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Marktentwicklung

Presseschau

Neu erschienen: Die Markt Bilanz Milch 2024

15.04.2024 (AMI) – Der Milchmarkt 2023 war von erheblichen Preisschwankungen gekennzeichnet. Zu Jahresbeginn dominierten im Zuge der hohen Anlieferungsmengen Preisrückgänge das Bild. Erst im Herbst mit dem sinkenden Rohstoffaufkommen erfolgte eine Trendwende und die Preise zogen auf Erzeuger- und Verarbeiterebene erneut an.
Den Höchstpreisen im Jahr 2022 folgte Anfang 2023 zunächst eine Preiskorrektur. Stimuliert von Auszahlungsleistungen von knapp unter 60 Cent in den Wintermonaten stieg die Milcherzeugung in Deutschland nicht nur saisonal, sondern auch im Jahresvergleich kräftig an. Die zusätzlichen Mengen fanden teils jedoch nur schwerlich Abnehmer. Dadurch war Anfang 2023 erheblicher Druck an den Märkten für Milch- und Molkereiprodukte entstanden. Die Erlöse sanken produktübergreifend unter das hochpreisige Niveau von 2022 sowie teils unter jenes von 2021 und damit unter das Niveau von vor der Preisrallye. Die Nachfrage hingegen schwächelte und der internationale Handel mit Milchprodukten verlief gedämpft. Insbesondere China, der weltgrößte Importeur von Molkereiprodukten, fragte weniger Ware am Weltmarkt nach. Eine Erholung ließ lange auf sich warten. Erst im Herbst, mit den saisonal sinkenden Milchmengen, kamen Angebot und Nachfrage wieder stärker ins Gleichgewicht und der Markt drehte. Zunächst zogen die Preise für Butter und Magermilchpulver an, ihnen folgten zeitversetzt die Erzeugerpreise für Rohmilch.
Globaler Milchmarkt legt zu
Global gesehen hat die Milcherzeugung weiter zugenommen. Insbesondere für Asien sowie Zentralamerika/Karibik werden deutliche Zuwächse erwartet. Für Süd- und Nordamerika sowie Europa und Ozeanien fällt das Plus dagegen deutlich geringer aus. Demgegenüber gibt die FAO in Afrika für das Jahr 2023 eine überwiegend sinkende Milchproduktion an. Die sich verändernde globale Milchanlieferung wirkt sich auch auf die Exportmöglichkeiten der fünf größten Exportregionen für Milchprodukte aus. Dazu gehören global gesehen die EU-27, die USA, Neuseeland, Australien und Argentinien.
Quelle: AMI

Konsum von Milch, Käse und Butter rückläufig

Bonn - Die Menschen in Deutschland konsumieren weniger Milch, Käse und Butter.
Wie im Vorjahr sank der Pro-Kopf-Verbrauch im vergangenen Jahr, wie aus vorläufigen Zahlen hervorgeht, die die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung am Freitag veröffentlichte. Gründe könnten laut Behörde die nur langsam sinkenden Preise für Milch und Milchprodukte, das veränderte Ernährungsverhalten sowie der zunehmende Absatz pflanzlicher Milchalternativen sein.
Der Verbrauch von Konsummilch ging demnach um knapp ein Prozent auf etwas weniger als 46 Kilo pro Kopf zurück. Die Herstellung sank im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Prozent auf rund 4,2 Millionen Tonnen. Rückläufig war auch der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse, der um 816 Gramm auf 23,8 Kilo sank. Die Käseherstellung stieg von 2,64 Millionen auf 2,66 Millionen Tonnen.
Die Käse-Exporte erreichten mit 1,41 Millionen Tonnen den höchsten Wert seit 1992. Weniger verbraucht wurden Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse. Der Verbrauch pro Person fiel um 1,4 Prozent auf 5,6 Kilo. Die Herstellung legte um 1,8 Prozent auf 481.000 Tonnen zu.
Die Zahl der Milchkühe ging 2023 erneut zurück. Sie sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 3,7 Millionen Tiere. Rückläufig ist auch die Zahl milchkuhhaltender Betriebe. Sie sank um mehr als vier Prozent auf 50.581. Die durchschnittliche Milchleistung pro Kuh und Jahr erhöhte sich von 8.504 auf 8.780 Kilo.
Quelle: proplanta

Blockbutter wird teurer

Bonn - Nach den Osterfeiertagen hat sich in den Supermärkten die Nachfrage für gängige Milchprodukte vorübergehend abgeschwächt, doch wird insgesamt gesehen von einem ordentlichen Absatzvolumen für die Jahreszeit gesprochen.
Besonders gefragt war laut der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten die Blockbutter. In verschiedenen Bereichen, darunter die Lebensmittelindustrie, habe es kurzfristigen Bedarf gegeben. Das machte sich in der amtlichen Notierung bemerkbar, die am Mittwoch (10.4.) in Kempten im Spannenmittel um 25 Cent auf 5,80 Euro/kg bis 6,00 Euro/kg angehoben wurde. Die lose Ware liegt damit im Niveau wieder nahe bei der Päckchenbutter, die unverändert in einer Spanne von 5,84 Euro/kg bis 6,05 Euro/kg notiert wurde.
Anfang April hatten die Discounter ihren Verkaufspreis für Butter der Eigenmarken moderat um 6 Cent auf 1,75 Euro für das 250-Gramm-Päckchen angehoben. Allerdings konnten die Verbraucher bei den verschiedenen Supermarktketten Markenbutter als Aktionsware im Angebot auch günstiger einkaufen. Die amtlichen Notierungen für Hart- und Schnittkäse blieben auf einem ausgeglichenen Markt, wie bereits in den Vorwochen, unverändert.
Stabile Milchpulverpreise
Die Verkaufspreise von Milchpulver haben sich zuletzt kaum verändert. Bei Magermilchpulver in Lebensmittelqualität scheint es nach vorherigen Rückgängen eine Bodenbildung zu geben. Laut Kemptener Börse gab nur der Verkaufspreis am unteren Ende der Spanne um 3 Cent auf 2,27 Euro/kg nach; der obere blieb mit 2,48 Euro/kg stabil.
Futtermittelware ließ sich gänzlich unverändert zwischen 2,15 Euro/kg und 2,20/Euro/kg verkaufen. Laut Zentraler Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) war das Marktgeschehen recht ruhig; es wurden vorwiegend bestehende Kontrakte abgewickelt. Die Anbieter hoffen darauf, dass nach dem Ende des Ramadans wieder mehr Nachfrage aus den islamischen Ländern kommt.
Zu unveränderten Konditionen ließ sich Vollmilchpulver verkaufen. Das galt auch für Molkenpulver in Futtermittelqualität. Bei der lebensmitteltauglichen Ware hat sich laut ZMB die Nachfrage in Asien wieder belebt. Laut Erhebung der Kemptener Börse stieg der Verkaufspreis am unteren Spannenende um 2 Cent auf 0,90 Euro/kg; am oberen Ende erlöste das Molkenpulver stabil 0,99 Euro/kg.
Quelle: proplanta

Milchlieferbeziehungen: BMEL hält an Artikel 148 fest

Berlin - Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) bleibt dabei, die Artikel 148 und 210a der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) national anwenden zu wollen.
Wie die Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL, Dr. Ophelia Nick, am Mittwoch (10.4.) erneut bekräftigte, soll damit die Marktmacht der Milcherzeuger gestärkt werden. „Die Gestaltung der Lieferbeziehungen ist ein Baustein, um die Kräfteverhältnisse in der Wertschöpfungskette zugunsten der Milcherzeuger besser auszubalancieren“, sagte Nick bei der Veranstaltung „Landwirtschaft im Dialog“ von top agrar in Berlin.
Artikel 148 sieht vor, dass Erzeuger und Molkereien einen schriftlichen Vertrag schließen müssen, der Preis und Liefermenge regelt. Bislang erfahren Milchbäuerinnen und -bauern oft erst im Nachhinein, welchen Preis sie für ihre Rohmilch erhalten. Artikel 210a enthält kartellrechtliche Vereinfachungen in der Lebensmittelkette für Nachhaltigkeitsstandards, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen. Eine entsprechende Änderung der Agrarorganisationen- und Lieferkettenverordnung ging bereits Ende März in die Ressortabstimmung.
Verbändebündnis fordert Art. 148 GMO
Rückendeckung für das Vorhaben erhält das BMEL nun von einem landwirtschaftlichen Verbändebündnis. In einem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz fordern die Verbände, Artikel 148 anzuwenden. Unterzeichner sind unter anderem die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die Freien Bauern sowie Landwirtschaft verbindet Deutschland (LsV).
„Nur eine Preisbildung von unten nach oben im Zusammenwirken mit fest vereinbarten Liefermengen kann zu fairer Teilhabe der landwirtschaftlichen Betriebe führen“, heißt es in dem Schreiben vom Mittwoch (10.4.). Bislang hätten Molkereien auf Kosten der Betriebe „Exportpolitik“ betrieben. Der Preisdruck, der entstehe, damit die Molkereien weltweit wettbewerbsfähig sein können, „kostet alle Milcherzeuger in Deutschland täglich Milchgeld“.
Zweifel an preissteigernder Wirkung
Ob durch Artikel 148 tatsächlich die Erzeugerpreise für Rohmilch steigen werden, ist allerdings unklar. Aus Ministeriumskreisen wurde bereits eingeräumt, dass voraussichtlich zwar strukturelle Verbesserungen im Markt, aber keine höheren Preisniveaus erreicht werden. Auch das Thünen-Institut widersprach in einer Studie vom vergangenen Jahr dem Vorwurf, dass die Molkereien durch ihre Marktmacht den Rohmilchpreis drücken. Denn die Molkereien stünden nicht nur selbst unter Wettbewerbsdruck, sondern könnten es sich auch gar nicht leisten, Rohmilchlieferanten zu verlieren, indem sie Auszahlungspreise zu stark sinken lassen, so die Wissenschaftler.
Gegen einen Eingriff in den Milchmarkt durch Artikel 148 sprachen sich zuletzt auch der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) und der Milchindustrie-Verband (MIV) aus. Die Verbände bestritten die vom BMEL erwartete Stärkung der Milcherzeuger in der Kette und warnten vor einem bürokratischem Mehraufwand.
Quelle: proplanta

2024: Leicht erhöhtes Angebot erwartet

12.04.2024 (AMI) – Für 2024 wird am globalen Milchmarkt mit einem stagnierenden bis leicht erhöhten Milchaufkommen gerechnet. Der internationale Bedarf, vor allem aus China, schwächelt hingegen weiter. Auch im Hinblick auf die globalen Krisenherde wird sich der Milchmarkt 2024 einigen Herausforderungen stellen müssen.
Für das Jahr 2024 wird gegenüber dem abgelaufenen Kalenderjahr ein marginal erhöhter Anstieg der Milchmengen erwartet, so erste Einschätzungen auf Basis nationaler Prognosen. Zwar wurde in den für die Milcherzeugung bedeutenden Regionen das Vorjahresniveau zu Jahresbeginn zumeist leicht unterschritten, dies lag aber teils auch an den umfangreichen Milchmengen zu Beginn von 2023. Zu dieser Zeit erhielten die Milcherzeuger weltweit sehr hohe Milchpreise ausgezahlt und weiteten infolgedessen ihre Produktion deutlich aus. Auch zu Beginn von 2024 war das Auszahlungsniveau in einigen Regionen langfristig gesehen noch vergleichsweise hoch. Zeitgleich dämpften jedoch auch einige Faktoren wie beispielsweise ungünstige Witterungsverhältnisse, steigende Energiekosten und die angespannte globale Situation die Produktion zu Jahresbeginn.
Quelle: AMI

