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Marktentwicklung

Presseschau

Milchpreise ziehen vor Weihnachten wieder an

Schwäbisch Gmünd - Fast ein Jahr lang von Herbst 2021 bis Juli 2022 war die Milchproduktion der großen Exporteure am Weltmilchmarkt rückläufig. Zeitweise lag der Rückstand bei -1,5 %.
Bis September hat sich das Minus in +0,2 % entwickelt, besonders die USA und die EU lieferten zuletzt wieder deutlich mehr, während die Südhemisphäre sich weiter zurückhält. Trotz der hohen Produktionskosten stimulieren Ab-Hof-Preise von 54 €-ct/kg (September) in den USA wieder die Ausdehnung der Produktion. In Neuseeland wurden 42 €-ct/kg bezahlt. Der Global Dairy Trade Tender in Neuseeland schwächt sich unterbrochen von kurzen Erholungsphasen bereits seit April ab. Gegenüber der Spitze im März hat er inzwischen 28 % verloren. Dies ist hauptsächlich auf den schwachen chinesischen Markt infolge der restriktiven Lockdown-Politik zurückzuführen, sodass von Jan – Okt aus Neuseeland -12 % und aus der EU -27 % weniger importiert wurden. Andererseits drängt die USA durch ein neues Handelsabkommen stärker auf den chinesischen Markt und konnte +5 % mehr absetzen. In der EU ziehen die Anlieferungen gg. dem Vorjahr ebenfalls an, im September wurden +0,7 % ausgewiesen. Hierfür sind hauptsächlich die Niederlande (Okt: +4,6 %) und Polen (Sep: +2,6 %) verantwortlich. In Deutschland lagen im September die Anlieferungen erstmals wieder mit +1,2 % im Plus, trotz der Trockenheit und der schlechten Futterversorgung in vielen Regionen. Aber gerade die milchviehstarken Küstenregionen und das Voralpenland hatten genügend Niederschläge. In den letzten Wochen hat sich der Vorsprung im Saisontief auf +3,4 % in KW 46 ausgebaut. Inzwischen ziehen auch die Inhaltsstoffe wieder an, die im Sommer hitzebedingt extrem niedrig lagen. Dadurch haben auch die Rohstoffpreise etwas nachgegeben, Spotmilch kostete in Deutschland in KW 45 mit 55 ct/kg rund 6 ct weniger als in KW 38. Vorweihnachtlich ziehen die Preise aktuelle wieder etwas an. Aus Italien werden nach wie vor knapp 70 ct/kg gemeldet. Die Preise für Milchprodukte haben ihre Spitzen deutlich überschritten. Abgepackte Butter liegt kontraktbedingt weiter bei 7,70 €/kg, bei Blockbutter zögerten die Käufer, sodass diese bis auf 5,99 €/kg in KW 47 einbrach. Umgerechnet auf den Erzeugerpreis für Milch bedeutet diese Differenz einen Erlösunterschied von rund -8,5 ct/kg. Am Terminmarkt wird Butter im ersten Halbjahr 2023 derzeit mit rund 5,60 €/kg gehandelt. Die Butternachfrage ist von den hohen Verbraucherpreisen besonders betroffen, die Einkäufe der privaten Haushalte gingen in den ersten 10 Monaten 2022 um 10 % zurück. Bei Butter sind die Konsumenten noch preissensibler, Bio verlor hier -14,3 % gegenüber -9,8 % bei konventioneller Butter. Am Käsemarkt führte das anhaltend knappe Angebot bei einer lebhaften Nachfrage über den Sommer und Herbst zu einer stabilen Phase hoher Preise von 5,60 €/kg (Brotware) für Schnittkäse (Gouda, Edamer). Inzwischen geraten hier die Preise mit einer hohen Rohstoffverfügbarkeit auch unter Druck und gaben bereits 30 ct/kg nach. Die privaten Einkäufe gingen in den ersten 8 Monaten 2022 preisbedingt nur um -2,2 % zurück. An den Pulvermärkten haben die Preise nach der Spitze im April infolge der ruhigeren Nachfrage stärker nachgegeben. Für Verunsicherung sorgen auch die steigenden Energiekosten. MMP liegt aktuell bei 2,93 €/kg (-32 % gg. April), Molkenpulver bei 1,05 €/kg (-35 %) und VMP bei 4,45 €/kg (-18 %) (alles Lebensmittelware). Am Terminmarkt wird MMP für die erste Jahreshälfte mit rund 2,90 €/kg bewertet. Der sich aus den Butter- und MMP-Preisen ergebende Kieler Rohstoffwert lag im Oktober bei 58,0 ct/kg (-9,5 ct/kg gg. April). Aus den Kontraktkursen an der EEX in Leipzig für Butter und MMP leitet sich ein Börsenmilchwert von derzeit 48 ct/kg und für das erste Halbjahr 2023 von 45 - 46 ct/kg ab. Die deutsche Molkereiwirtschaft hat es mehr als alle anderen Bereiche geschafft, die Mehrkosten in den Molkereien und den milcherzeugenden Betrieben an den Handel und die Verbraucher weiterzugeben. Im Oktober haben die deutschen Verbraucher dadurch Preissteigerungen von 43,6 % für Milch- und Milchprodukte zu verkraften. Am Milchmarkt haben sich die Aussichten für die Zeit nach dem Jahreswechsel deutlich eingetrübt. Üblicherweise ist das erste Halbjahr durch steigende saisonale Anlieferungen und eine geringere Nachfrage geprägt und damit meist schwächer. Dies wird 2023 durch das hohe Preisniveau und die Auswirkungen der höheren Stromund Heizkostenpreise auf die Nachfrage noch verstärkt. Entsprechend ist 2023 ein deutliches Zurückpendeln der Erzeugerpreise zu erwarten. Die Biomilchanlieferung ist in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2022 leicht gestiegen und lag um 2,7 % über dem Vorjahr. Die Auszahlungspreise für Biomilch sind auch im dritten Quartal wieder gestiegen. Im Oktober lag der Auszahlungspreis für Biomilch im bundesweiten Mittel nach Zahlen von Biolandbei 62,1 ct/kg. Im Vergleich zum Vormonat ist dies +1,7 Cent. In Baden-Württemberg fiel der Anstieg am höchsten aus, hier wurden gegenüber September +3 Cent mehr ausbezahlt, wodurch der Biomilchpreis nun bei 63,6 ct/kg Milch liegt. Die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Milch ist seit den hohen Preisanstiegen im Sommer immer noch verhalten, konnte im Oktober aber gegenüber dem Vormonat wieder leicht gesteigert werden.
Quelle: proplanta

