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Kakao-Debatte: Verlierer der Foodwatch-Forderungen sind die Kinder


Mit Blick auf eine ausgewogene, ganzheitlich ausgerichtete Ernährung von Kindern sind die Forderungen von Foodwatch unverantwortlich. Selbst in der von Ministerin Ursula Heinen-Esser einberufenen Expertenrunde zur Schulmilch in NRW am 17.09.2018 haben auch kritische Wissenschaftler das NRW-Schulmilchprogramm begrüßt. Die Organisation Foodwatch, die ebenfalls am Gespräch teilgenommen hat, hat sich allen fachlichen Argumenten verschlossen. Konstruktive und realistische Vorschläge wurden aus Prinzip nicht angenommen. Somit handelt es sich bei den Aktivitäten von Foodwatch um eine reine Kampagne, die die Realität der Kinder im Schulalltag ausblendet. Ein Großteil der Kinder erscheint mittlerweile ohne Frühstück zum Unterricht und hat auch keine vollwertige Pausenmahlzeit dabei. Schulmilch, Kakao, Obst und Gemüse – angeboten durch das EU-Schulprogramm – liefern den Kindern Nährstoffe und Vitamine, die sonst gänzlich fehlen. Ein Verbot von Kakao führt dazu, dass noch mehr Softdrinks den Schulhof erobern, die den Zuckergehalt vom Kakao erheblich übersteigen. Es führt leider nicht dazu, dass sich die Kinder alternativ der Milch pur zuwenden, deren empfohlene Verzehrmenge und das darin enthaltene Calcium (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE) sie heute schon nicht erreichen. Verlierer der Forderungen von Foodwatch sind somit die Kinder.


LV Milch NRW im Einsatz für gesunde Ernährung an Schulen
Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft in NRW (LV Milch NRW) setzt sich als seit Jahrzehnten anerkannter Runder Tisch der Milchwirtschaft für eine gesunde Ernährung an Schulen ein. Die Vorstände des Verbandes werden satzungsgemäß, demokratisch und frei gewählt und somit weder durch die Wirtschaft noch durch die Landesregierung bestimmt. Alle Tätigkeiten werden transparent in Jahresberichten dokumentiert, die auch online zur Verfügung stehen. Sämtliche von der LV Milch NRW eingesetzten Mittel, inklusive des EU-Schulmilchprogramms, unterliegen öffentlichen Kontrollen durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen.

Die LV Milch NRW hat dazu beigetragen, dass der Zuckergehalt im Schulkakao in NRW mit knapp 4 % den vorgegebenen Wert der EU (dieser liegt bei 7 %) deutlich unterschreitet – und das schon seit rund 25 Jahren. Milch und Milchprodukte gehören – auch laut Einschätzung der DGE – zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung dazu. Und zur Milch zählt – unabhängig vom Zuckergehalt – auch der Kakao. Die Strategie des Landes NRW setzt den Wunsch der EU nach einer Priorisierung von Milch um, indem die Milch pur um 10 Cent günstiger angeboten wird als der Kakao.

Das Schulmilchsystem in NRW basiert auf einer freiwilligen Beteiligung von Schulen und Eltern. Die Schulen können aus 14 Schulmilchlieferanten des Landes einen passenden Anbieter auswählen. Für die Schulmilchlieferanten stellt die Logistik (Anlieferung und Rücknahme des Leerguts) sowie die flächendeckende Verteilung von Frischmilch an Schulen eine große Herausforderung dar, sodass bereits viele Lieferanten aus dem Programm ausgestiegen sind.

Das EU-Schulprogramm engagiert sich umfassend im Rahmen von pädagogischen Maßnahmen und Unterrichtseinheiten für die Ernährungsbildung der Kinder. Hier wird gemeinsam gekocht, gelernt und sich bewegt. Das Schulprogramm ist so ein wichtiger Baustein und bringt den Kindern Wissen zu gesunder Ernährung näher, das leider allzu häufig vom Elternhaus nicht mehr vermittelt wird. Das darf nicht durch kampagnengeleitete Organisationen kaputt ge-macht werden.


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Frank Maurer

Tel. 02151 4111-410
Mail maurer(at)milch-nrw(dot)de

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