Pachtpreise steigen dramatisch – Bauern zahlen in 10 Jahren 50 % mehr

Die Pachtpreise sind in 10 Jahren um 50 % gestiegen. Am höchsten sind die Pachtpreise in den Veredlungshochburgen im Nordwesten. Aber auch in den anderen Regionen steigt die Pacht weiter steil an. Auch der Anteil der gepachteten Flächen unterscheidet sich stark.
Im Jahr 2023 hat das jährliche Pachtentgelt je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche bundesweit durchschnittlich 357 Euro betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 mitteilt, entsprach dies einem Anstieg von 9 % gegenüber 2020 (329 Euro).
Im Vergleich zu den Pachtentgelten von 2013 von 243 Euro  – also von vor 10 Jahren - sind die Pachtkosten für die Bauern um knapp 50 % gestiegen. Die insgesamt rund 16,6 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in Deutschland setzten sich in 2023 zu rund 60 % aus Pachtflächen (9,9 Millionen Hektar) und rund 38 % selbst bewirtschafteten Eigenflächen der landwirtschaftlichen Betriebe (6,4 Millionen Hektar) zusammen.
Knapp 2 % werden unentgeltlich zur Bewirtschaftung erhaltenen Flächen (276 800 Hektar) zusammen. Der überwiegende Teil der gepachteten Flächen war Ackerland (69 %), gefolgt von Dauergrünland (27 %) und sonstiger gepachteter Fläche (4 %).
Unter letzterer sind Flächen zu verstehen, für die keine klare Trennung zwischen Acker- und Dauergrünland angegeben werden konnte, sowie Reb- und Baumobstflächen oder Baumschul- und Gewächshausflächen.
Am teuersten ist die Pacht im Nordwesten
Das Bundesland mit den höchsten Pachtpreisen ist Nordrhein-Westfalen. Dort hat man im letzten Jahr bei den Kaufpreisen für Ackerland das bislang teuerste Bundesland Bayern überholt.
Bei den Pachtpreisen liegt das bevölkerungsreichte Bundesland mit seinen wichtigen Ackerbaustandorte und den Hochburgen der Veredelung im Jahr 2023 mit durchschnittlich 560 Euro je Hektar ebenfalls deutlich an der Spitze.
Dicht dahinter folgt, mit einem mittleren Pachtpreis von 548 Euro je Hektar, die andere Veredlungshochburg – nämlich Niedersachsen. Auf Platz 3 rangiert mit Pachtpreisen von durchschnittlich 479 Euro Schleswig-Holstein.
Erst danach kommt mit 415 Euro je Hektar Bayern – vor den beiden ostdeutschen Bundesländern und Ackerbaustandorten Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, mit 323 Euro und 305 Euro je ha.
Pachtflächenanteil im Osten am höchsten, in Bayern am niedrigsten
Ein Grund für die sehr unterschiedliche Pachtpreishöhe dürfte der regional stark abweichende Pachtlandanteil in den Bundesländern sein.
Je mehr Land sich nicht im Eigentum der Landwirte befindet, je mehr Land kann ihnen von den Verpächtern auch entzogen werden oder sie müssen eben mehr Geld für die Pacht zahlen, um es weiter zu bewirtschaften.
In Nordrhein-Westfalen liegt er Anteil an den Pachtflächen bei knapp 61 % und damit knapp unter dem Bundes-Durchschnitt. In Niedersachsen sind nur gut 59 % der Flächen gepachtet und 41 % im Eigentum der Landwirte.
In Bayern gehören den Bauern 43 % der Flächen und 57 % sind gepachtet und ein Schleswig-Holstein ist sind 57 % der Flächen Pachtland.
Besonders hoch ist der Pachtflächenanteil im Osten mit 76 % in Thüringen, 72 % in Sachsen-Anhalt und knapp 70 % in Sachsen. Den geringsten Pachtflächenanteil der ostdeutschen Länder hat Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 65 %.
Quelle: agrarheute

Große Inflationswelle wirklich vorbei und Zinswende in Sicht?

Wiesbaden - Billigere Nahrungsmittel und gesunkene Energiepreise machen Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland nach den vergangenen Preissprüngen Hoffnung.
Im März sank die Inflationsrate auf 2,2 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit rund drei Jahren. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Freitag vorläufige Daten. «Die Preissituation bei Energie und Nahrungsmitteln dämpfte die Inflationsrate bereits im zweiten Monat in Folge», erläuterte Behördenchefin Ruth Brand. «Im März 2024 waren Nahrungsmittel für Verbraucherinnen und Verbraucher erstmals seit Februar 2015 günstiger als ein Jahr zuvor.»
Die Teuerungsrate insgesamt war im März so niedrig wie zuletzt im Mai 2021 mit damals ebenfalls 2,2 Prozent. Niedriger war der Wert davor im April 2021 mit 2,0 Prozent. Im Februar des laufenden Jahres hatte die Inflation noch bei 2,5 Prozent und im Januar bei 2,9 Prozent gelegen. Die große Inflationswelle ist nach Einschätzung von Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater vorbei. «Die regelrechte Inflationspanik, die in Teilen der Bevölkerung durchaus zu Recht herrschte, liegt hinter uns», sagte der Ökonom der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX jüngst.
Einige Nahrungsmittel sogar günstiger
Für Nahrungsmittel zahlten die Menschen im März 0,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Vor allem frisches Gemüse (minus 20,1 Prozent) und Molkereiprodukte (minus 5,5 Prozent) wurden günstiger. Teurer binnen Jahresfrist wurden unter anderem Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren (plus 8,4 Prozent) sowie Obst (plus 4,2 Prozent).
Energie verbilligte sich trotz der zu Jahresanfang ausgelaufenen Energie-Preisbremsen und der Anhebung des CO2-Preises auf 45 Euro je Tonne Kohlendioxid (CO2) um 2,7 Prozent. Günstiger waren unter anderem Erdgas (minus 9,2 Prozent) und Strom (minus 8,1 Prozent). Fernwärme kostetet dagegen 20,6 Prozent mehr.
Dienstleistungen verteuerten sich um 3,7 Prozent. Deutlich mehr als ein Jahr zuvor mussten Verbraucherinnen und Verbraucher unter anderem für Versicherungen (plus 11,0 Prozent) zahlen. Der Gaststätten-Besuch kostete 6,9 Prozent mehr. Seit dem 1. Januar 2024 gilt für Speisen in der Gastronomie wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Februar stiegen die Verbraucherpreise im März um 0,4 Prozent.
Abschwächung der Inflation erwartet
Im Jahresschnitt erwarten führende Wirtschaftsforschungsinstitute eine deutliche Abschwächung der Inflation auf 2,3 Prozent nach 5,9 Prozent im vergangenen Jahr. Auf den letzten Metern könnte es allerdings noch holprig werden, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib unlängst. «Schon im April ist durch das Ende der Mehrwertsteuerabsenkung mit einem Preisschub bei der Gas- und Wärmeversorgung zu rechnen.»
Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Menschen können sich für einen Euro weniger leisten. Im vergangenen Jahr setzten viele Verbraucher daher den Rotstift an. Der Privatkonsum fiel als wichtige Konjunkturstütze aus.
Zinssenkung im Euroraum im Sommer erwartet
Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den Euroraum und Deutschland mittelfristig Preisstabilität bei einer Teuerungsrate von zwei Prozent an. Nach einer Serie von Zinserhöhungen im Kampf gegen die zeitweise hohe Inflation rechnen Volkswirte allgemein mit einer Senkung der Zinsen im Juni. Höhere Zinsen verteuern Kredite, was die Nachfrage bremsen und hohen Inflationsraten entgegenwirken kann. Teurere Finanzierungen sind aber zugleich eine Last für Unternehmen und private Investoren.
Im März lag der sogenannte HVPI, den die EZB für ihre Geldpolitik heranzieht, in Deutschland bei 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. HVPI steht für Harmonisierter Verbraucherpreisindex und dient dazu, Preisänderungen in der Eurozone international vergleichbar zu machen.
Quelle: proplanta

Buttermärkte zeigen sich uneinheitlich

11.04.2024 (AMI) – Die Nachfrage nach abgepackter Butter war je nach Absatzkanal unterschiedlich bei stabilen Preisen. Bei Blockbutter zeigte sich dagegen erneut eine leichte Belebung, dies führte zu steigenden Preisen.
Nach den umfangreichen Abrufen von abgepackter Butter rund um die Osterfeiertage, beruhigte sich die Nachfrage aus dem Lebensmitteleinzelhandel in der aktuellen Berichtswoche teilweise. Einige Händler schienen sich vor Ostern mit ausreichend Ware eingedeckt zu haben, die es nun galt abzuverkaufen. Auf der anderen Seite konnten die Verbraucher vermehrt Markenware aus Angebotsaktionen erwerben, deren Preis niedriger war als im Preiseinstiegssegment.
Quelle: AMI

Agrarpreise heftig gefallen: Getreide und Milch die großen Verlierer

Die Agrarpreise erholen sich Anfang 2024 leicht. Trotzdem bekommen die Bauern für die meisten Produkte deutlich weniger Geld als vor einem Jahr. Besonders schlimm sieht es bei Getreide und Milch aus. Dagegen sind die Kartoffelpreise erheblich höher als vor Jahresfrist.
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Februar 2024 um 5,7 % niedriger als im Februar 2023. Im Januar 2024 hatte die Veränderungsrate zum Vorjahresmonat bei -7,4 % gelegen, im Dezember 2023 bei -9,7 %, berichtet das Statistische Bundesamt.
Gegenüber dem Vormonat Januar 2024 stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Februar 2024 um 1,2 %. Dabei waren die Preise für pflanzliche Produkte insgesamt im Februar 2024 nur noch um 1,5 % niedriger als im Vorjahresmonat. Der Preisrückgang in der pflanzlichen Erzeugung war damit nach den Daten der Statistiker deutlich geringer als für tierische Erzeugnisse (-8,4 %).
Allerdings gab es bei pflanzlichen Produkten auch negative Ausnahmen: Nämlich Getreide (siehe unten). Im Januar 2024 hatten die Veränderungsraten zum Vorjahresmonat -2,4 % für pflanzliche Erzeugnisse und -10,7 % für tierische Erzeugnisse betragen.
Im Vergleich zum Vormonat waren die Preise für pflanzliche Produkte und auch für tierische Erzeugnisse im Februar 2024 jeweils um 1,2 % höher. Damit setzt sich die Preiserholung in vielen Produktionszweigen fort, wenn auch sehr langsam.
Getreidepreise stürzen weiter ab
Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 1,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die heftig gefallenen Preise für Getreide zurückzuführen. Diese waren im Februar 2024 um 33,6 % niedriger als im Februar 2023.
Im Januar 2024 hatte die Vorjahresveränderung bei -28,9 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Januar 2024 sanken die Getreidepreise um 7,9 %. Damit hat sich der Preissturz bei Getreide sogar noch einmal beschleunigt. Die Preise für Raps waren im Februar 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 24,4 % niedriger (Januar 2024: -25,1 % zum Vorjahresmonat). Für Futterpflanzen waren die Preise im Februar 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2 % günstiger (Januar 2024: -0,8 %).
Die Preise für Speisekartoffeln waren im Februar 2024 im Vergleich zum Februar 2023 hingegen um 47,1 % höher. Im Januar 2024 hatte die Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat +36,0 % betragen.
Damit steigen die Kartoffelpreise aufgrund der katastrophalen Erntebedungen hohen Ernteverluste weiter an.
Auch die Erzeugerpreise für Obst waren im Februar 2024 um 27,2 % höher als ein Jahr zuvor. Preissteigerungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit +40,0 %. Beim Gemüse (+8,3 %) stiegen insbesondere die Preise für Kohlgemüse (+46,0 %).
Preisverfall bei Milch und Rindern
Der Preisrückgang bei tierischen Produkten um 8,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die deutlich niedrigeren Preise für Milch zurückzuführen.
Der Milchpreis war im Februar 2024 um 15,3 % niedriger als im Vorjahresmonat (Januar 2024: -22,2 %). Gegenüber dem Vormonat Januar 2024 stieg der Preis für Milch allerdings leicht um 0,7 %.
Gleichzeitig waren die Preise für Schlachtschweine im Jahresvergleich um 2,5 % niedriger. Das war der erste Preisrückgang im Vorjahresvergleich seit November 2021 (-0,8 % gegenüber November 2020). Im Januar 2024 hatte die Veränderung zum Vorjahresmonat noch +3,4 % betragen.
Für Rinder fielen die Preise im Vorjahresvergleich um 6,2 %. Die Preise für Geflügel waren im Februar 2024 um 8,5 % niedriger als im Februar 2023. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere der Preisrückgang bei Enten und Puten um 12,8 %.
Die Preise für Hähnchen sanken binnen Jahresfrist um 5,7 %. Der Preisanstieg bei Eiern schwächte sich im Februar 2024 mit +11,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat weiter ab (Januar 2024: +16,3 %, Dezember 2023: +22,6 %).
Quelle: agrarheute

Milchpreise: Zuwächse schwächen sich ab

05.04.2024 (AMI) – Die Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Rohmilch sind im Februar nochmals leicht gestiegen, wenn auch in geringerem Umfang als zuvor. Damit profitierten sie von den stabilen Tendenzen an den Märkten für Milch- und Molkereiprodukte zu Jahresbeginn.
Die Milchviehhalter in Deutschland erhielten im Februar nach ersten Schätzungen der AMI 44,2 Ct/kg für ihren konventionell erzeugten Rohstoff mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Das waren knapp 0,3 Ct mehr als im Januar dieses Jahres, womit sich der Anstieg gegenüber dem Vormonat leicht abgeschwächt hat. Nur noch 28 % der Molkereien haben ihre Auszahlungsleistung angehoben. Rund zwei Drittel der Unternehmen zahlte ein konstantes Milchgeld. Rücknahmen waren hingegen die Ausnahme.
Quelle: AMI