Käsepreise geraten unter Druck

01.12.2022 (AMI) – Der Lebensmitteleinzelhandel fragte Schnittkäse rege ab. Aufgrund der hohen Rohstoffverfügbarkeit stieg der Preisdruck.
In der letzten Novemberwoche war der Abruf von Schnittkäse aus Richtung des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) rege. Insgesamt sind die Marktteilnehmer mit dem Absatz zufrieden. Zwar geht dieser teils etwas zurück, liegt aber über dem Vor-Coronaniveau von 2019. Kleinpackungen im Preiseinstiegssegment dominierten hier weiter die Einkaufskörbe. Gleichzeitig wurde ein leichter Rückgang der Absätze verzeichnet, der auf die Anfang November gestiegenen Verbraucherpreise zurückzuführen ist.
Quelle: AMI

Preisauftrieb verliert an Schwung

01.12.2022 (AMI) – Die Erzeugerpreise für Milch legten im Oktober nochmals zu, allerdings fiel der Zuwachs schwächer aus. Im weiteren Verlauf deuten sich zunächst stabile, ab Jahreswechsel auch nachgebende Tendenzen an.
Nach ersten Schätzungen der AMI zahlten die Molkereien im Oktober für konventionell erzeugte Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im bundesweiten Mittel rund 59,1 Ct/kg und damit knapp 1,0 Ct mehr als im Vormonat. Nach den Spitzenzuwächsen im Juli dieses Jahres hat sich der Anstieg damit den dritten Monat in Folge verlangsamt. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhielten die Milchviehbetriebe 21,6 Ct oder 58 % mehr. Erstmals in diesem Jahr hat sich der Vorsprung gegenüber 2021 nicht mehr vergrößert, sondern blieb nahezu konstant. Für den Zeitraum von Januar bis Oktober 2022 belief sich die mittlere Auszahlungsleistung auf rund 50,8 Ct/kg und überstieg damit in der kumulierten Betrachtung die 50-Cent-Marke.
Quelle: AMI

 

Lebensmittelteuerungsrate schwächt auf hohem Niveau ab

30.11.2022 (AMI) – Im bisherigen Jahresverlauf kannte die Teuerungsrate für frische Lebensmittel nur den Weg nach oben. Von Monat zu Monat legten die Preisaufschläge gegenüber dem Vorjahr zu. Im November ist nun zum ersten Mal ein kleiner Rückgang zu sehen.
Basierend auf vorläufigen Daten für den November 2022 kosten, dem AMI-Frischeindex zufolge, frische Lebensmittel aktuell 20,8 % mehr als im Vorjahr. Einen Monat zuvor hatte die Teuerungsrate noch bei 22,0 % gelegen. Damit zeichnet sich auf einem hohen absoluten Preisniveau ein leichter Rückgang ab. Mit einer deutlichen Trendwende ist jedoch nicht so schnell zu rechnen.
Käsepreise haben angezogen
Nachdem bereits in den vergangenen Monaten die Preise für verschiedene Milchprodukte der weißen Linie gestiegen waren, verteuerten sich nun mehrere Käseartikel im Basissortiment des Lebensmitteleinzelhandels (LEH). Auf Discountniveau kostet z. B. junger Gouda am Stück nun umgerechnet 9,76 EUR/kg und damit 2 EUR/kg mehr als zuvor. Betroffen von dieser Preisrunde ist die gesamte Warengruppe – vom Hartkäse über Schnitt-, Weich- und Frischkäse bis hin zum Schmelzkäse. Die Warengruppe verzeichnet damit in den ersten Novemberwochen die höchste Teuerungsrate von knapp 40 % und trägt somit kräftig zur Lebensmittelteuerung insgesamt bei. Es folgt die Warengruppe Milch und Milchprodukte mit Preisaufschlägen von durchschnittlich 39 % gegenüber dem Vorjahr. Hier erfolgten im November keine Preisanpassungen. Das hohe Niveau ist auf die Erhöhungen in den zurückliegenden Monaten zurückzuführen. Zwar gab es neue Verhandlungen zwischen den Molkereien und dem LEH in Bezug auf Butter. Da die Abschlüsse jedoch auf einem nur etwas niedrigeren Niveau erfolgten, ist der Preis für Deutsche Markenbutter unverändert. Das 250-Gramm-Päckchen kostet im Preiseinstiegssegment weiterhin 2,29 EUR.
Quelle: AMI

 

Blockbutter abwartend nachgefragt

Bonn - Der Absatz von Butter und Käse in Deutschland ist zuletzt hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Derweil hat sich der Markt für Milchpulver nach deutlichen Preiskorrekturen nach unten wieder etwas beruhigt.
Die amtliche Notierung für Blockbutter an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten wurde am Mittwoch (23.11.) auf 7,60 Euro/kg bis 7,80 Euro/kg herabgesetzt; das waren am unteren und oberen Ende der Bandbreite 23 Cent beziehungsweise 19 Cent weniger als in der Vorwoche.
Die Börse berichtete von einer abwartenden Nachfrage der Industrie. Normalerweise wird vor der Adventszeit ein saisonal zunehmender Bedarf an Butter zum Backen verzeichnet. Damit im Einklang verlief das Vorweihnachtsgeschäft mit geformter Ware der Börse zufolge sehr gut verlaufen; die betreffende Notierung blieb aber unverändert.
Am Hartkäsemarkt wurde indes ebenfalls ein sehr guter Absatz von Emmentaler verzeichnet. Die Preise für Emmentaler und Viereckhartkäse bewegten sich dabei wie in der Vorwoche in einer Spanne von 5,50 Euro/kg bis 6,70 Euro/kg. Dagegen gaben die Notierungen für Schnittkäse in Hannover bei guter Nachfrage nach Blockware und saisonal normaler Nachfrage nach Brotware etwas nach.
Weiterhin schwächer tendierte der Markt für Trockenmilcherzeugnisse. Laut Zentraler Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) kamen beim Magermilchpulver kaum Neuabschlüsse zustande. Für den Rest des laufenden Jahres sei der Bedarf gering. Im Drittlandsexport gebe es zwar Kaufinteresse, aber die Einkäufer verhielten sich eher abwartend.
Nach Angaben der Kemptener Börse sanken die Verkaufspreise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität auf 2,85 Euro/kg bis 3,08 Euro/kg, nach 2,90 Euro/kg bis 3,10 Euro/kg in der Vorwoche. Bei der Futtermittelware ging es auf 2,70 Euro/kg bis 2,80 Euro nach unten; das bedeutete für das obere und untere Ende der Bandbreite Abschläge von 7 Cent beziehungsweise 10 Cent.
Als ruhig wurde der Markt für Vollmilchpulver beschrieben. Dennoch mussten die Hersteller erneut Zugeständnisse machen; der untere Wert der Notierungsspanne wurde um 5 Cent auf 4,40 Euro/kg zurückgenommen, der obere Wert um 7 Cent auf 4,60 Euro/kg. Unterdessen wurde auch Süßmolkenpulver in Lebensmittelqualität bei ruhiger Nachfrage aus Importländern zu etwas schwächeren Preisen gehandelt.
Quelle: proplanta

