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Deutscher LandFrauentag 2026:

Unter dem Motto „gestalten.begeistern.bewegen.GEMEINSAM“ kamen LandFrauen und politische Ehrengäste in Essen zusammen

 


Essen, 30.06.2026 – Rund 5.000 LandFrauen aus ganz Deutschland haben am 30. Juni 2026 beim Deutschen LandFrauentag in Essen ein deutliches Signal gesendet: Zukunft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, andere begeistern und gemeinsam etwas bewegen. Unter dem Motto „gestalten.begeistern.bewegen.GEMEINSAM“ würdigte der Deutsche LandFrauenverband herausragendes ehrenamtliches Engagement und diskutierte die Rolle von Frauen als Gestalterinnen einer demokratischen und lebenswerten Gesellschaft.

Der Festakt machte deutlich, welche zentrale Rolle Frauen für die Zukunft ländlicher Räume, der Landwirtschaft und der Demokratie spielen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst würdigte dabei insbesondere das Engagement der LandFrauen: „Es gibt keinen Ort, an dem die LandFrauen nicht vertreten sind.“ Gleichzeitig sprach er sich für mehr gesellschaftliche Anerkennung der Landwirtschaft aus: „Landwirtinnen und Landwirte verdienen mehr Anerkennung und Wertschätzung.“ Mit Blick auf die Zukunft stellte er fest: „Die Zukunft der Landwirtschaft wird von Frauen im ländlichen Raum mitentschieden.“

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer unterstrich die Bedeutung des Ehrenamts und kündigte an, sich für bessere Rahmenbedingungen einzusetzen. Mit Blick auf die Landwirtschaft betonte er: „Ohne Frauen geht in der Landwirtschaft, im wahrsten Sinne des Wortes, nichts.“ Auch die Arbeit der LandFrauen würdigte er ausdrücklich: „Die LandFrauen spielen eine wichtige Rolle und sind nicht mehr wegzudenken. Je sichtbarer die LandFrauen werden, desto größer wird ihre Vorbildfunktion.“
Dass ländliche Räume stärker in den Fokus rücken müssen, machte Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, deutlich. „90% der Fläche in Deutschland sind ländliche Räume, hier leben 47 Millionen Menschen“, erinnerte sie. Gleichzeitig verwies sie auf fehlende Bildungsangebote, infrastrukturelle Defizite und überholte Rollenbilder als Ursachen dafür, dass viele junge Frauen ihre Heimatregionen verlassen. Ihr Appell: „Da müssen wir die Finger in die Wunde legen und nicht locker lassen die Missstände aufzuzeigen und Lösungen anzubieten.“

Deutscher LandFrauenverband würdigt weibliche Vorbilder aus den ländlichen Räumen
Im Rahmen des Deutschen LandFrauentages in Essen vergibt der Deutsche LandFrauenverband (dlv) erneut die Auszeichnungen „LandFrau des Jahres“ und „Unternehmerin des Jahres“. Mit den Auszeichnungen werden Frauen gewürdigt, die ländliche Räume mit ihrem Engagement, ihren Ideen und ihrem Gestaltungswillen voranbringen. „Vereine sind Lernorte der Demokratie. Doch dass wir uns einbringen, ist alles andere als selbstverständlich. In einer Zeit, die geprägt ist von gesellschaftlichen Umbrüchen, demografischem Wandel und steigender Einsamkeit, ist es von unschätzbarem Wert, wenn Menschen neben Beruf und Familie Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft stiften“, betont Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, in ihrer Laudatio. Mit der Auszeichnung der „LandFrau des Jahres“ ehrt der dlv deshalb alle zwei Jahre Frauen aus den eigenen Reihen, deren Engagement besondere Anerkennung verdient. Sie gestallten die ländlichen Räume aktiv und haben die Themen der LandFrauen dabei immer im Blick. Insgesamt sechs Frauen wurden für ihre herausragenden Leistungen in Ehrenamt und Unternehmertum ausgezeichnet, zwei davon aus Nordrhein-Westfalen:

Melanie Tillmanns, LandFrauenverband Wassenberg, steht für moderne und erfolgreiche LandFrauenarbeit. Seit 2022 bringt sie sich als Ortsvorsitzende ein. Dabei gelingt ihr etwas Besonderes: Sie verbindet die Generationen, schafft attraktive Angebote für alle Frauen und erhält gleichzeitig Bewährtes. Ob Formate für die Jungen LandFrauen, der monatliche Stammtisch für die "Älteren" oder kreative Öffentlichkeitsarbeit, Melanie Tillmanns entwickelt den Verband mit frischen Ideen weiter und nimmt dabei alle mit. Und das sehr erfolgreich. Mit Ideenreichtum und großer Tatkraft haben ihr Team und sie den Ortsverband Wassenberg neu belebt und von 50 auf über 170 Mitglieder wachsen lassen. Überdies setzt Melanie Tillmanns sich immer wieder für gesellschaftlich relevante Themen ein und stärkt das Netzwerk der LandFrauen über den eigenen Verband hinaus. 

Petra Zens aus Willich hat mit der BioMolkerei Schauhof aus einer Idee ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Um den Familienbetrieb zukunftsfähig aufzustellen, gründete sie eine eigene Molkerei und verarbeitet heute rund 60 Prozent der Milch ihrer 90 Kühe zu Vollmilch, Joghurt und Eis. Sie steht für Regionalität, Qualität und hohe Tierwohlstandards. Finanzierung, behördliche Verfahren und Zweifel an ihrer Rolle als Unternehmerin stellten sie vor große Herausforderungen, die sie mit fachlicher Weiterbildung und großem Engagement meisterte. Die Jury würdigte insbesondere die Verbindung aus traditioneller Landwirtschaft und modernen Anforderungen sowie ihren Mut, neue Wege zu gehen und offen über die Herausforderungen ihres Weges zu sprechen. 
https://www.youtube.com/watch?v=ThUPpoRvgQA

Zum Abschluss des Deutschen LandFrauentages dankte Jutta Kuhles, Präsidentin des Rheinischen LandFrauenverbandes, allen Mitwirkenden und Gästen. Dabei machte sie deutlich, wofür LandFrauen stehen und dass gesellschaftlicher Zusammenhalt von Verantwortung lebt: „Dafür stehen LandFrauen: Zusammenhalt, Unterstützung, Verlässlichkeit.“ Mit Blick auf den Deutschen LandFrauentag 2026 zog sie ein positives Fazit: „Heute hat gezeigt, welche Stärken in unserem großen bundesweiten Netzwerk stecken.“ (Quelle: dlv)


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Frank Maurer

Tel. 02151 4111-410
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