Magermilchpulver tendiert schwächer

Bonn - Am deutschen Milchmarkt haben fetthaltige Erzeugnisse derzeit einen besseren Stand als Eiweißträger. Magermilchpulver tendierte weiter schwach, zumindest Sprühware in Lebensmittelqualität.
Die betreffende amtliche Notierung an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten wurde am Mittwoch (3.4.) um 3 Cent beziehungsweise 2 Cent auf 2,30 Euro/kg bis 2,48 Euro/kg gesenkt. Damit lag diese Notierung am oberen Ende erstmals seit September 2023 wieder unter der Marke von 2,50 Euro.
Magermilchpulver in Futtermittelqualität kostete unverändert 2,15 Euro/kg bis 2,20 Euro/kg. Stabil blieben auch die Erlöse für Vollmilchpulver; es notierte bezogen auf ein Kilogramm bei 3,55 Euro bis 3,65 Euro. Während lose Butter mit 5,60 Euro/kg bis 5,70 Euro/kg preislich ebenfalls keine Bewegung zeigte, notierte Päckchenbutter am oberen Ende um 5 Cent fester. Sie erlöste laut der Börse zwischen 5,84 Euro/kg und 6,05 Euro/kg.
Butter an der GDT teurer als hierzulande
Derweil tendierten die Preise sowohl für Butter als auch für Milchpulver am Weltmarkt nach den vorherigen Abschlägen zuletzt wieder etwas fester. Bei der Auktion an der Global Dairy Trade (GDT) am Dienstag (2.4.) erhöhte sich der durchschnittliche Verkaufspreis für Vollmilchpulver, dem dort wichtigsten Erzeugnis, gegenüber der Handelsrunde von Mitte März um 3,4% auf 3.003 Euro/t; verglichen mit dem Hoch Anfang Februar ist das aber noch ein Minus von 6,2%.Für Magermilchpulver erlösten die Anbieter aktuell im Schnitt aller Kontrakte 2.359 Euro/t; das waren 1,4% mehr als bei der Auktion vor zwei Wochen, jedoch 8,5% weniger als Mitte Februar. Der GDT-Preis für das Vollmilchpulver lag damit um gut 6% über dem Vorjahresniveau, während Magermilchpulver noch um rund 1% darunter lag.
Die Tonne Butter wurde bei der jüngsten GDT-Auktion bei einem Aufschlag von 3,1% für durchschnittlich 6.098 Euro gehandelt; das war der höchste Wert in diesem Jahr und bedeutete ein Plus von 43% gegenüber Anfang April 2023. Zudem war die an der GDT gehandelte Butter damit wieder teurer als das Milchfett in Deutschland.
Quelle: proplanta

Umsatzsteuersätze auf Lebensmittel bleiben

Berlin - Die Bundesregierung plant in dieser Legislaturperiode keine Änderungen an den Mehrwertsteuersätzen. Das hat sie in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion klargestellt.
Die Regierung beruft sich dabei auf den Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP, der das nicht vorsehe. Eine umfassend angelegte Reform der Umsatzsteuersätze erfordere einen breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens, welche Leistungen umsatzsteuerrechtlich förderungswürdig seien, heißt es in der Antwort. Darin räumt die Bundesregierung ein, dass „gesellschaftlich vielfältige Forderungen nach Änderungen bei den Umsatzsteuersätzen“ bestünden.
Bekanntlich schlägt die Borchert-Kommission eine Anhebung des ermäßigten Satzes auf Fleisch als eine Option vor, den Umbau der Tierhaltung langfristig zu finanzieren. Zuletzt hatte der Bürgerrat Ernährung empfohlen, Fleisch von Tieren der Haltungsformen 1 und 2 mit dem regulären Satz von 19% zu besteuern. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir setzt stattdessen auf einen „Tierwohlcent“, zeigt sich aber auch offen für andere Lösungen.
„Alltägliches Lebensmittel“ ohne Relevanz
Die Union listet in ihrer Kleinen Anfrage eine Reihe von vermeintlichen Ungereimtheiten bei der Mehrwertsteuer auf. Sie möchte beispielsweise wissen, warum Lebensmittel wie Tofu und Fleisch- sowie Milchersatzprodukte und Süßkartoffeln, die mittlerweile von vielen Menschen alltäglich konsumiert würden, nicht dem ermäßigten Steuersatz unterlägen.
Laut Bundesregierung spielen jedoch weder das Kriterium „alltägliches Lebensmittel“ noch die Ernährungsformen im deutschen Umsatzsteuerrecht eine Rolle. Vielmehr gelte die allgemeine Systematik, nach der Nahrungsmittel grundsätzlich dem ermäßigten Umsatzsteuersatz und Getränke mit Ausnahme von Leitungswasser, Milch und bestimmten Milchmischgetränken grundsätzlich dem Regelsteuersatz unterliegen. Im Übrigen gelte für Fleischersatzprodukte und Tofu der ermäßigte Steuersatz.
Maulesel und Rennpferde
Den ermäßigten Steuersatz auf Maulesel und Rennpferde begründet die Regierung mit der Historie. Bei der ursprünglichen Festlegung des ermäßigten Satzes für lebende Maulesel und Maultiere sowie Pferde im Allgemeinen seien diese als Nutztiere in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Bergbau für besonders förderungswürdig erachtet worden. Die einstige Begünstigung von Rennpferden ziele vermutlich auf die Förderung der Tierzucht ab.
Seit dem 1. Juli 2012 würden jedoch lebende Pferde im Allgemeinen und damit auch Rennpferde nicht mehr begünstigt, sehr wohl jedoch Maultiere und Maulesel. Für gerechtfertigt hält die Regierung die unterschiedlichen Sätze für Speisen in der Gastronomie und solchen zum Verkehr außer Haus. Bei der Bewirtung im gastronomischen Bereich handle es sich nicht um eine Lieferung von Speisen, sondern aufgrund der überwiegenden Dienstleistungselemente um eine nicht begünstigte sonstige Leistung.
Quelle: proplanta

Milchpreise: Für Biomilch zahlen die Molkereien keine höheren Preise

Die Biomolkereien zahlen seit Monaten fast unveränderte Preise. Im Norden sind die Biomilchpreise sogar gefallen. Ansonsten tut sich wenig. Allerdings ist die Biomilchmenge 2023 um fast 5 % gewachsen. Aktuell wächst die Produktion nicht weiter.Text mit Einzug
Angesichts der 2024 weiter gewachsenen Mengen an Biomilch scheint eine deutlich Preiserholung auf das Niveau des Orientierungspreises jedoch nicht besonders realistisch.
Knapp 56 Cent je kg haben die Biobauern im Januar 2024 für ihre Milch bekommen, zeigen die Daten der BLE. Damit sind die Biomilchpreise seit Monaten fast unverändert und bewegen sich im Bundesmittel zwischen 54,5 und 56,84 Cent (4 % Fett, 3,4 % Eiweiß).
Im Jahresvergleich waren die Biomilchpreise im Januar 2024 rund 9,81 Cent niedriger. Das Jahr 2024 hat bislang auch nicht den erhofften Aufschwung gebracht. Die meisten Biomolkereien ließen ihre Preise im Januar und Februar unverändert. Eine etwas andere Entwicklung als im konventionellen Bereich, wo im Februar zumindest einige Molkereien die Preise nach oben korrigiert haben.
Fakt ist auch, dass die derzeitigen Milchpreise die Kosten der Ökobauern nicht decken. Das ist allerdings eine Entwicklung, die mit den Problemen der konventionellen Milchbauern eins zu eins übereinstimmt.
Das Problem ist nur: Die Kosten im Ökobereich sind ungleich höher: Die ökologisch wirtschaftenden Milchbetriebe benötigen nach Berechnungen der Bioverbände Bioland und Naturland einen Erzeugerpreis von 69,6 Cent je Kilogramm Rohmilch, um "nachhaltig produzieren" zu können.
Wie die beiden Öko-Anbauverbände mitteilten, wäre das dann auch der von ihnen berechnete Orientierungspreis, um den Aufwand der Biomilcherzeugung zu decken.
Milchmenge 2023 kräftig gewachsen – 2024 bleibt die Produktion relativ stabil
Angesichts der 2023 weiter kräftig gewachsenen Menge an Biomilch scheint eine deutlich Preiserholung auf das Niveau des Orientierungspreises jedoch nicht besonders realistisch: So haben die Biolandwirte trotz der schwierigen Absatzlage im Jahr 2023 rund 4,9 % mehr Milch erzeugt als im Jahr zuvor.
Dabei ging der Produktionszuwachs im Jahresverlauf jedoch zurück und lag im November sogar erstmals seit langem überhaupt 1,7 % unter dem Vorjahreswert und im Dezember nur 0,8 % darüber. Im Januar 2024 blieb die Produktion dann erneut 0,5 % unter dem Vorjahr.
Fakt ist auch: knapp die Hälfte der gesamten Biomilch wird in Bayern erzeugt. Dort lag der Produktionszuwachs 2023 bei 4,4 % und im Januar 2024 dann etwa auf dem Niveau des vorigen Jahres.
Die stärksten Produktionszuwächse verzeichneten die Biomilcherzeugung 2023 im Norden: nämlich in Schleswig-Holstein mit 16,1 % und in Niedersachsen mit 11,1 % sowie in Ostdeutschland mit 9,6 %.
Dagegen ging die Erzeugung 2023 in Nordrhein-Westfalen sowie in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland leicht zurück bzw. stagnierte.
      Biomilchpreise fallen und fallen – zu viel Biomilch und Kaufkrise
Im Norden sind die Biomilchpreise gefallen – im Süden ändert sich nichts  Knapp 56 Cent je kg haben die Biobauern im Januar 2024 für ihre Milch bekommen, zeigen die Daten der BLE. 
Interessanterweise gingen die Bio-Milchpreise in den beiden Bundesländern mit den höchsten Zuwachsraten im Januar 2024 zurück. So bekamen die Biobauern in Schleswig-Holstein im Januar 2024 nur noch 55,42 Cent je kg Milch ausgezahlt.  Das waren 2,26 Cent weniger als im Dezember.
In Niedersachsen gingen die Biomilchpreise von 57,81 Cent je kg auf 57,60 Cent nur ganz leicht zurück. In beiden norddeutschen Bundesländern erzeugten die Biolandwirte insgesamt jedoch nur knapp 4  % bzw. 9 % der deutschen Biomilchmenge. Das ist deutlich weniger als im Süden und auch weniger als allein in Baden-Württemberg mit rund 14 % der Biomilchmenge.
Die bayerischen Biobauern mussten sich auch im Januar 2024 mit einem deutlich niedrigeren Auszahlungspreis von 55,78 Cent zufriedengeben als ihre Kollegen in Niedersachsen. In Nordrhein-Westfalen lag der Biomilchpreis im Januar 2024, trotz eines leichten Anstiegs, sogar nur bei 52,87 Cent.
Quelle: agrarheute

Einsetzende Stabilisierung an den Pulvermärkten

28.03.2024 (AMI) – Die Abwärtsbewegung, die in den vergangenen Wochen die Märkte für Milch- und Molkenpulver bestimmte, ist in der Osterwoche zum Stillstand gekommen. Magermilchpulver in Lebensmittelqualität und Molkenpulver wurden etwas niedriger notiert, die Notierungen für Vollmilchpulver und Magermilchpulver in Futtermittelqualität scheinen ihren Boden gefunden zu haben.
Weiterhin ruhig zeigte sich Ende März der Markt für Vollmilchpulver. Die Nachfrage wurde von den Marktbeteiligten als saisonal üblich eingeschätzt und in Folge der Absatzmöglichkeiten im In- und Ausland stellte sich die Lage am heimischen Markt recht ausgeglichen dar. Hier und da kamen Abschlüsse für kurzfristige und langfristige Liefertermine zustande. Die Preise im Inland haben sich im Zuge des ruhigen Marktgeschehens vor den Osterfeiertagen zuletzt stabilisiert. Die Notierung für Vollmilchpulver wurde an der Butter- und Käse-Börse in Kempten am 27.03.24 mit einer Spanne von 3.550 bis 3.650 EUR/t auf dem Niveau der Vorwoche belassen.
Quelle: AMI

 

 

USA: Vogelgrippe-Viren in Kuhmilch nachgewiesen

In den USA wurden nicht pasteurisierte Milchproben positiv auf das Vogelgrippevirus getestet.
Im US-amerikanischen Kansas wurden nicht pasteurisierte, klinische Milchproben von erkrankten Rindern positiv auf die hochpathogene Vogelgrippe (HPAI) getestet. Außerdem wurde aus einer weiteren Molkerei in Texas ein Abstrich aus dem Rachenraum einer Kuh positiv auf das Virus getestet. Das teilte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) am Montag, 25. März 2024, mit. Am vergangenen Freitag (22. März 2024) und am darauffolgenden Wochenende wurden weitere Tests eingeleitet, da die betroffenen Farmen berichteten, auf ihren Flächen verendete Wildvögel gefunden zu haben. Basierend auf den befunden aus Texas wird vermutet, dass Funde bei den Rindern durch Wildvögel eingeschleppt wurden.
Die Nachweise in Milch und einer Milchkuh zeigen die große Reichweite des Vogelgrippevirus, erklärte das USDA. Das USDA untersucht zusammen mit der Food and Drug Administration (FDA) und die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sowie staatliche Veterinär- und Gesundheitsbehörden Milchkühe in Kansas, Texas und New Mexico mit Symptomen wie verminderter Milchproduktion und geringem Appetit, sagte das USDA.
Vogelgrippe-Viren in Milch: Kein Risiko für Verbraucher
Derzeit bestehen keine Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Milchversorgung, erklärte die Behörde weiter. Außerdem bestünde kein Risiko für die Gesundheit der Verbraucher. Molkereien sind verpflichtet, nur Milch von gesunden Tieren zur Verarbeitung für den menschlichen Verzehr weiterzuleiten. Milch von betroffenen Tieren wird umgeleitet oder vernichtet, sodass sie nicht in die Nahrungsversorgung gelangt. Darüber hinaus sei die Pasteurisierung in der Lage, Bakterien und Viren wie Grippeviren in der Milch zu inaktivieren. Für jede Milch, die in den zwischenstaatlichen Handel gelangt, sei eine Pasteurisierung erforderlich, teilte das USDA mit.
Quelle: agrarheute