Nahrungsmittel ab Hersteller um ein Viertel teurer

Wiesbaden - Die Preise für Verbrauchsgüter, darunter auch Lebensmittel, liegen deutlich über dem Vorjahresniveau.
Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) riefen die Lebensmittelhersteller im vergangenen Monat für ihre Erzeugnisse im Mittel um 25,1 % höhere Preise auf als im Oktober 2021.
Besonders stark fiel der Preissprung für Butter mit 66,3 % aus. Zucker kostete 54,0 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Preise für Schweinefleisch stiegen laut Destatis in den zwölf Monaten bis Oktober 2022 auf der Erzeugerebene um 47,0 %, während sich Käse und Quark um 38,3 % und Milch um 36,1 % verteuerten. Die Preise für unbehandelte pflanzliche Öle waren noch um 28,8 % höher, wobei sich diese im Vormonatsvergleich zum fünften Mal in Folge abschwächten.
Im Schnitt schwächer als bei den Verbrauchsgütern war der Preisanstieg laut Destatis bei den Vorleistungsgütern. Dieser belief sich auf 15,9 %. Wesentlich stärker verteuerten sich indes die darin enthaltenen chemischen Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, nämlich gegenüber Oktober 2021 um 32,8 %.
Besonders hoch waren die Aufschläge gegenüber dem Vorjahr nach wie vor bei Düngemitteln und Stickstoffverbindungen mit 113,1 %. Das für die Düngemittelherstellung wichtige Vorprodukt Ammoniak kostete sogar 182,3 % mehr als im Vorjahresmonat.
Auch die Preise für Holzpellets und Briketts aus Sägenebenprodukten kletterten laut Destatis binnen Jahresfrist äußerst kräftig, nämlich um 151,0 %. Für Holzplättchen beziehungsweise -schnitzel erlösten die Erzeuger 146,8 % mehr. Niedriger als im Vorjahresmonat waren aber den Statistikern zufolge bei den Vorleistungsgütern die Preise für Holz insgesamt, und zwar um 12,5 %. Getreidemehl war im vorigen Monat dagegen um 40,7 % teuer als im Oktober 2021.
Futtermittel für Nutztiere kosteten im Schnitt 33,4 % mehr. Insgesamt lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Berichtsmonat gemäß der amtlichen Statistik um durchschnittlich 34,5 % über dem Stand von Oktober 2021. Im August und September hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat indes noch 45,8 % betragen. Gegenüber dem Vormonat gaben die Erzeugerpreise im Mittel um 4,2 % nach. Laut den Wiesbadener Statistikern war das der erste Preisrückgang gegenüber dem Vormonat seit Mai 2020.
Quelle: proplanta

AMI-Rohstoffindex: Deutsche Agrarrohstoffe mit Minus im November

24.11.2022 (AMI) – Der AMI-Rohstoffindex gab im November 2022 marginal um 0,4 % nach und erreichte 211,3 Punkte, was 33,5 Prozentpunkte mehr sind als im Vorjahresmonat. Schwächere Getreide- und Schlachtschweinpreise standen dabei festeren Preisen für Raps, Schlachtrinder und Milch gegenüber.
Reichliche Lieferungen an Getreide aus der Ukraine, große Konkurrenz am Weltmarkt durch preisgünstigen Weizen aus Russland und kaum noch preiswirksame Spekulationen um anstehende Getreideernten, das öffnet den Preisen den Spielraum nach unten. Die anhaltend volatilen Kurse an den Terminmärkten werden kaum noch preiswirksam, denn am deutschen Kassamarkt wird kaum Ware umgesetzt.
Raps legt zu Beginn des Monats kräftig zu. Die Unsicherheit hinsichtlich des Fortbestands der sicheren Handelspassage aus der Ukraine stützte. Bei mangelnden Umsätzen am Kassamarkt wird die Preisentwicklung auch weiterhin maßgeblich vom Geschehen am Weltmarkt beeinflusst.
Die Milchanlieferung in Deutschland hat im November ihren saisonalen Tiefpunkt erreicht. Dabei stand den Molkereien mehr Rohstoff für die Verarbeitung zur Verfügung als vor Jahresfrist. Das Angebot stieß dabei auf eine gedämpfte Nachfrage. Das dämpfte den Aufwärtstrend der Erzeugerpreise.
Nachdem die Preise für Schlachtschweine seit Ende Oktober nachgegeben haben, hat sich der Handel inzwischen wieder etwas belebt. Der Schlachtrindermarkt stellte sich im November zweigeteilt dar. Während sich die Erlöse für Jungbullen stabilisierten, gerieten die Preise für Schlachtkühe unter Druck.
Quelle: AMI

Globale Produktion und internationaler Handel uneinheitlich

24.11.2022 (AMI) – Das Wachstum der weltweiten Milcherzeugung verläuft 2022 gedämpft. Der internationale Handel sinkt erstmals seit 20 Jahren. Ursächlich hierfür sind verringerte Importe von China. Das geht aus dem aktuellen Food-Outlook der FAO hervor.
Das Wachstum der globalen Milchproduktion wird 2022 voraussichtlich moderat fortgesetzt. Weltweit schätzt die FAO die Milcherzeugung im Jahr 2022 auf 929 Mio. t, was gegenüber dem Vorjahr einen leichten Anstieg von 0,6 % bedeutet und damit die geringste Wachstumsrate der vergangenen 20 Jahre ist. Während in Asien, Zentral- und Nord- Amerika mit höheren Liefermengen gerechnet wird, rechnet die FAO in den übrigen Regionen mit einem Rückgang der Produktion. Einen Großteil der Steigerung sieht die FAO in Asien. In Folge von extremen Wetterereignissen, Arbeitskräftemangel und hohen Erzeugerkosten, wird in Brasilien, der EU, der Türkei, Neuseeland und Australien eine niedrigere Erzeugung als im Vorjahr erwartet. Der Rückgang der Milchmengen in weiten Teilen der Welt dürfte die prognostizierten Zuwächse nahezu ausgleichen.
Quelle: AMI

