierungssystem würden die Futtermittelunternehmen strengen Vorgaben und einem kontinuierlichen Monitoringprogramm unterliegen. Somit will QM-Milch die Sicherheit von Futtermitteln in der Milcherzeugung erhöhen.Die neue Futtermittelvereinbarung und die Listen der lieferberechtigten Futtermittelunternehmen finden Sie hier:.

https://www.qm-milch.de/futtermittelsicherheit-562028

Quelle: topagrar

EU-Milchanlieferung umfangreicher als im Vorjahr

17.12.2019 (AMI) – Die Molkereien in der EU haben im Oktober 2019 weiterhin mehr Milch erfasst als vor Jahresfrist. Die verstärkten Zuwächse wie in den beiden Vormonaten wurden dabei aber nicht mehr erreicht. Auch in den Folgemonaten dürfte das Rohstoffaufkommen umfangreicher ausfallen als 2018.Seit Juli bewegen sich die Anlieferungsmengen in der EU oberhalb des Vorjahresniveaus, nachdem dieses im ersten Halbjahr phasenweise unterschritten wurde. In Richtung Herbst hat sich der Zuwachs zunächst verstärkt. Zu Beginn des vierten Quartals schwächte sich das Wachstum allerdings wieder etwas ab. Im Oktober haben die Molkereien in der EU-28 nach teils noch vorläufigen Ergebnissen rund 0,5 % mehr Milch erfasst als ein Jahr zuvor. In der Summe lag die in den europäischen Molkereien erfasste Milchmenge dadurch von Januar bis Oktober um 0,4 % über den Mengen des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes.Da die Anlieferung in den letzten Monaten von 2018 witterungsbedingt gedämpft verlaufen ist, könnte sich der Vorsprung bis zum Jahresende weiter vergrößern. Dies spiegelt sich auch im jüngsten Short-Term Outlook der EU-Kommission wider. Darin schätzt sie für 2019 einen Anstieg der Milchanlieferung um 0,5 %.In den einzelnen Mitgliedstaaten waren die Entwicklungen im Oktober teils gegenläufig. Bei den größten Erzeugerländern der EU lagen die Anlieferungsmengen über der Vorjahresmarke, wobei sich der Anstieg gegenüber 2018 überwiegend verstärkt hat. In Irland und dem Vereinigten Königreich, wo bis in den Spätsommer deutliche Mengenanstiege zu beobachten waren, ist das Wachstum mittlerweile zum Stillstand gekommen und die Anlieferungsmengen sind wieder unter die Vorjahreslinie gesunken.

Quelle: AMI

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