Tierhalter widerstehen Krisenzeiten – Viehhaltung bleibt extrem wichtig

Die Zahl der Tierhalter und der Viehbestände ist in den letzten 3 Jahren nicht so drastisch geschrumpft wie befürchtet. Dabei haben die Krisen der letzten Jahre der Tierhaltung massiv zugesetzt – und tun dies weiter. Doch Zahl der Tierhalter und auch der Tierbestände blieb überraschend stabil, wie Agrarstrukturerhebung 2023 zeigt.
Zum Stichtag 1. März 2023 gab es in Deutschland rund 161.700 landwirtschaftliche Betriebe mit Viehhaltung.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 mitteilt, ging die Zahl der viehhaltenden Betriebe damit zwischen 2020 (rund 168.800 Betriebe) und 2023 um etwa 4 Prozent oder 7.100 Betriebe zurück.
Im Jahr 2023 hielten damit 63 Prozent der insgesamt rund 255.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland noch Vieh. Der Anteil der viehhaltenden Betriebe blieb damit im Vergleich zum Jahr 2020 (64 %) nahezu konstant.
Rinder: Etwas Weniger Betriebe, aber mehr Tiere pro Betrieb
Unter den viehhaltenden Betrieben war die Rinderhaltung am weitesten verbreitet. In insgesamt 100.700 Betrieben (62 % aller Betriebe mit Viehhaltung) wurden zum Stichtag 1. März 2023 zusammen 10,9 Millionen Rinder gehalten.
Im Zeitraum 2020 bis 2023 gingen die Zahl der rinderhaltenden Betriebe um 7 Prozent (-7.300 Betriebe) und die Rinderbestände um 4 Prozent (-423 760 Tiere) zurück. Die durchschnittliche Größe einer Rinderhaltung stieg damit von 104 auf 108 Tiere pro Betrieb.
Die Zahl der Milchviehbetriebe schrumpfte von 2020 bis 2023 immerhin um 14 Prozent auf 46.600 Betriebe mit 3,8 Millionen Milchkühen (-4 %). Die durchschnittliche Zahl der Milchkühe pro Betrieb nahm dadurch von 72 auf 81 Tiere zu.
Die meisten Rinder in Deutschland werden nach wie vor in Bayern gehalten. Mehr als ein Viertel (26 %) des Gesamtbestandes stehen in bayerischen Betrieben. Dicht darauf folgt Niedersachsen mit gut einem Fünftel (22 %) des Rinderbestandes.
15 % weniger Schweine - etwas weniger Schweine pro Betrieb
27.600 Betriebe in Deutschland hielten zum 1. März 2023 insgesamt 22,4 Millionen Schweine. Drei Jahre zuvor wurden noch 31.900 Betriebe mit 26,3 Millionen Schweinen gezählt.
Innerhalb von drei Jahren ging die Anzahl der Betriebe mit Schweinehaltung damit um 4.300 oder 13 Prozent zurück.
Der Schweinebestand schrumpfte damit von 2020 bis 2023 um 15 Prozent oder 3,9 Millionen Tiere. Überraschenderweise ging auch die durchschnittliche Zahl der Schweine pro Betrieb von 826 auf 810 Tiere zurück.
Deutlich mehr als die Hälfte (62 %) aller Schweine in Deutschland wird in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gehalten.
Quelle: agrarheute

 

Zahl viehhaltender Betriebe zwischen 2020 und 2023 um 4 % gesunken

Während die Rinder- und Schweinebestände rückläufig sind, investieren die Landwirte zunehmend in die Legehennenhaltung.
Zum Stichtag 1. März 2023 gab es in Deutschland rund 161.700 landwirtschaftliche Betriebe mit Viehhaltung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 mitteilt, ging die Zahl der viehhaltenden Betriebe zwischen 2020 (rund 168.800 Betriebe) und 2023 um etwa 4 % oder 7.100 Betriebe zurück.
Im Jahr 2023 hielten damit 63 % der insgesamt rund 255.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland Vieh – der Anteil der viehhaltenden Betriebe blieb damit im Vergleich zum Jahr 2020 (64 %) nahezu konstant.
Rinder: Weniger Betriebe, aber mehr Tiere pro Betrieb
Unter den viehhaltenden Betrieben war die Rinderhaltung am weitesten verbreitet. In insgesamt 100.700 Betrieben (62 % aller Betriebe mit Viehhaltung) wurden zum Stichtag 1. März 2023 zusammen 10,9 Mio. Rinder gehalten.
Im Zeitraum 2020 bis 2023 gingen die Zahl der rinderhaltenden Betriebe um 7 % (-7 300 Betriebe) und die Rinderbestände um 4 % (-423.760 Tiere) zurück. Die durchschnittliche Größe einer Rinderhaltung stieg dabei von 104 auf 108 Tiere pro Betrieb.
Die Zahl der Milchviehbetriebe sank von 2020 bis 2023 um 14 % auf 46.600 Betriebe mit 3,8 Mio. Milchkühen (-4 %). Die durchschnittliche Zahl der Milchkühe pro Betrieb stieg dadurch von 72 auf 81 Tiere.
Die meisten Rinder in Deutschland werden nach wie vor in Bayern gehalten. Mehr als ein Viertel (26 %) des Gesamtbestandes stehen in bayerischen Betrieben. Dicht darauf folgt Niedersachsen mit gut einem Fünftel (22 %) des Rinderbestandes.
Schweine: Bestand innerhalb von drei Jahren um 15 % gesunken
27.600 Betriebe in Deutschland hielten zum 1. März 2023 insgesamt 22,4 Mio. Schweine. Drei Jahre zuvor waren es noch 31.900 Betriebe mit 26,3 Mio. Schweinen gewesen. Innerhalb von drei Jahren ging die Anzahl der Betriebe mit Schweinehaltung damit um 4.300 oder 13 % zurück.
Der Schweinebestand verringerte sich von 2020 bis 2023 um 15 % oder 3,9 Mio. Tiere, die durchschnittliche Zahl der Tiere pro Betrieb sank von 826 auf 810 Tiere. Deutlich mehr als die Hälfte (62 %) aller Schweine in Deutschland wird in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gehalten.
Legehennen: leichter Anstieg bei Haltungsplätzen
Beim Geflügel eignen sich die Tierbestände aufgrund von kurzen Produktionszyklen und damit einhergehenden Schwankungen nur eingeschränkt für die Darstellung von Entwicklungen im Zeitverlauf. Die Zahl der Haltungsplätze erlaubt hier verlässlichere Aussagen.
Bei den Legehennen nahm die Zahl der Haltungsplätze um 5 % von 60,3 Mio. im Jahr 2020 auf 63,3 Mio. Haltungsplätze im Jahr 2023 zu. Die Zahl der Betriebe mit Haltungsplätzen für Legehennen sank in diesem Zeitraum dagegen um 10 % von 47.100 auf 42.400 Betriebe. Die Legehennenhaltung konzentriert sich mit über einem Drittel (36 %) der Haltungsplätze in Deutschland auf Niedersachsen.
Quelle: topagrar

Bodenpreise für Bauern viel zu hoch – Pachtpreise jenseits von Gut und Böse

Boden ist ein knappes Gut. Für Bauern ist Boden das wichtigste Produktionsmittel. Auch für Investoren ist der Boden interessant. Und für Energieunternehmen.
Wer schon einmal durch die Uckermark gefahren ist, sieht sehr viele Windränder. Und auch sehr viel Landwirtschaft. Die Äcker sind ertragreich, aber auch für den Ausbau von erneuerbaren Energien interessant.
Im letzten Jahr wurden Landkreis Uckermark insgesamt 284 notarielle Verträge nach dem Grundstücksverkehrsgesetz bearbeitet, die einen Eigentumsübertrag von über 7600 Hektar umfassten, teilte die Kreisverwaltung Uckermark dem Uckermark Kurier auf Anfrage mit. Dabei fällt auf: Es war nicht ein Verfahren zum Vorkaufsrecht nach dem Reichssiedlungsgesetz zugunsten der ortsansässigen Bauern und Landwirtschaftsbetriebe dabei.
Der Grund dafür sei die „mangelnde Erwerbsbereitschaft“ der Landwirte gewesen, hieß es seitens der Kreisverwaltung. Dabei lagen in zehn Fällen die Voraussetzungen dafür sogar vor, berichtet der Uckermärker Kurier. Ein eingeleitetes Verfahren habe man dann letztlich wegen kurzfristiger Finanzierungsprobleme kurz vor dem Abschluss abbrechen müssen, räumte die Verwaltung ein.
Hinsichtlich der Pachtpreise hieß es aus der Kreisverwaltung: „Im Bereich Landpacht wurde zur weiteren Sicherung der Produktionsgrundlage neben dem Flächenerwerb die Verlängerung beziehungsweise der Neuabschluss von Pachtverträgen realisiert.“
Nach Aussage der Kämmerin Anke Dürre war bei den Pachten, eine erhöhte Anzahl an neuen BVVG-Verträgen festgestellt worden. Dementsprechend, so der Landkreis, seien rund 700 neue Pachtverträge, Verlängerungs- und Änderungsvereinbarungen im Rahmen des Landpachtverkehrsgesetzes zur Anzeige gebracht worden.
Diese Pacht-Verträge beinhalten eine Klausel, wonach bei der Errichtung von Windkraftanlagen innerhalb einer Bindungsfrist von 15 Jahren an die BVVG eine Entschädigung in Höhe von mindestens 75 Prozent der marktüblichen Pacht gezahlt werden muss.
Bodenpreise und Pachtpreise gehen steil nach oben
Über den Run auf landwirtschaftliche Flächen in der Uckermark, berichtete vor einiger Zeit bereits die Märkische Onlinezeitung (MOZ). Zwar wird längst nicht mehr so viel Ackerland verkauft wie noch vor einigen Jahren, hieß es dort, aber der Erlös bringt jedes Jahr neue Rekordwerte.
Im Durchschnitt ist der Hektar Acker innerhalb eines Jahres wieder um rund 1000 Euro teurer geworden. Möglicherweise heizt das deutlich sinkende Angebot die Preise weiter an, war die Vermutung der MOZ. Doch der Boden in der Uckermark ist gut und begehrt. Während im Brandenburger Durchschnitt zum Zeitpunkt der Untersuchung 12.000 Euro für einen Hektar gezahlt werden, mussten die Bauern in der Kornkammer des Landes knapp 20 000 Euro zahlen.
In Einzelfällen explodierten die Preise regelrecht. So wurden im Altkreis Prenzlau für einen Verkauf einer Fläche von über 100 Hektar 35 000 Euro pro Hektar gezahlt.
Gleichzeitig ziehen auch die Pachten an. Bei Neuverträgen verlangen die Eigentümer immer mehr Geld von den Bauern. Auch steigen die Preise an den guten Standorten deutlich stärker als im Durchschnitt. Die Unterschiede reichen von 245 Euro je Hektar bei schlechteren Ackerzahlen bis zu 375 Euro pro Hektar bei besserer Qualität, berichtet die MOZ.
Höchstwerte brachten Bereiche in den Altkreisen Angermünde und Prenzlau mit über 800 Euro je Hektar Pacht. Verbessert hat sich die Situation für die Landwirte zuletzt nicht. Im Gegenteil.
Mit Material von Uckermärker Kurier, Märkische Onlinezeitung (MOZ)
Quelle: agrarheute