Eigenmarken stützen Markt für Formbutter

24.11.2022 (AMI) – Zum Start der Adventszeit wurde abgepackte Butter rege abgerufen. Die Verbraucherpreise blieben unverändert. Der Markt für Blockbutter zeigte sich abwartend, wodurch die Preise schwächer tendierten.
Der bevorstehende erste Advent hat den Markt für abgepackte Butter weiter belebt, was erfahrungsgemäß noch bis Weihnachten anhalten wird. Die Marktteilnehmer berichten von regen Abrufen durch den Einzelhandel. Im Vergleich zum Vorjahr kann beobachtet werden, dass die Kunden vermehrt Eigenmarken nachfragen sowie Markenware in Angebotsaktionen des LEH.
Die Molkereiabgabepreise bewegten sich auf einem stabilen Niveau. Abgepackte Butter wurde an der Butter- und Käse-Börse am 23.11.22 unverändert notiert. Im LEH zahlten die Verbraucher für ein 250-Gramm-Päckchen Deutsche Markenbutter im Preiseinstiegssegment weiterhin 2,29 EUR und damit 64 Ct mehr als ein Jahr zuvor.
Quelle: AMI

Werbeaktionen für Butter weiterhin umfangreich

23.11.2022 (AMI) – Die starken Preissteigerungen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel wirken sich deutlich auf das Konsumverhalten der Verbraucher aus. Dadurch kommt es, insbesondere bei Butter, zu Nachfrageverschiebungen in Richtung Alternativprodukten. Der Handel reagiert mit umfangreichen Angebotsaktionen für Butter.
Die Kaufentscheidungen der Privathaushalte werden unter anderem durch die Preise im Einzelhandel bestimmt. Inflationsbedingt haben insbesondere die Butterpreise stark angezogen, wodurch Verbraucher vermehrt zu günstigeren Alternativen griffen.
Preis als großer Einflussfaktor
Neben Aspekten, wie Regionalität und Nachhaltigkeit, hat der Produktpreis einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung der Verbraucher. Aufgrund des derzeit hohen Kostenniveaus von Butter wird daher teils auf Streichmischfette, also mit Rapsöl versetzte Butter, oder Margarine ausgewichen. Der Einzelhandel reagiert auf diese Entwicklung mit verstärkten Werbeaktionen und Angebotspreisen für Butter und Buttererzeugnisse.
Die Zahl der Werbeanstöße für Butter lag seit Mitte September überwiegend auf dem oder oberhalb des Niveaus der Vorjahre. Lediglich in vereinzelten Kalenderwochen war ein geringeres Angebotsaufkommen zu verzeichnen. Insgesamt war Butter von Mitte September bis Mitte November 2022 334-mal in den Werbeaktionen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) vertreten. Das waren knapp 50 Angebote mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Quelle: AMI

Steigende Milchpreise erhöhen Liquidität

17.11.2022 (AMI) – Die wirtschaftliche Situation der Milchviehbetriebe in Deutschland hat sich im Verlauf des Jahres 2022 erholt. Die Marge aus Erlösen und variablen Kosten ist nach unbefriedigenden Ergebnissen in den Vorjahren gestiegen. Hieraus müssen jedoch noch die fixen Positionen bestritten werden.
Für die deutschen Milcherzeuger setzte im Jahr 2022 eine Entspannung der wirtschaftlichen Lage ein. Im Jahr zuvor hatten die hohen Kosten die Erlösanstiege mehr oder weniger neutralisiert, sodass das Gesamtergebnis 2021 aus Erzeugersicht unbefriedigend ausgefallen war. Ausschlaggebend für die Entwicklung im laufenden Jahr waren im Wesentlichen die gestiegenen Erzeugerpreise für Rohmilch, die rund 90 % der Einnahmen des Produktionszweiges Milcherzeugung ausmachen. Ab Jahresmitte legten diese im Vormonatsvergleich überproportional zu. Den gestiegenen Erlösen standen allerdings auch deutlich höhere Kosten gegenüber. Insgesamt gesehen stieg die Marge aus Erlösen und variablen Kosten an. Aus dieser müssen die Betriebe allerdings noch die anfallenden Kosten für Arbeitserledigung sowie die Gebäude- und die sonstigen festen Kosten decken. Diese fallen regional und in Abhängigkeit von der Betriebsstruktur sehr unterschiedlich aus. Hierbei spielt auch eine Rolle, ob Betriebe wachsen und dafür investiert haben oder in abgeschriebenen Gebäuden wirtschaften. Wenn darüber hinaus noch Lohn-Arbeitskräfte beschäftigt werden, erhöht dies die Kosten für die Milchproduktion in den Betrieben zusätzlich.
Quelle: AMI

Milchanlieferung auf Vorwochenniveau

17.11.2022 (AMI) – Die erzeugte Milchmenge in Deutschland lag Anfang November auf dem Niveau der Vorwoche. Damit setzte sich der plateauartige Verlauf der Milchanlieferung fort.
In der ersten Novemberwoche stand den deutschen Molkereien laut Daten der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) in der 44. Kalenderwoche nahezu so viel Milch zur Verfügung wie in der Vorwoche. Die Milchmengen der Vorjahreswoche wurden um 2,2 % übertroffen. Gleichzeitig lag der Rückstand zum Vorjahreszeitraum gleichbleibend bei 0,7 %.
Quelle: AMI

Milchanlieferungen erreichen Jahrestief

Bonn - Die Milchanlieferungen an die Molkereien in Deutschland haben laut Analysten ihren Jahrestiefpunkt erreicht.
Anfang November konnte von den hiesigen Molkereien im Vergleich zur Vorjahreswoche laut der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) gut 2 % mehr Rohstoff verarbeitet werden, was auch an den recht milden Temperaturen lag.
gesamten Jahresverlauf war das Rohmilchaufkommen bisher aber laut vorläufigen Daten um 0,7 % rückläufig. So knapp wie noch im Sommer ist das Warenangebot am Markt für Milchprodukte derzeit nicht mehr; erneut kam es in der vergangenen Woche auch zu Preisabschlägen. Das betraf beispielsweise Schnittkäse, denn die Notierung für Edamer und Gouda als Brotware wurde am Mittwoch (16.11) in Hannover um 10 Cent auf 5,30 Euro/kg bis 5,70 Euro/kg nach unten korrigiert.
Bei der Blockware wurde der obere Spannenwert um 5 Cent auf 5,40 Euro/kg gesenkt. Die Preise tendierten uneinheitlich; bei den einzelnen Absatzkanälen gebe es unterschiedliche Mengenabrufe, erläuterte die Süddeutsche Butter- und Käsebörse in Kempten. Während der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) die Ware zügig ordere, würden die Kontrakte bei der Industrie normal abgerufen. Schwächer laufe der Käseverkauf an die Gastronomie, und im Export stünden die Preise durch den intensiveren Wettbewerb mit anderen Anbietern eher unter Druck.
Einziges Milchprodukt mit einer leicht positiven Preistendenz war in der vergangenen Woche die Blockbutter. Die betreffende amtliche Notierung in Kempten wurde im Mittel um 7,5 Cent auf 6,10 Euro/kg bis 6,30 Euro/kg angehoben; in den fünf Wochen zuvor war sie allerdings insgesamt um 90 Cent/kg gefallen. Grund dafür war, dass sich die Käufer in der Industrie aufgrund des aus ihrer Sicht zu hohen Preisniveaus abwartend verhielten.
Laut der Kemptener Börse hat sich das auch aktuell noch nicht entscheidend geändert. Gut gefragt blieb dagegen die abgepackte Butter; der LEH füllt derzeit seine Läger für das Weihnachtsgeschäft. Absatz finden bei den Kunden in Inflationszeiten vor allem die günstigeren Eigenmarken; die Markenware landet in größerer Stückzahl nur bei Preisaktionen im Einkaufskorb der Verbraucher.
Deutlicher Abschlag für Vollmilchpulver
Bei den Milchtrockenerzeugnissen kam es in der vergangenen Woche bei Vollmilchpulver zu einer deutlichen Preiskorrektur nach unten. Laut Angaben der Kemptener Börse ließ sich die Sprühware mit einem Fettanteil von 26 % nur mit einem durchschnittlichen Abschlag von 23,5 Cent verkaufen, womit das Kilogramm zwischen 4,45 Euro und 4,67 Euro erlöste.
Analysten zufolge haben bei vergleichsweise ruhigem Geschäft vor allem die in den Nachbarländern bereits gesunkenen Preise zu einem Anpassungsbedarf geführt. Bei Magermilchpulver sind laut ZMB zuletzt wieder mehr Abschlüsse zustande gekommen. Innerhalb Europas sei noch Bedarf bis Jahresende gedeckt worden, und am Weltmarkt habe sich die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Ware etwas verbessert.
Allerdings mussten die Hersteller beim Verkauf Zugeständnisse machen. Laut Kemptener Börse gaben die Abgabepreise für die lebensmitteltaugliche Ware gegenüber der Vorwoche um 15 Cent auf 2,90 Euro/kg bis 3,10 Euro/kg nach. Bei den Futtermittelqualitäten ging es um 5 Cent auf 2,80 Euro/kg bis 2,87 Euro/kg nach unten. Die Vorjahrespreise werden bei Magermilchpulver nun wieder unterschritten. Auch bei Molkenpulver in Lebensmittelqualität kam es zu einem Abschlag, der sich im Schnitt auf 2,5 Cent belief, womit die Ware zwischen 1,14 Euro/kg und 1,21 Euro/kg den Besitzer wechselte.
Weniger Milch in Ozeanien
Eine ganz andere Richtung als in Deutschland schlugen zuletzt die Milchpulverpreise am Weltmarkt ein, denn sie konnten sich befestigen. Bei der Auktion an der internationalen Handelsbörse Global Dairy Trade (GDT) ließ sich Vollmilchpulver am Dienstag (15.11.) im Mittel aller Kontrakte für 3 397 $/t (3 292 Euro) verkaufen; das waren 3,1 % mehr als bei der vorherigen Versteigerung Anfang November.
Für Magermilchpulver stieg der Durchschnittspreis ebenfalls um 3,1 %, und zwar auf 3 057 $/t (2 963 Euro). Aufgrund des großen Anteils des Pulvers an den Gesamtverkäufen an der GDT zog der Preisindex aller gehandelten Produkte auf der Plattform um 2,4 % an. Rückgänge bei den Verkaufspreisen von 0,8 % bei Butter und 1,3 % bei Cheddarkäse wurden bei der jüngsten Handelsrunde durch das teurere Pulver überkompensiert.
Möglicherweise kommt es nun zu einer Trendwende bei den zuvor meist rückläufigen Preisen an der GDT. Auf der Südhalbkugel haben die Milchanlieferungen ihren saisonalen Höhepunkt überschritten, und in Neuseeland und Australien haben zuletzt widrige Witterungsbedingungen die Milchproduktion gedämpft. Ein stärkerer Anstieg der Preise an der GDT wird aber auch von einer Nachfrageerholung beim Großkunden China abhängen, die sich aufgrund fortgesetzter Corona-Lockdowns und einer konjunkturellen Abschwächung noch nicht eingestellt hat.
Umrechnungskurs: 1 $ = 0,9691 Euro
Quelle: proplanta

Schnittkäse rege nachgefragt

03.11.2022 (AMI) – Schnittkäse wurde weiter rege nachgefragt. Vor allem der Lebensmitteleinzelhandel orderte umfangreich Ware.
Die Nachfrage nach Schnittkäse war Anfang November fortgesetzt rege. Dabei meldete der Lebensmitteleinzelhandel umfangreichen Bedarf an. Im Zuge der hohen Inflation versuchten die Verbraucher weiterhin zu sparen, wodurch verstärkt Handelsmarkenprodukte oder Kleinpackungen in den Einkaufwagen landeten. Mit der Nachfrage aus dem GV-Bereich und der Lebensmittelindustrie zeigten sich die Marktteilnehmer zufrieden.
Quelle: AMI