Milch: Der Pulvermarkt schwächelt

Bonn - Seit einigen Wochen lässt sich Milchpulver hierzulande und auch am Weltmarkt nur noch mit Abschlägen verkaufen.
Das liegt weniger an einem überreichlichen Angebot, sondern an der derzeit verhaltenen Nachfrage. Bei der Auktion an der Global Dairy Trade (GDT) am Dienstag (19.3.) fiel der durchschnittliche Verkaufspreis von Vollmilchpulver gegenüber der Handelsrunde von Anfang März um 4,2% auf 2.886 Euro/ t; seit Anfang Februar ist ein Minus von 9,2% zu verzeichnen.
Bei Magermilchpulver erlösten die Anbieter im Schnitt aller Kontrakte 2.311 Euro/ t; das waren 4,8% weniger als bei der Auktion vor zwei Wochen und 9,7% weniger als Mitte Februar. Die GDT-Preise beider Milchpulverarten sind damit wieder unter das Vorjahresniveau gerutscht. Analysten zufolge trägt die geringe Nachfrage in China zum aktuellen Preisdämpfer bei. Kaufte China früher rund die Hälfte des an der GDT angebotenen Vollmilchpulvers, lag der Anteil zuletzt mit 30% so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Zurückhaltende Pulvernachfrage
In Deutschland verlaufen laut Zentraler Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) die Geschäfte mit Magermilchpulver aktuell recht ruhig. Die Käufer verhalten sich abwartend, und die Verkäufer haben aufgrund der niedrigen Produktion seit Jahresbeginn keinen Abgabedruck. Der Absatz am Weltmarkt wird als recht schwach beschrieben, was auch am laufenden Ramadan liegt.
Laut Erhebung der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten gaben bei Neuabschlüssen die Verkaufspreise von Magermilchpulver in Lebensmittelqualität gegenüber der Vorwoche zuletzt um rund 5 Cent auf 2,35 Euro/kg bis 2,52 Euro/kg nach. Bei der Futtermittelware fiel der Abschlag mit 6 Cent im Spannenmittel auf 2,15 Euro/t bis 2,20 Euro/t noch etwas größer aus.
Die Verkaufspreise von Vollmilchpulver konnten sich in den vergangenen Wochen noch halten, gaben in der Berichtswoche aber um knapp 5 Cent auf 3,55/kg bis 3,60 Euro/kg nach. Bei Süßmolkenpulver verlor die Futtermittelware 1 Cent auf 0,67 Euro/kg bis 0,69 Euro/kg.
Abschlag für Blockbutter
Im vergangenen Jahr gehörte Butter laut Marktbeobachtern im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) mit einem Absatzplus von 3,7% auf 240.500 Tonnen zu den gut gefragten Produkten. Auch im laufenden Ostergeschäft geht das Fetterzeugnis sehr gut über den Ladentisch.
Die amtliche Notierung in Kempten blieb am Mittwoch (20.3.) wegen laufender Lieferkontrakte aber unverändert. Das galt allerdings nicht für Blockbutter mit einem Notierungsabschlag von 20 Cent auf 5,60 Euro/kg bis 5,70 Euro/kg. Hier übten die Käufer Zurückhaltung.
Das Preisniveau für Blockbutter ist vergleichsweise hoch und liegt auch nach dem Notierungsabschlag noch 19% über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. An der GDT ist Butter im langfristigen Vergleich ebenfalls teuer; sie hat ihren preislichen Jahreshöhepunkt aber mittlerweile überschritten und wurde bei der jüngsten Auktion mit einem Abschlag von 1,4% auf 5.883 Euro/t gehandelt. Die amtlichen Notierungen für Hart- und Schnittkäse in Deutschland blieben zuletzt auf einem weitgehend ausgeglichenen Markt stabil.
Quelle: proplanta

Preis für Käse bleibt stabil

22.03.2024 (AMI) – Schnittkäse wurde Mitte März weiter umfangreich abgerufen. Die Lagerbestände blieben weiter niedrig. Preislich gab es keine Anpassungen.
Die Nachfrage nach Schnittkäse bewegte sich Mitte März auf einem anhaltend hohen Niveau. Entgegen den Erwartungen blieben zusätzliche Abrufe aus dem Lebensmitteleinzelhandel überwiegend aus. Damit ist das bisherige Ostergeschäft niedriger ausgefallen als in den vorherigen Jahren. Demgegenüber berichteten die Marktteilnehmer von einer gestiegenen Nachfrage nach Produkten der weißen Linie, so dass die angelieferte Milch in dieser Verwertungsrichtung Abnehmer fand.
Quelle: AMI

Schlachtrinder: Preise im EU-Mittel wieder fester

Brüssel - Die Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union haben sich zuletzt wieder befestigen können.
In der Woche zum 10. März erlösten Jungbullen der Handelsklasse R3 nach Angaben der EU-Kommission im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 505,45 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG); das waren 0,3% mehr als in der Woche zuvor.
Besonders freundlich präsentierte sich die Notierung mit einem Plus von 6,0% in Italien. Mit deutlich geringeren Zuschlägen zwischen 0,8% und 0,3% mussten sich die Mäster in Polen, Irland und Deutschland begnügen. Während sich die Notierungen in Belgien und Frankreich seitwärts bewegten, kam es in Dänemark und Österreich zu Abschlägen von 0,3% beziehungsweise 0,4%. Kräftiger fiel das Minus mit 0,8% in Spanien aus.
Immer noch behaupten konnte sich die EU-Notierung für Schlachtkühe: Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden der Kommission zufolge durchschnittlich 402,40 Euro/100 kg SG gezahlt; das entsprach einem Plus von 0,3%. Überdurchschnittlich hoch fielen die Zugewinne mit 1,7% in Spanien und 1,1% in Belgien aus. In Frankreich, Irland und Deutschland wurden vergleichsweise magere Zuschläge zwischen 0,2% und 0,1% realisiert. In Dänemark gab die Notierung um 0,3% nach, in Italien um 0,6% und in Polen um 0,8%. Spürbar kräftiger war der Abschlag hier mit 2,7% in Österreich.
Kräftiges Plus in Dänemark
Leicht bergauf ging es auch mit der EU-Notierung für Schlachtfärsen: Tiere der Handelsklasse R3 wurden laut Kommission im Mittel für 513,49 Euro/100 kg SG gehandelt; das waren 0,1% mehr als in der Vorwoche. Über ein im Vergleich dazu kräftiges Plus von 2,2% konnten sich die Mäster in Dänemark freuen. Ihre Berufskollegen in Italien, Frankreich, Irland, Polen und Belgien mussten sich mit Zuschlägen zwischen 0,7% und 0,1% begnügen. In Österreich wurde das Niveau der Vorwoche um 0,5% verfehlt, in Deutschland um 0,6%. In Spanien wurden R3-Färsen um 2,5% preiswerter gehandelt.
Quelle: proplanta

Deutschland stimmt trotz Bedenken für neue EU-Verpackungsregeln

Brüssel - In der EU sollen künftig deutlich mehr Verpackungen recycelbar sein.
Eine ausreichende Mehrheit der EU-Staaten unterstützt eine neue EU-weite Verpackungsverordnung, wie die zuständige belgische EU-Ratspräsidentschaft am Freitag in Brüssel mitteilte. Diese soll die Müllmenge reduzieren. Deutschland stimmte trotz handelspolitischer Bedenken zu.
Bestimmte Einweg-Verpackungen etwa für unverarbeitetes frisches Obst und Gemüse oder Einzelverpackungen beispielsweise für Zucker sollen den Plänen zufolge ab 2030 verboten sein. Daneben soll unter anderem in der EU ein Pfandsystem für Einwegplastikflaschen und Aluminiumdosen eingeführt werden, um Getränkeverpackungen getrennt zu sammeln. Hersteller sollen das Gewicht und Volumen von Verpackungen gering halten. Darüber hinaus soll die Ewigkeits-Chemikalie PFAS in Verpackungen strenger begrenzt werden.
Unterhändler der EU-Staaten und des Parlaments hatten sich bereits Anfang des Monats auf das Projekt geeinigt. Mit der Zustimmung durch Vertreter der Mitgliedstaaten hat es nun eine weitere Hürde genommen. Noch steht die formale Bestätigung durch den Ministerrat und das Plenum des Europaparlaments aus. Beides gilt nun aber als Formalie. Grundlage der Verhandlungen war ein Gesetzesvorschlag der EU-Kommission aus dem Jahr 2022.
Deutschland sprach sich bei der Abstimmung für die neue Verordnung aus, hat aber Bedenken wegen einer sogenannten Spiegelklausel. Diese sieht nach Angaben des Umweltministeriums auch für Drittstaaten, die ihre Produkte und Verpackungen in die EU exportieren, teils hohe Hürden vor. Diese Klausel sei «aus deutscher Sicht handelspolitisch problematisch, da sie als protektionistisches Instrument Handelshemmnisse schafft», heißt es in einer Protokollerklärung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Konkret geht es Deutschland demnach um die Anforderungen zum Rezyklatanteil, die Drittstaaten, so die Befürchtung, zu sehr belasten könnten. Als Rezyklat wird wiederverwendbares Material aus dem Recycling bezeichnet - also etwa Granulat oder Flocken aus beispielsweise Kunststoff.  Die Bundesrepublik halte eine solche Klausel für nicht geeignet, den notwendigen Schutz des Binnenmarktes zu gewährleisten, hieß es. Auch die EU-Kommission hatte dem Vernehmen nach zunächst ähnliche Bedenken.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke sagte, die Verordnung biete die Chance, die Verpackungsflut wirksam zu reduzieren. «Hersteller müssen künftig ihre Verpackung so gestalten, dass die Verpackung selbst und ihre Materialien immer wieder verwendet werden können», sagte die Grünen-Politikerin. Das sei ein großer Fortschritt. «Die Verpackungsbranche bekommt EU-weit einheitliche Spielregeln und damit die nötige Planungssicherheit, die sie seit Langem fordert.»
Nach jüngsten Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat gab es im Jahr 2021 in der EU 188,7 Kilogramm Verpackungsmüll pro Einwohner. In Deutschland waren es den Daten zufolge rund 237 Kilogramm. Im zweiten Corona-Jahr 2021 gab es in einigen Ländern zeitweise Lockdowns.
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßte das Abstimmungsergebnis. «Ein guter Tag für den Ressourcenschutz», sagte ein Sprecher. «Ohne die Regelungen würde es in der EU zu weiter steigenden Mengen an Verpackungsabfällen kommen.» Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft zeigte sich erleichtert. Die Kreislaufwirtschaft brauche zügig klare Regeln für Verpackungen, etwa um die Ziele bei der Stabilisierung der Rezyklatmärkte zu erreichen, sagte Hauptgeschäftsführer Andreas Bruckschen.
Quelle: proplanta

Absatzwert von Nutztier-Futtermitteln in NRW gesunken

Düsseldorf - Im Jahr 2023 sind in Nordrhein-Westfalen nach vorläufigen Ergebnissen in 44 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes Futtermittel für Nutztiere im Wert von 1,10 Milliarden Euro hergestellt worden.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war der Absatzwert damit nominal um 48,5 Millionen Euro bzw. 4,2 Prozent niedriger als im Jahr 2022. Gegenüber dem Jahr 2019 stieg der Absatzwert dagegen nominal um 252,7 Millionen Euro (+29,7 Prozent). Mehr als drei Viertel des Absatzwertes (79,3 Prozent) wurde 2023 in Betrieben der Regierungsbezirke Düsseldorf (41,8 Prozent) und Münster (37,5 Prozent) erzielt.
In 40 der insgesamt 44 nordrhein-westfälischen Betriebe wurden im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Tonnen Futtermittel für Nutztiere (ohne Vormischungen, Mehl und Pellets von Luzernen) im Wert von 1,05 Milliarden Euro hergestellt. Damit stieg die Absatzmenge gegenüber 2022 um 26.600 Tonnen (+0,7 Prozent), während der Absatzwert nominal um 45,8 Millionen Euro bzw. 4,2 Prozent sank.
Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit im Allgemeinen 10 oder mehr Beschäftigten. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises ab Werk berechnet.
IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.
Quelle: proplanta

NRW: Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit größtem Einfluss auf Inflation

Düsseldorf - Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden 2023 um 12,6 Prozent teurer angeboten als 2022 und hatten mit 1,6 Prozentpunkten den größten Einfluss auf die Teuerungsrate in NRW.
Damit bewegte sich die Inflationsrate weiterhin, nach dem Spitzenwert im Jahr 2022 (+7,1 Prozent), auf hohem Niveau. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März 2024 mitteilt, haben die Preise für „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke” im vergangenen Jahr am stärksten zur Inflationsrate beigetragen. Der Bereich „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe” folgte auf Platz zwei.
Wie groß der Einfluss der einzelnen Bereiche auf die Inflationsrate 2023 war, verdeutlicht die Darstellung der sogenannten Beiträge zur Preisentwicklung in Prozentpunkten. Neben der Höhe der Preisveränderungen sind für die Berechnung auch die jeweiligen Gewichtungen (sog. Wägungsanteil) ausschlaggebend, mit der diese Güter insgesamt in den Preisindex einfließen: Der Beitrag von „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke” lag 2023 bei 1,6 Prozentpunkten.
Die Preise für Nahrungsmittel einschließlich alkoholfreien Getränken sind zwischen 2022 und 2023 mit einem Anstieg von 12,6 Prozent überdurchschnittlich gestiegen. Die Preisentwicklung innerhalb dieses Bereichs war unterschiedlich und zum Teil gegenläufig. So sanken u. a. die Preise für Butter um 18,6 Prozent, während diejenigen für Margarine und Pflanzenfett um 22,6 Prozent stiegen.
Die Abteilung „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe” lieferte im Jahr 2023 mit 1,0 Prozentpunkten den zweithöchsten Beitrag zur Inflationsrate. Grund für diesen Einfluss ist der hohe Wägungsanteil dieser Abteilung. Die Preise stiegen in diesem Bereich zwischen 2022 und 2023 mit 3,7 Prozent im Vergleich zur Gesamtrate unterdurchschnittlich. So stiegen z. B. die Preise für Nettokaltmieten in NRW um 1,5 Prozent und die Nebenkosten für Wohnen um 3,6 Prozent.
In dem Artikel „Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen lag im Jahr 2023 bei durchschnittlich 5,6 Prozent. Welche Bereiche haben die Entwicklung geprägt?” auf der „Themenseite Inflation” stellt das Statistische Landesamt dar, wie die einzelnen Bereiche zur Inflationsrate 2023 beigetragen haben.
Quelle: proplanta