Pulvermarkt wartet auf Impulse

10.11.2022 (AMI) – Die Märkte für Milch- und Molkenpulver haben sich Anfang Novemberweiterhin ruhig präsentiert. Einer fortgesetzt schwachen Nachfrage stand ein ausreichendes Angebot gegenüber und die Preise tendierten überwiegend schwächer.
Der Markt für Magermilchpulver in Futtermittelqualität war weiterhin von einem gedämpften Geschäftsverlauf geprägt. Vereinzelt wurden geringe Mengen gehandelt. Nach den deutlichen Rückgängen der vergangenen Wochen haben sich die Preise stabilisiert. In der zweiten Novemberwoche wurde die Notierung unverändert zur Vorwoche belassen.
Quelle: AMI

Weniger Milchprodukte eingekauft

10.11.2022 (AMI) – Die privaten Haushalte in Deutschland haben von Januar bis September dieses Jahres überwiegend weniger Milchprodukte nachgefragt als im Jahr zuvor. Vor allem die hohe Inflation und die produktübergreifend stark angezogenen Verbraucherpreise dürften der Grund dafür sein.
In den ersten drei Quartalen von 2022 entwickelte sich die private Nachfrage nach Milch und Molkereiprodukten überwiegend rückläufig. Insbesondere Butter und Konsummilch wurde deutlich weniger nachgefragt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Beliebtheit von haltbarer konventioneller Milch mit einem Fettgehalt von über 3,5 % setzte sich jedoch weiterhin fort. Grund für den Nachfragerückgang dürften vor allem die hohen Nahrungsmittelpreise gewesen sein. Insbesondere Molkereiprodukte haben sich für die Verbraucher verteuert. Als Folge schränkten sie den Konsum dieser Produkte ein oder griffen stärker auf, aus Verbrauchersicht, günstigere Produkte zurück. Dazu zählen Handelsmarken, kleinere Packungen oder Substitute wie Margarine. Die Nachfrage privater Haushalte nach Käse und anderen Milchzubereitungen war ebenfalls überwiegend rückläufig.
Quelle: AM

Milchpreise kommen unter Druck – Börsenmilch fällt unter 50 Cent

Die Börsenmilchwerte rutschen erstmals seit langem unter die Marke von 50 Cent und liegen mit rund 48 Cent für 2023 deutlich unter den derzeitigen Auszahlungspreisen. Schaut man auf die Preise für Milchprodukte, dann bestätigt sich der rückläufige Preistrend, zumindest im Großhandel.
Noch steigen die Milchpreise. Schaut man jedoch auf den Rohstoffwert der Milch, dann zeigt die Preiskurve aber deutlich nach unten. Grund sind fallende Preise für Butter und Milchpulver.
Noch stärker fallen die Börsenmilchwerte. Dort rutschen die Preise erstmals seit langem unter die Marke von 50 Cent und liegen mit rund 48 Cent für 2023 deutlich unter den derzeitigen Auszahlungspreisen. Doch so weit ist es noch lange nicht. Denn die Börsenpreise sind nur eine Momentaufnahme.
Doch auch der Rohstoffwert der Milch – der sich aus den physischen Preisen von Butter und Magermilch errechnet – gibt für Oktober knapp 2 Cent nach und fällt auf 58 Cent. Schaut man auf die Börsenmilchwerte, dürfte der Abschlag für November deutlich stärker ausfallen und die Rohstoffwerte werden sich wohl der 50-Cent-Marke annähern.
Bei den Erzeugerpreisen war davon noch nichts zu spüren, doch der steile Anstieg der Milchpreise dürfte erst einmal zu Ende gehen. Die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch lagen Anfang November immerhin noch zwischen 54,50 Cent im Norden und Wesen – und 58 Cent im Süden.
Doch das Angebot an Rohmilch hat mit den steigenden Milchpreisen zugenommen und die Molkereien haben damit wieder etwas mehr Spielraum. Ende Oktober lag die angelieferte Milchmenge immerhin 2,1 % über dem Vorjahr, sagt die Abrechnung der Milchindustrie.
„Die Verfügbarkeit der Milch ist regional aber weiter sehr unterschiedlich. Im Norden ist die Steigerung der Anlieferungsmengen ausgeprägter als erwartet. Im Osten hat diese sich ebenfalls verbessert, deckt jedoch wohl immer noch nicht den aktuellen Bedarf,“ berichte die Süddeutsche Butterbörse in ihrem Wochenbericht.
„Die Milchpreisentwicklung scheint die Milcherzeugung zu stimulieren“, heißt es weiter.
Preise im Großhandel unter Druck – außer bei Käse 
Schaut man auf die Preise für Milchprodukte, dann bestätigt sich der rückläufige Preistrend, zumindest im Großhandel. Die EU-Kommission meldet sowohl für Butter, als auch für Magermilchpulver und Vollmilchpulver deutlich rückläufige Preise.
So wurde Butter Ende Oktober mit 687 Euro je 100 kg gehandelt – und damit rund 5 % bzw. knapp 40 Euro billiger als 4 Wochen zuvor. Bei Magermilchpulver beträgt der Preisabschlag fast 10 % bzw. 30 Euro auf 340 Euro je 100 kg und für Vollmilchpulver gingen die Preise um 5 % auf 498 Euro nach unten.
Bei Käse (Edamer) meldet die Kommission hingegen sogar leicht steigende Preise auf einen neuen Rekordwert von 539 Euro je 100 kg.
Die süddeutsche Butterbörse bestätigt indessen die schwieriger werdende Marktlage. Dort heist es im Wochenbericht: Deutlich nachgegeben haben die Preisentwicklungen bei Magermilchpulver in Lebensmittelqualität. Kaufzurückhaltung aus Asien und Milchanlieferungsmengen, die über den Erwartungen liegen, scheinen den Markt etwas unter Druck zu setzen.
Die Bereitschaft auf niedrigem Niveau zu verkaufen steigt offenbar. Dies sorgt für zusätzliche Zurückhaltung bei den Käufern, in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise.
Bei Butter wird zwar über eine anziehende Nachfrage bei der abgepackten Ware berichtet. Der Lebensmitteleinzelhandel ist nämlich schon in der Vorplanung für das Weihnachtsgeschäft. Die Kunden greifen jedoch eher nicht zur Markenware. Deshalb sinken die Preise und der Boden scheint noch nicht erreicht zu sein, sagen die Marktbeobachter der Börse.
Quelle: agrarheute

Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im September 2022 um 39,4 % höher als im September 2021

Wiesbaden - Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im September 2022 um 39,4 % höher als im September 2021. Im August 2022 hatte die Veränderungsrate bei +34,5 % gelegen, im Juli 2022 bei +33,4 %.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die Preise im September 2022 gegenüber dem Vormonat um 2,5 %. Die Preise für pflanzliche Produkte erhöhten sich mit +26,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat weniger stark als für tierische Erzeugnisse (+49,1 %). Im August 2022 hatte die Veränderungsrate für pflanzliche Erzeugnisse bei +21,3 %, für tierische Erzeugnisse bei +44,1 % gelegen.
Der Preisanstieg bei den pflanzlichen Produkten ist unter anderem auf die Getreidepreise zurückzuführen. Im September 2022 lag der Preisanstieg bei Getreide um 41,0 % über dem Vorjahresmonat. Im August 2022 hatte die Preissteigerung 39,7 % betragen.
Preise für Obst gesunken, für Gemüse und Kartoffeln gestiegen
Die Erzeugerpreise für Obst waren im September 2022 um 4,7 % niedriger als noch vor einem Jahr. Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -20,6 %.
Beim Gemüse (+22,8 % gegenüber September 2021) stiegen insbesondere die Preise für Gurken (+48,0 %), Blumenkohl (+29,2 %) und Kohlgemüse (+24,5 %). Der Preisanstieg für Speisekartoffeln betrug im September 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat +73,0 %.
Preise für tierische Erzeugnisse um 49,1 % gestiegen, für Milch um 57,5 %
Die Preise für tierische Erzeugnisse lagen im September 2022 um 49,1 % über den Preisen vom September 2021. Der Milchpreis lag im September 2022 um 57,5 % über dem Vorjahresmonat; im August 2022 waren es +55,9 % im Vorjahresvergleich. Damit setzte sich der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat bei Milch seit März 2021 kontinuierlich fort. Im Juli 2022 hatte der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat erstmals bei über 50 % gelegen.
Bei den Preisen für Tiere gab es im September 2022 einen Preisanstieg von 43,0 % im Vergleich zum September 2021. Im August 2022 hatte die Preissteigerung zum Vorjahresmonat 35,5 % betragen. Dabei stiegen die Preise für Schlachtschweine im September 2022 um 63,1 %.
Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf das geringe Angebot schlachtreifer Schweine bei gleichbleibender Nachfrage zurückzuführen. Die Preissteigerung bei Rindern betrug 21,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Preise für Geflügel lagen im September 2022 um 35,5 % höher als im September2021. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere höhere Preise für Hähnchen (+37,8 %).
Quelle: proplanta

Kaufzurückhaltung wegen Inflation bei Milchprodukten

Bonn - Die Milchanlieferungen an die Molkereien in Deutschland haben Mitte November wahrscheinlich ihren jahreszeitlichen Tiefpunkt erreicht und dürften nun bis Mitte Mai 2023 wieder zunehmen.
Seit Anfang September wird bereits die Vorjahreslinie überschritten; laut Zentraler Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) lagen die Anlieferungsmengen zum Monatswechsel um rund 2 % über dem Vorjahresniveau.
Die allgemein hohe Inflationsrate und spürbar gestiegene Preise für Molkereiprodukte in den Supermärkten haben laut dem Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) für Kaufzurückhaltung gesorgt.
„Die Handelsmengen sind daher für die Jahreszeit bei Butter und Milchfrischprodukten ungewöhnlich niedrig, weniger bei Käse“, berichtete der Verband. Dies zeigen auch Daten der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI), nach denen die Privathaushalte in den ersten drei Quartalen 2022 gegenüber der Vorjahresperiode 9,7 % weniger Butter und -zubereitungen sowie 5,4 % weniger Konsummilch eingekauft haben.
Bei Käse fiel das Minus mit 1,9 % geringer aus. In dieser Woche machte sich zudem bei Blockbutter erneut die abwartende Nachfrage der Industrie bemerkbar, die auf günstigere Einkaufspreise wartet. An der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten ging die amtliche Notierung am Mittwoch (9.11.) um 40 Cent auf 6,00 Euro/kg bis 6,25 Euro/kg zurück; das war das geringste Niveau seit Anfang März. In der Spitze hatte diese Notierung Mitte Juni im Spannenmittel noch bei 7,25 Euro/kg gelegen.
Ganz anders sah laut Börse die Situation bei der Päckchenbutter aus, die im Vorweihnachtsgeschäft im Lebensmitteleinzelhandel wieder zügiger abgesetzt wurde. Die Notierung für die Stückbutter wurde um 10 Cent auf 7,60 Euro/kg bis 7,80 Euro/kg angehoben. Stabil blieben bei ebenfalls recht guter Nachfrage die amtlichen Preisfeststellungen für Schnitt- und Hartkäse.
Magermilchpulverpreis sinkt auf Vorjahresniveau
Bei Magermilchpulver hat sich laut ZMB die Nachfrage zuletzt etwas belebt; sie fiel insgesamt gesehen aber immer noch recht verhalten aus. Die Werke würden aber wieder mehr Kaufanfragen erreichen. Für den Drittlandsexport habe es mehr Kaufinteresse aus dem Fernen Osten, aber nicht aus China, gegeben. Es werde damit gerechnet, dass es mit Kunden in Nordafrika bald zu Abschlüssen komme, berichtete die ZMB.
Bei Magermilchpulver in Futtermittelqualität kam der Preisrückgang laut Kemptener Börse diese Woche vorerst zu einem Ende. Die Ware wurde unverändert in einer Bandbreite von 2,85 Euro/kg bis 2,92 Euro/kg gehandelt. Die Hersteller von lebensmitteltauglichem Magermilchpulver mussten bei Neuabschlüssen allerdings einen Abschlag von durchschnittlich 9 Cent auf 3,05 Euro/kg bis 3,25 Euro/kg hinnehmen. Damit ist nun wieder das vergleichbare Preisniveau des Vorjahres erreicht.
Bei Vollmilchpulver liefen die Geschäfte der ZMB zufolge weiter ruhig. Die aus Herstellersicht negative Preisentwicklung setze sich in dieser Woche mit einem Abschlag von 5 Cent auf 4,74 Euro/kg bis 4,85 Euro/kg fort. Auch Süßmolkenpulver in Lebensmittelqualität ließ sich eher schleppend verkaufen. Die Produzenten gingen nach Angaben der Kemptener Börse mit ihren Preisen im Schnitt um 3 Cent auf 1,15 Euro/kg bis 1,18 Euro/kg nach unten.
Bei der Futtermittelware ist hingegen der Boden wohl erreicht; die Verkaufspreise blieben die zweite Woche in Folge mit 0,86 Euro/kg bis 0,90 Euro/kg stabil.
Quelle: proplanta