Milchanlieferungen nicht zu üppig

Bonn - Die Rohmilchanlieferungen in Deutschland waren Anfang März entgegen dem üblichen saisonalen Anstieg um 0,2% rückläufig.
Die erfasste Rohstoffmenge lag laut der Schnellberichterstattung der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) auch knapp unter der Vorjahreslinie, und zwar um 0,4%. Der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten zufolge bestehen bei den Molkereien derzeit keine Überhänge; die Produkte können problemlos abgesetzt werden.
Mit den wärmeren Temperaturen wird gewöhnlich mehr Rohmilch für den Frischebereich benötigt, was die Verfügbarkeit für andere Produkte verknappt. Nach Einschätzung der Börse könnte dies zulasten der Käseherstellung gehen, die 2024 bisher höher als in der vergleichbaren Vorjahresperiode ausfiel. Der Käsemarkt wird derzeit von Analysten als recht ausgeglichen beschrieben, weshalb sich an den amtlichen Notierungen für Schnitt- und Hartkäse in Kempten und Hannover nichts änderte.
Butter vor und nach Ostern gefragt
Bei der gut nachgefragten Päckchenbutter wurde in Kempten am Mittwoch (13.3.) der untere Notierungswert im Nachgang zu den neu verhandelten Kontraktpreisen mit dem Lebensmitteleinzelhandel um 15 Cent auf 5,84 Euro/kg angehoben; der obere blieb mit 6,00 Euro/kg stabil. Damit liegt das Spannenmittel von 5,92 Euro/kg wieder über dem der Blockbutter mit 5,85 Euro/kg.
Die Notierung für die lose Butter wurde nämlich um 10 Cent auf 5,80 Euro/kg bis 5,90 Euro/kg zurückgenommen, weil die Nachfrage, wegen der vergleichsweise hohen Preise, zurückhaltender ausfiel. Der Verkauf von Päckchenbutter dürfte nach Einschätzung von Marktbeteiligten durch das Ostergeschäft weiter zunehmen; danach sollte der Absatz durch den Beginn der Spargelzeit weitere Impulse erhalten.
„Problemprodukt“ Magermilchpulver
„Problemprodukt“ blieb Mitte März das Magermilchpulver. Die Käufer verhielten sich überwiegend abwartend, und die Verkaufspreise bei Neuabschlüssen gaben weiter nach. Das lag auch an den derzeit sehr günstigen Angeboten von Magermilchkonzentrat am Sportmarkt. Hinzu kommt, dass die Drittlandsexporte aktuell eher schleppend verlaufen, da die Kaufbereitschaft während des Ramadans in muslimisch geprägten Ländern verhaltener ist.
Laut den Angaben der Kemptener Börse gaben die Preise für lebensmitteltaugliches Magermilchpulver zuletzt im Schnitt um rund 4 Cent auf 2,40 Euro/kg bis 2,575 Euro/kg nach. Für das Kilogramm Futtermittelware musste ein Nachlass von 8 Cent auf 2,22 Euro bis 2,25 Euro gewährt werden.
Das Angebot von Vollmilchpulver wird laut ZMB durch den knapp versorgten Fettmarkt begrenzt; die Preise dafür blieben stabil. Molkepulver in Futtermittelqualität wurde der Kemptener Börse zufolge mit einem durchschnittlichen Abschlag von 3 Cent in der Spanne von 0,68 Euro/kg bis 0,70 Euro/kg gehandelt. Beim Verkauf an die Lebensmittelindustrie gingen die Erlöse im Schnitt um 1 Cent auf 0,89 Euro/kg bis 1,01 Euro/kg zurück.
Quelle: proplanta

Bio-Markt wächst wieder – vor allem durch höhere Preise

15.03.2024 (AMI) - Im Jahr 2023 gaben die Verbraucher in Deutschland wieder 5 % mehr Geld und damit insgesamt 16,08 Mrd. EUR für Bio-Lebensmittel und -Getränke aus. Nach der Ausgabendelle 2022 nimmt der Bio-Markt damit wieder an Fahrt auf, allerdings vor allem über höhere Preise.
2023 war weiterhin durch die angespannte wirtschaftliche Lage vieler Verbraucher geprägt. Dies erklärt auch den ungebremsten Zulauf auf die Discounter und den Siegeszug günstiger Bio-Eigenmarken. Der Lebensmitteleinzelhandel konnte seine Ausgaben um 7,2 % auf 10,82 Mrd. EUR steigern. Rund 67 % des gesamten Bio-Lebensmittelmarktes entfallen damit auf den Lebensmitteleinzelhandel.
Milchalternativen, die seit Jahren stark zulegen, gehörten auch 2023 zu den Publikumslieblingen. Die Kunden kauften 14 % mehr pflanzliche Bio-Drinks. Damit betrug der Anteil der veganen Substitute am Gesamtmarkt für Milchprodukte im Jahr 2023 rund 40 %. Milchalternativen sind besonders bei jungen Kunden beliebt. Sie sind ein fester Bestandteil einer zunehmend pflanzlichen Ernährung.
Unter den Bio-Frischeprodukten gab es im Jahr 2023 unerwartete Aufsteiger. Hierzu zählen Bio-Käse und -Wurst– beide vor allem in der verpackten Version. Die genannten Produkte punkteten mit einem Anstieg der Verkaufsmengen von jeweils 6 %. Diese Produktgruppen waren durch Neulistungen und eine größere Sortenvielfalt stärker in Discountern vertreten. Verpackter Schnitt- und Frischkäse legte beim Mengenwachstum sogar zweistellig zu.
Die Bio-Flächen wuchsen 2023 um 4 %. Die gesamtwirtschaftliche Situation mit Kostensteigerungen auf allen Ebenen machte es Landwirten und Verarbeitern dennoch schwer, auf Bio-Produktion umzustellen. Die Versorgung der Bio-Märkte ist sehr unterschiedlich: von knapp bei Schweinen, Eiern und einigen Gemüsearten über ausreichend bei Milch und Obst bis hin zu reichlich bei Futtergetreide.
Quelle: AMI

Produktion in der EU gestiegen

15.03.2024 (AMI) – Mit einer geringfügig zunehmenden Milcherzeugung stieg auch die Produktion von Molkereiprodukten in der EU im Jahr 2023. Magermilchpulver war das einzige Erzeugnis mit einem Rückgang.
Nach Daten der EU-Kommission stieg die Milchproduktion in der EU-27 im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,1 % auf 144,7 Mio. t. Dabei war die Entwicklung zu Jahresanfang zunächst von Zuwächsen geprägt. Erst im August fiel die Milchanlieferung unter die Vorjahreslinie und konnte sie bis Ende des Jahres nicht übertreffen. Insgesamt stand den Molkereien im Jahr 2023 jedoch etwas mehr Rohstoff für die Verarbeitung von Milcherzeugnissen zur Verfügung. Abgesehen von der Produktion von Magermilchpulver wurde von allen übrigen Milcherzeugnissen mehr hergestellt als im Jahr zuvor. Neben der steigenden Nachfrage innerhalb der EU-27, konnten auch die Exporte in Drittländer im Jahr 2023 ausgedehnt werden, so dass die Erzeugnisse entsprechende Abnehmer fanden.
Quelle: AMI

Agrarpreise 7,7 % niedriger als im Vorjahr

Wiesbaden - Die Agrar-Erzeugerpreise waren im Januar 2024 um 7,7 % niedriger als im Januar 2023. Im Dezember 2023 hatte die Veränderungsrate zum Vorjahresmonat bei -9,9 % gelegen, im November 2023 bei -10,9 %. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2023 stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Januar 2024 um 0,9 %.
Die Agrarpreise für pflanzliche Produkte lagen im Januar 2024 um 3,0 % niedriger als im Vorjahresmonat und sanken damit binnen Jahresfrist weniger stark als die Agrarpreise für tierische Erzeugnisse (-10,7 %). Im Dezember 2023 hatten die Veränderungsraten zum Vorjahresmonat -6,6 % für pflanzliche Erzeugnisse und -12,1 % für tierische Erzeugnisse betragen. Im Vergleich zum Vormonat waren pflanzliche Produkte im Januar 2024 um 2,3 % teurer, die Agrarpreise für tierische Erzeugnisse blieben unverändert (0,0 %).
Preisrückgang beim Getreide gegenüber Vorjahr und Vormonat
Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 3,0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Getreide zurückzuführen. Diese waren im Januar 2024 um 28,9 % niedriger als im Januar 2023. Im Dezember 2023 hatte die Vorjahresveränderung bei -31,0 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2023 sanken die Getreidepreise um 2,1 %.
Preisrückgang bei Futterpflanzen, Preisanstieg bei Wein
Futterpflanzen waren im Januar 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,8 % günstiger (Dezember 2023: +6,8 %). Wein verteuerte sich binnen Jahresfrist um 2,3 % (Dezember 2023: +3,8 %).
Preise für Gemüse, Obst und Kartoffeln gestiegen, für Raps gesunken
Die Erzeugerpreise für Obst waren im Januar 2024 um 27,6 % höher als ein Jahr zuvor. Preissteigerungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit +40,4 %. Beim Gemüse (+5,9 %) stiegen insbesondere die Agrarpreise für Kohlgemüse (+47,9 %). Speisekartoffeln waren im Januar 2024 im Vergleich zum Januar 2023 um 36,0 % teurer. Im Dezember 2023 hatte die Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat +20,2 % betragen. Das Handelsgewächs Raps war im Januar 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 25,1 % günstiger (Dezember 2023: -28,0 % zum Vorjahresmonat).
Preisrückgänge bei Milch, Preisanstieg bei Schlachtschweinen
Der Agrarpreis-Rückgang bei tierischen Produkten um 10,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Agrarpreise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im Januar 2024 um 22,3 % niedriger als im Vorjahresmonat (Dezember 2023: -27,0 %). Gegenüber dem Vormonat Dezember 2023 stieg der Agrarpreis für Milch um 1,6 %. Der Preisanstieg bei Eiern schwächte sich im Januar 2024 mit +16,3 % gegenüber Januar 2023 weiter ab (Dezember 2023: +22,6 %, November 2023: +25,2 %).
Die Agrarpreise für Tiere lagen im Januar 2024 um 2,1 % niedriger als im Januar 2023 (Dezember 2023: -0,2 % zum Vorjahresmonat). Zwar stiegen die Agrarpreise für Schlachtschweine binnen Jahresfrist um +3,4 %, allerdings weniger stark als im Dezember 2023 (+6,2 % zum Vorjahresmonat). Für Rinder sanken die Agrarpreise hingegen um 8,4 % und die Agrarpreise für Geflügel waren im Januar 2024 um 7,9 % niedriger als im Januar 2023. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere der Preisrückgang bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 12,4 %. Die Agrarpreise für Hähnchen sanken binnen Jahresfrist um 4,9 %.
Quelle: proplanta

Lebensmittelpreise in NRW erneut deutlich gestiegen

Düsseldorf - Verbraucher in Nordrhein-Westfalen mussten beim Einkauf im Supermarkt und Co 2023 erneut deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke sind mit 12,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr besonders stark gestiegen, wie das Statistische Landesamt in Düsseldorf am Donnerstag mitteilte. Die Lebensmittelpreise haben die Inflation in NRW damit - wie schon 2022 - am stärksten beeinflusst. Insgesamt legten die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 5,6 Prozent zu. Der Bereich Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe verteuerte sich mit 3,7 Prozent unterdurchschnittlich.
Einzelne Lebensmittel sind im Vergleich mit 2022 besonders im Preis gestiegen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge verteuerten sich Brot und Getreideerzeugnisse (16,4 Prozent), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils 15,7 Prozent) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (14,7 Prozent) stark. Deutlich billiger war unter anderem Butter (17,8 Prozent). Insgesamt wurden Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im vergangenen Jahr 30 Prozent teurer angeboten als noch 2020.
Die Inflation ging zuletzt bundesweit zurück. Im Februar lagen die Preise 2,2 Prozent über dem Vorjahresmonat, Nahrungsmittel kosteten 0,9 Prozent mehr. Volkswirte rechnen mit einem weiteren Rückgang im Laufe des Jahres.
Quelle: proplanta

Butter uneinheitlich notiert

14.03.2024 (AMI) – Die erhöhte Nachfrage nach abgepackter Butter hielt Mitte März weiter an. Auch Blockbutter wurde umfangreich abgerufen. Die Notierung entwickelte sich uneinheitlich.
Die Abrufe von abgepackter Butter zogen in der aktuellen Berichtswoche zwar leicht an, blieben insgesamt aber hinter den Vorstellungen der Hersteller zurück. Die für das Ostergeschäft erwarteten Impulse fielen damit vorerst geringer aus als gehofft. Gleichzeitig blicken die Molkereien vorsichtig optimistisch in den kommenden Monat. Aus den Spargelanbauregionen kommen die ersten Meldungen wonach die Ernte nach Ostern, und damit verhältnismäßig früh, starten könnte. Dies dürfte sich auch auf den Markt für Butter leicht belebend auswirken. Preislich blieb der Markt in der aktuellen Woche stabil. Die Molkereiabgabepreise wurden bereits über den Monatswechsel verhandelt.
Quelle: AMI

Milchpreise kommen ins Rutschen – Molkereien senken Preise für Spotmilch

Einige Molkereien haben die Milchpreise im Februar gesenkt. Vor allem im Süden. Einige Unternehmen haben das Milchgeld auch erhöht. Vor allem im Norden und im Westen. Die meisten Molkereien zahlen im Februar unveränderte Milchpreise. Die wichtigsten Marktindikatoren zeigen allerdings nach unten.
Im Februar hat sich bei den Milchpreisen nur wenig bewegt. Die meisten Molkereien zahlen im Februar unveränderte Milchpreise an ihre Milchbauern. Einige Unternehmen haben das Milchgeld auch etwas erhöht. Das war nach den bislang vorliegenden Daten vor allem im Norden und im Westen der Fall.
Allerdings senkten einige Molkereien auch das Milchgeld. Leidtragende waren vor allem die Milchbauern im Süden. Die allermeisten Molkereien ließen ihre Preise jedoch unverändert. Wie es mit den Milchpreisen weiter geht, ist alles andere als klar.
Schaut man auf die wichtigsten Indikatoren, so bleibt die Lage eher angespannt. So geht der Rohstoffwert der Milch ebenso zurück wie die Spotmilchpreise und der Börsenmilchwert (siehe unten). Auch die Milchpreise an der globalen Handelsbörse GDT haben im März nachgegeben.
Nach den bislang vorliegenden Daten haben im Norden mindestens 3 Molkereien ihre Auszahlungspreise erhöht. Das waren diesmal vor allem Unternehmen, deren Milchpreise am oberen Mittelfeld lagen, wie etwa die Molkerei Frischli. Spitzenreiter ist nach wie die Molkerei Ammerland mit einem Grundpreis (ohne Zu- und Abschläge) von 45 Cent je kg und unveränderten Preisen im Februar.
Die größte norddeutsche Molkerei (DMK) hatte ihre Preise bereits im Januar erhöht, und erreichte erstmals seit Monaten wieder die 40-Cent-Marke. Fakt ist auch, dass die meisten norddeutschen Unternehmen ihren Bauern mehr als 40 Cent je kg zahlen (Grundpreis, ohne Zuschläge).
In der Spitze liegen die Auszahlungspreise im Norden zwischen 44 und 45 Cent und damit ähnlich hoch wie bei den Kollegen im Süden. Mit einem Milchgeld von weniger als 40 Cent müssen nur noch ganz wenige Milchbauern in Norddeutschland leben, zeigen die aktuellen Milchgeldabrechnungen.
Im Süden Preise gesenkt – im Westen erhöht
Im Süden haben die meisten Molkereien das Milchgeld im Februar unverändert gelassen. Allerdings gab es auch mindestens zwei Molkereien, die ihren Grundpreis gesenkt haben. Dazu gehörte etwa die Milchzentrale Nordbaden.
Die meisten süddeutschen Molkereien zahlen ihren Milchbauern Preise im Februar Milchpreise zwischen 43 und 46 Cent. In der Spitze liegen die Auszahlungspreise im Süden zwischen 46 und knapp 48 Cent.
Im Westen Deutschlands haben nach den vorliegenden Daten mindestens drei Molkerei die Auszahlungspreise im Februar nach oben gesetzt. Dazu gehört unter anderem FrieslandCampina. Insgesamt bekamen die Milchbauern für ihre Milch im Westen zwischen knapp 38 und 42 Cent.
In Ostdeutschland hat nach den vorliegenden Daten eine Molkerei die Auszahlungspreise angehoben. Die übrigen ließen die Auszahlungspreise unverändert. Insgesamt bekamen die Milchbauern für ihre Milch im Osten zwischen 41,5 und 42 Cent.
Rohstoffwert geht zurück – Börsenmilch fällt auch
Dass die Erholung der Milchpreise vorerst unterbrochen wird, hatte sich allerdings schon angedeutet. Der vom ife-Institut errechnet Rohstoffwert der Milch – ein aus den wirklichen Verkaufspreisen von Butter und Magermilchpulver ermittelter theoretische Milchpreis – ging bereits im Januar um 1 Cent auf 42,7 Cent nach unten.
Im Februar setzte sich die Korrektur mit etwas verminderter Dynamik fort. Der Rohstoffwert fiel 0,5 Cent auf 42,2 Cent nach unten.
Gleichzeitig zeigt der Markt für die kommenden Monate nach unten. Die Börsenmilchwerte, die die Entwicklung der Rohstoffwertung für die nächsten Monate aus den Börsenpreisen von Butter und Magermilchpulver ableiten, gehen ab April ebenfalls weiter zurück, was keinen schnellen Anstieg der Milchpreise in den nächsten Monaten erwarten lässt.
Dabei notiert der Märztermin noch bei 43,2 Cent und damit über dem Rohstoffwert. Der April fällt jedoch auf 42,1 Cent und der Mai notiert nur noch bei 41,9 Cent. Bis zur Jahresmitte 2024 geht es dann mit kleinen Schritten bis auf 43,9 Cent nach oben. Das sieht nicht nach einer raschen Erholung aus.
Die eher angespannte Marktlage spiegelt sich auch in den Preisen für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch wider. Dort zahlen die Molkereien aktuell im Süden Deutschlands 39 Cent und im Norden 38 Cent. Das ist etwa 2 Cent weniger als im Februar, und zudem weniger als die durchschnittlichen Auszahlungspreisen der meisten Molkereien von 42 Cent.
Quelle: agrarheute

Inflationsrate schwächt sich wegen günstigeren Nahrungsmitteln weiter ab

Von Februar 2023 bis Februar 2024 wurden vor allem frisches Gemüse und Molkereiprodukte günstiger. Teurer wurden dagegen Obst sowie bei Brot und Getreideerzeugnissen.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Februar 2024 bei +2,5 %. Im Januar 2024 hatte die Inflationsrate bei +2,9 % gelegen, im Dezember 2023 noch bei +3,7 %. Niedriger als im Februar 2024 war die Inflationsrate zuletzt im Juni 2021 (+2,4 %).
"Die Inflationsrate hat sich weiter abgeschwächt", sagte heute Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. "Die Preissituation bei Energie entspannt sich weiter. Der Preisauftrieb für Nahrungsmittel hat sich deutlich verlangsamt und liegt nun erstmals seit mehr als zwei Jahren unter der Gesamtteuerung", so Brand.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Februar 2024 gegenüber dem Vormonat Januar 2024 um 0,4 %.
Energieprodukte verbilligten sich um 2,4 % gegenüber Februar 2023
Trotz der im Januar 2024 weggefallenen Preisbremsen für Energieprodukte und der ebenfalls ab Januar 2024 auf die Preise für fossile Brennstoffe wie Kraftstoffe, Heizöl und Erdgas wirkenden CO2-Preis-Erhöhung lagen die Energiepreise im Februar 2024 um 2,4 % niedriger als im Vorjahresmonat.
Der Preisrückgang bei Energie wirkte sich damit weiterhin dämpfend auf die Inflationsrate aus. Im Januar 2024 war der Preisrückgang bei Energie mit -2,8 % gegenüber Januar 2023 noch etwas stärker ausgefallen.
Die Preise für Haushaltsenergie gingen von Februar 2023 bis Februar 2024 um 3,6 % zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnten die Verbraucher vor allem von günstigeren Preisen für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (-11,2 %), aber auch für Strom (-7,9 %) und für Erdgas (-7,5 %) profitieren.
Kraftstoffe verbilligten sich im gleichen Zeitraum um 0,4 %. Dagegen waren einige Energieprodukte teurer als ein Jahr zu vor, zum Beispiel leichtes Heizöl (+2,2 %) und vor allem Fernwärme (+21,7 %).
Geringer Preisanstieg bei Nahrungsmitteln mit +0,9 % gegenüber Februar 2023
Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Februar 2024 um 0,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Preisanstieg für Nahrungsmittel hat sich seit April 2023 verlangsamt (Januar 2024: +3,8 %; Dezember 2023: +4,6 %; November 2023: +5,5 %) und lag im Februar 2024 erstmals seit November 2021 unter der Gesamtteuerung.
Von Februar 2023 bis Februar 2024 wurden vor allem frisches Gemüse (-10,6 %) und Molkereiprodukte (-5,1 %) günstiger. Etwas günstiger als ein Jahr zuvor waren Speisefette und Speiseöle (-0,9 %). Im Einzelnen stand jedoch hier dem merklichen Preisrückgang bei Sonnenblumenöl, Rapsöl und Ähnlichem (-21,0 %) ein enormer Preisanstieg bei Olivenöl (+50,8 %) gegenüber.
Dagegen verteuerten sich weiterhin Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren deutlich (+9,9 %). Auch die Preiserhöhungen bei Obst (+5,7 %) sowie bei Brot und Getreideerzeugnissen (+3,5 %) lagen im Februar 2024 über der Gesamtteuerung.
Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bei +3,4 %
Im Februar 2024 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +3,1 % und die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie bei +3,4 %. Diese Kenngrößen verdeutlichen auch, dass die Teuerung in anderen Güterbereichen insgesamt über der Gesamtteuerung lag.
Die Veränderung des Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie gegenüber dem Vorjahresmonat, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, hatte im Januar 2024 ebenfalls +3,4 % betragen.
Quelle: topagrar

Milchpreise: Zuwächse überwiegen zum Jahresauftakt

11.03.2024 (AMI) – Im Januar 2024 haben sich die Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Rohmilch in Deutschland uneinheitlich entwickelt. Insgesamt überwogen jedoch steigende Tendenzen und das Bundesmittel legte nochmals leicht zu.
Nach ersten Berechnungen der AMI erhielten die Milcherzeuger in Deutschland im Januar rund 43,8 Ct/kg für ihren konventionell erzeugten Rohstoff mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Gegenüber Dezember des vergangenen Jahres war das ein leichtes Plus von 0,6 Ct. Damit sind die Erzeugerpreise den fünften Monat in Folge gestiegen. Allerdings hat sich der Zuwachs zuletzt leicht abgeschwächt.
Grundlage für den weiteren Anstieg war die stabile Lage an den Verarbeitungsmärkten über den Jahreswechsel von 2023 auf 2024. Die Milchanlieferung zog zwar zum Jahresende saisonal wieder an, dennoch führte der zusätzlich anfallende Rohstoff nicht zu solchen Verwerfungen am Markt wie vor Jahresfrist. Der Milcheingang war von den Molkereien erwartet und entsprechend eingeplant worden. Auch unterschied sich die Bestandssituation deutlich von jener beim Wechsel von 2022 auf 2023. Aufgrund der im Jahresvergleich rückläufigen Mengen im vergangenen Herbst waren die Lager weit weniger mit Butter und Pulver gefüllt. An den Spotmärkten gaben die Preise für Rahm, Magermilch und Magermilchkonzentrat im Dezember zwar nach, die Delle über die Feiertage fiel jedoch schwächer aus als saisonal üblich. Auch im Pulverbereich gab es im Dezember die eine oder andere Korrektur nach unten. Hingegen legten die Preise für Schnittkäse und Butter nochmals zu. Die Kontrakte für Frischprodukte bewegten sich überwiegend stabil auf dem seit Sommer geltenden Niveau.
Quelle: AMI

Schlachtkuhpreise halten sich

Brüssel - Die Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union haben sich zuletzt nicht mehr einheitlich befestigen können.
Während es mit den Durchschnittspreisen von Schlachtkühen und -färsen bergauf ging, gab die Notierung für Jungbullen nach. In der Woche zum 3. März erlösten Jungbullen der Handelsklasse R3 nach Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 504,05 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG); gegenüber der Vorwoche entsprach das einem Minus von 0,2%.
Freundlich präsentierten sich die Notierungen in Dänemark und Belgien, wo es zu einem Aufschlag von 1,2% beziehungsweise 0,8% kam. Magerer fiel das Plus mit 0,4% in Spanien aus; in Österreich mussten sich die Mäster mit einem Zuschlag von 0,2% begnügen. Während sich die Notierung in Frankreich seitwärts bewegte, kam es in Deutschland und Polen zu Abschlägen von 0,1% und 0,2%. Kräftiger fiel das Minus mit 1,1% in Irland aus. Schwach präsentierte sich die Notierung mit einem Abschlag von 8,3% in Italien.
Weiterhin behaupten konnte sich die EU-Notierung für Schlachtkühe. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden der Kommission zufolge durchschnittlich 401,33 Euro/100 kg SG gezahlt; das waren 0,1% mehr als in der Woche zuvor. In Österreich legte die Notierung um 1,9% zu, in Italien um 1,1% und in Polen um 0,9%. In Deutschland, Frankreich und Belgien verteuerten sich O3-Kühe zwischen 0,3% und 0,1%. In Dänemark und Irland gaben die Notierungen jeweils um 0,3% nach. Spürbar kräftiger fiel das Minus mit 2,9% in Spanien aus.
Schlachtfärsen erneut fester
Erneut bergauf ging es auch für die EU-Notierung für Schlachtfärsen: Tiere der Handelsklasse R3 wurden laut Kommission im Mittel für 512,81 Euro/100 kg SG gehandelt; das waren 0,4% mehr als in der Vorwoche. Freundlich zeigten sich die Notierungen in Spanien, Belgien und Österreich, wo es zu Aufschlägen zwischen 3,3% und 1,8% kam. In Polen wurden R3-Färsen um 0,5% teurer gehandelt, während die Preise in Frankreich stagnierten. In Deutschland wurde das Vorwochenniveau um 0,3% verfehlt, in Dänemark um 0,5% und in Irland um 0,6%. Nochmals kräftiger fiel das Minus mit 2,1% in Italien aus.
Quelle: proplanta