FrieslandCampina senkt Biomilchpreis - und lässt Milchpreis stabil

Die niederländische Großmolkerei FrieslandCampina lässt ihren Garantiepreis für konventionelle Milch im November unverändert und senkt den Biomilchpreis. Die Prognose geht bei beiden Milcharten jedoch von stabilen Milchpreisen im Dezember aus.
Die niederländische Großmolkerei FrieslandCampina lässt ihren Garantiepreis für konventionelle Milch im November mit 62,25 Euro pro 100 Kilo Standardmilch unverändert. Der Bio-Milchpreis wurde um 75 Cent auf 64,75 Euro
Die niederländische Großmolkerei FrieslandCampina lässt ihren Garantiepreis für konventionelle Milch im November mit 62,25 Euro pro 100 Kilo Standardmilch unverändert. Der Abstand zu konvetionellen Milch beträgt noch 2,5 Euro je 100 kg bzw. 2,5 Cent je kg. Die Marktbeobachter von FrieslandCampina erwarten, dass die Referenzmilchpreise weiter stabil bleiben.
Der durchschnittliche Garantiepreis von FrieslandCampina für 2022 einschließlich November beträgt 54,52 Euro pro 100 Kilo Milch. In diesem Monat lag der Eiweißwert bei 998,72 Euro, der Fettwert bei 499,36 Euro und der Laktosewert bei 99,87 Euro pro 100 Kilo Milch.
Der Garantiepreis von FrieslandCampina gilt für Milch mit einem Standardgehalt von 3,57 Prozent Eiweiß, 4,42 Prozent Fett und 4,53 Prozent Laktose (ohne Mehrwertsteuer) und bei einer durchschnittlichen Lieferung von 850.000 Kilo Milch pro Jahr. Das Preisverhältnis zwischen Eiweiß, Fett und Laktose beträgt 10:5:1. Mit anderen Worten:
Milchviehhalter erhalten für ein Kilo Eiweiß doppelt so viel wie für ein Kilo Fett und für ein Kilo Fett fünfmal so viel wie für ein Kilo Laktose.
Auf Basis des monatlichen Garantiepreises erhält ein Milchbauer seinen Milchpreis. Der richtet sich nach dem Fett-, Eiweiß- und Laktosegehalt der gelieferten Milch. Die Differenz zwischen Garantiepreis und Milchpreis entsteht durch die Fixkostenabrechnung in Höhe von 18 Cent. Für andere Qualitäten gelten auch andere Preise, heißt es weiter.
Biomilchpreise wurden gesenkt
Der Bio-Milchpreis wurde um 75 Cent auf 64,75 Euro pro 100 Kilo gesenkt. Der Rückgang des Bio-Garantiepreises von FrieslandCampina für November ist zum Teil auf zu hohe Referenzpreise für Bio-Rohmilch im vergangenen Zeitraum zurückzuführen.
Auch bei Biomilch wird jedoch mit stabilen Referenzpreisen gerechnet. Der durchschnittliche Bio-Garantiepreis von FrieslandCampina für 2022, einschließlich November, beträgt 58,95 Euro pro 100 Kilo Milch. Dieser Preis gilt für die gleichen Inhaltsstoffe wie bei herkömmlicher Milch, ohne Mehrwertsteuer, jedoch für eine durchschnittliche Lieferung von 550.000 Kilo Milch pro Jahr.
Das Milchgeld richtet sich nach der Menge und dem Eiweiß-, Fett- und Laktosegehalt der vom jeweiligen Milchviehbetrieb gelieferten Milch. Die Differenz zwischen dem Bio-Garantiepreis und dem Milchgeld ergibt sich aus der Verrechnung der Fixkosten in Höhe von 29 Cent, heißt es weiter.  Hinzu kommen je nach Saison noch Zuschläge und/oder Gebühren.
Quelle: agrarheute

Milchpreise in nie erreichten Höhen

03.11.2022 (AMI) – Im September ging es mit den Erzeugerpreisen für konventionell erzeugte Kuhmilch weiter bergauf. Nachdem in den vergangenen Monaten mehr und mehr Molkereien die 60-Cent-Marke geknackt haben, gelang dies nun erstmals auf Bundeslandebene. Nach Hochrechnung der AMI zahlten die Molkereien im September für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im deutschlandweiten Mittel 58,1 Ct/kg. Das waren rund 1,3 Ct mehr als im Monat zuvor. Damit hat sich der Preisauftrieb den zweiten Monat in Folge verringert. Dennoch wurde das zehnte Rekordergebnis in Folge eingefahren. Wie exorbitant hoch das derzeitige Preisniveau ist, zeigt auch der Vorjahresvergleich. Der Vorsprung gegenüber 2021 ist im September auf 21,6 Ct gestiegen. Damit erhielten die Milchviehbetriebe über die Hälfte mehr an Milchgeld als vor Jahresfrist. Im Zeitraum von Januar bis September 2022 lag die Auszahlungsleistung der Molkereien mit 49,8 Ct/kg im Mittel um 15,2 Ct höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Die Milchviehbetriebe partizipierten damit zeitverzögert von den Preisanhebungen an den Produktmärkten, die in der ersten Jahreshälfte vorrangig bei Bulkware erfolgt waren. Die Verwertung über Butter und Magermilchpulver war den Milcherzeugerpreisen weit enteilt und für letztere ergab sich daraus ein erheblicher Nachholbedarf. Die Aufholjagd hat aber zwischenzeitlich an Fahrt gewonnen und wurde zusätzlich durch die gestiegenen Molkereiabgabepreise für Produkte der Weißen Linie im Lebensmitteleinzelhandel im Juli dieses Jahres verstärkt. Demgegenüber haben sich im Handel mit Bulkware seit Sommer teils schwächere Tendenzen eingestellt. Vor allem im Pulverbereich gaben die Preise deutlich nach. Aber auch bei Blockbutter und an den Spotmärkten kam es zu Korrekturen nach unten. Ursache war eine schwache Nachfrage am Binnen- und am Weltmarkt. Dem ungeachtet hat sich auf Erzeugerebene der Preisanstieg fortgesetzt, wenn dieser auch in den ersten Regionen langsam abebbt.
Quelle: AMI

 

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