Neue F-Gase-Verordnung: Landwirte müssen Kühltechnik erneuern

Auf vielen Betrieben laufen Kälte-, Klima- und Wärmepumpen. Fluorierte Kältemittel müssen nun stufenweise ausgetauscht werden.
Kaum ein landwirtschaftlicher Betrieb kommt ohne Kälte-, Klima- oder Wärmepumpen aus. Ob zur Milchkühlung, in Kühl- und Tiefkühllagern, in Kühlmöbeln für den Hofladen, zur Stallkühlung oder als Wärmepumpen, die die Abwärme von Ställen zu Heizzwecken nutzen. Die Liste ließe sich beliebig fortführen.
Jede dieser Anlagen benötigt ein Kältemittel, das in einem geschlossenen Kältemittelkreislauf kontinuierlich verdichtet, verdampft und verflüssigt wird. Und der Einsatz eben dieser Kältemittel wird jetzt neu geregelt.
Verwendung von fluorierten Kältemitteln wird eingeschränkt
Zum 11. März tritt die neue F-Gase-Verordnung der EU in Kraft. Sie regelt die Verwendung der treibhauswirksamen fluorierten Kältemittel (F-Gase) strenger.
Nach der novellierten Verordnung müssen Betreiber, Planer, Anlagenbauer und Hersteller jetzt verbindlich für eine kälte- und klimatechnische Zukunft planen, in der die Verwendung von fluorierten Kältemitteln kontinuierlich eingeschränkt und – je nach Anwendung – sogar gänzlich untersagt wird.
Mit der F-Gase-Verordnung müssen sich daher auch Landwirte befassen, denn es ergeben sich für sie umfassende Pflichten, für deren Einhaltung sie selbst verantwortlich sind.
Landwirte sollten bei Neuanlagen auf alternative Kältemittel setzen
Nach Möglichkeit sollten Neuanlagen nur noch mit nicht-fluorierten Kältemitteln wie Propan, Kohlendioxid oder Ammoniak bzw. mit fluorierten Kältemitteln mit einem möglichst niedrigen GWP-Wert (= Global Warming Potential = Treibhauseffekt) geplant werden. Die bisher vorrangig verwendeten, fluorierten Sicherheitskältemittel werden größtenteils vom Markt verschwinden.
Die novellierte Verordnung reduziert die Gesamtmenge an fluorierten Kältemitteln schneller und umfangreicher, als dies in der bisherigen Verordnung der Fall war.
Auch für Service und Wartung bestehender Anlagen gelten Einschränkungen. Der Druck auf Betreiber, vor allem Anlagen mit Kältemitteln mit einem GWP über 2.500 auszutauschen, wächst daher.
Quelle: agrarheute

Milchpreise: 50 Cent kommen wieder in Sicht, sagt die Rabobank

Das Milchangebot in der Europäischen Union (EU) ist zu Beginn des Jahres weiter zurückgegangen. Gleichzeitig steigen weltweit die Preise für Milch und Milchprodukte. Milchbauern aus Europa können daher mit steigenden Milchpreisen rechnen, so die Rabobank. Vorerst zumindest, denn in der zweiten Jahreshälfte werden sich auch die Anlieferungsmengen erhöhen. Und die Nachfrage muss mitziehen.
Bessere Margen und höhere Milchpreise erwartet

Im ersten Halbjahr 2024 wird die Milcherzeugung profitabler, prognostiziert die Rabobank. Nachdem es Ende 2023 teilweise schlechte oder negative Margen gab, erhöhten die ersten Molkereien in den letzten Monaten ihren Milchpreis. Und die Erzeugerpreise sollen in der EU weiter steigen. Unter Berücksichtigung von Prämien und höherer Fett- bzw. Eiweißgehalte rückt die 50-Cent-Marke wieder ins Blickfeld. Vorläufig erwartet die Rabobank einen durchschnittlichen Milchpreis von 47,5 ct/kg in Europa.
Milchanlieferung weiter rückläufig
Im vierten Quartal 2023 ging das Milchangebot in der EU und im Vereinigten Königreich (UK) stärker zurück als erwartet: 1,7% weniger Milch wurde von den Erzeugern angeliefert. Das spiegelt das Bild am deutschen Milchmarkt wider. Die Gründe dafür waren die nasse Witterung und die sich verschlechternden Margen. Zu Jahresende war auch der Milchviehbestand in den Erzeugerländern etwas stärker zurückgegangen (-1,5%) als im Durchschnitt der letzten Jahre (-1,2%).
Besonders auf die Produktion von Magermilchpulver (-8,1%) und Butter (-2,1%) wirkte sich die geringere Milchmenge aus. Währenddessen wurde jedoch die Produktion von Käse (+1,3%) und Molke angekurbelt. 
Für 2024 wird im ersten Quartal ein weiterer Rückgang der Milchmenge um 0,6% und im zweiten Quartal ein Rückgang um 0,3% erwartet. Die Rabobank geht davon aus, dass das Milchangebot in der zweiten Jahreshälfte zunehmen wird.
Bedingungen am Weltmarkt stützen europäischen Milchexport
Besonders bei Milchexporten nach (Nord-)Afrika und in den Nahen Osten wurden die EU und UK durch die jüngsten Markt- und geopolitischen Entwicklungen unterstützt. Aufgrund höherer Milchpreise auf dem Weltmarkt und aufgrund des schwachen Euro im Vergleich zum US-Dollar sind die EU-Milchexporte wettbewerbsfähiger geworden. Für die Zukunft scheint der Spielraum für eine Steigerung der Exportmenge jedoch gering aufgrund der begrenzten Milchverfügbarkeit und steigender EU-Milchpreise.
Milchpreise weiterhin stabil, Markt aber angespannt
Seit Mitte November sind die EU-Milchpreise stabil geblieben, nachdem sie zuvor teils heftig schwankten. Die Notierungen für Vollmilchpulver (-1,4%) und Molkenpulver (+1,0%) bleiben nahezu unverändert, während die Magermilchpreise rückläufig sind (-5,1%). Der Käsemarkt zeichnet ein uneindeutiges Bild. Je nach Sorte steigen (Gouda +4,5%) oder fallen (-6% Gouda-Folienkäse) die Spotpreise. Das zeigt bereits, dass die Menge der Milchanlieferung saisonal wieder zunimmt, auch wenn sie sich unter dem Vorjahresniveau bewegt.
Insgesamt präsentiert sich der EU-Milchmarkt angespannt, berichtet die Rabobank. Es wird weniger produziert und die Exportmengen von Butter und Magermilchpulver wachsen. Aufgrund geringer Lagerbestände herrscht weniger Verkaufsdruck bei den Produzenten.
Es gibt allerdings auch Käufer, die ihre Nachfrage zum Beispiel für Ostern kurzfristig absichern müssen. Andere Käufer befürchten aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit und der sich erholenden Nachfrage weitere Preissteigerungen.
Das führt zu deutlichen Preisaufschlägen bei Butter (6.000 €/t) an den Spot- und Terminmärkten. Physisch wird zu diesen Preisen jedoch kaum Butter gehandelt. An den Terminmärkten liegen die Preise der Gebote und Angebote aktuell noch weit auseinander.
Höhere Milchpreise in den kommenden Monaten möglich
Für die kommenden Monate sieht die Rabobank Spielraum für höhere Preise. Grund dafür ist die Entwicklung von Milchangebot und -nachfrage. Allerdings sollte auch der bevorstehende saisonale Höhepunkt der Milchproduktion berücksichtigt werden, denn dieser könnte zu einer besseren Verfügbarkeit von Milcherzeugnissen führen. In der Folge könnte sich das auf die Nachfrage auswirken und mögliche Preissteigerungen begrenzen.
Inflation macht der Nachfrage nach Molkereiprodukten zu schaffen
Im Laufe des Jahres werden keine großartigen Veränderungen der Nachfrage erwartet. Zu Jahresbeginn sind die Preise für Milchprodukte in Europa weiter gesunken. Besonders die Preise für Butter (-7,6%) und frische Vollmilch (-4,4%) gaben stark nach. Die Inflation macht der Nachfrage zu schaffen. In Europa sind die Unterschiede dabei groß, die Verbraucher sind bei ihren Ausgaben wählerisch. In Deutschland hat sich die Nachfrage nach Butter und Käse allerdings bereits Ende 2023 etwas verbessert.
Quelle: agrarheute

Deutscher Milchexport gestiegen

Bonn - Die höhere Rohmilchanlieferung in Deutschland hat 2023 auch vermehrte Exporte von Milchprodukten ermöglicht.
Wie die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) auf Basis von vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mitteilte, nahm die Ausfuhr des wichtigsten Exportgutes Käse gegenüber 2022 um rund 6% auf das Rekordniveau von 1,4 Mio. Tonnen zu. Die größten Auslandskunden blieben Italien, die Niederlande und Frankreich. In Drittländer wurden laut ZMB 207.000 Tonnen deutscher Käse geliefert, rund 5% mehr als im Vorjahr.
Kräftig gestiegen ist der Auslandsabsatz von loser Milch und Rahm, und zwar um fast 30% auf 1,35 Mio. Tonnen. Die Ausfuhr von Kondensmilch legte um etwa ein Fünftel auf 334.000 Tonnen zu. Die Exportmengen an Mager- und Molkepulver bewegten sich etwas über dem Vorjahresniveau, die an Milchfrischprodukten und Vollmilchpulver etwas darunter.
Laut den vorläufigen Daten von Destatis ist der gesamte Ausfuhrwert von Milcherzeugnissen im Vergleich zu 2022 trotz der teils deutlich höheren Mengen um etwa 340 Mio. Euro oder 3% auf 11,60 Mrd. Euro gesunken, da niedrigere Verkaufspreise als im Rekordpreisjahr 2022 erzielt wurden.
Blockbutter weiter teurer als Päckchenbutter
Derweil brachten die jüngsten Kontraktverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) offenbar nur mäßig höhere Verkaufspreise. Die amtliche Notierung für Päckchenbutter an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten wurde am Mittwoch (6.3.) erwartungsgemäß heraufgesetzt, allerdings nur am oberen Spannenwert. Dieser wurde um 17 Cent auf 6,00 Euro/kg angehoben, während der untere Wert mit 5,69 Euro/kg unverändert blieb. So ist die Päckchenbutter im Mittel immer noch preiswerter als die Blockbutter, obwohl die Notierung dafür um 4 Cent auf 5,90 Euro/kg bis 6,00 Euro/kg herabgesetzt wurde. Die Nachfrage für Butter wurde unterdessen als weiterhin sehr gut beschrieben. Für Hart- und Schnittkäse blieben die Notierungen bei einem weitgehend ausgeglichenen Markt stabil.
Preisabschlag für Magermilchpulver
Der Markt für Magermilchpulver wurde hingegen als uneinheitlich beschrieben. In der Summe tendierten die Verkaufspreise dafür laut der Kemptener Börse schwächer. Die lebensmitteltaugliche Ware wurde mit einem Abschlag von rund 5 Cent gehandelt und erlöste zwischen 2,45 Euro/kg und 2,60 Euro/kg. Für Futtermittelware ging es um 3 Cent auf 2,30 Euro/kg bis 2,33 Euro/kg bergab. Laut ZMB hat das Kaufinteresse, insbesondere für Lieferungen im zweiten Quartal, nachgelassen.
Am Weltmarkt dämpfte der bevorstehende Ramadan die Nachfrage in den muslimischen Ländern. Keine Bewegung gab es bei den Preisen für Vollmilchpulver. Auch der Verweis der Hersteller auf den festen Markt für Milchfett zog nicht. Molkenpulver wurde im Großen und Ganzen ebenfalls zu unveränderten Konditionen gehandelt. Der ZMB zufolge war hier die Lebensmittelware am Weltmarkt gut gefragt und erzielte dort vergleichsweise hohe Preise.
GDT-Preisindex schwächelt
Bei der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) setzte sich der positive Preistrend aber nicht fort. Zuvor waren die Preise seit Anfang Dezember 2023 in sechs Handelsrunden stetig gestiegen, und zwar insgesamt um 12,8%. Am Dienstag (5.3.) fiel der Preisindex aller gehandelten Milcherzeugnisse gegenüber der Auktion vor zwei Wochen jedoch um 2,3%. Am stärksten ging es mit den Preisen für Magermilchpulver nach unten, nämlich im Schnitt aller gehandelten Lieferkontrakte um 5,2% auf 2.434 Euro/t. Das bisherige Jahresplus wurde damit nahezu vollständig aufgezehrt.
Beim umsatzstärksten GDT-Produkt Vollmilchpulver gingen die Erlöse im Mittel um 2,8% auf 3.030 Euro/t zurück; das entsprach in etwa dem Niveau von Anfang März 2023. Geringer fiel der Abschlag bei der Butter mit 1,0% auf 5.957 Euro/t aus. Das Fettprodukt ist im langfristigen Vergleich immer noch teuer; das Vorjahresniveau an der GDT wird noch um fast ein Drittel übertroffen. Für Buttermilchpulver, Cheddar und Lactose legten die GDT-Preise gegenüber der vorherigen Versteigerung zwischen 3,7% und 4,8% zu.
Quelle: proplanta

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